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JD6230 25-11-2012 14:59 - E-Mail an User
Borkenkäfer
Hallo,

habe beim Durchforsten im Jungwald, einen teilweise noch grünen Baumwipfel von einer benachbarten Fichte gefunden (dürfte es im Herbst abgerissen haben). Unter der Rinde sind Larven vom Borkenkäfer.
Jetzt meine Frage: haben die eine überlebenschance, oder werden die Opfer des vielleicht bald kommenden Frostes. Verpuppen sich die unter der Rinde oder wandern die in den Boden um sich zu verpuppen?

(keine Sorge, der Baum wird noch diese Woche den Wald verlassen)


wgerhard antwortet um 25-11-2012 15:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Borkenkäfer
Ich glaube es ist kein Borkenkäfer, der ist nur unter einer dicken Rinde und auf großen Ästen und Stämmen. Bei Wipfeln ist es meistens der Kupferstecher (er ist auch in kleinen Ästen).
Unbedingt über den Winter entfernen.
Mfg Gerhard


fgh antwortet um 25-11-2012 19:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Borkenkäfer
Schnell weg damit und nächstes Jahr das Gebiet verstärkt beobachten.



Woodster antwortet um 25-11-2012 20:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Borkenkäfer
Hallo allseits!

Hab eine Erfahrung mit Borkenkäfern gemacht, die mir jetzt wieder eingefallen ist.
Habe einen Wald in Südlage.(SüdostStmk) Normalerweise richtiges Mischwaldgebiet. Der Nachbar ist ein Großgrundbesitzer und hatte im steilen Gelände viele Fichten. Vor einigen Jahren hat der Käfer durch extreme Trockenheit ringsum all die Fichten des Nachbarn umgebracht. Nachdem die Entfernung der dürren Fichten dem Nachbarn zu kostspielig war, brachen diese dann kreuz und quer zusammen und lagen teilweise zwei bis drei Meter hoch. Diese sind heute fast zur Gänze verrottet und übrig blieben ein schöner Buchenwald mit ein paar Eichen.

Interessanterweise gingen meine Fichten, die 100 Meter weiter entfernt stehen, aber nicht ko.
Bei dieser Masse an Käfern hätte doch alles hin sein müssen, wenn man hier immer wieder so die Postings liest.

Was war wohl der Grund für das Überleben meines (kleinen) Bestandes, inmitten eines totalen Käferbefalles ringsum??



Jophi antwortet um 25-11-2012 20:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Borkenkäfer
Hallo Woodster: !

Hab ganz ähnliches erlebt. Im Bauernwald hat der Borkenkäfer zugeschlagen, bis auf einen Bestand alles dahin.
Ein ( schlampiger ) Waldbesitzer hat m.w. nie seinen Bestand aufgeräumt, keine dürren und befallene Fichten rausgeräumt.
Mit dem Ergebnis, das 1/3 bis 1/2 bestand dürr wurde, die andern habens überlebt.
Alle andern Fichten im weitem Umkreis hat der Borkenkäfer gekillt.


rgrgrg antwortet um 26-11-2012 18:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Borkenkäfer
Hallo Woodster
Ich verstehe nicht wie man da tatenlos zusehen kann wenn bei einem Waldbesitzer so ein Mißstand herrscht-wenn jemand seine Käferbäume nicht unveruüglich aufräumt dann bitte sofort auf der BH melden-wenn ers dann noch immer nicht aufräumt kommt vom Förster der BH eine Anzeige



schellniesel antwortet um 26-11-2012 19:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Borkenkäfer
ich sehe das Ähnlich wie Woodster! ich habe auch einen "gesunden" Mischwald!
Sollte der Borki mal einziehen verharzt sich meist die vereinzelt stehenden Fichten so sehr das der da eh nicht weit kommt sonnst hilft auch noch der Specht aus und holt den Borki (bisher) verlässlich raus!
Sollten nebenan lauter Fichtenmonokulturen der gar aus gemacht werden solls mich weiter kümmern wenn der Nachbar sich nach einer Aufforderung net schert drum?

Wenn ich selber mal eine Fichte haben sollte die so sehr davon betroffen ist das sie beginnt abzusterben wird sie natürlich schnellstens weggeräumt!

Mfg Andreas


Woodster antwortet um 27-11-2012 00:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Borkenkäfer
@rgrgrg,

na, ich hab mir gedacht, dass schau ich mir mal an... weil ich in meinem Mischwaldbereich keine Anzeichen sah, dass die Fichten krank wären. Auch nicht am Randbereich wo nur Fichten standen - in unmittelbarer Nähe zu Nachbars Borki-Fichten.

Hab im Vorjahr dann doch die Fichten geschlägert. Sehr feingewachsenes Holz!
Hatte Reste liegen lassen. Zeitgleich auch von einem anderen Schlag auf dem gleichen Platz.
Die feingewachenen Fichten hatten keine Käfer in der Rinde, die anderen waren komplett voll damit...
Irgendwie schienen diese Fichten gegen den Käfer immun zu sein...

Es wäre ja auch überlegenswert, ob es nicht Sinn macht, Samen von solchen Bäumen zu gewinnen.
Scheint mir so, dass es doch Bäume gibt, die gegenüber dem Käfer resistenter sind.
Hab versucht was nachzulesen, aber nix gefunden...



RichardGier antwortet um 27-11-2012 08:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Borkenkäfer
@Woodster : Habe auch schon ähnliche Beobachtungen gemacht ; für die vermeintliche Immunität der feingewachsenen Fichten gibt es aber eine einfache Erklärung : der feinringige Baum hat auch einen weniger dicken und weniger saftigen Bast als der mit den breiten Jahrringen - der Borkenkäfer sucht für sich und seine Brut lieber den saftigen Kleeacker und verschmäht die Magerweide .
Auch beim Stehendbefall sind meiner Erfahrung nach die wüchsigsten , mittelalten Bäume mehr gefährdet als sogenannte "Kümmerlinge " .


Woodster antwortet um 27-11-2012 09:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Borkenkäfer

klingt logisch... daran hab ich nicht gedacht...
Danke!


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