Wie soll es weitergehen?!

Antworten: 15
Heimdall antwortet um 23-11-2012 20:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie soll es weitergehen?!
Hallo,.
Ich bin auch am überlegen auf Kalbinnenaufzucht umzustellen!
Von der LWS Bruck wurde das mal mit Mutterkuhhaltung verglichen, schaus dir mal an.

Die Kosten von dem Stall kommen natürlich auf deine Ansprüche an, aber mit 100.000-150.000 darfst da schon rechnen, außer du baust für 5 Jahre ;).

Lg und viel Glück


colonus antwortet um 23-11-2012 21:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie soll es weitergehen?!
Hallo,

bin in einer ähnlichen Situation nur mit dem Problem noch weniger Tiere und Fläche zu haben als du.
Positiv finde ich deine Einstellung und kann dir nur alles Gute wünschen.
Den Landwirtschaftlichen Facharbeiter würde ich dir nicht empfehlen, ich habe ihn gemacht und man wird dort eher entmutigt. Ich sage nur Betriebswirtschaft.
Das Problem liegt darin, dass egal welche Haltung du anstrebst, Investitionskosten von 150.000 bis 250.000 Euro anstehen. Natürlich ist es günstiger nur einen Aufzuchtstall zu bauen, aber bedenke du hast genauso deine arbeiten im Stall zu erledigen. Also im Resume geringere Investitionskosten zu niedrigerem Einkommen. Bedenke auch das in 3 Jahren das Milchkontigent ausläuft, viele werden wechseln, dann ist über Nacht die Kalbinnenaufzucht nicht mehr viel wert, deine Schulden bei der Bank jedoch bleiben.
Und von den Förderungen möchte ich jetzt mal lieber nicht sprechen.
Mein Rat: Versuch aus dem was du hast etwas zu machen, auser der Stall ist einsturzgefährdet. Zum Beispiel mit Geflügel ,Weidegänse, oder ähnlichen. Hab nur keine Angst etwas zu machen was sonst kein Landwirt in deiner Nähe macht!!! Den Dumm ist nur der Dummes tut!!!

Gruß




Shalalachi antwortet um 23-11-2012 21:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie soll es weitergehen?!
Wie kann Betriebswirtschaft entmutigen? Nur wenn man schon auf richtig verlorenem Posten steht.
Wenn ich meine Einnahmen Ausgaben Rechnung anschau, dann hab ich Fakten mit denen ich kalkulieren kann.
Das taugt mir, ich muss nicht raten, und Kaffeesud lesen, um dann ins kollektive Gejammere zu verfallen.
Es heißt ja LandWIRTSCHAFT, also nicht nur mit den Händen sondern auch mit dem Kopf arbeiten!



kraftwerk81 antwortet um 23-11-2012 21:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie soll es weitergehen?!
lass den bekannten den grund verpachten und vergiss die sache mit der kalbinnenaufzucht. bau keinen stall und investiere nicht in die lw - das geld siehst du nie wieder. dann kannst du dich auf einen beruf konzentrieren von dem du gut leben kannst und ev auch mal pension bekommst.

das ist meine realistische meinung, ist mir schon klar das manche das nicht hören wollen.


schellniesel antwortet um 23-11-2012 21:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie soll es weitergehen?!
Naja könnte eine ähnliche Geschichte erzählen... Kein LW Ausbildung, Hof sehr baufällig, Maschinen gleich alt bzw technischer (zu)Stand von Anfang der Mechanisierung in der LW!
ich mach es aus Leidenschaft zur LW! Profit?? Nein! Schulden gemacht auch ein klares nein!

Wenn du es aus ideellen gründen machen willst was für mich so Klingt dann würde ich dir den Nebenerwerb ans Herz legen! Und den Betrieb eben schritt für schritt wieder auf vorder man bringen. Also mal Klein anfangen den bestehenden stall nur mit geringen mitteln so halbwegs funktionell herrichten. ich hab auf die Tierhaltung gänzlich verzichtet um meinen Fulltime Job weiterhin nachzugehen...
Das musst du für dich entscheiden was du in der Lw machen willst und was auch net ein volles draufzahler Geschäft ist!

Wenn du net auf die Große Marie aus bist und Freude an der Arbeit hast dann nimm das Projekt in die Hand wenn es nicht funktioniert und du net mehr weiter machen willst hast net viel verloren und verpachtest dann halt!

Wenn erfolge sichtbar sind und du merkst das es eine Zukunft gibt kannst dann ja weitere schritte machen...

Soweit meine Einstellung zu deinem Vorhaben!

Mfg Andreas


Christoph38 antwortet um 23-11-2012 22:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie soll es weitergehen?!
Was die Betriebswirtschaft betrifft kann ich über ähnliche Erfahrungen berichten, bei einem Abendkurs für Facharbeiter war auch viel entmutigendes dabei. Der Vortragende hat platte Weisheiten verzapft wie den Stand vom Girokonto als Gradmesser zu beobachten usw.


tomsawyer antwortet um 24-11-2012 08:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie soll es weitergehen?!
Ich kann einige Meldungen die hier geschrieben sind nicht teilen !

@kraftwerk : bist ja selber im Nebenerwerb, warum gibst Du die LW nicht auf ? Im taugt die LW, warum sollte man Ihm abraten? Kalbinnenaufzucht ist sicherlich keine Vorstufe von Aufhören ! Ich kenn einige sehr gute Betriebe, die einen guten Deckungsbeitrag erwirtschaften .(Zuchtkalbinnen )

@colonus : Was in drei Jahren ist, wenn das Milchkonitgent ausläuft, kann derzeit niemand beantworten !

@Benutzerdaten : ich würde den Facharbeiter machen, brauchst ihn ja wegen der Betriebsniederlassungsprämie, ausserdem sollte man schon einen Einblick von der LW haben, kenne keinen Beruf wo man keine Ausbildung hat.
Schau Dir einige Kalbinnenaufzuchtbetriebe an in Deiner Umgebung, kannst auch bei Deiner zuständigen ´Bauernkammer Informationen einholen, die beißen nicht,es gibt jedes Jahr einige Kurse über verschiedene Betriebszweige mit Exkursionen zu solchen Ställen.
Wenn die Kühe derzeit in einem miserablen Zustand sind, müßt Ihr was ändern daran !


zehentacker antwortet um 24-11-2012 08:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie soll es weitergehen?!
Hallo!
Einige Grundsätzliche Fragen, ohne auf Kuh einzugehen!

Was heißt " übernehmen" konkret? Du bekommst ohne irgendwelche Verpflichtungen jedweder Art den Betrieb geschenkt, oder?
Wie wirkt sich der doch beachtliche Zeitaufwand bei Viehhaltung auf Dein jetzt offensichtlich ausserlandwirtschaftliches Einkommen bzw Zukunft aus.
Du hast über Deine Pläne schon mit Freundin, Frau, Familie gesprochen. Du bist überzeugt, das jede-r Deine Liebe zur Landwirtschaft teilt, jeden Tag im Stall bedeutet null Urlaub.
Die Flächenausstattung ist gering, ohne Spezialkulturen, Urlaub am Bauernhof, Direktvermarktung oder ähnliches, wie willst Du Deine Investitionen zurückzahlen und Einkommen erzielen?


iderfdes antwortet um 24-11-2012 08:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie soll es weitergehen?!
Ein nicht unerheblicher Punkt ist wahrscheinlich auch die Größe und die Bestockung des Waldes. Bei 50 ha Forst geht sich für die Landwirtschaft auch mal etwas mehr aus als bei 5 ha.


helmar antwortet um 24-11-2012 10:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie soll es weitergehen?!
Wenn du diesen Betrieb quasi "geschenkt" bekommst, fallen auch schon Kosten an........und wenn du diesen in irgendeiner Verpflichtung wie Leibrente o.ä. übernimmst, überlege dir das ganz, ganz gut. Ich will dir nicht zu- aber auch nicht abraten, aber überleg dir das gut.
Mfg, Helga


179781 antwortet um 24-11-2012 19:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie soll es weitergehen?!
So schlecht hört sich das nicht an. Wenn der Stall ganz abgearabeitet ist, dann ist es besser als so ein älteres Gebäude, das dann umgaut wird. Wenn die Übergeber ihre Ansprüche klar definieren, kannst du dir auch ausrechnen ob das geht oder nicht. Und das mit der Arbeit wurde schon geschrieben. Da musst du ordentlich drüber nachdenken ob du es schafftst, ohne Zuerwerb auszukommen und wenn nicht, wie die LW mit einem zweiten Beruf kombiniert werden könnte. Wenn du gerne in der Landwirtschaft arbeiten möchtest, dann mach das. Es ist eine interessante Arbeit und wenn du es richtig machst, auch kein schlechtes Geschäft. Und einen Betrieb, den man zu annehmbaren Bedingungen übergeben bekommt nicht annehmen, wäre eine ausgesprochene Blödheit.

Ein Fehler ist deine Einstellung, dass man keinen Urlaub braucht. Das fällt dir irgendwann auf den Kopf. Du musst ja nicht wochenlang irgendwo am Strand liegen oder so. Aber man braucht Zeiten, wo man von der täglichen Arbeit Abstand hat. Sonst wird man zuerst zum Eigenbrötler,der nur mehr seine eigene Welt kennt und später lässt auch die Leistung deutlich nach, weil man nicht mehr "richtig" arbeitet, sondern nur mehr irgendwelche Routinen abspult.

Gottfried


kraftwerk81 antwortet um 24-11-2012 22:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie soll es weitergehen?!
@ikarus,
so wie sich die rahmenbedingungen massiv verschlechtern machts wirklich nicht viel sinn im nebenerwerb. sobald die eltern mit der pension endgültig durch sind gibts dazu eine entscheidung. es braucht sich da keiner was vormachen nebenerwerb geht immer auf kosten eines bereichs. entweder der nebenerwerb, der betrieb oder wie bei den meisten frau und familie! und wozu? damit ich mit einer >80 std. woche billige lebensmittel erzeug die dann wegeschmissen werden?


soamist2 antwortet um 24-11-2012 23:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie soll es weitergehen?!
helga

warum du dich bei einem thema "wie soll es weitergehen" meldest nur um eine partielle, noch dazu deplatzierte lebenserfahrung loszuwerden bleibt wohl ein rätsel das dir allein obliegt es zu lösen.






iderfdes antwortet um 27-11-2012 13:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie soll es weitergehen?!
Also das hört sich doch gar nicht schlecht an. Ohne Milchwirtschaft ist eine außerlandwirtschaftliche Tätigkeit eines Partners und auch mal ein paar Tage Urlaub kein Problem, die Investitionen sind überschaubar. Also kann man eigentlich nur sagen: Zugreifen. Und wenn du nach 20 Jahren mal keine Lust dazu hast, kann man ja ohne Weiteres verpachten oder verkaufen.


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