gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?

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muk 21-09-2012 20:05 - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
warum agieren bauern so ? ?
ist das ausfluß einer mangelhaften ausbildung ? ?
sind die lehrpläne landw. fachschulen noch zeitgemäß ? ?

sie bringen volle menge auf den markt ( + 3,7% ) und fordern gleichzeitig höhere produktpreise. versetehen die bauern aufgrund ihrer ausbildung die zusammenhänge von märkten nicht ? ?



Der VÖM-Präsident gab bei der Milchwirtschaftstagung auch einen Überblick über die Entwicklung der Branche im laufenden Jahr: Zunächst gab es auf den internationalen Märkten deutliche Preiskorrekturen nach unten, die auch die österreichischen Erzeugermilchpreise unter Druck setzten. Hauptgrund war die deutlich höhere Anlieferung (Österreich bis Ende August +3,7%, EU im ersten Halbjahr +1,9%). Gleichzeitig kamen aber noch die Preiserhöhungen des letzten Jahres zur Wirkung, sodass der durchschnittliche
 


muk antwortet um 21-09-2012 20:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
hier die ganze länge des gesudere von produzenten die die marktmechanismen nicht kennen.
 


Rocker45 antwortet um 22-09-2012 09:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
@ muk: Ich werds dir mal kurz und knapp erläutern:
Wenn das Podukt X heute Pro Einheit 5€ kostet und morgen nur noch 4€, dann werde ich ab morgen um 20% mehr produzieren müssen um den Gleichen Ertag zu haben...



kst antwortet um 22-09-2012 11:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
an muk, allein deine Ausdrucksweise von "gesudere" zeigt dein Niveau.
Bis jetzt sind noch keine von Bauern erzeugten Lebensmittel übriggeblieben..........
es hungern sogar Leute immer noch..........................
und wenn die Bauern Getreide, dass zumindest in Europe zuviel sein kann in Biosprit umwandeln wollen, dann rufen alle es gibt zuwenig Getreide, Biosprit erhöht die Lebensmittelpreise...........
aber Haptsache du kennst den Marktmechanismus........................ohne Gruß kst





Haa-Pee antwortet um 22-09-2012 12:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
biosprit erhöht in keinster weise die marktpreise !

bei einem flächenanteil von unter 3 prozent für biosprit hat das keinerlei relevanz für marktbeeinflussende faktoren,.
das kann höchstens regional in erster linie zu einer verschiebung der pachtpreise führen!


guellex antwortet um 22-09-2012 12:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
Die Aussage „Bis jetzt sind noch keine von Bauern erzeugte Lebensmittel übriggeblieben“, ist einfach falsch. Wenn man weis wie viel Lebensmittel auf dem Feld liegen bleiben nur weil die Form nicht entspricht. Das sind Lebensmittel liegen bleiben obwohl es brauchbare Lebensmittel sind. Wo oder was wird noch mehrerzeugt als der Markt aufnimmt? Die Industrie nimmt die Produktion zurück wenn man nicht verkaufen kann, nur bei den Agrar Produkte wird die Produktion erhöht ohne den Verbrauch zu beachten.


50plus antwortet um 22-09-2012 13:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
@guellex

Es ist nicht einfach Dinge, die jeder Mensch tagtäglich zum Überleben braucht, in genau der angemessenen Menge zu erzeugen. 101 % Produktion sind Überschuß (Preisverfall), 99 % Produktion bedeuten Hungersnot! Noch dazu kann man "unsere Rohstoffe" nicht über Nacht schnell nachproduzieren, weil wir lange Produktionsphasen haben und noch auf Witterung, usw. angewiesen sind. Sprich: Wenn wir den Weizen anbauen, hoffen wir zwar, dass wir ihn in ca. 9 Monaten ernten können, aber wir wissen nicht an welchem Tag wir welche Menge ernten können!
Meiner Meinung nach wäre die bessere Idee, Überschüsse in Energie "umzuwandeln", anstatt zuzusehen, wie die Rohölpreise in die Höhe schießen!
Für das Volk ist es immer besser, wenn die Lebensmittel in ausreichender Menge vorrätig sind. Für das bäuerliche Einkommen wäre eine kleine Hungersnot möglicherweise von Vorteil (das wünsche ich uns allen nicht!)




walterst antwortet um 22-09-2012 14:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
@rocker45

Deine höhere Mathematik mögest Du bitte für den Laien genauer erläutern:
Habe ich richtig verstanden?
Du produzierst z.B. 20 Zwetschgenknödel zu 5€ je Stück, also 100€ Umsatz. Nachdem der Markt Dir einen neuen preis von 4€ vorschlägt, produzierst Du um 20 % mehr, also 24 Zwetschgenknödel zu den Produktionskosten von 20 Zwetschgenknödel und mit dem Erlös von 96€ hast Du dann den gleichen Ertrag wie vorher?
Tolle Leistung auf jeden Fall!


Christoph38 antwortet um 22-09-2012 14:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
Geh Walter jetzt sekier den rocker nicht mit der normalen Betriebswirtschaft und den rauf und runterrechnen von Prozentsätzen.

Als Bauer sollte man wissen, dass einige betriebswirtschaftliche Besonderheiten in der Landwirtschaft Einfluss auf den Betriebsgewinn haben.

So unlösbar ist die Sache nicht die rocker darstellt:
Wenn der Preis von 5 auf 4 Euro sinkt, kann man mit 20% Mehrproduktion auskommen. Ein Teil des Gewinns kommt aus der Mehrproduktion, ein anderer Teil durch drehen an der Kostenschraube. Kaum eine andere Berufsgruppe als die Bauern verfügt über die komforttable Möglichkeit den Ansatz für Unternehmerlohn und Familienarbeitskräfte im notwendigen Umfang anzupassen. Die solcherart gesunkenen Produktionskosten ermöglichen wieder den gleichen Unternehmensgewinn wie vorher. ;-)


textad4091 antwortet um 22-09-2012 15:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
Höhere Rohstoffpreis-Forderung einfach deswegen, weil sämtliche Kosten in der Landwirtschaft gestiegen sind und beim drehen an der Kostenschraube nach unten schon das Gewinde gar is???

@ Christoph38: Deswegen, Familienplaung!!! Spätesten wenn die Eltern dem 60er zugehen muss man für Nachwuchs sorgen, dann passt's genau und das erste Kind kann den 80-Jährigen Opa dann ablösen ;))))


50plus antwortet um 22-09-2012 18:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
@walterst

Seit ich denken kann, heißt das bei uns Zwetschkenknödel, die überreifen "weichen" Zwetschgen mag ich nicht mehr so gerne essen, aber mit großer Verwunderung lese ich diese Schreibweise schon seit geraumer Zeit.;-)

Kann sein, dass die Johanna Maier ein Zwetschkenknödel um 5 € verkaufen kann, ich finde sogar
4 €/Stück als sehr hoch gegriffen. Also bitte mit praxisnahen Zahlen rechnen! ;-)


179781 antwortet um 22-09-2012 19:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
Ganz unrecht hat muk mit seinem "Gesudere" auch nicht. Wo in anderen Wirtschaftszweigen wird als einzige Antwort auf gesättigte Märkte investiert um noch mehr zu produzieren?

Da wird doch als Erstes versucht, den Absatz zu steigern, in dem man die Kunden noch mehr umwirbt.
Zusätzlich kommen andere Massnahmen wie Kostensenkung, suchen nach neuen Produkten usw. zum tragen. Eine Ausweitung der Produktion kommt immer dann erst in Frage, wenn auch eine Absatzmöglichkeit dafür in Sicht ist.

Das könnte mit dem Satz:
"versetehen die bauern aufgrund ihrer ausbildung die zusammenhänge von märkten nicht ? ?"
gemeint sein.

Gottfried


Hirschfarm antwortet um 22-09-2012 19:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
@Textad: Also meiner bescheidenen Meinung nach hat die Schraube am Gewinde noch nichteimal angebissen. Und beim Gewinde handelt es sich um eine Gewindestange mit 1m Länge.
mfg


50plus antwortet um 22-09-2012 19:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
@gottfried

Du erkennst wohl nicht den Unterschied von Lebensmittelproduktion und der Produktion von "nicht lebenswichtigem Irgendwas".

So deppert san mir Bauern ah wieda net!


muk antwortet um 22-09-2012 19:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
@ rocker45

da produkt X hat 45 cent gekostet . und was haben die bauern gemacht ? ?

die bauern haben schnell um 3,7 % mehr milch auf den markt gebracht weil 45 cent zu viel waren .

also aufgrund des mehr an 3,7 % sank der preis auf 35 cent.

so schauts aus .


muk antwortet um 22-09-2012 19:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
@179781

muk hat immer recht .

wenn der preis sinkt muß ich die produktion zurückfahren um den preis zu erhöhen.

aber das wollen die bauernvertreter wieder nicht.


weitergehts1 antwortet um 22-09-2012 20:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
Die Milchproduktion gehört mehr in Richtung Energieproduktion verlagert, die Futtermittelimporte abgestellt und eine Gewerkscthaft gegründet. Bei manchem Vollgasbauern hapert es sicher beim Rechnen, aber Hauptsache es tut sich was... .Und eine Futterautomatensteuer könnte unser Budgetloch auch vertragen... .Zum Vergleich:Bei 5 Prozent Arbeitslosen("Überschuss") fällt der Lohn der Beschäftigten nicht in den Keller!!! Die haben ihren Kollektivvertrag. Wer seinen Job verliert bekommt sein Geld vom Staat.
Das ganze Marktgeschehen ist ja so gewollt.Funktioniert wie an der Börse. Preise rauf und runter. Manche verdienen damit sehr gut. Ausser den Bauern.Ich für meinen Teil unterliefere meine Quote jedes Jahr. Und was hilfts?Ohne Gewerkschaft wird sich auf jeden Fall nichts ändern.



Rocker45 antwortet um 22-09-2012 20:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
@walterst: Sorry 25% hätts heißen sollen, man verzeihe mir diesen Rechenfehler, der schwer arbeitende Zwetschkenknödelproduzenten beinahe um 4€ gebracht hätte.

Und ja, der Ertrag bleibt der gleiche, desswegen hab ich ja auch Ertrag geschrieben und nicht Gewinn.





edde antwortet um 22-09-2012 21:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
wer sich die durchschnittliche milchlieferleistung pro betrieb in der eu ansieht wird zu der erkenntniss kommen, dass die österreichischen bauern keine märkte überschwemmen--das sind schon andere !

mfg


mostkeks antwortet um 22-09-2012 21:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
@ muk: fast richtig, so währe es auf einem freien Markt!
Aber es ist nicht wichtig wieviel Milch produziert wird und wie viel konsumiert wird, sondern ob ein amerikanischer Pensionsvorsorgefond auf Milchpulver oder Erdöl setzt!
d.h. bei knapper Milchversorgung und atraktivem Ölmarkt kommt der Milchpreis trotzdem nicht in Bewegung!

So wie der Arbeitsmarkt mit dem Arbeitslosengeld (unterstes Limit dass jemand arbeitet) in der Höhe gehalten wird, werden die agrarischen Rohstoffe durch gezielte Subventionen niedrig gehalten!

Es gibt keinen freien Markt und Angebot und Nachfrage sind eben nur ein Teil der Geschichte.

LG

Brot und Spiele um das Volk bei Laune zu halten!!
subventionierte Lebensmittel und Politik, Medien zur Ablenkung



Hans1900 antwortet um 22-09-2012 21:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
Ich gebe 50 Plus völlig recht, es ist immer eine Gradwanderung ob zuviel oder zuwenig Menge am Markt ist. Wer wusste heuer im Frühjahr beim Mais säen dass der Preis so ansteigt? Das hätte kein Landwirt mit der besten Ausbildung wissen können! Wenn in Amerika keine Dürre vorgeherrscht hätte wo wäre der Preis dann?
Das gleiche gilt für den Milchpreis, wer weiss heute, wenn er Kuhkälber aufzieht, wo der Preis in 1- 2 Jahren liegt? Die Märkte von Agragprodukten werden von sovielen Faktoren beeinflusst, auch von Spekulanten und wer weiss schon im vorhinein wohin sich die Rohstoffpreise bewegen?
Ausbildung ist schön und gut, aber in die Zukunft schauen wird in keiner Schule oder in irgendeinem Kurs angeboten!


G007 antwortet um 22-09-2012 21:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
"wenn der preis sinkt muß ich die produktion zurückfahren um den preis zu erhöhen"

Diese Regel stimmt nur dann, wenn man alleiniger Produzent ist (Monopol) oder sich alle an das "die Produktion zurückfahren" halten.



anderson antwortet um 23-09-2012 15:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gerechte Preise fordern - und selbst den markt überschwemmen - sind bauern so ? ?
Hallo,
das klingt ja sehr lustig. Nun muk, hast du schon mal was von Verdrängungswettbewerb gehört? So funktioniert das ganze nämlich. Jemand kann billiger produzieren als ein Anderer und drängt ihn so aus dem Markt. Der Effekt ist dann unser heißgeliebter Strukturwandel.
Was du willst hieß mal Planwirtschaft und hat "prima" funktioniert.
mfg
anderson


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