__joe007 05-01-2013 16:47 - E-Mail an User
Babyferkel
Hallo Kollegen,

nachdem bei mir das PRRS Problem von Steinhaus und der deutsche Ebersamen für weniger geborene Ferkel sorgt bin ich auf der Suche meinen Ferkelaufzuchtstall bzw. Maststall trotzdem zu füllen.

Wo bekommt man Babyferkel her ?
Wieviel kosten die ?
Gibt es da einen Prozentsatz vom 30 kg Ferkel ?

Danke für eure nützlichen INFO's.

lg JoE


500 Vario antwortet um 05-01-2013 17:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Babyferkel
Hallo Joe!

Wenn ich es richtig lese, dann hältst Du Zuchtsauen!?!?
Jetzt willst Babyferkel zukaufen?????
Ich kenne jetzt deine betriebliche Situation ( Stallanordnung, Größe,.....) nicht und will
auch nicht den "Oberlehrer" spielen.
Für mich nur möglich wenn
Du den Aufzuchtbetrieb räumlich total von den Zuchtstallungen trennen kannst
und ein perfektes Hygienemanagement hast.
Ich hab dieses "Theater" auch einige Jahre gemacht, weil ich zuwenig Ferkel
für die angeschlossene Mast produzieren konnte- anfangs mit Babyferkel, nach dem
dies zu Zeiten des Circo nicht mehr funktioniert, schließlich mit 31kg Ferkel.
Der Gesundheitsstatus war im gesamten Betrieb nichts sonderlich gut.
Seitdem ich meinen Betrieb wieder geschlossen habe und keinen Tierzukauf mehr habe
hat sich der Gesundheitsstatus super gebessert.
Trotzdem zu deinen Fragen:
Du kommst ja irgendwo aus OÖ- die einzigen die noch etwas mehr mit Babys machen, sind die Hybeda
aus Obernberg a. Inn. VLV hat meines Wissens keine freien Ferkel zum vermarkten.
Zu meiner Zeit als Babyferkelproduzent hab ich zwischen 63-66% vóm 31kg-Ferkel bezahlt

Gruß


jo24 antwortet um 05-01-2013 19:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Babyferkel
@joe007
Könntest beim NÖ Ferkelring fragen. Nach meiner Information Sind An der Grenze zu
Oberösterreich normal welche zu kriegen.
Ein 8kg Ferkel kostet bei 2,50€ Ferkelpreisca 54€ inkl. Mwst und sonstiger Kosten.
mfg Hans



__joe007 antwortet um 06-01-2013 09:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Babyferkel
Vielen Dank für eure nützlichen Antworten.

Ich habe Zucht und Mast, also auch geschlossen. Der Ferkelaufzuchtstall und Maststall ist je ein eigenes und freistehendes Gebäude mit unterteilten Kammern, also von der hygienischen Seite her möglich.

Nochmals Danke, ihr habt mir sehr geholfen.

lg JoE

P.S.: Ich komme aus dem Bezirk Gmunden in OÖ.



Lendl00 antwortet um 06-01-2013 11:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Babyferkel
Nachdem du aus dem Bezirk Gmunden kommst, kannst du ja eventuell Babyferkel aus Bayern kaufen; dort ist das System Babyferkel etwas weiter verbreitet als bei uns in Ö. Die Transportzeiten von Bayern sind auch kürzer als von NÖ.
Ansprechpartner in Bayern:

http://eg-suedostbayern.de/schweinevermarktung-mit-system/

hoffe der Link funktioniert
Ich bekomme auch Babys von denen.

Grüsse Klaus
 


Halodri antwortet um 06-01-2013 16:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Babyferkel
Ist das AMA Gütesiegel mit Mastschweinen möglich wenn die Ferkel aus Bayern kommen oder nicht? Ich hoffe hier wird dann nicht schon wieder getrickst.


Lendl00 antwortet um 06-01-2013 19:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Babyferkel
AMA-Gütesiegel ist natürlich nicht möglich.
Ich weiß aber nicht obs ein AMA-Betrieb ist?

Klaus


Joe_Kovac antwortet um 09-01-2013 13:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Babyferkel
Hi Joe,

also ich habe auch einen geschlossenen Betrieb (Zucht-Mast) - auch bei mir ist die Mast getrennt und in verschiedene "Kammern" getrennt. Jedoch würde ich nie fremde Ferkel zukaufen. Die Luftzirkulation im Gebäude kann man nicht verhindern es wird auch Luft (und damit Keime) von den anderen Stallungen angesaugt (sofern ein zentrales Luftsystem - Ansaugkanal)

Weiters musst Du die Babyferkel vorerst einige Wochen im Aufzuchtstall halten - dieser befindet sich bei Dir im Zuchtenstall - somit bringst Du den Keim an die "Brutstätte" Deiner Ferkel. Sollten manchmal die Würfe nicht so groß sein und Stallungen leer stehen fressen diese auch keine Nebenkosten.

Jetzt frage ich mich nur welche Leute Babyferkel hergeben :) Der Züchter hat die meiste Arbeit für den wenigsten Stundenlohn und dann soll er die Babyferkel gleich weiterverkaufen - wo wir doch wissen, dass es ca. 1 woche nach dem Absetzen bis zum Ende der Mast nur mehr ein Selbstläufer ist!

Möglich, dass ich bezüglich den fremden Keimen etwas überreagiere, aber der Gesundheitsstatus im Stall ist mir sehr wichtig - denn wenn Deine Tiere krank werden (sind) ist es zu spät.

lg
Joe


JosefP. antwortet um 09-01-2013 18:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Babyferkel
Selbstläufer???
Bei Dir als gschlossener Betrieb kann das vielleicht so sein. Als Mastbetrieb mit verschiedenen Herkünften kann man sicher nicht von einem "Selbstläufer" sprechen.
mfg


Joe_Kovac antwortet um 11-01-2013 11:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Babyferkel
Hallo Tschosef,

möglicherweise liegt es tatsächlich am geschlossenen Betrieb. Habe so gut wie keine Vorfälle in der Mast (im letzten halben Jahr 0 Verluste) - liegt aber sicher daran, dass ich jeden Tag durch die Boxen gehe und die Tiere begutachte.

Wollte grundsätzlich nur den Arbeitsaufwand gegenüber stellen und hier ist es offensichtlich, dass die Zucht einen enormeren Mehraufwand hat. Belegen, Kastrieren, Impfen etc. -weiters sind Saugferkel um einiges anfälliger als ein Mastschwein. Eine Muttersau welche nur 1. Mal umrauscht, kostet bereits € 35 an Futtermittel.

Habe seit 39 Stunden nicht geschlafen - Gruppenhaltung 20 Abferkelungen in den letzten 3 Tagen und wenn ich in Urlaub fahren will kann ich nicht einfach keine Ferkel einkaufen.

Denke, dass ich das sehr Objektiv beurteilen kann. Wie gesagt, soll hier keine Grundsatzdiskussion werden - auch die Mast ist kein Zuckerlecken überhaupt bei den momentanen Futtermittel und Schweinepreisen und "Selbstläufer" war eveltuell das falsche Substantiv.

lg
Joe




HBler antwortet um 11-01-2013 14:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Babyferkel
muß Joe Kovac absolut recht geben mit den fremden Keimen
und wenn sich das Risiko sagen wir mal Hausnummer auf nur 5 % beläuft, Probleme zu bekommen wegen Mischinfektionen sind mir persönlich schon 5 % zuviel Risiko.
wo ich Joe allerdings auch recht geben muß und deshalb eben auch kritisieren ist seine Aussage vom " Selbstläüfer"
denn, ja , in gewisser Weise betrachtet ist im Vergleich zum Belegen, Abferkeln, Ferkelbehandlung als Hauptschwerpunkt der Zuchtarbeit der Ferkelaufzucht- uind Mastbereich sehr überschaubar
daß aber gerade Ferkelerzeuger im Aufzuchtbereich die konsequente Arbeit fortgesetzen sollten, welche im Zuchtbereich vieler größerer Ferkelerzeugerbetriebe gerade noch zu schaffen ist, aber dann in der Aufzucht nur mehr an das Verkaufen an den Mäster gedacht wird, und jeglichen Aufwand in finanzieller oder Arbeitstechnischer Hinsicht vermieden wird, ist an der einen oder anderen "anonymen" Ferkelpartie sehr bald zu erkennen


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