Milchlieferanteninfo Bergland

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Milky 09-12-2012 09:43 - E-Mail an User
Milchlieferanteninfo Bergland
Kuriose Info in der letzten Milchlieferantenrundschreiben (gleich im érsten Satz!):
1) Der Vorstand der Berglandmilch hat in seiner VORLETZTEN Sitzung das Berglandmich Zukunftsmodell beschlossen.

Zukunftsweisende Infos eine ganze Sitzungsperiode geheimhalten, halte ich für grob Fahrläßig!!!
Oder haben es sich wieder die Vorstandesmitglieder in der Zwischenzeit zurechtgelegt. (hier gilt die Unschuldsvermutung, - natürlich!)
LG, MILKY



G007 antwortet um 09-12-2012 10:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Milky
Erzähl, was da beschlossen wurde, mach's nicht so spannend!


Andi36 antwortet um 09-12-2012 11:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nein, zurechtlegen konnte hier keiner etwas, denn es wurde ein historischer Anlieferungswert hergenommen. Aber das ganze hat, meiner Meinung nach, nur den Zweck Milch, die über diesen Anlieferungswert hereinkommt, möglichst billig in der Hand zu haben. Darüberhinaus auch sicherzustellen, dass genügend Milch angeliefert wird, weil man seine Basismenge alle Jahre um 30% seiner Überlieferung steigern kann - und man trotzdem über die grosse Anlieferung jammern kann (weil ja sooo schwer absetzbar). Mit dem Verarbeitungsbeitrag will das Unternehmen mit dem Milchaufkommen mitwachsen. Wenn dann die Anlieferung aber sinken sollte, wird das Unternehmen dann schrumpfen und bekommen wir Geld zurück ???
Alles in allem ist es eine unausgegorene Sache, die nicht zuende gedacht wurde und eindeutig zulasten von uns Eigentümern geht, aber dem Manegement grosse Erleichterung verschafft. Es hat auch im Vorstand äußerst kritische Stimmem dazu gegeben und nur eine knappe Merheit dafür entschieden . Es besteht noch die Möglichkeit für uns Eigentümer dieses sogenannte Zukunftsmodel zurückzuweisen, indem wir ganz besgtimmt Druck auf unser Funktionäre ausüben und ihnen klar machen, dass wir es SO ganz sicher nicht wollen!



Milky antwortet um 09-12-2012 11:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Der genaue Inhalt wurde in diesem Forum bereits behandelt.
Feststeht, daß du kein teures Kontingent mehr kaufen brauchst, da es nicht mehr angerechnet wird. Ab 2015 bekommst du immer für die Überlieferung 1/3 Basismenge gratis und für den Rest mußt du einen kleinen Vermarktungsbeitrag leisten.
Dies war ein sehr verkürtzter Auszug aus der Info. (Ohne Gewehr)
Was mich eigentlich an der Sache stört, ist die verzögerte Info an uns Milchbauern. Somit wurde das auf dem Markt befindliche Kontingent künstlich lange hochpreisig gehalten.


Rob1 antwortet um 09-12-2012 11:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Und was denken sich die anderen Molkerein aus ?


Andi36 antwortet um 09-12-2012 12:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Also Milky ab 2014 musst schon Verwertungsbeitrag zahlen und wensd Pech hast auch die Zusatzabgabe, solltest du nicht Qote in der Höhe deiner Anlieferung haben. Erst danach bekommst 30% deiner Überlieferung zu deiner Basismenge dazu, erstens, und zweitens gibt das ganze Model keinen Grund für Freudentänze, eher zum Schämen für so etwas unzulängliches und drittens, haben die Vorstandmitglieder zwar eine dicke Haut bei der Verteidigung dieses Modelles, aber traun sich es nicht einer Abstimmung unter uns Lieferanten zuzuführen. Viertens noch dazu wenn man weiß, dass das Kontingent höchstwarscheinlicher Weise abgeschaft wird und man Jahre braucht um ein Nachfolgmodel aus dem Boden zu stampfen, da machen ein paar wochen oder Monate a nix mehr aus.


Milky antwortet um 09-12-2012 12:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Rob1,
möchte kein Gerücht verbreiten, habe aber gehört, daß die Gmundner und Nöm keinen Verwertungsbeitrag verrechnen. Bitte um Berichtigung! Bei der Berglandmilch sollte der Verwertungsbeitrag angeblich 3Cent betragen. 2014 sollte die Superabgabe gegen 0 gehen.


Milky antwortet um 09-12-2012 13:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Andy36,
1.) Ich habe für die erwartende Überlieferung (2012, ca 50000kg) Kontingent um 13Cent gekauft.
2.) Das Kontingent ist nicht höchtwarscheinlich abgeschaft, sondern ganz sicher.
3.) Freudentänze mache ich deswegen bestimmt nicht.
Ich bin einfach ein wachsender Betrieb und kaufe bestimmt nicht umsonst Kontingent. Ich sehe eher diejenigen wieder bestätigt, die das Kontingent verkauft haben, um sich einen neuen Stall mit Roboter zu leisten. (kenne Beispielbetriebe!) Woher hatten sie(BB nahe) die Infos her? Ich glaube, man wuste schon lange wie es weitergeht!


Riewo antwortet um 09-12-2012 13:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo,

Also ich würde es als guten Schritt bezeichnen,
weil den Lieferanten die, die letzten Jahre gewachsen sind weder Quote noch der dafür nötige Wachstum der Molkerei geschenkt wurde. Es gab doch einige schwierige Jahre und der Auszahlungspreis war sicher nicht immer das Max. was gegangen wäre wenn die Molkerreien in dieser Zeit nicht gewachsen wäre und die Mich nur am freien Markt abgestzt worden wäre (siehe FM).

Deswegen es es jetz auch von den Genossenschaftmitgliedern legetim, Sich ein wenig gegen " ABSTAUBER " zu schützen bzw. auch von denne einen Beitrag zu verlangen.
Jeder wachsende Betrieb hat kein Problem damit einen größeren Milchtank zu kaufen, aber von der Molkerei gratis Vertieb verlangen oder noch besser, den Milchpreis der Allgemeinheit verdünnen.
Frei nach dem Motto, lieber den Stall um 30 Kühe größer, das am Ende der Quotenregelung ( man is ja net blöd und kauft a Quote) und dann mit Vollgas...??

Mit diese Regel kann ein Betrieb davon ausgehen das er für seine Basismenge ein "normales Milchgeld bekommt" egal ob das Milchaufkommen in der Molkerrei stark steigt oder nicht.

Ausserdem kann jeder wechseln und schaun was unterm Strich bleibt.

Und PS. ES WIRD DOCH KEINER GLAUBEN DAS DA NICHT EINE GROSSE MENGE AN MILCH DAHERKOMMT. DIE DEN PREIS EINE DELLE VERPASSEN WIRD.

MFG


2472660 antwortet um 09-12-2012 15:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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hallo leute,

versuche mich in dieser angelegenheit ein wenig im "hellsehen"-wie wirds 2015 ausschaun:
1) das modell der blm wird in dieser form nie zur tatsächlichen umsetzung kommen, wenn sich nicht zumindest alle namhaften österr. milchabnehmer auf ein ähnliches modell einigen oder darauf, dass sie sich gegenseitig keine lieferanten wegnehmen (was für uns milcherzeuger definitiv das schlechteste szenario wäre-falls es nicht eh schon so ist?). so wies derzeit ausschaut zeigen deutsche molkereien keine ambitionen, irgenwelche privatrechtliche mengensteuerungen einzuführen, deshalb wirds auch bei uns 2015 dahingehend nichts mehr geben (auch nicht bei der blm)
2) so viele male in der vergangenheit wurde die milchquote schon abgeschafft und jedes mal gabs ein paar monate vor dem prognostiziertem ende einen ganz und gar unvorhergesehenen beschluß in der eu und die quote wurde wieder für ein paar jahre verlängert (1997, 2007). deshalb ist meine prognose, dass es auch diesmal wieder ähnlich wird (vielleicht mit ein paar anpassungen). stellt euch vor, die eu würde jetzt schon sagen, die quote gibts noch bis 2025, wo wären dann die quotenpreise?? das wäre höchst unverantortlich und der milchbranche wäre absolut nicht geholfen. deshalb bin ich überzeugt, dass die quotenhöhe, die ein betrieb 2015 hat auch nachfolgend von bedeutung sein wird.
für molkereien war die milchquote bisher auch ein "garant" und eine gute kalkulationsgrundlage dafür, ziemlich genau diese menge milch auch zu bekommen (welcher milchproduzent lässt schon gerne dieses betriebsmittel üngenützt liegen, zt. war es ja fast eine "lieferverplichtung"). das erklärt auch die ambitionen zb der blm in dieser richtung!

alles in allem wird sich gar nicht so viel ändern-unterhalten wir uns 2016 wieder darüber.........





helmar antwortet um 09-12-2012 15:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nicht immer hat Dr. Kirner meine Zustimmung, bei der Aussage "die neue Quote wird die Fläche sein", schon.
Mfg, Helga


Rob1 antwortet um 09-12-2012 15:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ 2472660 : hast noch eine Quote zu verkaufen? :-)

Ich glaub schon daß das Kontigent ausläuft, wenn ja eh fast alle Eu- Mitgliedsstaaten ihr Milchquote unterliefern. Aber schauma mal .


Andi36 antwortet um 09-12-2012 16:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nicht bös sein Milky, ich hab gemeint, dass man schon seit ein paar Jahren damit rechnen musste, dass man das Kontingent abschaffen wird und ich finde es lächerlich, dass eine Molkerei wie die Bergland es nicht schafft, rechtzeitig, über mögliche Nachfolgemodelle nachzudenken. Mit diesem Modell werden nur die Spekulanten belohnt, denn es wird von der höchsten Anlieferungsmenge der letzten 3 Jahre ausgegangen, wenn diese nicht erreicht wurde, dann das Kontingent berücksichtigt und dazu noch 2%. Das ist dann deine Bassismenge. Fazit: man will möglichst viel Milch, für wen und für was sei dahingestellt. Oder aber, dass man, wie schon im oberen Beitrag erwähnt, über Absatzprobleme jammern wird können.
Wem oder was diese Spekulanten nahegestanden sind möcht ich dahingestellt lassen, aber eines sei gesagt - jeder der darauf geschaut hat, dass er genug Quote hat um nicht Zusatzabgabe leisten zu müssen und auch damit bewirkt hat, dass nicht mehr Milch am Markt wurde, dem wird damit ein ordentlicher Rüffel erteilt. So auf die Art "Trottel blöder, warum hasts denn nicht auch so gemacht?"
Das es jetzt, sagen wir mal, möglicherweise keine Zusatzabgabe mehr geben wird, ( Anm. Fettkorektur ) wirft schon den Verdacht auf, dass da die schwarze Agrarpolitik dem schwarzen Genossenschaftswesen einen gewissen Freiraum für Proargumentation verschaffen will.


Riewo antwortet um 09-12-2012 17:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo,

an alle die glauben das die Molkereien sich um die Milchbauern ketschen müssen.
Ihr werdent doch nicht glauben das ganze Regionen hin un her wechseln. In vielen Regionen sind die bereits großen Lieferanten mit großen Basismengen ausgestattet. Das der nicht wegen 20 oder 30 % Mehrmenge für die ein (ev. sogar geringer Verarbeitungsbeitrag gezahlt werden muss) in eine Ungewisses SYSTEM wechselt .

Bei den anderen Molkereien redet man davon das es keine Mengenregelung gibt, Deutsche Molkereine haben groß gebaut. Sie garantiern aber auch nur einen Durchschnitspreis, soweit ich das weis. Was wenn der Durschnitt sehr nieder ist.

Ich finde es sollte jede Genossenschaft die Chance nutzen und für die bestehenden Mengen die die langjährigen Mitglieder liefern auch vernünftige Preise abzusichern. Wenn jemand 50.000 mit guten Preis und 400.000 mit einen schlechten Preis machen kann. Dann soll er doch.

Und ist der Milchpreis gut, dann wird es kein Problem werden.

Fürchten tun sich sowiso nur die Spekulanten, die die letzen 12 Monate reingerannt sind.


G007 antwortet um 09-12-2012 18:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Um die Diskussion auf einen Punkt zu bringen.
Das wesentlichste für jeden Vermarktungsbetrieb ist, die höchstmögliche Auslastung des Betriebes zu sichern, den viele Liter machen Kohle. Den Preis des Rohstoffes (Milch) machen auch sie selbst,daher ist das für die Verarbeiter immer ein Geschäft.


Andi36 antwortet um 09-12-2012 19:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Riewo was ist deiner Meinung nach ein Spekulant


maestro antwortet um 10-12-2012 09:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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wenn du bei der generalversammlung gewesen wärst hättest du es früher erfahren!




Posaidon antwortet um 10-12-2012 10:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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nenne mir einen Bauern, der das Recht hat bei der Berglandmilch auf die Generalversammlung gehen zu können?


maestro antwortet um 11-12-2012 12:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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i kenne da viele!

Generalversammlung sind alle eingeladen die Lieferanten sind!



mfg


Milky antwortet um 12-12-2012 11:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Maestro:
Wann war denn die VORLETZTE Sitzung?
Wie erfahre ich in Zukunft die Termine von den General.- oder Vorstandversammlungen? Gebe diese bitte hier im Forum bekannt! Sind diese Öffentlich? Stelle gerne für uns Forumsteilnehmer einen Bus zusammen!!!! Scheinbar kommt man nur so an schnelle Informationen!


Rescha1 antwortet um 12-12-2012 13:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich weiß nicht, wie das bei der Berglandmilch ist, bei unserer Genossenschaft ist es jedenfalls so, daß vor der Generalversammlug sogenannte Sprengelversammlungen abgehalten werden, zu denen alle Mitglieder eingeladen werden und sich natürlich auch entsprechend äußern können. Bei der eigentlichen Generalversammlung sind dann nur mehr die von den einzelnen Gemeinden genannten Delegierten eingeladen.


Fendt312V antwortet um 12-12-2012 13:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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1) Der Vorstand der Berglandmilch hat in seiner VORLETZTEN Sitzung das Berglandmich Zukunftsmodell beschlossen.

Dann hat also die LETZTE Sitzung auch schon stattgefunden. Demnach ist es AUS mit diesem Verein!! Hat das AUFRÄUMEN schon begonnen??


walterst antwortet um 12-12-2012 13:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ich kenne die aktuellen Statuten der BLM zwar nicht, aber die Meinungsverschiedenheit bezüglich Generalversammlung ist vielleicht ein MIssverständnis bei den Begriffen.
Bei der BLM Generalversammlung sind wohl nur die Delegierten geladen, während bei den 9(?) Basisgenossenschaften teilweise noch die "alten" Generalversammlungen stattfinden, bei denen alle Mitglieder geladen sind (muss nicht bei jeder der BLM-Einzelgenossenschaften gleich sein.
Landläufig werden vielleicht auch dort und da die Gebietsversammlungen als "Generalversammlungen" betitelt, was sie aber nicht sind.
Irgendein Bergländer wird wohl den Überblick haben und das aufklären können?


Christoph38 antwortet um 12-12-2012 14:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ walterst
Formalrechtlich betrachtet hast du vermutlich recht.
Rein faktisch u. praktisch betrachtet handelt es sich jedoch bei all diesen Versammlungen um Brauchtumsveranstaltungen, echte unternehmerische Mitentscheidung findet ja nirgends statt.


walterst antwortet um 12-12-2012 18:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@christoph38

du Zündler!


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