hans_meister 11-09-2012 13:56 - E-Mail an User
Höchstbeitragsgrundlage - gerecht oder ungerecht?
Ein landwirtschaftlicher Betrieb mit einem Einheitswert (EW) von 80.100 Euro und alleiniger Betriebsführung hat die Höchstbeitragsgrundlage (HBTG) erreicht und braucht für den darüber liegenden Einheitswertbetrag keine Pensions- und Krankenversicherungsbeiträge an die SVB entrichten. Das finden viele nicht in Ordnung, da bei immer größer werdenden Betrieben der Sozialversicherung der Bauern (SVB) dadurch Beiträge verloren gehen. Tatsache ist allerdings, dass die HBTG, außer den Beamten, für alle Berufsgruppen gilt. Ist diese Form noch zeitgemäß?


208 antwortet um 11-09-2012 18:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Höchstbeitragsgrundlage - gerecht oder ungerecht?
also ich hab kein proplem mit höheren beiträgen aber nur wenn man auch die einheitswerte regelt denn ich finde ein betrieb mit 15000 euro einheitwert sollte wenigstens eine verplichtende einnahmen-ausgabenrechnung machen dann könnte man die beiträge so wie bei anderen berufsgruppen nach umsatz oder gewinn errechnen
wie soll einer höhere beiträge bezahlen wenn er gar nicht mehr gewinn hat
ausserdem finde ich es als eine schikane das man wenn man über 150000€ einheitwert kommt sofort in die doppelte buchführung fällt darum meine forderung nach einnahmen ausgabenrechnung
viele betriebe die voriges jahr bei niedrigeren preis mehr verdient haben kann man heuer noch so hohe preise bezahlen und sie werden heuer trozdem verlust machen
wie sollen die höhere beiträge bezahlen


biolix antwortet um 11-09-2012 18:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Höchstbeitragsgrundlage - gerecht oder ungerecht?
Hallo !

also das hatten wir hier shcon öfter, einfach Beiträge rüber kopieren ..;-))

Arg ist die umgekehrte Degression, niedriege Einheitswerte zahlen mehr , umso höher umso weniger Prozent vom Einheitswert wird bezahlt an die SVB....das gibts nur bei den Bauern und eigentlich meiner Meinung die größte Ungerechtigkeit ...

Höchstbeiträge ok, aber man könnte sie ja weit erhöhen wenn gerade die Bauernkrankenkasse ein minus schreibt inkl. natürlich die Förderungen auch nicht gedeckelt sind,...

Hatten wir auch schon, Vorteile für einen Betrieb von bis zu 200 Euro pro ha kann man Betriebswirtschaftlich schwer ausgleichen, und das hat dann wohl nicht mit Wettbewerbsgleichheit zu tun !

lg biolix



Christoph38 antwortet um 11-09-2012 18:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Höchstbeitragsgrundlage - gerecht oder ungerecht?
Bin zwar nur ein kleiner Lw, finde aber trotzdem dass die HBGL ok ist.

Jede Solidarität hat ihre Grenzen.
Wer viel einzahlt wird deswegen auch nicht öfter krank oder besser medizinisch versorgt.


Indianerlandwirt antwortet um 11-09-2012 19:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Höchstbeitragsgrundlage - gerecht oder ungerecht?
Die Höchstbemessungsgrundlage kann von mir aus bestehen bleiben. Jedoch sollte für jene lw. Fläche für die keine Sozialleistung (Unfall, Krankheit, Pension) eingezahlt wird, auch keine Auszahlungen aus dem Agrarfördersystem erhalten. Sonst besteht hier ein Wettbewerbsvorteil dieser bevorzugten Betriebe .. vor allem beim Pachten. Diese sollte auch für Betriebsführer gelten die als Angestellte, Unternehmer oder Industrielle schon von Haus aus die Höchstbemessungsgrundlage überschreiten. Hier sehe ich keine soziale Bedürftigkeit um vom Staat Leistungen einzufordern um sich ein Wettbewerbsvorteil zu erschleichen.


G007 antwortet um 11-09-2012 20:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Höchstbeitragsgrundlage - gerecht oder ungerecht?
Landwirtschaftliche Betriebe die ein Ges.m.b.H. sind, zahlen auch keine SV Beiträge.


280563 antwortet um 12-09-2012 17:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Höchstbeitragsgrundlage - gerecht oder ungerecht?
In unserer Gegend haben kleine Landwirte gegenüber jenen über der Höchstbemessungsgrundlage einen gravierenden Nachteil bei der Pachtung von Ackerflächen, da diese den SV-Vorteil direkt an die Verpächter weitergeben.
Wie die SVB diesen Verlust von Beitragsgeldern verkraften will, sieht man ja: Jedes Jahr höhere Beiträge für die Kleinen, welche dann später eine winzige Pension bekommen. Da unser Beitragssystem auf das Solidaritätsprinzip aufgebaut ist, muß die Höchstbemessungsgrundlage den derzeitig aktuellen Betriebsgrößen angepasst werden. Komischerweise gibt es bei den Ausgleichszahlungen keine Höchstbemessungsgrundlage. Dort zählt der erste Hektar gleich wie der letzte.


Hirschfarm antwortet um 12-09-2012 21:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Höchstbeitragsgrundlage - gerecht oder ungerecht?
@alle: Im Minimundusdenken der hier Großsprechenden Kleinlandwirte wird eines übersehen:

1.Große Betriebe arbeiten in der Regel mit Fremdarbeitskraeften welche in der Regel angemeldet sind und für die Sozialversicherungsbeitraege gezahlt werden müssen. Ebenso sind die Geschaeftsführerbezüge von landwirtschaftlichen Gmbhs Sozialversicherungspflichtig.

2.Steht es kleinen Betrieben frei in der SV zu optieren!

3. Solange es zig verschiedene Sozialversicherungstraeger gibt, gehört dort einmal der Hebel angesetzt und Kosten eingespart um die Beitraege generell zu senken.

4. Solange es kein wirksames Bonus - Malus System gibt werden die Kosten der SV-Traeger nicht in den Griff zu kriegen sein.

5. Geben Herr und Frau Österreicher mehr für die SV aus als für Ernaehrung!

6.Der gesamte SV Bereich gehört umgebaut auf ein System mit einer Mindestversorgung und Mindestbeitraegen und je nach Wunsch auszuwaehlenden Zusatzleistungen die selbstverstaendlich Kostenpflichtig sind. - Das ganze errechnet nach Versicherungsmathematischen Grundsaetzen

mfg

p.s.: Wer das System ungerecht empfindet hat die Möglichkeit durch mehr Arbeit auch in den Genuss der Vorteile zu kommen!

p.p.s.: Die damit einhergehenden Nachteile gibts gratis mit dazu.




179781 antwortet um 12-09-2012 22:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Höchstbeitragsgrundlage - gerecht oder ungerecht?
@ Hirschfarm:

In allen Punkten richtig! Kaqnn dem nur beipflichten.

Gottfried


biolix antwortet um 12-09-2012 22:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Höchstbeitragsgrundlage - gerecht oder ungerecht?
geh bitte HF: du klärst uns im Pkt 1. auf bez. Fremdarbeitskräfte und hast uns erst letzens erklärt das du 1000 ha mit der Familie machst und höchsten einen Ungarn um 5 Euro die Stunde hast, oder war das nur dein Freund...;-((((
2. Minimundus war gestern, heute haben auch 50 ha Betriebe nachteile gegenüber eben welchen in der Höchstbemessung...
3. wusste gar nciht das es bei der Steuer einen oberen Deckel gibt, es sind dann immer 50%, und der kann auch nicht 5 mal mehr die Straße etc. benutzen, sondern nur einmal..
4, wer verhindert das der Hebel bei den SVBs angesetzt wird ?
5. genau, Bonus für Kleinbetriebe, weil du hast ja schon deinen Bonus in der Höchstbemessung...

lg biolix


biolix antwortet um 12-09-2012 22:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Höchstbeitragsgrundlage - gerecht oder ungerecht?
p.s. an Gottfried , was ist am Pkt Optieren richtig ??

Wenn ich mit 50 ha optiere, zahle ich trotzdem voll was raus kommt, wenn ich mit 1000 ha optiere, komme ich ab z.b. 150 ha schon lange in die Höchstbemessung und hab den selben großen Vorteil !!

lg und gn8 biolix


179781 antwortet um 13-09-2012 20:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Höchstbeitragsgrundlage - gerecht oder ungerecht?
Die SVB Beträge (und andere Abgaben) nach ha zu berechnen ist sowieso ein Anachronismus. Das war vielleicht zu Kaisers Zeiten richtig, wo jeder das selbe gemacht hat.
Heute sind je nach Wirtschaftsweise so große Unterschiede zwischen Betrieben mit gleicher Flächenausstattung dass eine gerechte Bemessung der Abgaben nur nach Buchhaltungsergebnissen möglich ist. Dann muss der 1000 ha Betrieb - wenn er wirklich soviel verdient, wie manche vermuten - auch höhere Abgaben bezahlen. Und wenn manche meinen, die Sozialversicherung solle nicht Einkommensabhängig sein, sondern eine Art "Grundsteuer C" dann sollen sie es an die Politiker der verschiedenen Farben herantragen. Ob sich für so etwas eine Mehrheit finden lässt?

Gottfried

PS: an biolix
Ich habe mit 70 ha optiert, weil ich damit weniger bezahle als mit der Pauschalierung.


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