Mutterkühe oder Mutterschafhaltung

Antworten: 8
Freudi72 09-09-2012 19:19 - E-Mail an User
Mutterkühe oder Mutterschafhaltung
Hallo ich brauche mal eure Hilfe!
Wir sind der überlegung ob wir von unseren Milchkühen auf Mutterkühe oder Mutterschafe umsteigen sollen??
was kostet ein Lamm?

Eure Meinungen/Erfahrungen sind gefragt !!



anderson antwortet um 09-09-2012 20:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mutterkühe oder Mutterschafhaltung
Hallo,
die Entscheidung hängt von eurem Know-How, den bestehenden Gegebenheiten und den Vermarktungsmöglichkeiten ab.
Mutterkuhhaltung hat eine sehr ungewisse Zukunft. Zum einen werden mit dem Wegfall der Milchkontingente einige (viele) Milchviehbetriebe auf Mutterkühe umstellen (so wie ihr). Zum anderen wird die Nachfrage nach Einstellern immer besser. Leider ist das Einkommen in der Mutterkuhhaltung recht gering, sodass sich Investitionen in Stallgebäude oft schon nicht mehr ausgehen. Die lustigen vorgerechneten Beispiele aus diversen Fachzeitschriften beziehen sich meist auf die besseren Betriebe. Wenn was schief läuft sieht es oft nicht gut aus (siehe aktueller "Landwirt"). Und Direktvermarktung ist so eine Sache für sich.
Positive Voraussetzungen:
-Alpung/ Weide möglich
- geeignete Stallgebäude+ Geräte
-mindestens 15 Mutterkühe + Nachzucht+ eigener Stier
- Maisanbau
Wie es bei Mutterschafen aussieht weiß ich leider nicht.
mfg
anderson


textad4091 antwortet um 09-09-2012 21:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mutterkühe oder Mutterschafhaltung
Ich hatte beim lesen deiner Frage als erstes auch denselben Gedanken wie Anderson- "Welches Know-How besitze ich" Ich kenne deine Kenntnisse über Mutterschafe zwar nicht, ich zumindest müsste da aber orndtlich was nachholen bzw. überhaupt mal lernen .... Aber das is immer Situationsabhängig!
Von Milchkühe auf Mutterkühe is jetzt ned sooo der große Schritt- Ma darf halt die Genauigkeit, die man bei den Milchkühen hat (oder manche Landwirte haben sollten) dann nach der Umstellung ja ned schleifen lassen- Wer glaubt man muss bei der gleichen Anzahl an Mutterkühen dann weniger Zeit aufwenden, der verdient dann halt auch weiiit weniger- Davon kommt dann meist auch die Aussage dass Mutterkühe kein oder wenig Geld bringen; Kuh- und vor allem Kälberbetreuung nach den Abkalbungen stehen dann auf der Tagesordnung und nehmen hie und da locker gleich viel Zeit wie beim Melken in Anspruch.
Die Mutterkuhquote dürfte auch fallen oder auch nicht, das weiß niemand so genau und ma findet auch keinen, der sich fix dazu äußern möchte, meist eher in die Richtung "Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen"
Das "Problem" bei den Mutterkühen liegt bei orndtlicher Wirtschaftsweise eher weniger am Einkommen selbst sondern eher an der Verteilung des Einkommens, ma hat kein monatliches Milchgeld mehr, und damit muss ma sich abfinden! Sprich das Einkommen aus den Mutterkühe variiert, je nach Kalbeterminen, Zucht- oder Produktionsbetrieb, etc ...
Vorraussetzungen für Mutterkühe hat anderson schon soooweit geschrieben, wobei ein Zuchtstier bei 15 Mutterkühen sicher nicht wegzudenken ist, aber wenn ma wirklich dahinter ist geht's auch mit Besamung- Is halt ein Mehraufwand.
Sofern es in der Region möglich ist würd ich, nicht nur bei Mutterkühen, auf Fremdmechanisierung setzen- spart Geld und bei einem orndtlichen, halbwegs pünktlichen Lohnunternehmer auch Nerven und Zeit.
Darf ich an den Threadersteller schlussendlich noch die Frage stellen ob es sich um einen Voll- oder Nebenerwerbsbetrieb handelt?



josefderzweite antwortet um 09-09-2012 22:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mutterkühe oder Mutterschafhaltung
Auch in der Schafhaltung kommt ein gewaltiger Kostendruck auf einem zu. Wenn man angewissen ist das ganze Kraftfutter zu kaufen hat man von der Mutterkuhhaltung sicher mehr davon. Ein Lamm und Mutterschaf fressen nämlich ordentlich Kraftfutter und die Mast ist sehr intensiv.



Martin10 antwortet um 09-09-2012 22:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mutterkühe oder Mutterschafhaltung
Hallo!

Diese Frage stellte ich mir auch
Ich ging zur bauernkammer und lies mir ausrechnen was bei mk und bei ms übrigbleibt.
Laut der berechnung der Kammer bleibt bei beiden ziemlich das selbe übrig.
Bei Mutterkühen ist der Fleischpreis etwas niedriger als bei Mutterschafe,
dafür gibt es sie Mutterkuhprämie.
Der Preis für schafe ist höher dafür gibt es keine Prämie.
Also kommt es auf das selbe.
Nur wenn man rechnet das man schafe in einen einfachen Stadel oder Maschinenhalle
halten kann und keine Güllegrube braucht, und die Stalleinrichtung kann man sich einfach selber bauen würden schafe günstiger kommen.
Bei rindern muss alles massiv gebaut sein da geht kein Schuppen aus Holz und eine Senkgrube braucht man auch was viel geld kostet (Ist bei dir nicht der Fall weil du sie ja sowieso hast)
Wenn du einen Laufstall hast würde ich bei Mutterkühen bleiben da die Kühe schon da sind.
Stier rein und fertig.
In den letzten Tagen hatte ich mal was gelesen das die Mutterkuhprämie abgeschafft werden soll
da würdest mit den Schafen besser da Stehen.
Wenn der Stall aufwendig umgebaut werden muss würde ich schafe nehmen.
Die Schafe kanst du von einer Wiese zur anderen fahren und hast keine Stallarbeit übern Sommer.
Eine Mutterkuh ist ca.soviel wie 6 Mutterschafe
Die Lämmer werden 4 Monate gemästet und sollen ca. 40-45kg haben.
Ein bekannter hat mir hat mir gesagt das man für ein Biolamm ca. 120-130 Euro bekommt
und für ein konventionelles ca. 100Euro
Pro Mutterschaf kann man mit 1,5 verkauften lämmern rechnen.

Alle angaben ohne Gewähr :-)

mfg. Martin



kraftwerk81 antwortet um 10-09-2012 12:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mutterkühe oder Mutterschafhaltung
Ich würd die Gaude ohne Mutterkuhprämie durchrechnen! Und ohne entsprechende Betreung wirst mit Mutterkühen auch auf keinen grünen Zweig kommen.


Schaf_1608 antwortet um 10-09-2012 14:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mutterkühe oder Mutterschafhaltung
Ich überlege genau das selbe, in erster Linie zählen bei uns die Schweine, da aber auch das Grünland verwertet werden muss ist guter Rat teuer....
Eigentlich habe ich gedacht es werden Mutterkühe werden (Kühe wären schon da), aber wenn die Muku Prämie fällt ist die Sache nicht mehr wirklich wirtschaftlich, da der Anbindestall umgebaut werden müsste...
Bei den Schafen habe ich den Vorteil, dass der Stall einfach und billig zum umbauen ist...
@Martin:
1,5 Lämmer hast bei saisonal polyöstrischen Rassen, bei asaisonal polyöstrischen Rassen kannst mit 2,5-3 Lämmern rechnen, dafür sind 5 Mutterschafe anstelle einer Mutterkuh...
Wir hatten bis vor einigen Jahren auch Schafe, haben alles direkt vermarktet und ca. 130€ je Lamm erlöst...
Für ein Biolamm werden derzeit rund 150€ gezahlt....

Wenn die Mutterkuhprämie fällt werden es bei mir auf jeden Fall Mutterschafe werden.... Sollte aber jeder für sich entscheiden, zumal sich ja jeder selbst am besten einschätzen kann und den Betrieb am besten kennt...

glg


Freudi72 antwortet um 10-09-2012 20:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mutterkühe oder Mutterschafhaltung
Hallo

Erstmals danke für eure Beiträge!!

Wir sind im Haupterwerb und produzieren Eier da wir sehr viel Grünland haben brauchen wir Kühe/Schafe zum Futterverwerten. Jetzt haben wir noch Milchkühe auf Anbindehaltung.
Wir haben ca. 10ha Ackerland und 8 ha Grünland.
Das Getreide wird jetzt großteils verkauft.
Mit unseren Hühner haben wir nicht sehr viel Zeit für noch andere Tiere!!


Martin10 antwortet um 12-09-2012 22:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mutterkühe oder Mutterschafhaltung
Das ist mir schon klar das ein Mutterschaf auch 3 Junge haben kann
aber manchmal stirbt ein junges oder man braucht welche zur Nachzucht
Erfahrene Betriebe sagten mir das ich mit 1,5 wenn man glück hat auch 2 verkauften lämmern rechnen kann.



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