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liesbeth 19-11-2012 22:22 - E-Mail an User
Magersucht
Da hier auch viele Väter mit einer oder mehreren Töchtern mitlesen, möchte ich das Thema ansprechen.
Besonders gefährtet sind Mädchen die sehr ergeizig sind und bei denen alles perfekt sein muß.Sie können aber auch sehr angepasst und unauffällig sein.Sie holen sich dann ihre Aufmerksamkeit durch diese Krankheit.
Erste Anzeichen einer Essstörung:
gestörte Körperwahrnehmung (sie sehen sich immer noch zu dick, auch noch mit Untergewicht)
ständiges Kalorienzählen
sie kochen und backen gerne, beteiligen sich aber nicht am gemeinsamen Essen
sie treiben übermäßig viel Sport
ständiges Wiegen
niedriger Blutdruck
Muskelkrämpfe

Meine Tochter war auch betroffen.Bei 47,5 kg kam dann endlich die Einsicht, dass das Leben so nicht lebenswert ist.
Schaut auf euere Mädchen, sie brauchen sehr viel Lob und Anerkennung und Zuwendung, besonders von ihren Vätern.
lg liesbeth


schellniesel antwortet um 19-11-2012 22:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Magersucht
Jetzt wieder alles i.O?

Aber liesbeth!
Die Familie ist zwar ein wichtiger Rückhalt und auch eine Anlaufstelle für Sorgen und Ängste aber den "Grund" sehe ich nicht bei den Eltern oder speziell jetzt bei Vätern die ihre Tochter net so unterstützten wie sie sollten!

Denkst du nicht auch das man hier die Beeinflussung auch im Freundeskreis suchen sollte?
Um net zu Sagen auch das andere Geschlecht spielt da eine gewichtige Rolle! Weil die Mädels einem falschen Schönheitsideal nacheifern, um zu gefallen?

Die Symptome/Krankheit treten ja meist erst während oder nach der Pubertät auf! Und in der Zeit sind Eltern net mehr zwangsläufig die Wichtigsten Menschen im Leben!

Aber zum glück hat sich deine Tochter wieder gefangen! Das ist das wichtigste! Zeugt auch von Charakter deiner Tochter!

Und zeigt anderen auch das sie es schaffen können!!

mfg Andreas


hooker antwortet um 19-11-2012 23:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Magersucht
ich bin selber vater einer tochter . ich glaube das hier auch ein gewisser erwartungsdruck von den medien aufgebaut wird. man sieht auf der einen seite nur topgestylte menschen mit scheinbar makelosen körper. andererseits wird man von jeder seite mit werbung für junkfood berieselt. besonders im gefühlswirrwar der pubertät kann es da schnell zu störungen des verhaltens kommen. in welche richtung auch immer. der rückhalt von den eltern kann da sehr positv wirken. abschließend ist noch zu sagen (meine eigene erfahrung) kinder zu erziehen und aufs leben vorzubereiten ist nicht immer leicht




soamist2 antwortet um 19-11-2012 23:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Magersucht
hi lisi

ich hab meine schwester vor jahren - im endstadium der magersucht gerade noch ins kh gebracht.
nach ein paar tagen im künstlichen tiefschlaf hat sie zumindest körperlich die kurve gekratzt. die aufarbeitung der ursachen für die brechsucht war eine anschließende mehrjahrige aufgabe mit familiären grenzgängen.
mit zumindest einem erfolg - sie hat es überlebt und lebt noch immer - und es sieht gut aus ...
leben mit psychischen krankheiten ist ein sauschwerer weg - noch dazu mit äußerst ungewissem ausgang - ob es sich gelohnt hat oder auch nicht wird wohl jeder erst im nachhinein für sich entscheiden müssen - viel glück und vor allem kraft


DJ111 antwortet um 20-11-2012 06:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Magersucht
Der Beginn einer Magersucht kann verschiendenste Ursachen haben.
Das eigntliche Problem ist aber, dass es sehr, sehr schwierig ist wieder komplett davon loszukommen!
Es ist ja an und für sich eine Krankheit, was es aber zur Sucht macht ist, weil es so schwer davon loszukommen ist!
Ein Raucher oder Alkoholiker hat es leichter, er muss nur die Finger von den Dingen lassen!
Magersüchtige haben es da schwerer, weil sie ja tagtäglich mehrmals zwangsläufig mit dem Essen zu tun haben!

Wie lisbeth schreibt:
Seid vorsichtig und wenn ihr in der Umgebung jemanden kennt, bitte sprecht sie darauf an, denn von selbst kommen die meisten erst dann drauf oder glauben es dann erst, wenn sie mit Organversagen auf einer Intensivstation liegen!!! (falsche Wahrnehmung des eigenen Körpers)
Fahrt mit ihnen auf die Station eines Krankenhauses, wo solche Fälle behandelt werden!!!
Je früher es erkannt und gegengesteuert wird, desto eher besteht Chance auf vollkommenes Loskommen davon!
Vor allem auch: Je später reagiert wird, desto sicherer kommen die Rückfälle!

Gruß, DJ

PS: Ich hab selbst einige Jahre mit einer betroffenen zusammengelebt und hab mich deshalb zwangsläufig viel mit dem Thema beschäftigt (müssen), sehe daher viele von den klapprigen Gestalten mit anderen Augen ...
173 cm und unter 45 kg ist dann nicht mehr sehr viel ...




liesbeth antwortet um 20-11-2012 20:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Magersucht
@schellniesel
Du hast natürlich recht, dass auch der Freundeskreis einen großen Einfluss hat. Eine nicht erwiderte Liebe oder eine zerbrochene Beziehung können Auslöser für eine Magersucht sein. Immer spielt dabei ein mangelnes Selbstwertgefühl eine große Rolle, und da kann man als Elternteil schon etwas tun.

@DJ111
Bei unserer Tochter konnten wir früh genug gegensteuern.Nachdem sie in 6 Monaten 20kg abgenommen hat, ist es wie ein kleines Wunder, dass sie sich relativ schnell wieder erholt hat. Ihre Leberwerte sind zwar noch immer nicht ganz in Ordnung, (die Leber ist für den Stoffwechsel zuständig und der ist bei Magersüchtigen völlig durcheinander) aber sonst geht es ihr wieder ganz gut.


holderm480 antwortet um 20-11-2012 20:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Magersucht
Meiner Meinung nach haben solche Menschen einfach einen an der Waffel. Die sollen mal richtig was schaffen, dann werden sie schon Hunger haben, und nicht irgendwelche vollidiotischen "Stars" nachmachen. Man kann sich die Probleme auch selber machen, ander verhungern, wel sie nichts haben und andere (Vollidioten) hätten genug zu essen, sie tuns aus völlig banalen, idiotischen, eingebildeten Gründen nicht.
Für mich völlig Unverständlich und nicht nachvollziehbar!!!!!!!


RichardGier antwortet um 20-11-2012 20:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Magersucht
Die Auslöser für das Auftreten einer Magersucht mögen vielfältig sein , die Ursache ist m.E. immer im völlig absurden Schlankheitsideal für Mädchen zu suchen , das uns von überwiegend schwulen Mode-Magazin-und Fernsehmachern mit ihrer Vorliebe für knabenhafte Frauenkörper aufoktroyiert wird und dem ein halbwegs normal veranlagtes Mädchen mit gesunder Lebensweise nie gerecht werden kann .
Man möge besagte Herrschaften einsperren und so lange auf halbe Ration setzen , bis sie den BMI ihrer Opfer erreicht haben .


schellniesel antwortet um 20-11-2012 21:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Magersucht
@liesbeth

Ja das ist schon richtig! Hab ich auch so gemeint das die Familie (Eltern) eben im Falle der Erkrankung der wichtige Rückhalt ist oder zumindest sein soll!
Für mich hat es nur ein wenig so geklungen als würdest du da die Väter etwas anprangern?
Wenn Väter ähnlich dem @holderm480 sind dann weiß ich jetzt was du meinst!!

@holderm480
Kopfschüttel! Man kann ja für wenig Verständnis haben aber das die Krankheiten wie Bulimie oder die Magersucht einfach als eine Dummheit der Betroffenen abzutun zeigt wer hier einen an der Klatsche hat!

Mfg Andreas


holderm480 antwortet um 20-11-2012 23:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Magersucht
@ schnellniesel

Danke für das Kompliment.
Es kommt immer darauf an, welche Ursachen eine solche Erkrankung hat. Waren Nahrungsmittel vorhanden, oder nicht.
Uns geht es einfach zu gut, sonst würden wir uns nicht mit Gedanken wie "ich bin zu dick" befassen, obwohl wir schon völlig unterernährt sind.
Frag mal in anderen Ländern z.B. Somalia nach ob sie da auch solche Gedanken haben.


tch antwortet um 20-11-2012 23:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Magersucht
In Somalia und anderorts verhunger Menschen wenn( weil) sie zuwenig zum Essen haben...
Das die Menschen "süchtig" sind ist kaum vorstellbar

holdern480- schreib bitte erxt wieder zum Thema wenn Du Dich mal in die Materie "Sucht" eingelesen hast
RichardGier- gehts noch etwas tiefer?
tch


leitnfexer antwortet um 21-11-2012 20:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Magersucht
@480

geh doch wieder ausmisten, im internet wirst du am Ende noch süchtig, wäre doch schade um dich...

@RichardGier
Ich kann deiner Aussage schon einiges abgewinnen, nur würde deine "Therapie" nichts helfen, weil ein Lagerfeld zb ist ja ohnehin schon eine schwache halbe Portion! Die benötigen eher einen Sehlenklemptner, aber dort wird man sie kaum hin bekommen.
Gemacht haben diese Probleme aber weniger Lagerfeld und Co, die haben sich nur daran bereichert. Ein gesundes, selbstbewusstes Mädl aus einem stabilen Familienverband halte ich grundsätzlich für weitaus weniger gefährdet als zb ein Kind aus "besonders gutem Hause" wo es einen enormen Erfolgs und Leistungsdruck gibt, dafür jedoch kaum vernünftiges Familienleben.


liesbeth antwortet um 21-11-2012 20:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Magersucht
Noch ein paar Tips für Angehörige von Magersüchtigen, die mir persönlich sehr geholfen haben:

Dem Betroffenen zeigen, dass man sich große Sorgen um in macht und helfen möchte.
Ihn nicht wie einen Kranken behandeln, sondern so normal wie möglich mit ihm umgehen.
Das Thema Essen nicht zum ständigen Tagesgespräch machen.
Talente und Fähigkeiten des Betroffenen fördern.
Nicht zum Essen zwingen und nicht als Druckmittel verwenden.
Herausfinden welches Problem hinter der Essstörung liegt.

Magersüchtige müssen lernen sich selber wieder zu mögen und sich viel gutes tun.
mfg


schellniesel antwortet um 23-11-2012 21:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Magersucht
@holderm480

Das Kompliment hast du dir schon selber eingebrockt.....
Wollte dich nicht persönlich beleidigen falls das der Fall ist tut es mir leid!
Wollte dich eher anregen deine Aussage etwas zu Überdenken!

Es geht ja gar nicht darum ob das essen vorhanden ist oder nicht! Genug zu essen gab es in Mitteleuropa auch schon in den 60er/70gern doch diese Essstörungen gab es damals net so häufig!
Da spielen wie gesagt ganz andere und viele Gründe ein Rolle! Eine große unsere Moderne Gesellschaft die eben ganz falsche Werte Vermittelt dann noch ein falscher Einfluss durch den "Freundeskreis" und ein gestörtes Selbstwertgefühl....
Es geht darum das es für den Betroffenen einen Ausweg darstellt eben wenig oder nichts zu essen bzw Bulimie ein Wohlgefühl auslöst wenn man sein/ihr essen wieder los wird. Das macht süchtig und von einer Sucht loszukommen ist bekanntlich nicht einfach!

Guter vergleich sind eben Drogenabhängige! zerstören auch ihr eigenes Leben und davon los zu kommen schaffen auch viele nicht! bis zum ihrem jähen Ende!

Mfg Andreas


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