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Baum5 05-12-2012 17:17 - E-Mail an User
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Na jetzt kommt Ostern und Weinachten zusammen. Jetzt gibts laut Anlageblatt unserer Molkerrei nach zweimaligen Rückgang im Sommer, wieder eine Erhöhung des Milchpreises und zwar,genau auf den cent vom April 2012. Wen haben wir den das zu verdanken, dem Bauernbund- den Kammern- oder sind unsere Milchverarbeiter einfach nur Gutmenschen???


golfrabbit antwortet um 05-12-2012 19:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bin mir ziemlich sicher daß du den Mehrpreis nicht nehmen mußt wenn er dir nicht zusagt.
Schön langsam wirds mühselig. Einer ist immer die Schuld: die EU, die Politiker,der Bauernbund, die IG, die Kirche, die Sennerei ...
lasst euch demnächst etwas Originelleres einfallen - oder noch besser: bewegt euren Arsch und macht alles besser - mein Dank ist euch garantiert.


voecklamalus antwortet um 05-12-2012 20:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Man möge mir verzeichen, dass ich dem Forum den Spruch vom Schmiedbauern Sepp (Auszügler) veröffrentliche: "A Baur und a Hur, de kriagn nie gnua!"



HAFIBAUER antwortet um 06-12-2012 07:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@voecklamalus ich denke das die Einkommen der Bauern mit einer Hure nichtz zu tun haben.Ich frage dich warum dürfen die Bauer mit ihrer Arbeit nicht ihr auskommen haben.Habe erst gestern gelesen das ein Österreichischer Arbeitnehmer 1990 für einen Liter Milch 11 Minuten Arbeiten hat müssen.2012 nur mehr 4 Minuten.Auf was ist das zurückzuführen das die Einkommen der Bauern trotz Ausgleichzahlungen gesunken sind.Wen die Fressalien ein bischen Teurer werden schreit die Arbeiterkammer schon und die Konsumenten.Wen der Sprit 2 Euro Kosten würde gibts nur an Seufzer und er wird doch gekauft.An Schuldigen kann man immer finden,dürften wir nicht eigentlich bei uns selbst mal beginnen.


walterst antwortet um 06-12-2012 08:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@vöcklamalus: Was ist der Grund, dass Du glaubst, Dich selber mit einer Nutte (korrekt Sexarbeiterin) gleichstellen zu müssen?


Baum5 antwortet um 06-12-2012 08:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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golfrabbit u.voecklamalus seht ihr euch irgendwie betroffen,oder sollen die Lebensmittel fast ümsonst sein,auch wir wollen faire Preise.


tristan antwortet um 06-12-2012 09:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@walter
"Hur" kann auch männlich sein
;-)


walterst antwortet um 06-12-2012 10:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@tristan
ja eh. War ein fehler von mir.
Also noch einmal die Frage an Vöcklamalus: Was ist der Grund, dass Du Dich bezüglich Genugkriegens auf selber Ebene mit den Prostituierten (m/w) siehst?


Christoph38 antwortet um 06-12-2012 10:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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der Ben Hur zum Beispiel


Gulla antwortet um 06-12-2012 10:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ich glaube eher, er wollte damit auf unsere schlechte situation aufmerksam machen

WIR BEKOMMEN HALT NICHT GENUG, FÜR UNSERE PRODUKTE

lg
Gulla


Hausruckviertler antwortet um 06-12-2012 11:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich hab mir die Mühe gemacht und hab mir den ältesten Milchzettel herausgesucht, den ich finden konnte. Stammt vom 1. Jänner 1991 , und auch dazu den adequaten Lohnzettel von der Firma wo ich als Staplerfahrer gearbeitet habe.
Milchpreis 4,10% Fett und 3,27% EW € 0,58, waren damals umgerechnet 8,06 Schilling
Stundenlohn Jänner 1991 94,90 Schilling, was jetzt € 6,896 entspricht.
Mein Sohn arbeitet jetzt in der selben Firma und die Löhne wären in etwa mit dem meinen vergleichbar, wenn ich noch arbeiten würde. Stundenlohn € 13,57
Milchpreis September 2012 (Fett und EW nahezu ident mit den Werten von 1991) € 0,39, das ergibt ein Verhältnis Milchpreis / Lohn von 1 : 11,89, anno 1991 und 1 : 34,80 anno 2012.
Also hat sich die Lücke zwischen Lohn und Milchgeld in diesen 21 Jahren um das dreifache erweitert. Mit dem Viehpries ist es in etwa das gleiche. Soviel zu der Aussage "a Bauer und a Hur, griangt niea net gnua".
Durch das Wachsen des Lebensstandards ist das Angebot an Konsumgütern und Luxusartikeln massiv angestiegen. Es ist nun mal so, dass man sich bei Ausgaben die man tätigen muß, und dazu zählen nun mal Lebensmittel, furchtbar aufregt wenn sie mehr werden. Hingegen bei Ausgaben für Sachen, die zwar nicht notwendig sind, aber die man halt gerne hätte, die Geldtasche sehr viel lockerer sitzt.
Es ist nicht Aufgabe der Kammern und der Politiker, den Preis zu machen. Der wird von Angebot und Nachfrage und Spekulanten bestimmt. Das traurige dabei ist, dass sich durch Spekulation die Preise schon bewegen, und zwar für den Bauern nach unten und den Endverbraucher nach oben, bevor eine Notwendigkeit dafür besteht. Umgekehrt bewegen sich die Preise für den Bauern nach oben und den Endverbraucher nach unten erst sehr viel später als es möglich wäre.
Wenn sich die Bauern darüber aufregen, dann ist das kein Jammern, sondern eine Feststellung von Tatsachen die sich erst ändern, wenn die Erkennstnis reift, dass man von genmanipulierten Lebensmitteln krank wird und "gesunde" Lebensmittel zu wenig vorhanden sind, weil man in der EU alles unternimmt dem kleinen Nebenerwerbslandwirt das Wasser abzugraben und die Monsanto-gesteuerte Agrarindustrie forciert, auch wenn sich Politiker in ihren Sonntagsreden immer als Hüter der kleinen Bauern aufspielen.



voecklamalus antwortet um 06-12-2012 12:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Geschätzte Forumschreiber

Ich komme erst jetzt wieder zum durchsehen. Keineswegs wollte ich euch irgend etwas unterstellen. Aber die eher lästige Schreibweise von Baum 5 hat mich dazu verleitet. Er tut so als ob Molkereien Besitz anhäufen und nur den lächerlichen Cent an den Produzenten weitergeben. Gestern abends gabs auf ZDF Info einen guten Bericht mit Diskusion. Als Hauptverantwortliche für die Preissituation tragen wohl der Handel und die Konsumenten.

nix fia unguat Hans


Arbeiter antwortet um 06-12-2012 13:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Also Hausruckvierler, die Aussage: Der Arbeitnehmer hatte 1990 sowenig Stundenlohn und heute soviel und wir Landwirte hatten 1990 viel besseren Preis für einen Liter Milch und heute sowenig. Ist die halbe Wahrheit, etwas genauer ist wenn man so rechnet:
Stundenlohn eines Arbeitnehmers mal 2450, minus der Kosten für die Fahrt zur Arbeit ist gleich Jahreseinkommen.
Dem gegenüber stehen: Endgeld für den Liter Milch mal Menge der gelieferten Milch, plus Erlös für weiteres gelieferten Ware, plus Zahlungen die man erhalten hat, minus der Kosten für echte Betriebsausgaben. Also ohne einfache Buchführung kann keiner Wissen was sein Jahreseinkommen ist.



Baum5 antwortet um 06-12-2012 14:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hausruckviertler,,Ich laß das Argument nicht gelten -nicht Aufgabe der Kammern oder Politiker den Preis zu machen,die sollen ihren Arsch bewegen,bei den Wahlen laufen sie sich die Haxn ab und predigen,nur wir wissen wie es geht.Die Rahmenbedingungen muß die Politik machen, für was wird den dieser Moloch bezahlt.


Hausruckviertler antwortet um 06-12-2012 16:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ Baum5 Du sagst es richtig, die Rahmenbedingungen müssen die Politiker schaffen, aber den Preis direkt, können sie nicht beeinflussen. Die amtliche Preisregelung, die ja geeignet wäre um gerechte Preisstrukturen zu schaffen, wird es sicher nicht mehr geben. Die ist seit dem EU-Beitritt Geschichte.

@ Arbeiter Okay, die Förderungen hab ich nicht berücksichtigt, ist ein Fehler, geb ich zu. Ich machte und mein Sohn macht jetzt natürlich auch, zwar keine Buchführung, aber doch eine Einnahmen- Ausgabenrechnung. Die Betriebserhaltungskosten, ohne Investitionen, bewegen sich so ca. zwischen 45% und 55% des Rohertrages. Also werden durch die Förderungen die Preiseinbußen durch den EU-Beitritt in etwa abgegolten. Diese Spanne hat sich seit 1980 wie ich das Kassabuch angefangen habe nicht verändert. da die Förderungen von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sind, ist hier schwer zu sagen wieweit man sie auf den Preis, den wir für die Produkte erhalten, anrechnen kann.
Ich wollte eigentlich nur dem Argument vom voecklamalus, von wegen der Gier der Bauern, etwas entgegenbringen, ohne jetzt ins Detail zu gehen, wie die Einkommenssituation der Bauern ausschaut.


helmar antwortet um 06-12-2012 16:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Hausruckviertler....im allgemeinen ist es in meiner Gegend so dass man mit den "Förderungen" die SVB-Beiträge und die Bündelversicherung bezahlen kann.
Mfg, Helga


Obersteirer antwortet um 06-12-2012 19:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@helmar Hallo Volle Zustimmung Wenn man dann noch mit Reparaturen ,Tierarzt und anderen Kleinigkeiten Glück hat und nicht allzuviel Investieren muss bleibt sogar ein Lohn denn so ziemlich jede Halbtagskraft hat . Gruss Obersteirer


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