TV-Tipp: Bauer sucht Einkommen

Antworten: 18
traktorensteff 21-09-2012 20:16 - E-Mail an User
TV-Tipp: Bauer sucht Einkommen
3sat
21.9.2012
2100 Uhr
makro: Bauer sucht Einkommen

Nichts los ohne Subvention?
In Europa werden jedes Jahr fast 60 Milliarden Euro für Agrar-subventionen ausgegeben. Dabei ginge es auch ohne, meinen manche. Doch die meisten Bauern glauben, auf die Beihilfen nicht verzichten zu können.
Für nichts anderes wird in Brüssel mehr Geld ausgegeben als für die Agrarsubventionen. Sie sind der größte Einzelposten im EU-Haushalt. Auch in Zeiten von Euro- und Schuldenkrise. Könnten Bauern auch mit weniger Subventionen auskommen? Oder würden sie dann pleite gehen?

Makro-Reporterin Barbara Kühn hat sich mit einem 3sat-Team auf den Weg gemacht um Bauern und Professoren, Journalisten und EU-Beamte zum kontroversen Thema zu befragen. Die einen wollen nicht darauf verzichten, die anderen würden sie am liebsten abschaffen.
 


schellniesel antwortet um 21-09-2012 22:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TV-Tipp: Bauer sucht Einkommen
Ja hab ich geschaut! Etwas (zu) einseitige Darstellung!
Ich hab für mich nur eine einzig richtige Aussage eines Bauern gehört!

Die wäre das der Großteil der Agrarsubventionen eben den Verbraucher zugute kommt!!

Mfg Andreas


HAFIBAUER antwortet um 22-09-2012 07:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich frag mich nur eins ,wie lange die Grosskopferden noch zuschauen.Man braucht uns nur die gerechten Preise wieder Bezahlen dan können sie sich die Ausgleichszahlungen in Brüssel behalten.Wann werden die mal ihr Gehirn wieder zum Denken verwenden.Die kleinen werden Kontrolliert und Sanktioniert und mit Strafzahlungen belegt und die grossen Kassieren die Millionen.



pepesmeinung antwortet um 22-09-2012 07:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich glaube, man versucht die kleinbäuerliche Struktur loszuwerden. Der letzte "sichere Hafen" unserer Gesellschaft ist eine bäuerliche Struktur, die im Krisenfall etwas aushalten kann. Aber das kostet eben etwas. Ein Abschied führt in die Agrarindustrie.


50plus antwortet um 22-09-2012 09:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Es ist immer wieder verblüffend, wie wichtig sich manche Menschen nehmen. Soviele unnötige Arbeitsplätze werden von der Politik geschaffen und alle, die recht üppig verdienen, ohne sich dabei viel anstrengen zu müssen - sie gönnen den Bauern ihr Einkommen am wenigsten.


Muuh antwortet um 22-09-2012 09:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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helmar antwortet um 22-09-2012 09:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wenn ich den Testbericht der beiden Berggespanne ansehe und vor allem was diese kosten, kommt mir ein sehr ungutes Gefühl auf. Wenn, sagen wir mal eine Hausnummer, mit allen öffentlichen Geldern welche derzeit ausbezahlt werden, ein durchschnittlicher Betrieb in der Bergbauernzone auf sagen wir mal, jährlich 15.000,-- Euronen kommt, man die Beiträge zur SVB abzieht, dann bleiben vielleicht weniger als 10.000,-- übrig. Hochgerechnet auf 150.000,-- für so ein Gespann, wären das vereinfacht 15 jahre zum Abbezahlen.

Ich denke dass gerade der Druck weniger Hilfkräfte als die Vorgängergeneration für Erntearbeiten zur Verfügung zu haben, und auch die immer strarreren Urlaubsregelungen vieler Betriebe gerade in der Bergbauernenebenerwerbslandwirtschaft auf kurz oder lang zu einem radikalen Umbruch führen werden. 10 ha Betriebe mit dieser "Ausrüstung" werden seltener werden, und jene welche sich trotzdem durchzubringen versuchen werden dies tun solange keine gröberen Investitionen anstehen.............
Mfg, Helga


Haa-Pee antwortet um 22-09-2012 11:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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wer mit falschen zahlen jongliert stiftet verwirrung und wissentlich zu verunglimpfungen!

das "reizwort" agrarsubventionen ist eben nur ein reizwort nicht mehr und nicht weniger!

das agrarsubventionen angeblich der grösste EU einzelposten ist das kommt nur daher dass der agrarbereich als einziger bereich gemeinsam verwaltet wird!

das sollte wahrheitsgemäss dazu gesagt werden!

wenn die übrigen ausgaben auch gemeinsam verwaltet würden dann nimmt der agrarbereich in der EU schlappe 2-3 prozent vom buget ein!

und diese 2-3 prozent sollten der EU bevölkerung für die sicherung der ernährung und den vielfältigen aufgaben einer funktionieren land und forstwirtschaft schon wert sein!

weil um diesen pappenstiel gibts weder ein gesundheitswesen,ein verteidigungswesen,unterrichtswesen,arbeitsmarkt,sozialbereich udgl.

wer mit richtigen zahlen argumentiert ist im leben klar im vorteil!




Hirschfarm antwortet um 22-09-2012 13:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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60 Milliarden dividiert durch 500 Millionen EU-Bürger macht 120€/Kopf und Jahr. Oder 33 cent pro Kopf und Tag . Oder anders gesagt alle 3 Tage 1 €.

Wenn ich davon ausgehe daß jeder Europäer sagen wir einmal 4€/Tag für Lebensmittel ausgibt, reicht schon eine Preissteigerung um 8% um die 33 cent wieder zu egalisieren, und ich gehe davon aus daß die Preise eher um 20-30% steigen würden.
Glaubt wirklich jemand nach Wegfall der Beihilfen würden die Preise für Lebensmittel gleichbleiben?

mfg

p.s.: Der Herr Univ. Prof. wird aus Steuermitteln finanziert. Ich würde gerne wissen wieviel er verdient und ob man seinen Platz nicht einsparen könnte - Weil wie er schon richtig festgestellt hat der Staat ja schließlich sparen muß!



Obersteirer antwortet um 22-09-2012 13:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@alle Hallo Vorallem gefällt mir die Aussage nicht es geht ohne,denn das dieser Bauer 70 milchkühe hat und schweine usw. im Verhältniss zu seiner grösse bezahlt er ja einen scheissdreck sozialversicherung . Ich finde hier gehört am ehesten etwas geändert. Es kann nicht sein das die Obergrenze bei gut 4000 Euro liegt egal wie gross der Betrieb ist . Diese Form ist grob gegen alle kleinen Landwirte . Ich selbst habe 50 ha und bezahle knapp 2000 Euro vierteljahrlich . Zusätzlich zu meinem Gehalt sind das im Monat knapp 1100 Euro ich finde hier gehört endlich etwas getan . Ausser dem sind die Agrarausgaben nur 2-3 Prozent des Gesamtbugets warum wird hier immer mit so unwahrheiten gegen die Landwirtschaft gehetzt.


helmar antwortet um 22-09-2012 13:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Obersteirer...und so wirds auch noch einige Zeit bleiben, mit der Hetzerei........besonders in Österreich (auch hier im forum des Öfteren zu lesen) gehts es doch sehr einfach....Bauern gegen Eisenbahn, Beamte gegen was immer usw. und immer ist die Parteipolitk mit dabei. Was wäre denn würde die Vertretung mit simplen Zahlen aufmarschieren? Was wenn man z.B. sagt, von sagen wir 2 Mio Rindern leben soundsoviel % im Laufstall, und vor allem, wenn man von der Platte "ach wie arm sind Bauern" wegkommt und sagt welcher Wirtschaftsfaktordie Landwirtschaft für nachgelagerte Bereiche ist? Dann hätte man sich "Bei meiner Ehr" usw. sparen können und das Dirndlheuhüpfen auch....und man muß endlich dazu stehen dass auch Landwirtschaft effizient betrieben werden kann und muß. Und dass jedes nachkommen neuer Vorschriften (Tierschutz) was kostet...ich fürchte da werden wir noch lange warten müssen.........
Mfg, Helga


50plus antwortet um 22-09-2012 14:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@helga

So ist unser Berufsbild, billiges Papperl herstellen (aber nur bei meiner Ehr) und am Wochenende ehrenamtliche Volksbelustigung für die Bevölkerung.
Brot und Spiele! Wir Bauern haben gefälligst beides möglichst umsonst zu liefern!


Christoph38 antwortet um 22-09-2012 14:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Es ist immer recht interessant wie vom Staat zu 100% besoldete Berufsgruppen die Verschwendung von Steuergeld erkennen, wenn einer Berufsgruppe ein Teil des Lohnes vom Staat bezahlt wird.


christian83ktn antwortet um 23-09-2012 05:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Griaß Euch!

Förderungen bzw. Prämien ist nicht der richtige Ausdruck.
Es sind Ausgleichszahlungen damit der Konsument möglichst "günstig" zu Lebensmittel kommt.

Dass von den ganzen Milliarden an Geldern nur ein Bruchteil beim Landwirt ankommt ist unter den Landwirten schon lange bekannt. Leute die aus den Zeitungen nur den Betrag kennen und sehen dass der Nachbarlandwirt vielleicht nach 15 Jahren sich ein neues Arbeitsgerät leistet kapieren das nicht.


anderson antwortet um 23-09-2012 11:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo,
ich denke manchmal, dass es in Zukunft wohl die uns bekannte Landwirtschaft in Mitteleuropa nicht mehr geben wird.
Die Kleinstruktur gibt es ja auch "real" kaum noch. Ich definiere Landwirtschaft schon noch nach dem Gesichtspunkt, dass ein Gewinn erwirtschaftet wird. Und wenn ich mich umsehe, dann sind da Pferdehalter, MUKU- Halter mit 4 Kühen, Schafhalter mit 20- 30 Schafen und die Stellen bei uns hier 75% der aktiven Bauern. Denen gönne ich die Ausgleichszahlungen aber gerne.
Denn das große Problem der Zukunft wird sein, der Landwirtschaft eine Daseinsberechtigung zu geben. Benutzt das Internet (so machts der Verbraucher auch) und tippt mal verschiedene Schlagworte aus der Landwirtschaft ein. Das Ergebnis ist erschreckend: eine tierquälende Bande von Subventionsempfängern, die sich protzige Geräte anschaffen um minderwertige Lebensmittel zu produzieren und die Umwelt zu vergiften.
Der Verbraucher wünscht sich Romantik aus der Werbung und die haben wir nicht. Darum weg mit uns!
mfg
anderson


helmar antwortet um 23-09-2012 12:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Anderson, sehr offene und sehr mutige Worte von dir........aber es ist nun mal so. Wie du es beschrieben hast kommt immer noch vor, und meistens ist es so dass es jene Generation von Bauern ist welche sagen wir mal über 50 sind. Glücklich deren Kinder wenn diesen eine gute Ausbildung mitgegeben wurde, aber spätestens beim Generationenwechsel kommt es zum Umbruch. Entweder ists dann wirklich ein Hobby solange die Eltern noch die Festung halten, oder es wird halt eben die Fläche verpachtet.
Die große Gefahr sehe ich aber darin dass, wenn nun mal der Städter mit dem Auto oder per Bus durch die Lande fährt und das Idyll der 5 glücklichen Kühe samt deren Kälber am Straßenrand grasen sieht..........dann sieht der "es geht doch, so wie der bärtige Herr im Fernsehen sagt" und dann ist die Werbung mit dem Buamendepperl der die Milchkanne den Tränen nah umarmt, mit dem fröhlich strahlend in die Hände blasenden Melker, mit der Buttermodel schupfenden Maid usw. "Realität".......und der Ahnungslose sagt dann "es geht doch".
Spätestens wenn aber der 40 jährige Traktor kaputtgeht und der Stall zu sanieren ist, gehts nimmer, oder wenn die Maße laut Tierschutzgesetz nicht mehr passen und die Bude Gefahr läuft, niederzubrechen wenn die Fenster auf das vorgeschriebene Maß vergrößert werden.
Und hier hätten die Kammern, die Politik, aber auch die landwirtschaftlichen Medien die verdammte Pflicht, diese Tatsachen als solche darzustellen, und ganz besonders ist da der Bauernbund in die Pflicht zu nehmen, auch wenn das "Genußfest" am Heldenplatz ein Erfolg gewesen ist. Gerade der muß oft und sehr laut sagen wie eine Landwirtschaft heutzutage läuft, und dass gewisse Größeneinheiten für ein sinnvolles Wirtschaften im Vollerwerb notwendig sind. In der Tierhaltung wird der Nebenerwerb in Zukunft sehr rasant weniger werden, denn auch die Arbeitswelt hat sich geändert....
Mfg, Helga


tch antwortet um 23-09-2012 12:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Anderson- was muss ein Pferdehalter ausgleichen?

Laut Usern... dient die Ausgleichszahlung dazu dem Verbraucher etwas billiges zum futtern zu ermöglichen....
So ein Pferdehalter... wovon ernährt er sich? von Pferdeäpfeln und Pferdefleisch?
So ein Produzent ist auch ein Verbraucher, oder etwa nicht?

Kürbisbauer..... sauft Öl und ißt Fruchtfleisch.....?

tch


tch antwortet um 23-09-2012 12:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Helmar, wenn der 40 jährige Traktor nimma geht- der Stall zusammenbricht...
Hat da nicht der Betriebsleiter etwas Dreck am Stecken? sein Geld ev. versoffen?
Der eine hat seinen Betrieb gut im Schuss... der andere 200m daneben hat den Konkurs geschafft..... beide haben sie die Arschleitn zum bewirtschaften... der eine kanns der andere nicht.....hier soll der BB die Kammer und was weiss ich wer sonst noch eingreifen?
Schau übern Berg....:-)

tch


helmar antwortet um 23-09-2012 12:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Tch....eingreifen brauchen weder Kammer noch sonstwer, denn dann wärs noch mühsamer......;-). Aber wer, wenn nicht Kammer und (Partei)Politik kann denn den Strukturwandel glaubhaft erklären? Und Strukturwandel und nichts anderes ist es.......du kennst ja die Berg.........;-). Und da gibt/ gab es gar nicht so wenige welche sich wären sie nicht in der "Bude" gewesen wären, manche dieser Dinge nicht kaufen hätten können........als die Richtmengenregelung gekommen ist hatte die eine Seite vom "Berg" den du angesprochen hast, durchschnittlich 15.000 Quote, die andere mehr als das Doppelte davon. Zum Teil wegen der Struktur, zum Teil weil eben........sich der Nebenerwerb das Hobby hat leisten können oder manchmal auch der Wald.
Mfg, Helga


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