Biogas - aus Konventionel wird Bio

Antworten: 23
jvc 04-09-2012 20:50 - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
In den Biogasanlagen wird konvetiones Substrat (Mais Gras) vergast und die vergorenen Reststoffe darf sogar ein Biobetrieb verwerten .Ist das in Ordnung so?


griesinger antwortet um 04-09-2012 21:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
Ja!
Warum nicht???

Denke, dass nach der Vergärung des Substrates nicht mehr viel Giffte übrigbleiben!!??

Griesinger


Woodster antwortet um 04-09-2012 21:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio

Die Bezeichnung BIO-Gasanlage ist sowie ein vollkommener Nonsens.
Das hat mit herkömmlicher biologischer Produktion nix zu tun.
Die sogenannten "Bio-Gasanlagen" brauchen z.B. Mais. Das bedeuted volle Hütte Gift für die Umwelt.
(Kunstdünger, Beizmittel, Spritzmittel)

Ich meine es müßte vielmehr wohl Gasanlage für Biogenes Material oder ähnlich heissen.




HBler antwortet um 04-09-2012 21:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
wie ist das wenn konventionelle Gülle in die Gasanlage zugeführt wird ?
darf dann auch ein Biobauer mit dem Gärresten seine Felder und Wiesen bedüngen ?


little antwortet um 04-09-2012 22:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
Wär mir neu das ein Biobauer Gärreste aus einer konventionellen Biogasanlage ausbringen darf. Hatte nämlich die letzten Tage eine Unterhaltung mit einem Kontrollor, der mir sagte dass das nicht erlaubt ist.

Little


mosti antwortet um 04-09-2012 23:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
@ jvc: es ist schon ein starkes stück: wenn aufwandsintensive PROZESSGASANLAGEN sich biogas-anlagen nennen, rechtslage für substrat kenn ich nicht, hoffentlich nicht!!!


DJ111 antwortet um 05-09-2012 06:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
Warum denn nicht?
Biobauern verwenden ja auch sehr viel kon. Stroh zur Einstreu und kaufen konv. Silomais dazu (mir selbst bekannte), warum dann nicht auch BIO-Gas Gärreste auf den BIO-Acker?

Gruß, DJ


nugl0815 antwortet um 05-09-2012 07:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
Die Bezeichnung Biogas kommt sicher nicht daher, weil die Anlage den Biorichtlinien entspricht. Das Gas heißt Biogas zur Unterscheidung vom (fossilen) Erdgas. Es sind also Biogas-anlagen und nicht Bio-gasanlagen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle PSM Reste in einer Biogasanlage abgebaut werden. Ohne zu wissen was vorne in die Anlage reinkommt, kann man aber keine Aussage machen.


Rocker45 antwortet um 05-09-2012 07:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
Als Biobetrieb darf man keine Biogas Gülle ausbringen, das wär ja wohl ein starkes Stück....


Steyrdiesel antwortet um 05-09-2012 07:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
Hallo,
Ob Biogasanlage oder Gasanlage für biogenes Material ist mMn Wortklauberei.
Ich würde das nicht so schlimm finden, es wird ja auch Stroh zugekauft und das kommt immerhin direkt zu den Tieren.
Wirtschaftsdünger sind für Biobetriebe sehr wichtig.
Wie bei konv. Landwirten der Kunstdünger. Und der darf ja auch gekauft werden, wieso sollter da Biobetriebe nicht auch Wirtschaftsdünger kaufen dürfen?

mfg


nugl0815 antwortet um 05-09-2012 16:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
Vielleicht weils um Kreislaufwirtschaft geht?
Das wär ja das Beste: konventioneller Betrieb düngt mit Kunstdünger Mais, vergärt ihn in der Biogasanlage und Biobetrieb kauft ihn als Wirtschaftsdünger....


biolix antwortet um 05-09-2012 17:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
Hallo !

es gibt da klare Richtlinien für Biobetriebe und Biogasgülle.. wie wäre es wenn ich Euch darüber mal "schlau" macht.. ;-))

lg biolix


ah1 antwortet um 05-09-2012 19:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
biogasgülle dürfen sie laut richtlinien nicht ausbringen, sehr wohl aber konventionelle restoffe aus stärke oder zuckerproduktion.


melchiorr antwortet um 05-09-2012 20:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
hallo!
Bei uns in dr Nähe ist ein Biobauer der eine Biogasanlage als Ges.m.b.H. betreibt etwa 100 ha konv. Mais und andere Ackerfrüchte zukauft und die dabei entstehende Gülle wird zur Gänze auf seinen Bio Flächen ausgebracht.
Der bringt auf seine Flächen wesentlich mehr Rein-N als ein konv. Bauer im UBAG düngen darf.
Das ist die wunderbare Gülleumwandlung von konv. auf Bio oder kurz gesagt die Bio-LÜGE.
herbyy


MUKUbauer antwortet um 05-09-2012 20:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
Hallo

EIn Biobauer darf sogar Gülle von einem Konventionellen Bauern ausbringen, Voraussetzung ist das die Tiere in einem Stall stehen der Bio tauglich ist oder so in der Art
Und wenn in einer Biogasanlage keine Mist oder keine Gülle aus einer Maßentierhaltung drin ist darf die auch auf Bio flächen - so mein Kenntnisstand ...

Ich bin nicht Bio und darum befass ich mich nicht damit, höre nur was so erzählt wird ...


tch antwortet um 05-09-2012 21:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
Maßentierhaltung- wie wird das definiert?


tch


ah1 antwortet um 05-09-2012 21:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
hab auch einen verwandten, der bringt seine konventionelle gülle auf bioobstflächen aus, ganz legal. das ist der wunderbare biokreislauf.


carver antwortet um 05-09-2012 22:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
@ tch
Flüssige tierische Exkremente: Verwendung nach kontrollierter Fermentation u/o geeigneter Verdünnung. Produkt darf nicht aus der industriellen Tierhaltung stammen.
Def. Industrielle Tierhaltung: Überschreitung der Besatzdichten von 2 GVE/ha lt. ÖPUL sowie Ausschluss folgender Haltungsformen: Vollspltensysteme, Käfighaltung, Geflügelhaltung ohne Auslauf.

lg carver




carver antwortet um 05-09-2012 22:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
@ herbyy
lies mal nach, bevor du hier durch Unwissenheit glänzt:
Bio:
http://www.ama.at/Portal.Node/ama/public?gentics.rm=PCP&gentics.pm=gti_full&p.contentid=10008.47296&MEBBIO.pdf
Auszug:
Düngebegrenzungen:
Die Ausbringung von Stickstoff ist mit maximal 150 kg N/ha LN begrenzt. Dieser Wert ist nach Anhang E
auf Basis feldfallend, also nach Abzug der Stall-, Lager- und Ausbringungsverluste, zu berechnen. Die
-
Düngeobergrenze ist gesamtbetrieblich zu sehen, d.h. auf Einzelflächen kann eine Düngung auch über
die 150 kg N/ha erfolgen, sofern dabei die kulturbezogenen Düngeobergrenzen des Anhangs E eingehalten
werden.
Bei Überschreitung der Grenze von 150 kg N/ha können in Bezug auf den betrieblichen Düngeranfall
Düngeabnahmeverträge berücksichtigt werden. Dadurch kann zur Einhaltung dieser Grenze die
Ausbringungsmenge auf den Betriebsflächen auf unter 150 kg N/ha reduziert werden. In diesem Fall hat
auch die Dokumentation gemäß Anhang E entsprechend zu erfolgen.

UBAG:
http://www.ama.at/Portal.Node/ama/public?gentics.rm=PCP&gentics.pm=gti_full&p.contentid=10008.47297&MEBUBA.pdf
Auszug:
Düngebegrenzungen:
Die Ausbringung von Stickstoff ist mit maximal 150 kg N/ha LN begrenzt. Dieser Wert ist nach Anhang E
auf Basis feldfallend, also nach Abzug der Stall-, Lager- und Ausbringungsverluste, zu berechnen. Die
-
Düngeobergrenze ist gesamtbetrieblich zu sehen, d.h. auf Einzelflächen kann eine Düngung auch über
die 150 kg N/ha erfolgen, sofern dabei die kulturbezogenen Düngeobergrenzen des Anhangs E eingehalten
werden.
Bei Überschreitung der Grenze von 150 kg N/ha in Bezug auf den betrieblichen Düngeranfall können
Düngeabnahmeverträge berücksichtigt werden. Dadurch kann zur Einhaltung dieser Grenze die
Ausbringungsmenge auf den Betriebsflächen auf unter 150 kg N/ha reduziert werden. In diesem Fall hat
die Dokumentation gemäß Anhang E entsprechend zu erfolgen.


Hoffe geholfen zu haben.

lg carver


johndeere1130 antwortet um 05-09-2012 22:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
Weiters erlaubt:
Restmelasse von konventionellen Zuckerrüben
Vinasse von konventionellen Zuckerrüben

Bitte um Erklärung von Herrn Biolix ob das stimmt


carver antwortet um 05-09-2012 22:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
@ Johann Deere
Sorry, bin nicht Biolix, hoffentlich glaubst du mir trotzdem:
Lt. Infoxgen Ja, aber es ist eine " Zusicherungserklärung zur Einhaltung des Gentechnikverbotes oder eine Bestätigung, dass es sich um inländische Ware handelt" notwendig.

lg carver


Halodri antwortet um 05-09-2012 23:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
Bei Futtermangel wird von Biobetrieben sehr wohl konventionelles Grundfutter zugekauft, weil Biofutter schwerer verfügbar und teurer als konventionell erzeugtes Futter ist. Über den Wiederkäuermagen veredelt ist es dann Bio, wird von einigen Biobauern so betrieben.


Steyrdiesel antwortet um 06-09-2012 07:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
@nugl:
Das wäre doch der optimale Kreislauf. Damit wäre allen geholfen.
Dem Bauern der seinen Mais entsprechend düngen und verkaufen kann, der Biogasanlage da sie den Rohstoff verwerten kann und dem Biobauern dem genügend Wirtschaftsdünger zur Verfügnung steht um seine Felder entsprechend zu Düngen.

mfg
Steff


rotfeder antwortet um 06-09-2012 20:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aus Konventionel wird Bio
Hallo!
Ja genau, und die konventionellen Bauern sagen ja immer, in ihren Produkten sind keine Gifte usw. drinnen beziehungsweise sind genauso unbelastet wie die biologischen, warum hat man dann plötzlich Bedenken wegen dem konvistroh.


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