Zuchtstier "Mitlaufen" lassen?

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Steira 21-10-2012 09:06 - E-Mail an User
Zuchtstier "Mitlaufen" lassen?
Hallo,
Wer hat bei seiner Herde einen Zuchtstier im Stall mitlaufen?? Ist das auch auf der Weide möglich? Gibt´s da Schwierigkeiten mit dem Stier selber das er zu unruhig wird/ist?
Wie problematisch ist das Bei Anbindehaltung mit täglichem Weidegang?
Ich Frage deshalb weil immer Mutterkuhhalter Probleme haben bei der Trächtigkeit der Kühe! Bei mir hält sich das noch in Grenzen da der Tierbestand Überschaubar ist aber ab einer gewissen Größe wird´s schwierig.....
Wie lange setzt ihr einen Zuchtstier ein? Zwei Jahre wären ja normal, und wenn man ihn länger behalten will, wie sieht´s da mit seinem "Stehvermögen" aus?
Bitte um reichlich Erfahrungen

MFG A STEIRA


fgh antwortet um 21-10-2012 10:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zuchtstier "Mitlaufen" lassen?
Hallo, habe keinen mitlaufen - überlege aber, weil mir die künstliche Besamung eigentlich ziemlich am A... geht, weil ohne zweiten Versuch geht meistens gar nix und jetzt wo ich meinen Laufstall habe wird's noch schwieriger.
Die Kühe sind seitdem zwar glücklicher und gesünder, aber da bei meiner kleinen Herde relativ wenig zu tun ist, bin ich einfach zu wenig im Stall um es immer rechtzeitig zu bemerken.
Bin deshalb am überlegen, selbst einen mitlaufen zu lassen, vor allem jetzt im Herbst wo ich sie Tag & Nacht auf der Weide habe, habe ich zu wenig Überblick.
Von meinen zwei Nachbarn weiß ich, dass es beim gemeinsamen Weidegang überhaupt keine Probleme gibt - er kann sich ja e ausleben ;-)
Blöd ist es nur bei angrenzenden Weiden - wenn das Objekt der Begirde beim Nachbarn steht, da ist ihm sogar dreifacher Stacheldraht egal. Ob das den Nachbarn dann freut oder stört ist dann halt wieder so eine Sache - ich war immer dankbar.
Wie problematisch das mit Anbindehaltung beim täglichen Weidegang ist, kann ich nicht einschätzen, aber ich hätte mal gesagt, zuerst die Damen raus und dann der Teddybär hinterher, damit er nicht während dem ablassen schon auf blöde Ideen kommt.


Gerhardkep antwortet um 21-10-2012 11:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zuchtstier "Mitlaufen" lassen?
hallo
Zu den Stieren im Bestand
bei uns gibts mittlerweile eine Hand voll betriebe die einen Stier in der Milchkuhherde dabei dabei haben meist bestände über 50 kühen .
Die Erfahrungen dazu in kürze
Nur junge Stiere verwenden wenn möglich sie sind nicht so agressiv und bei anzeichen sofort weg damit , sie werden einfach gefährl. und unberechenbarer mit dem alter auch vorher sehr brave stiere.
Stiere merken sich den umgang mit ihm immer allso aufpassen mit "treibhilfen"
Besondere vorsicht wenn stierische kühe gerade sind er verdeidigt sein revier
Man muß den Stier unbedingt in ein eigenes abteil sperren können .
Und überlegt euch das gut bei Milchkühen ist es noch schwieriger da mann tägl. zu denn kühen rein muß.
Bei uns sind in der letzten zeit sehr viele unfälle pasiert einige haben denn Stier wieder raus aus der Herde und er wird dann nur nach bedarf rein gelasen.
Die Bäurinen gehen meist gar nicht mehr in die Herde.
Die meisten hab schon einiges erlebt mit dem Stier aber doch die meist en überlebt.
Noch was 2 Stiere sind in diesen Betrieb selbst umgekomen im letzten Jahr bei Sprüngen über Aufstallungen.
es gibt vorteile bei der trächtigkeit keine frage aber das risiko ist auch vorhanden im Mukuhstall nicht so groß wie im Milchkuhstall.
aber unbedingt vorher darüber nachdenken nicht danach sich ärgern.
mfg GK






klw antwortet um 21-10-2012 19:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zuchtstier "Mitlaufen" lassen?
Hallo. Habe Stier ganzes jahr in der herde, kein problem. man muss nur aufpassen wenn eine stiert bzw. ein neues kalb ist, beim ohrmarken geben. im winter früher anbindehaltung, jetzt laufstall ist es auch problemlos. meine tiere gehen auch im winter täglich ins freie. in den laufstall zur herde gehe ich nur wenn der stier in den selbstfanggitter gefangen ist, um das risiko gering zu halten. kann nur empfehlen immer aufzupassen, den stier im auge zu behalten, und nie ohne irgendeinen stock oder ähnliches in die herde zu gehen, man weis nie was in einen tier vorgeht. den stier haben wir immer solange bis die erste nachzucht von ihn zur herde kommt, dann wird er gewechselt um keine inzucht zu bekommen. das junge stiere gemütlicher sind kann ich nicht sagen. bei uns in der gegend sagen die meisten das sie mit 3-4 jahre ruhiger werden


179781 antwortet um 21-10-2012 20:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zuchtstier "Mitlaufen" lassen?
In einer Mutterkuhherde solllte ein Stier eigentlich die erste Wahl zur Belegung sein. Wenn man einmal davon ausgeht, dass dadurch die Zwischenkalbezeit um 4 Wochen kürzer wird (AK Aufzeichnungen sprechen für noch mehr!) Dann hast du bei 9 Kühen schon um 1 Kalb mehr je Jahr. Also kostet Haltung und Fütterung ab dieser Kuhzahl schon nichts mehr extra. Der Stier selbst kostet auch nur einmal wirklich Geld. Um 2500 Euro kriegst du schon einen guten Stier und wenn der nach z. B. 3 Jahren zum Schlachter geht, dann bringt er bei derzeitigen Preisen einen Schlachterlös von 1800 bis 2000 Euro.

Das mit dem Risiko ist natürlich zu beachten. Wobei in Mutterkuhherden eindeutig von den Kühen mehr Gefahr ausgeht als vom Stier. Vorausgesetzt natürlich, das der Stier von der Veranlagung her einen ordentlichen Charakter hat und richtig damit umgegangen wird. Gerade der umgang mit Rindern allgemein und mit Deckstieren im Besonderen ist bei nicht wenigen Leuten etwas wo Lernbedarf besteht.

Man kann sich bei Einkauf ja schon ein Bild davon machen, wie sich die Tiere des Züchters verhalten und welchen Umgang er mit den Deckstieren pflegt. Wenn da etwas nicht passt, besser die Finger davon lassen!

Gottfried


Steira antwortet um 22-10-2012 08:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zuchtstier "Mitlaufen" lassen?
Hallo,
Danke vorerst an die Impressionen!

MFG A STEIRA


little antwortet um 22-10-2012 20:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zuchtstier "Mitlaufen" lassen?
Hab schon einige Stiere gesehen. Ohne jetzt eine Rassendiskussion lostreten zu wollen, ist meine Erfahrung das Stiere von Mukurassen (Angus, Charolais, ......) mit dem älterwerden immer ruhiger werden. Beim Fleckvieh ist es sehr oft umgekehrt. Nach ca. 2 Nutzungsjahren werden sie oft "agressiver". Habe schon Fleischrinderstiere gesehen die 8 Jahre alt waren. Meistens ist aber das Problem das man eigene Nachzucht behält und dann ist nach 3-4 Jahren Ende, weil die eigenen Töchter in der Herde sind.
little


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