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Bio24 18-11-2012 17:48 - E-Mail an User
Wald Aufforsten
Hallo habe eine waldfläche zum aufforsten es Handelt sich um einen waldhang mit Schotterigen Untergrund jetzt war ein fichtenbestand dort den leider der borki gefressen hat jetzt stellt sich die frage was man auf so steinigen und trockenen boden aufforsten soll habt ihr erfahrungen dachte Nuß kirsche ?


Woodster antwortet um 18-11-2012 20:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald Aufforsten
Servus!
Kommt drauf an wie groß die Fläche ist und welchen Verbissdruck du hast.
Kirsch ohne Verbiss/Fegeschutz = keine Chance. Nuss wird weniger verbissen, dafür gerne gefegt.

Der natürliche Anflug ergibt normalerweise die stabilsten und widerstandsfähigsten Baumgesellschaften.
Das ist bei uns leider nur mehr mit Zaun möglich.

Wenn man setzen will, soll man sich im Klaren sein, dass allein durch die Wurzeldeformation langsameres Wachstum und Standschäden möglich sind.

Wurzeldeformation:
http://www.lwf.bayern.de/mitarbeiterverzeichnis/j-m/moessmer/wurzelgerechte_pflanzung.pdf

Baumarten für Trockenstandorte:
http://www.waldwissen.net/waldwirtschaft/schaden/trockenheit/wsl_baumartenwahl_trockenheit/index_DE
 


Tanno antwortet um 18-11-2012 20:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald Aufforsten
@Bio24

Hallo!
Bin da ganz bei Woodster. Würde auf jedenfall einen Zaun errichten,und bei einem vitalen Restbestand als Samenbäume die Naturverjüngung forcieren.
Ein natürlich verjüngter Bestand ist an Vitalität einer Aufforstung bei weitem überlegen,
Leider ist das bei unserem weit überhöhten Wildbestand nur im Zaun möglich.
Wirst in einigen Jahren aber einen tollen Mischbestand dein Eigen nennen.
Wünsch Dir viel Erfolg!




Lavanttaler antwortet um 19-11-2012 13:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald Aufforsten
Hallo!
Mir fehlt hier noch die Seehöhe als Entscheidungskriterium. Warum nicht wieder Fichten z.T. anpflanzen? Beim Laubholz geht es aber nicht ohne Verbiß-/Fegeschutz, da gebe ich den anderen Antworten recht. Es gibt auch interessante Versuche, wo man Flächen NUR eingezäunt hat, und plötzlich kam genug Selbstanflug von "Standortgerechten Bäumen". Damit hat man auch wieder eine Diskussionsgrundlage mit den Jägern, wie es mit dem Wilddruck aussieht.

Mfg Lavanttaler


Restaurator antwortet um 19-11-2012 13:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald Aufforsten
hallo woodster! dein link bestätigt meine beobachtungen perfekt! ich habe sehr trockene standorte und kann bestätigen, dass der natürliche anflug zu etwa 80% aus den unter "sehr geeignet" genannten bäumen besteht und zu etwa 10% aus solchen der gruppe "gut geeignet".
die fehlenden 10% sind bei uns in der gegend hauptsächlich kastanien, hie und da eine eibe und gar nicht so wenige faulbäume. an wenigen, sehr kleinen flecken (100 - 500m²) kommen auch erlen hoch. ab einer gewissen grösse (so etwa 20 - 25cm stammdurchmesser) sterben diese allerdings ab und nur in der einen oder anderen bodenvertiefung, wo sich wasser im durch den darunterliegenden fels gebildeten "blumentopf" sammeln kann, werden sie älter.


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