Pachtvertrag - Tipps, Ratschläge und Hilfe

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steyrm9000 14-01-2013 09:59 - E-Mail an User
Pachtvertrag - Tipps, Ratschläge und Hilfe
Hallo ins Forum,

Ich habe es jetzt geschaft das ich ab Jänner 2014 ein paar ha Pachten darf...das erste mal in meinem Leben...bei uns in der Gegend ist es echt nicht einfach einen Pachtfläche zu bekommen...

Jetzt meine Frage an die Spezialisten hier im Forum:

Worauf muss ich da alles achten, was muss ich vorbereiten, was sollte man in einen Pachtvertrag alles schreiben?
Wie lange sind die Übergangszeiten (der Grund wurde jetzt konventionell bewirtschaftet - ich Wirtschafte Bio)
Wie sieht es mit den Ausgleichszahlungen aus (ZA, AZ, ÖPUL usw.)

Bin für alle guten Tipps sehr DANKBAR!

Werde natürlich auch noch auf die BBK gehen und mich dort informieren...aber es wäre super wenn ich auch jetzt schon ein paar Infos hätte.

LG.


zehentacker antwortet um 14-01-2013 11:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Erst 2014? Wenn Du Bio und Öpul Teilnehmer bist, würde ich die Pachtdauer auf die noch unbekannte Öpul Laufzeit ausrichten. Von Konv auf Bio hast Du eine Übergangszeit, wo Du schon Bio, speziell Dünger, wirtschaften musst aber noch kein Bioprodukt produzieren kannst. Bio und Konv in einen Betrieb ist grundsätzlich verboten. Zahlungsansprüche, einige Fragen sind noch offen, im Pachtvertrag festlegen wer diese bekommt, Verpächter oder Pächter. Pachtpreis, pro Ha Fixpreis in Euro. Valorisieren, der Inflation angepasst. Nach Produktpreisentwicklung. Vorkaufsrecht, das heißt, wenn der Verpächter verkauft, kannst Du zu den Preis den ein anderer Käufer bezahlen würde, kaufen.
Bei Pachtflächen, die im Verhältnis zum Stammbetrieb groß sind, und daher deswegen Investitionen oder Betriebsumstellungen notwendig sind, würde ich Dir natürlich auf Deinen Betrieb abgestimmte lange Pachtdauer empfehlen, eventuell 33% Inflation und 67% Landwirtschaftlicher Produktpreis.
Die Einheitswertentwicklung durch die Pacht und FA und SVB betrachten.
MfG ferd


steyrm9000 antwortet um 15-01-2013 11:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Danke für die erste Antwort!

2014 deshalb weil der alte Pchtvertrag noch bis Ende 2013 läuft...
Danach kann ich die Fläche erst Pachten!


Muss der alte Pächter noch irgend einen Flächenzustand herrichten zB. alle Felder mit Kleegras verbauen oder ....???


Der Vorpächter hatte die Fläche glaube ich ca. 30 - 40 Jahre in Pacht...denke mal da wird es mit den ZA schlecht aussehen...die Frage ist ob bzw. was sich da ab 2014 ändern wird (Neuverteilung usw.)

Die anderen Ausgleichzahlung bekomme ich aber trotzdem dafür?

Zur Umstellerzeit: Kann/darf ich wenn ich alles auf Grünland/Wechselwiese mache das Grundfutter schon an meine Tiere Verfütter? Wie sieht das beim Getreide aus?
Pachtfläche besteht aus ca. 60% Ackerfläche und 40% Grünlandfläche!

Das ich die Fläche Bio bewirtschften muss war mir schon klar - will ich ja auch so!

Hoffe noch auf ein paar Tipps...

LG.



zehentacker antwortet um 15-01-2013 11:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo! Ausgleichszahlungen, da muss ich passen. Gute Landwirtschaftliche Praxis, so sollte er zumindest die Flächen bewirtschaften. Auf Acker Kleegras anbauen, eher nein, Du könntest ja Sommergerst machen wollen. Wenn Du schon im Herbst vorarbeiten willst frag den Verpächter.


Fallkerbe antwortet um 15-01-2013 12:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@zehentacker,
und welcher verpächter sollte sich auf diesen Pachtvertrag einlassen?
und warum sollte ein verpächter sich auf diesen pachtvertrag einlassen?

lange laufzeit, lange bindung
ungünstige indexierung
vorkaufsrecht

Ich sehe keinen grund- es sei denn ston150 bezahlt weit, weit, mehr pachtzins, als alle anderen.



pre antwortet um 15-01-2013 12:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ Fallkerbe
Warum sollte ich mich als (Bio-)Pächter auf einen Pachtvertrag einlassen, der jedes Jahr gekündigt werden kann? Bei einer Kündigung vor Ablauf des Öpul muß eine Weiterführung der Maßnahmen (oder finanzielle Abgeltung bei Ausstieg) garantiert sein. Ist bei uns auch so üblich, weil es sonst für Öpulteilnehmer praktisch unmöglich ist zu pachten. Wenns ein größerer Teil meiner Gesamtfläche ist, zahle ich das Öpul für den ganzen Betrieb für die gesamte Laufzeit zurück!

@ ston150
Falls es zu einer Verlängerung des Öpul um ein Jahr kommt - wonach es derzeit aussieht, bekommst du für die Fläche die du erst 2014 pachtest keine Bioprämie mehr (gilt übrigens heuer auch schon).

MfG Pre


Fallkerbe antwortet um 15-01-2013 18:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Zitat pre:
@ Fallkerbe
Warum sollte ich mich als (Bio-)Pächter auf einen Pachtvertrag einlassen, der jedes Jahr gekündigt werden kann?
Zitat ende

weil es die anderen Pachtanwärter auch tun,
bzw. weil sonst der pachtgrund an einen Pächter geht, der mit einem jährlich kündbaren pachtvertrag einverstanden ist.





Fallkerbe antwortet um 15-01-2013 18:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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doppelt




pre antwortet um 15-01-2013 18:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Fallkerbe
Du hast schon recht, kann eh jeder machen wie er will. Mir persöhnlich als Öpulteilnehmer wär das jedenfalls zu riskant. Bin dann den Großteil der Laufzeit komplett vom Verpächter abhängig und - man hofft es nie - bei Streitigkeiten auch erpreßbar.
Gottseidank muß ich nicht zu jeden Bedingungen pachten...
mfg pre

Korrektur zum letzten Breitrag: im Fall der Fälle muß nur das Öpul der betroffenen Fläche zurückbezahlt werden (Abgangstoleranz 10%)


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