Neuer Agrarpolitischer Wind?!?

Antworten: 20
Dalli 23-12-2012 05:03 - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
Was denkt ihr zur Agrarpolitik Österreichs?
Zukunft oder Stillstand(oder besser gesagt allen ein wenig recht machen?)


DJ111 antwortet um 23-12-2012 08:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
Es gibt keine österreichische Agrarpolitik!

Wir müssen uns auch nach den weltweiten Gegebenheiten richten!

Mit oder ohne EU!

Die Welt ist ein Dorf geworden und wenn wir das mal realisiert haben, werden wir auch Wege finden LW weiter zu betreiben

Ansonsten werden wir wohl immer weiter resignierend jammern, dass wir mehr und mehr von den "guten alten Werten" verlieren.



Gruß, DJ


little antwortet um 23-12-2012 08:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
Die Welt ist ein Dorf??? War gerade in Dänemark, und dort erzählt mir ein Bekannter dass jetzt schon einige Betriebe Konkurs gemacht haben weil die Nebenkosten mittlerweile einfach zu hoch sind.
Sind die Dänen nicht das große Vorbild unserer Schweinezüchter??
Größenordnungen: Lohndrusch + Ferkelzucht in Dänemark, die Ferkel gehen dann nach Ostdeutschland wo er eine Mastanlage mit 110 000 Plätzen hat. Ist das wirklich der Weg in die Zukunft oder der Weltweite Weg??????

little




MF7600 antwortet um 23-12-2012 08:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
@dj111
absolut richtig
wenn man sich nicht vom rest der welt abkoppelt, dann wird man auch wege finden modern und erfolgreich landwirtschaft zu betreiben.


NiN antwortet um 23-12-2012 09:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
Bei Wind in der Agrarpolitik stellt sich die Frage woher dieser kommen kann? Da sehe ich eher schwarz....

Die globale Industrialisierung in der LW mit all ihren Folgen für Umwelt und Mensch ist aus meiner Sicht der falsche Weg, doch wird dieser eben vorgegeben.
Die andere Seite ist aber, daß es bereits viele Menschen gibt die umgedacht haben. Und so bietet sich auch für "andersdenkende" Landwirte ein Markt und eine Möglichkeit ihre Individualität an den Konsumenten zu bringen.

Wohin es tatsächlich geht weiß glaub ich niemand genau. In den nächsten 30 Jahren wird so viel auf der Welt passieren....


zehentacker antwortet um 23-12-2012 09:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
dj111, mf 7600, ich bin eurer meinung.

little, das betriebe aufhören oder in konkurs gehen ist normal, passiert überall. willst du die zeit aufhalten, zurückdrehen?



HAFIBAUER antwortet um 23-12-2012 09:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
Man muss die Zeit nicht aufhalten man sollte nur in der Landwirtschaft normal DENKEN!!!!!!!!!!!!!


zehentacker antwortet um 23-12-2012 10:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
HAFIbauer Was bedeutet in der Landwirtschaft NORMAL denken? Versuchen der Familie durch den Betrieb einen durchschnittlichen Lebensstandart zu sichern, den Kindern die bestmögliche Ausbildung und der nächsten Generation den Betrieb genauso lebensfähig übergeben wie man in bekommen hat. Oder was?


helmar antwortet um 23-12-2012 10:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
Hallo Zehentacker....das seh ich auch so wie du......aber ich finde dass die Landwirtschaft noch immer an so manchen, ich lehne mich da jetzt raus, Ideologien gehängt wird und das finde ich gar nicht gut. Von keiner....denn man hat das Gefühl dass immer noch bei gar nicht so wenigen der Hof über allem und ganz besonders über die Menschen zu stehen hat......
Mfg, Helga


Steyrcvtfan antwortet um 23-12-2012 11:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
an zehetacker:
Wenn das normal ist das immer mehr Betriebe in Konkurs gehen oder schlittern wie man so schön sagt.. Sollte für landw. Beztriebe meiner Meinung nicht normal sein.
Den dänischen Betrieben nachzueifern ist meiner Meinungnur etwas für einige Wahnsinnige.
Da lachen dann die Betriebe die ihren Betrieb verpachtet haben die aktiven Zukunfstsbetriebe mit 100 en Kühen, 1000en Schweinen usw. aus.
Möchte die Zeit nicht aufhalten , aber ein bißchen normal soll alles weiterlaufen.
Glaube nämlich fest an die Zukunft der österreichischen Landwirtschaft, da sie wichtiger denn je wird.


Woodster antwortet um 23-12-2012 13:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?

Meiner Meinung nach haben Extreme in welcher Form auch immer, nur kurze Zyklen.
Sowie der Turbrokapitalismus ein Weg die Sackgasse war und ist,
so ist auch die Turbo-Gentech-Landwirtschaft mit allem Pi-Pa-Po, zum Scheitern verurteilt.
Denn sie nützt nur einigen Wenigen und schadet viel zu Vielen...


JD6230 antwortet um 23-12-2012 13:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
Ihr wollt euch mit Dänen vergleichen?
Große STallanlagen, tausende Zuchtsauen, keine Fläche, einige Angestellte, bezahlen für Gülleentsorgung,....

kenne ich in Österreich noch nicht!
Von den biologischen Leistungen in den STällen sind sie top - müssen sie auch. Haben ja außer dem STall nichts!


179781 antwortet um 23-12-2012 13:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
Weil die Dänen schon mehrfach genannt wurden. Ein Leiter eines Arbeitskreises Milch hat von seinem Kollegen aus Dänemark sinngemäß folgendes gehört: "Wir haben die leistungsfähigste Landwirtschaft in Europa. Die Banken wird das freuen, weil die sind in absehbarer Zeit der größte Landeigentümer in Dänemark"

Im Klartext, die Betrieb dort haben zwar hohe Erträge in kg je ha oder Tier, aber sie verdienen nicht so viel dabei, dass sie ihre Kosten decken können. Deshalb schaffen es viele nicht mehr, ihren Kapitaldienst zu bedienen.

Also sollte man das, was uns als "moderne" Landwirtschaft vorgestellt wird nicht unkritisch übernehmen, sondern mit Hausverstand und kaufmännischer Sorgfalt darüber nachdenken. Ob die Argrarpolitik das macht....?


Gottfried


Steyrcvtfan antwortet um 23-12-2012 15:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
An 179781

Dem ist nichts hizuzufügen.

Leider gibt es noch viele die der industriellen LW nacheifern.
Sie wollen die totale Liberalisierung ( Auflösung der Kontingente) um einfach ohne Grenzen wachsen können. Die Banken wird es freuen.Oftmals haben die Superbetriebe dann keinen Nachfolger weil die Kinder das nicht interessiert da sie lange genug allles live erlebt haben.



MF7600 antwortet um 23-12-2012 16:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
na da haben wir aber viele dänemarkexperten hier, wer von euch war schon mal in dänemark einen landwirtchaftlichen betrieb besichtigen?


Hirschfarm antwortet um 23-12-2012 18:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
Ich. Ein Freund von mir hat sich dort gerade einen Betrieb gekauft. 400ha Eigengrund und 2000 Sauen. Kaufpreis: 1€.+ Kreditübernahme. Er glaubt daß sich der Betrieb auf 20 Jahre gesehen selber abzahlt.

mfg

p.s.: Zur eigentlichen Frage: Hat leicht irgendein Agrarpolitiker Flatulenzen?


179781 antwortet um 23-12-2012 19:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
"na da haben wir aber viele dänemarkexperten hier, wer von euch war schon mal in dänemark einen landwirtchaftlichen betrieb besichtigen?"

Ich war auch schon in Dänemark Zuchtstier aussuchen. Nur bringt es dich nicht recht weiter wenn du die Betriebe siehst. Da müsstet du auch ihre Bilanzen sehen. Es wid dir ja kaum einer erzählen, dass eigentlich eh das meiste der Bank gehört.

Einen erfolgreichen Viehzüchter erkennt man z. B. auch nicht an den Stallbüchern, sondern an den Kontoauszügen. Und da stehen so manche unscheinbare normale Bauern besser da, als viele Vorzeigebetriebe.

Gottfried


dealer antwortet um 23-12-2012 22:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
Hallo,
was passiert bei einem landwirtschaftlichen GesmbH Betrieb.
Jeder Gesellschafter haftet mit seiner Einlage (50000€ glaub ich zumindest)
Wenn der Betrieb in Konkurs geht ist die Einlage weg ab sonst nicht! Die eigenen Felder der Gesellschafter können nicht in die Konkursmasse übernommen werden! Oder täusche ich mich da?


179781 antwortet um 23-12-2012 23:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
Das Eigenkapital eines Gesellschafters in einer Gesmbh ist glaube ich niedriger als du geschrieben hast. Das kann er auf jeden Fall verlieren. Bei den Grundstücken wird es halt so sein, dass zumindest die Banken, wenn sie einen Kredit geben, die als Sicherheit haben wollen.

Gottfried


zehentacker antwortet um 24-12-2012 08:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
dealer, hallo!
Eine GmbH braucht mindestens 35.000 € Grundkapital, das muss von allen Gesellschaftern zusammen eingezahlt werden. Als Betriebsgesellschaft, die eine oder mehrere Landwirtschaften pachtet und betreibt, hat sie natürlich zuwenig Eigenkapital. Daher müssten entweder Teile der Landwirtschaften in die GmbH eingebracht werden, oder was oft bei neuen Betriebszweigen die auf GmbH Basis gegründet werden passiert, es muss irgendjemand den Banken gegenüber die Haftung übernehmen.


dealer antwortet um 24-12-2012 11:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
Hallo,
ja ist schon klar daß bei Investitionen die Bank eine Sicherheit verlangt.

Wie sieht das ganze aus wenn die Maschinen geleast sind?
Worauf ich hinaus will:Jedem landw. Betrieb wird im Konkursfall alles versteigert. Wenn eine GesmbH keine Bankhaftungen braucht kann im Konkursfall ja nur auf vorhandene Betriebsmittel (die geleast sind) zurückgegriffen werden!


Bewerten Sie jetzt: Neuer Agrarpolitischer Wind?!?
Bewertung:
5 Punkte von 1 Bewertungen (Maximum 5 Punkte)
message;374413




Landwirt.com Händler Landwirt.com User