Reform der Einheitswerte ab 2014

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Peter06 16-10-2012 12:36 - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
In den Verhandlungen über die Reform der Einheitswerte in der Landwirtschaft haben sich ÖVP und SPÖ - vorerst auf Klubebene - geeinigt. Die Grenze für die Einkommenssteuer-Vollpauschalierung der Bauern soll per 1. Jänner 2014 von 100.000 Euro auf 75.000 Euro Einheitswert (Grundwert) gesenkt werden.

Eine doppelte Buchhaltung soll dann ab 130.000 Euro - und nicht wie bisher ab 150.000 Euro - verpflichtend werden. Ein Drittel der EU-Agrarförderungen (Betriebsprämien) soll zudem in die Steuerbemessung - und damit in die Einheitswerte - einbezogen werden. Der Gewinn der Bauern wird dann laut Verhandlungslösung mit 42 Prozent statt wie bisher 39 Prozent besteuert.

Die entsprechende, auf Klubebene erzielte Einigung zwischen SPÖ und ÖVP passierte heute den Ministerrat. Die aktuelle Regelung läuft 2015 aus. Als Nächstes muss sich der Budgetausschuss mit der erzielten Verhandlungslösung auseinandersetzen, damit der Weg zum Gesetz frei werden kann.
Quelle: orf news

Interessant wird, wie die Höhe der "Einheitswerte neu" ermittelt werden wird.....


Josefjosef antwortet um 16-10-2012 18:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
Serwus,

i kann mir schon vorstellen, wie dann der BB nach der Gesetzesänderung berichtet, wie sehr er für
die Bauern gekämpft hatte. Statt der im Raum stehenden Erhöhung der EHW um 50 % wurde nur um 30% erhöht!!!!!!
und statt der Berechnung der Einkommensteuer mit + 67% des EHW werden es nur mehr 42% sein!!!!!!!!!!!
und statt 2/3 der Agrarförderungen werden künftig nur 1/3 er Besteuerung unterworfen!!!!
Welch ein Sieg auf allen Ebenen!!!!!!!!!!!
An alle Bauern: Schnell laufts zum BB und zur ÖVP! und bitte das letzte Hemd nicht vergessen zu spenden! :-)


Christoph38 antwortet um 16-10-2012 18:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
ich bin auch der Meinung, dass ohne den großen Einsatz des BB alles viel schlimmer kommen würde.

Der Jakob Auer wird die Sache für uns (hin-?) richten, wie bei der neuen Immosteuer ab Jahresanfang.
Hoffentlich fragt den Auer keiner, was er von der EHW-Erhöhung hält, sonst sagt er wieder er hat nichts dagegen.



golfrabbit antwortet um 16-10-2012 18:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
@Doppel Josef und Christoph
Jetzt mal völlig wertfrei: wo bitte ist der Wunderwuzzi, der es und richtet? Mir wäre so ziemlich jede Farbschattierung genehm, wenn wirklich alles besser wird. Allein es fehlt der Glaube - und so ist mir der BB-Spatz in der Hand lieber als die leider nichtexistenten Supertauben am Dach.

Hannes


Fallkerbe antwortet um 16-10-2012 18:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
@golfrabbit
zustimmung.


loiss antwortet um 16-10-2012 19:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
Das Einheitswertsystem wird modernisiert,
selbst wenn der Bauer daran elendig krepiert.
Die Rechtssicherheit wird dadurch erhöht,
Der Bauer glaubt das, denn er ist blöd.
Die Politik hat Gutes für uns getan,
Weil der Bauer eh nicht rechnen kann.
Es wird jetzt alles Besser und feiner,
das Geldbörsel jedoch immer kleiner.
Kein Problem für die ganzen Funktionäre,
Die Bauern sind sowie so alle Millionäre.
Die Politik kassiert und lacht sich krumm,
In der Hoffnung der Bauer bleibt ewig dumm.



208 antwortet um 16-10-2012 19:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
@loiss
wie wahr wie wahr
@ alle
ich falle so und so in die buchhaltung das hat sich sowieso schon abgezeichnet
aber was ich scheisse find ist die doppelte buchhaltung
meine eltern und mein bruder machen jahrelang einnahmen ausgaben rechnung das ist auch angemessen
ich find das sollten alle betriebe verpflichtend machen müssen und die doppelte buchhaltung dann erst ab 300000€ einheitswert
jetzt hat man den steuerberatern die kanzleien gefüllt
wer in zukunft noch die "verhindererpartei" övp wählt ist selber schuld




RichardGier antwortet um 16-10-2012 20:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
Doppelte Buchführung schon ab 130000 Einheitswert ? Boah , das ist echt ein Hammer . Unerhört .

Also , die Sorgen hätte ich auch gerne .


burlei antwortet um 16-10-2012 20:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
ich schätze mal wenn die schwarzen so weiter machen wird die nächste Regierung ohne sie "auskommen müssen" dh. nächster lw. minister rot, blau, orange od. grün.
Vielleicht gar nicht so schlecht, dann der BB mal zeigen was er kann.


MUKUbauer antwortet um 16-10-2012 20:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
Jammert´s nicht in Richtung Bauernbund sagt´s das den Leuten die 1000 und mehr Euro für´s Hektar Pacht zahlen - nix Sonderkultur oder so - der normal Schweinbauer - das da was kommen würde war schon länger Abzusehen

Ein Bauer der aufhören will sagte zu mir neulich, er hatt Angebot wo die Aussage kam, sag was du haben willst, ich zahl jeden Preis
Und Ihr jammert wegen der paar Euro mehr Steuer - ich hab dazu vielleicht eine andere Sichtweise ...
Ich bin auch noch immer davon überzeugt das es Sinnvoller wäre die Soziallasten der Landwirt als Subvention zu übernehmen (SVB) und der der Wirtschaftet soll mit dem Grund und Boden machen - und wir sparen uns die Antragsgeschichte - und alle Bauern wären gleich - nicht der eine zahlt noch an die SVB und der andere nicht mehr

@ burlei
Ich war schon nach der letzten Wahl dafür das die Schwarzen in Opposition gehen, dem Bauernbund und der Partei würd´s heut entscheident besser gehen

Wer hat noch die Wahlplakate vom Haider im Kopf? die hät vom BB kommen müssen ...

vielleicht denk ich ja auch wirklich etwas falsch ...


179781 antwortet um 16-10-2012 21:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
Was schimpft ihr auf die ÖVP? Wenn das so kommt, haben doch viele Bauern einen Vorteil, weil sie weniger Steuern zahlen müssen als mit Buchhaltungsergebinssen. Und bei denen es anders ist, die haben ja die Möglichkeit freiwillig ihre Einkommenssteuer mit qualifizierten Aufzeichnungen zu erklären.
In dem Fall haben sich eher die Roten billig abspeisen lassen. Ich hätte eher erwartet, dass diese auf wesentlich niedrigere Grenzen für die Pauschalierung bestehen werden.
Was noch nicht erwähnt wurde, aber auch im Raum steht: Wenn das FA Zugriff zu den AMA Daten bekommt, dann werden so manche pauschalierte Betriebe Zuschläge zum EHW bekommen, weil sie mehr Tiere halten, als nach der Pauschalierungsverordnung angenommen wird. Wenn da einer mit 30000 EHW 50 Kühe hat, und die rechen das für die letzen 7 Jahre zurück, dann kommt da schon eine schöne Steuernachzahlung heraus.(schön für das FA)

Gottfried


G007 antwortet um 16-10-2012 21:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
Ehrliche Frage an alle!
Welcher % Satz von Bauern in Österreich hat das Problem, ab 130.000.- Euro eine doppelte Büchführung machen zu müssen?


MF7600 antwortet um 16-10-2012 21:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
130000€ einheitswert sind schon mit 70ha betrieben erreichbar.


lr002 antwortet um 16-10-2012 21:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
Vollpauschalierung gilt nur mehr bis 60ha bzw. 120VE (=max. 500Mastschweine), unabhängig vom Einheitswert. Die 75.000€-Grenze gilt nur bei ha-Sätzen über 1.250€.


Haa-Pee antwortet um 16-10-2012 22:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
schön langsam wirds zeit den gang zum ams und der bedarfsorientierten mindestsicherung anzutreten.....weil lukrativer und gesünder für die den bewegungsapparat und die nerven.....

anstatt täglich von morgens bis meist spät abends leistung zu bringen und jährlich mit ca 40000-120000 euro und mehr betriebsmittel und investionen in die landwirtschaft zu tätigen....

nachdem auch die sozialversicherungsbeiträge sukzessive angehoben werden und im gegenszug die öffentlichen leistungsabgeltungen immer weniger werden sollte es bei jedem halbwegs nicht betriebs blinden workoholic bauern die sirenen läuten...!

aber es gibt immer noch genug vollgas produzenten und richtige unternehmertypen die um jeden preis pachten und wachsen in einem im durschnitt der jahre gesättigten markt!

am liebsten sind die mir die wie gesagt 500 euro pacht aufwärts zahlen und nebenbei jammern dass eh alles nix bringt.....


pek antwortet um 17-10-2012 07:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
Hallo,

wer zuviel SV - Beitäge zahlt kann optieren, wer zuviel Steuern zahlt kann Aufzeichnungen führen und wird dannach bemessen. Ich als teilpauschalierter Landwirt verstehe die Aufregung nicht und bin der Meinung das hier für viele Landw. Betriebe zu gut verhandelt wurde. Ausgaben vermindern das Einkommen und wenn viel verdient wird sollte man auch Steuern zahlen und wenn nichts verdient wird zahlt man keine Steuern. Steuerberater benötigen die viele Arbeitnehmer auch für Arbeitnehmerveranlagung u.ä.. Viele die mit dem Verhandlungserbenis nicht zufrieden sind werden schon wissen das sie einiges falsch gemacht haben.


duc1098 antwortet um 17-10-2012 07:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
gumo
die pauschalierung war ja nur ein instrument wo bis jetzt mehr an steuern anfallen.und keinem ist es aufgefallen.
würde wetten wenn lw-betriebe buchführen würden die meisten etwas zurückbekommen dh. diese betriebe würden mit der zeit in die liebhaberei fallen.
ich kenne viele betriebe die von der substanz leben und trotzdem gut dastehen (bauplatzverkauf), die schwindeln sich halt so durch.
das mit der do.buchführung ab 130000.- muss ein irrtum sein, wenn nicht dann mahlzeit die do.buchführung iss a knakige angelegenheit.
und alle wählen wieder den bb,övp usw weil den meisten betrieben haben wir ja die pauschalierung ERHALTEN,das sind nämlich die betr.die brav zur arbeit gehen und das verdiente in der lw verpulvern.
mfg


Christoph38 antwortet um 17-10-2012 08:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
mit der Reform der Einheitswerte wird vielleicht noch mancher die € 130.000,- packen, der derzeit nur davon träumt.


helmar antwortet um 17-10-2012 09:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
Hallo Mukubauer....genauso seh ich das auch, und habe vor jahren schon, weil i eh selten das Maul halten kann, in diversen Versammlungen( aber auch hier im Forum) gesagt, dass man wenn man die Landwirtschaft fördern will, die SVB Beiträge des Betriebsführers/der Betriebsführer anstelle des ganzen Antragswesens refundieren sollte. Wasserrrecht etc. gibts ohnehin, also würd im Allgemeinen die Landwirtschaft ohnehin "in gesetzlichen Bahnen" unterwegs sein.........des geht net, hieß es dann...
Mfg, Helga


MUKUbauer antwortet um 17-10-2012 10:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
Naja Helga ich würd sogar noch weitergehen
bei großen Betrieben könnten die auch die Lohnnebenkosten der Mitterarbeiter zahlen, da könnte man durchaus einen Hektarsatz rausrechnen ...

Und viele überschreiten ja jetzt schon Umsatzgrenzen etc.

Und die Finanz ist nicht dumm, ich hab mal gehört wie einer anhand der Silogröße einem zu verstehen gab was er für Umsätze in einem Stall drin hat, der Bauer ist immer kleiner und stiller geworden da hab ich gewußt das der Finanzbeamte nicht weit weg sein kann - bzw. bis dato war kein "Druck von Oben da" den Bauern "nachzugehen"

@ Pek - unrecht hast nicht, aber solange es einfach ist?





leitnfexer antwortet um 17-10-2012 11:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
Hallo!

Was soll so schlimm sein an doppelter Buchführung? Jeder kleine Handwerksbetrieb hat das auch zu machen. Mehr Steuern sind deshalb bestimmt nicht zu zahlen(wenn man die Aufzeichnungen ausführlich macht, man muss halt darauf achten, das man für jeden "schaß" die Rechnung aufhebt).

Ich habe gerade mal rd 3.000 EHW und bin aus irgendwelchen Historischen Gründen(angeblich, weil der Großvater ein Gewerbe besaß!) zur jährlichen Steuererklärung verpflichtet. Zahlen muss ich deshalb noch lange nicht´s.
Bislang hab ich das immer selber geschafft, nur heuer ist ein Steuerberater von Nöten, weil es um die Korrekte Neubewertung der Abschreibungen unseres vermieteten Hauses gehört.


duc1098 antwortet um 18-10-2012 07:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
@ leitnfexer
nicht verwechseln einnahmen ausgabenrechnung und do.buchführung.
ein gewaltiger aufwandsunterschied.
bei gewerbebetr. liegt die grenze zur do. bf. sicher bei einigen 100-tausendern.
mfg


Josefjosef antwortet um 18-10-2012 10:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
An Golfrabbit:

Glaubst du nicht, dass zb. ein UBV mit 75% der Bauern hinter sich, mehr für die
Bauern machen würde, als es nun der BB macht?
Wem ist denn der BB hörig? seinen brav zahlenden Mitgliedern, oder seiner Partei?
Warum bekommt der BB denn das Geld von LW Minister in den Hintern geschoben?
Geld erhalten und Goschn halten!
Und wenn ihr BB Funktionäre das lange genug brav macht, dann dürft ihr euch schöne Posten
in unserer Partei oder befreundeten Unternehmen aussuchen!
Warum ist wohl ein Alkoholiker vom BB zu einer großen Versicherung gewechselt?
Seit doch bitte ned so naiv, und glaubt an das Gute in der Politik!
Der Zug ist doch schon lange abgefahren.
gruß
Josef



leitnfexer antwortet um 18-10-2012 13:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
Hallo!
@duc soo viel Unterschied ist da heute nicht mehr(bei Verwendung von entsprechenden Programmen, die ich ohnehin voraussetzte).
Gut, bei Gewerbebetrieben wurde die Umsatzgrenze 2010 von 400.000 auf 700.000 angehoben.

E/A Rechnung ist im Grunde ja ohnehin für alle das Mindeste, aber da sieht man halt unterm Strich nix aussagekräftiges über den Betrieb. Ich kann nur jeden nahelegen, DB freiwillig zu machen um wirklich einen guten Überblick über seine Zahlen zu haben.
Und einen Steuerberater kann ich auch nur jedem nahelegen, ein guter solcher "kostet" gar nichts, weil er sich aus dem Geld bezahlt, das sich der AG erspart(er lebt quasi von Staatlichem Geld!).


duc1098 antwortet um 19-10-2012 07:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reform der Einheitswerte ab 2014
da hast auch sicher recht, gibt aber auch sicher z.b. ältere die sich beim buchführen plagen.
mfg



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