Biosprit - derzeit sinnlose Diskussion ...

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DJ111 24-08-2012 08:16 - E-Mail an User
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Ich frag mich, wozu aus allen möglichen biogenen Rohstoffen (Holz, div. Holzreste, Stroh, sonstige Biomasse) unbedingt Treibstoff erzeugt werden muss ...?
Es wäre doch viel einfacher, Stroh und Holz einfach zu verheizen - in entsprechenden Anlagen.
Ethanol rein in entsprechenden Motoren zu fahren, als für alle zwingend beizumischen, könnte dann ja auch entsprechend billiger sein.
Biogene Abfälle - wie eh schon oft - zu Biogas vergären und Strom und Wärme erzeugen.

Meinen bescheinen Informationen nach gibts ja eh gar nicht genug biogene Grundstoffe um den derzeitigen Treibstoffverbrauch in der Form zu ersetzen.
Soll doch der eine mit PÖL, der andere mit Ethanol oder RME fahren und der der keinen entsprechenden Motor hat weiterhin mit (reinem) Diesel.

Einfach is halt doch oft zu einfach und ich meine, nicht alles was machbar ist, muss auch unbedingt umgesetzt werden !!! (z.B. unsinnige Treibstoffproduktion aus Holz?)

Gruß, DJ


mostkeks antwortet um 24-08-2012 08:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ganz meiner Meinung! Den Diesel mit planzlichen Stoffen zu versauen dass die Algen drin wachsen ......

Und in den Heizungen Unmengen eingefärbten Diesel zu verheizen ..... sowie in den Kalorischen Kraftwerken aus Diesel und Erdgas Strom erzeugen und den Strom der Wind und Sonnenenergie wieder zu Gas umzuwandeln....
Die Welt ist ein Narrenhaus....


Hausruckviertler antwortet um 24-08-2012 10:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Was für welche Zwecke verbrannt wird, ist eine Sache der Förderungen. Deshalb wären Politker aufgefordert diesem Unwesen ein Ende zu bereiten. Nur sind sie ja am Gängelband der Wirtschaft und der verschiedenen Lobbysten, die ihne sagen was sie zu fördern haben.
Meiner Meinung nach gehören Biogasanlagen nur gefördert, wenn sie Abfall, wie Mist und Gülle verwenden und nicht Futtermittel.
Rapsmühlen find ich okay, weil Raps ja eine Ölfrucht ist und der Abfall hochwertiges Futtermittel, das den Importsoja zumindest bis zu einem gewissen Grad ersetzen kann.
Photovoltaik, gehört ganz besonders gefördert, aber dagen spreizt sich die E-Wirtschaft, weil sie den Gewinn mit den Betreibern teilen muß, bzw Geschäft verliert.
Windräder sind auch eine Alternative, wo sie passen.



ducjosi antwortet um 24-08-2012 11:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ mostkeks

wenn in reinem fossilem Diesel keine entsprechenden Additive drin sind blüht dort ebenfalls dass wenn auch nur mikrobielle Leben. Diese sind nicht auf Pflanzenöl oder FME Zumischung angewiesen.
Kaum vorzustellen aber es ist so, vergenusszwergeln einfach Kohlenwasserstoffe.

Wie sonst wäre mikrobielle Bodensanierung möglich, keine Angst ich tisch Dir hier keinen Blödsinn auf, während ich mich bei der DA mit der mikrobiellen Bodensanierung beschäftigt habe hat sich ein Studienkollege mit mikrobiellem Wachstum in Diesel beschäftigt.


biolix antwortet um 24-08-2012 11:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo !

So einfach ist es halt nicht.. fakt ist halt aber, wenn die LW so drauf steht warum sie selbst nicht zu 100% schon damit fährt, und nicht nur mit vielleicht 3%... ?? ;-(((

WEiters ist die Frage wie viel Input das ganze benötigt und da bin ich nicht bei dir DJ 111, gerade im Holz stecken mit der Holzgasgewinnung immense Chancen...

Aber dazu mehr aus einem mail von einem Freund aus den letzten TAgen, der sich genau die Frage stellt:

Ist es moralisch vertretbar, Pflanzenöl-Treibstoffe als
Lösungen zu propagieren, wenn 1 Mrd. Menschen hungern?!


es geht einzig und alleine um unsere Nahrungsmittel Versorgung regional sicher zu stellen, Pflanzenöl NUR für unsere "Zugtiere" Traktoren, Mähdrescher, Erntemaschinen, deshalb geht die Umrüsttechnologie Entwicklung nur noch in diesen Bereich - Landmaschinen.

Zirka 10 - 15% unserer Ackerflächen reichen aus um mit Pflanzenöl unsere Bauernhöfe völlig unabhängig zu machen. Mehr wollen wir nicht.
Damals wurden für die Fütterung unserer Pferde, Ochsen,.. bis zu 30% der Ackerfläche benötigt.

es ist nicht möglich den Privatverkehr als auch der LKW (Fern-)Verkehr mit Pflanzenöl regional zu versorge, diese können elektrisch wie auch mit öffentlichen Verkehrsmittel das Auslangen finden.

Die derzeitigen Biogas- Traktoren fahren mit bis zu 80% Dieselkraftstoff, Biogas wird vorrangig aus Mais = Ackerflächen bereit gestellt.

Die lauthals propagierten Biokraftstoffe der 2. Generation, wie COREN wurde nach mehrjähriger , millionen teurer Förderung und Forschung endgültig abgebrochen, ohne je einen Liter brauchbaren Kraftstoff daraus produziert zu haben.

http://www.freiepresse.de/LOKALES/MITTELSACHSEN/FREIBERG/Choren-Industries-hat-angeblich-nie-wirklich-produziert-artikel7744718.php

I n Deutschland stebte man Choren im industriellen Stil an und wollte aus Biomasse, eben wie von ihnen angesprochen diesen Desingner Kraftstoff erzeugen.
Das Resultat war mehr als ernüchternd. Um den Kraftstoffverbrauch von Deutschland damit aus der Biomasse zu ersetzen bräuchte man einen 5 -Gleisigen Schienenausbau bis nach Sibirien, um die benötigte Biomasse heran zu schaffen. !!!! wieder auf Kosten von anderen Menschen und dessen Naturlandschaften.
Die Energiefrage und Rohstoff Frage ist immer einen Resourcen Frage, deshalb ist es immer sinnvoll, die Ressourcen aus der eigenen Rgion zu nutzen, die vor Ort vorhanden sind.

Ich war vor einigen Wochen im Voralpengebiet, wo es viele Rinderhalter gibt.
Diese benötigen riesige Mengen an Eiweißfutter, Soja, (sowie künstlich hergestellte Mineralsoffmischungen,).. der derzeit teuer aus dem Ausland unter schlimmsten Produktionsmethoden, Gentechnik, Regenwaldrodung,.., hergekarrt werden.
Abgesehen, dass diese Transporte langfristig nicht möglich sein werden, ins es unverantwortlich, den dort lebenden Menschen dessen Lebensgrundlage zu zerstören, die letzten Klimaoasen der Welt darüber hinaus uneinbringlich zu vernichten, wie reden immer von Biodiversitätsverlust, Artensterben,..genau das passiert weltweit, weil wir unseren Energie und Rohstoffhunger um jeden Preis, aus fernen Regionen, stillen wollen.

Und gerade hier bietete sich regional eine riesige Chance für unsere RinderBauern an. wenn die ihre Eiweißversorgung aus der Region mit Ölfrüchten wie aus Raps, Sonnenblumen, Leindotter, Distel , mit den Ackerbauern, selber herstellen können,
Aus dem Presskuchen fallen hochwertigste Inhaltstoffe , mit allem notwendigen Mineralstoffen, mit Vitalstoffe, Vitaminen,.., die in herkömmlichen künstlichen Mineralmischungen nicht enthalten sind, an.
Darüber hinaus wird hochwertiges Pflanzenöl produziert, das für die Küche als auch zum Betreiben der Landwirtschaftlichen Fahrzeuge bestens genutzt werden kann.
Dies ist genau die regionale Versorgung, die wir anstreben, mit höchster Unabhängigkeit, Versorgungssicherheit und dabei genau die Antworten geben, die sie suchen, um den hungernden Menschen weiterhin ihre Lebensgrundlage, gesunden Boden mit gesunden Nahrungsmittel sicher zu stellen.

Es geht auch darum, die Wertschöpfung an den Bauernhöfen zu belassen, Derzeit verdienen alle mit der Landwirtschsft, die Erzeuger selber aber am wenigsten. wenn wieder Großkonzerne die Energieversorgung übernehmen, dann bestimmen wieder diese den Preis was die Bauern bezahlen zu haben.

darüber hinaus hat die Landwirtschaft den enormen Vorteil, den Rohstoff selbst in der Hand zu haben. es wäre völlig unlogisch diesen wieder billigst an die Industrie zu verschenken, den anderen die Wertschöpfung daraus holen zu lassen, um den Bauern wieder teuer zu verkaufen.

Nur Großanlagen die überall wieder mit Nachdruck beworben werden, eben, wie es Choren auch war.

sehen in der weiteren Biomasse Verwertung, wie Grasschnit,...eher die kaskadiche Nutzung, wo vorallem Rostoffe, wie Milchsäuren zur Kunststofferzeugeung, bzw Faserstoffe für Isolierungen und weiteren Verwendungen, hergestellt werden, der Rest in Biogasanlagen genutzt wird, die dann Strom erzeugen der zur elektrischen Mobilität hocheffizient genutzt werden kann.
mittelfristig haben Verbrennungsmotore in Fahrzeugen keine Berechtigung, da sie die schlimmsten Energieschleudern sind, sehe aber trotzdem die rasche Nutzung von Pflanzenöl als notwendige Übergangslösung mit allen ihren oben genannten Vorteilen.

lg xxxxx

Und noch einer:


Auf Grund der wiederkehrenden, aktuellen Diskussion zu Nahrungsmittelverknappung und Biospritt
http://www.thurnhofer.cc/index.php/communication/usp/51-wirtschaftsethik/291-wie-unmoralisch-ist-biodiesel
Wie (un)moralisch ist Biodiesel?
Mehr als 900 Millionen Menschen auf unserem Planeten leiden an Hunger. Ist es angesichts solcher Zahlen moralisch zulässig, Teile der landwirtschaftlichen Nutzflächen zur Produktion von Biotreibstoff zu verwenden?
Hermann Scheer, Alternativ-Nobelpreisträger und Vorsitzender des Weltrats für Erneuerbare Energien, sieht aktuell drei Krisenherde: Die Finanzkrise, die Klimakrise und die Energiekrise. Die Finanzkrise überdeckt allerdings derzeit, dass die Klimakrise und die Ressourcenkrise viel gravierender sind. Scheer: „Es ist fatal, wenn versucht wird, die Finanzkrise zu lösen und die beiden anderen Krisen zu vernachlässigen. Das würde Klima und Ressourcenkrise nochmals zuspitzen.“ Und das Hungerproblem? Das ist älter als die Energiediskussion und hat schon bisher mit punktuellen Hilfsmaßnahmen zu keiner Lösung geführt. Deshalb soll das Problem aber nicht beiseite geschoben werden, im Gegenteil: durch die Energiewende können mit neuen Strategien auch Lösungsansätze für das Hungerproblem entwickelt werden.

Der Kern des Problems – man kann es ohne Übertreibung als das akuteste globale Problem der Menschheit bezeichnen - liegt darin, dass die fossilen Ressourcen begrenzt sind und in absehbarer Zeit zu Ende gehen. Dabei ist es eine rein akademische Diskussion, ob die Menschheit noch fünfzig oder hundert Jahre Zeit hat, um die fossilen Energieträger auszubeuten. Das hängt zu einem guten Teil davon ab, wie schnell die Entwicklungsländer den Pro-Kopf-Verbrauch steigern. Fakt ist: Fossile Ressourcen sind begrenzt und nur der Umstieg auf unbegrenzte Ressourcen, und das ist der Umstieg auf Erneuerbare, kann die Menschheit aus der energiepolitischen Sackgasse führen, in der sie derzeit steckt.
Das ist keine Position, die nur Öko-Fundamentalisten einnehmen, sondern wie bei vielen existenziellen Fragen, eine Position, die quer über die Parteinlandschaft Unterstützung findet – aber auch von den unterschiedlichsten Gruppen bekämpft wird. So sieht Scheer im Versuch, die Bioenergie gegen das Hungerproblem auszuspielen, eine Kampagne der Mineralölwirtschaft, die um ihre Monopolstellung kämpft. Denn über Jahrzehnte konnte sich die Energiewirtschaft – sowohl Mineralölwirtschaft als auch Stromversorgung – Monopolstrukturen aufbauen, die auch durch EU-Maßnahmen zur Markt-Liberalisierung nicht beseitigt wurden. Erst das Regional-Prinzip der Erneuerbaren wird zu einer ernsthaften Bedrohung dieser über 100 Jahre gewachsenen Monopole.
Wenn es um die Förderung Erneuerbarer Energien geht, wird von den bisherigen Monopolanbietern gerne das Argument in die Schlacht geworfen, damit werde der freie Markt verzerrt. Ausgerechnet von jenen, die bisher den Energiemarkt uneingeschränkt beherrscht haben. Scheer bringt es auf den Punkt: „Der Großteil der konventionellen Energieexperten ist ein Teil des Problems, mit dem wir es zu tun haben. Sie denken, wir können so weiter machen wie bisher und es dem Markt überlassen, wie es weitergeht. Obwohl die Existenz der Menschheit davon abhängt. Tiefgehende internationale Konflikte werden dadurch heraufbeschworen. 40 Länder der Dritten Welt müssen für Erdölimport mehr zahlen als sie ingesamt Exporteinnahmen haben. Sie haben keine Chancen mehr, trotzdem lassen sie sich einreden, dass der Wechsel zu heimsichen Energien ein wirtschaftlicher Schaden sei. Künftige Generationen werden den Kopf schütteln, in welches Maß von Abhängigkeit sich ganze Volkswirtschaften gebracht haben. Aufgeteilt in Förderländer und transnationale Ressourcen. Das können wir hinter uns lassen durch Stoffwechsel: da passiert genau das Umgekehrte.“
Angesichts ihrer Kapital- und Werbemacht, die die Mineralölwirtschaft voll ausspielt, sieht Scheer keine Chance, den Klimawandel und die Energiewende „von unten“ durch Bewusstseinswandel der breiten Massen zu erzielen. Vielmehr müssen die Politiker Maßnahmen setzen um die Erneuerbaren Energien zu bevorzugen, fordert Scheer: „Die Ablöse herkömmlicher Energieträger kann nur gelingen, indem der Staat seine Rolle wahrnimmt, zur Gewährleistung des öffentlichen Interesses. Das ist möglich durch höhere Besteuerung herkömmlicher Energie und Steuerfreiheit für Erneuerbare – weil die Erneuerbaren einen höheren gesellschaftlcihen Wert haben. Dabei ist unsere wichtigste Forderung: alle Energiesteuern, die es heute gibt, müssen ersetzt werden durch eine Schadstoffsteuer. Nur noch Schadstoff wird besteuert, nicht Energie, so dass die schadstofffreie Erneuerbare Energie steuerfrei bleibt. Die Gesellschaft ist längst dazu bereit. Beim heutigen Tempo könnten wir in 25 Jahren eine Vollversorgung mit Erneuerbaren sicherstellen.“
Österreich hätte dank Wasserkraft sogar die Chance in drei Jahren komplett auf Erneuerbare umzustellen. Allerdings hat der Ex-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein diese Chancen verbockt. Zwar hat er sich international mit Lippenbekenntnissen hervorgetan und Österreich als Vorreiter bei Biomassekraftwerken gelobt, allerdings hat er in Österrich selbst keine effizienten gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen. Im Gegensatz dazu hat Deutschland dank seines Erneuerbaren Energie Gesetzes, das auch die Handschrift des Alternativ-Nobelpreisträgers Hermann Scheer trägt, die meisten Windkraftwerke in Europa (20 mal mehr als Großbritannien, das bessere Windverhältnisse hätte) und in den vergangenen acht Jahren im Umfeld der Erneuerbaren eine völlig neue Industrie mit 100.000 Mitarbeitern geschaffen. „Alle Mengenbeschränkungen haben versagt“, kritisiert Scheer das österreichische Ökostromgesetz.
Ein Markt entwickelt sich nur, wenn die Unternehmen konkrete, langfristige Gestaltungsmöglichkeiten bekommen. Dafür ist die Politik zuständig, die sich die Entkoppelung der Räume des Ressourceneinsatzes zum Ziel setzen muss. Scheer: „ Mit Erneuerbaren haben wir die Chance, die Räume des Ressourceneinsatzes mit den Räumen der Ressourcengewinnung wieder enger zu koppeln.“ Den Einwand, die Technik sei noch nicht weit genug, entkräftet Scheer: „Das Potenzial der Erneuerbaren wird in 100 Jahren nicht größer sein als heute. Es ist durch die Sonne überirdisch und ist längst da, aber wir nutzen es nicht. Das aktuelle System, die Rahmenbedingungen sind ineffizient. Die Chancen werden nicht richtig genutzt, weil der politische Handlungsmut fehlt und nach wie vor die Interessen der OMV und der Verbund-Gesellschaft in der Politik so massiv niederschalgen, dass gegen deren Interesse nicht entschieden wird. Politiker sollten mehr Mut haben – abgesehen davon, dass Mut eine Erneuerbare Energie ist.“
Unterstützung findet Scheer in Österreich nicht nur bei eingefleischten Grünen, sondern auch bei üblicherweise konservativen Kreisen wie dem Ökosozialen Forum, der Landwirtschaftskammer und dem Biomasse-Verband, die gemeinsam auch die Broschüre „Brennstoff Biotreibstoffe“ herausgebracht haben. Die Hauptargumente der Interessensverteter: Österreich importiert 95 Prozent des Mineralöls, durch Biokraftstoffe (Biodiesel und Bioethanol) kann diese Abhängigkeit reduziert werden. Allein die Beimischung (aktuell 5,75 Prozent der fossilen Kraftstoffe) von Biotreibstoffen spart jährlich 1,4 Mio. Tonnen CO2 ein. Und nicht zuletzt gewährleistet die Bioraffinerie eine möglichst vollständige Nutzung der Biomasse. So werden die Abfallprodukte aus der Ölpresse als hochwertiges Eiweisfutter weiterverwertet. Derzeit werden lediglch 1,5 Prozent der Getreideernte der EU-27 für die Energieproduktion verwendet, zahlreiche brachliegende Flächen können künftig wieder genutzt werden.
Differenziert antwortet auch Hermann Scheer auf die Frage, wie unmoralisch ist Biodiesel? „Alles was man anbaut, kann man in höchst fahrlässiger Weise angebaut werden, vor allem in der industrialisierten Landwirtschaft. Siehe USA, aber auch die EU-Agrarpolitik hat das leider massiv gefördert. Unser Konzept wird die Ökologisierung der Landwirtschaft födern. Die Industrialisierung der Landwirtschaft hat zur Erhöhung der Mengenerträge geführt, aber nicht zur Erhöhung der Einkommen der Landwirte. Das ist der falsche Weg. Biodiesel an sich ist nicht unmoralisch. Er wird unmoralisch, so wie landwirtschaftliche Produktion insgesamt, wenn man die Pflanzen in einer Weise anbaut, dass Bodenermüdung die Folge ist und die Grundwasserqualität beeinträchtigt wird. Wenn wir aber in nachhaltiger Anbauweise produzieren, die ganzen Nebenprodukte auch noch wirtschaftlichen nutzen, z.B Ölkuchen als Tierfutter, und gleichzeitig die Existenzsicherung der Bauern mit regionalwirtschaftlichen Möglichkeiten gewährleisten, dann ist Biotreibstoff nicht nur ethisch sondern auch notwendig.“
(Alle Zitate von Hermann Scheer stammen aus seinem Vortrag an der BOKU Wien am 11. Mai 2009)




DJ111 antwortet um 24-08-2012 11:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ biolix:

Es geht ja nicht nur um die LW alleine!!!!

Solang wir ohne fossilen Diesel nicht auskommen, bzw. solang damit noch gefahren wird, ist es aber aus meiner Sicht egal ob ich oder du oder sonstwer das Pflanenöl verfährt und wer den Diesel ... oder?
Ich meine, wer kann soll mit PÖL fahren und der andere mit Diesel!
Den Schritt der Umesterung könnten wir uns gleich vollständig ersparen, was die Effizienz auch gleich steigert!
Ob man aus Holz Diesel (oder wie auch immer das dann heißt) machen soll, ist für mich fraglich, denn werden wir zuküftig nicht das meiste Restholz oder Energieholz zum heizen brauchen???

Gruß, DJ


Artinger antwortet um 24-08-2012 12:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Es ist nicht erwünscht, daß sich der Waldbauer und der Verbraucher (Holzheizer) kurzschliesen, es gibt auch keine guten Heizsysteme für Biomasse. Warum vergast oder verstromt die Holzindustrie nicht. Die haben die Pellets entwickelt und gleich das Heizsystem dazu. Gruß Josef


biolix antwortet um 24-08-2012 12:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Mahlzeit DJ !

Was den "Biodiesel" betrifft volle Zustimmung, fahre seit 7 jahren mit dem selbst gepressten und es funkt...

Ja es geht nicht alleine um die LW, aber es ist etwas sehr scheinheilig zu sagen wir brauchen Treibstoffe aus der LW, und selbst zeigen wir nicht das es schon, zu sagen wir mal 80% geht, in der LW ?!

DJ und zum letzten Satz, der komtm für mich aus der Steinzeit, wir sollten bald kein Holz mehr zum alleinigen heizen brauchen, sondern zuerst hochwertigere Energie daraus gewinnen und die Abwärme nutzen und uns Richtung Nullenergie oder Pluserngie Wohnen hin entwicklen..;-))

lg biolix




Jophi antwortet um 25-08-2012 11:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich hab vor Jahren meine Schlepper umrüsten lassen, heute gibt es in meiner Region m.w. weder Pöl noch Biodiesel zu kaufen.


biolix antwortet um 25-08-2012 11:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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schade jophi welche Region ? aber klar musst jetzt halt auch schon 1,30 bezahlen.. aber gut so das wieder der Produktpreis passt... ;-)

Apropos, selber pressen, oder pressen lassen !


Jophi antwortet um 25-08-2012 17:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich hab vor Jahren meine Schlepper umrüsten lassen, heute gibt es in meiner Region m.w. weder Pöl noch Biodiesel zu kaufen.


Jophi antwortet um 25-08-2012 17:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Sorry versehentlich doppelt gepostet.

@ biolix !

von dem 1,3o € geht aber m.w. noch die Steuer ab, weiß nicht was da bleibt.
Hab heute mit dem Landhändler tel. der mir sonst Pöl verkauft hat, gibt nix.


andreasried33 antwortet um 25-08-2012 19:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo,

man sollte auch mal betrachten welchen Wert unsere Lebensmittel noch haben. Es kann doch nicht sein, dass man mit einer energetischen Verwendung mehr erlösen kann als über die Nahrungsmittelkette. Aber so ist es nunmal, dass den Konsumenten wichtiger ist mit dem Auto sinnlos umherfahren, aber wehe die Brot- oder Milchprodukte werden teurer. Beim Strom und Treibstoff wird zwar gejammert aber deshalb ändert sich nichts. Bin selbst aus einer Gemeinde mit wenig eigener Beschäftigungmöglichkeit, haben so viele Pendler. Kannst zuschaun wie in der Früh reihenweise Autos rausfahren, überall sitzt eine Person drin, am Abend wieder das Gleiche in die andere Richtung. Das Öl ist einfach noch zu billig, aber in absehbarer Zukunft werden sich auch Alternativen rechnen.

andi


biolix antwortet um 27-08-2012 09:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Guten Morgen !

Genau Andreas so ist es, daher das fossile Steinzeit Öl ist noch viel zu billig...

Na ja die Schweizer überlegen jetzt etwas.. dann ziiehe ich den Hut wenn das die Schweizer mit ihrer "direkten Demokratie" so durchziehen.. aber warum nicht, auch mit ihrem tollen Bahnnetz, Lkw Fahrverboten etc. sind sie uns schon einiges voraus...


http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Fuenf-Franken-fuer-einen-Liter-Benzin/story/25079333

lg biolix



sturmi antwortet um 27-08-2012 09:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@biolix
5 Franken (4,16,- Euro) für Sprit und 50% mehr für den Strom!!! Super Biolix, sehr zukunftsfähig, so nach dem Motto: "Freie Fahrt für reiche Bobo´s!"
MfG Sturmi




biolix antwortet um 27-08-2012 09:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hey sturmi, gell nix verstehen.. oder ? ;-)))

Sind die Schweizer nur Reiche Bobos ?

Mit Ökosteuern wie sie nun sie Schweiz einführen will kann man wirklcih etwas "umsteuern" und auch umverteilen... z.b. Pendlerpauschale nicht nur verdoppekln sondern verdreifachen etc.

lg und einen schönen sonnigen Tag wieder... Regen ca. 50 mm reicht wieder für ne Zeit.. biolix


Fallkerbe antwortet um 27-08-2012 10:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Zitat Hausruckviertler
Was für welche Zwecke verbrannt wird, ist eine Sache der Förderungen. Deshalb wären Politker aufgefordert diesem Unwesen ein Ende zu bereiten
Zitat ende

soweit kann ich deiner analyse voll zustimmen.
Aber meine schlussvolgerung wäre eine andere als deine!

Förderungen möglichst schnell auf 0 zurückfahren, dann werden solche Unsinnigen projekte auch eingestellt- und zumindets keine neuen Fördergeldvernichtungsanlagen mehr gebaut.

Denn auch eine PV ist eine Geldvernichtungsanlage- (ob auf der stromrechnung oder Födergeld ist fast egal) die noch dazu ein schattenkraftwerk für schlechtwetter und die nachtstunden braucht.
Kompromissloser ausbau der Wasserkraft!, das wäre ein gangbarer weg.
Aber da stellen sich die behörden oft quer, jede kröte, jede Mückenlave und jedes unkraut scheinen da wichtiger zu sein, als eine kontinuierliche Energieausbeute.



sturmi antwortet um 27-08-2012 11:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@biolix
Na wer wird sich wohl diesen "grünen Wahnsinn" leisten können? Alle Schweizer oder doch eher die Wohlstandsgrünengutmenschbobo´s?! ;-))
MfG Sturmi


biolix antwortet um 27-08-2012 11:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Oje sturmi, hast du eigentlich mein "Augenzwinkern" nicht mitbekommen ? ,-))

Was hat das in der Schweiz eben mit "Grünen Bobos" zus tun ? ( Apropos, die gibt es bei den Ö Grünen auch nur mehr sehr wenige.. ;-)) )

Ich meine doch nur, stelle dir vor die Schweizer beschließen das dann noch mit Volksentscheid... da können das doch gar keine "Grünen Bobos" zu mehr als 50% sein... ;-))

lg biolix

p.s. Weiß wer was die kWh aus einem neuen Wasserkraftwerk kostet wenn es keine Förderung gäbe ?
Apropos der PV Anlagenpreispreis und somit die Stromkosten haben sich die letzten 10 Jahre mehr als halbiert ( auch die Förderung pro kWh ) und die Sonne schickt auch noch immer keine Rechnung... ;-)))


Tyrolens antwortet um 27-08-2012 12:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wozu ewig diskutieren? Die einzige Quelle, die unerschöpflich ist (allerdings auch nicht für die Ewigkeit) ist das Sonnenlicht. Allerdings bezweifle ich, dass Photovoltaik die Lösung ist. Ich denke, es wird mehr in Richtung Wasserstoff gehen.



walterst antwortet um 27-08-2012 18:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@tyrolens

und mit welcher Technik/Energie gewinnst Du den Wasserstoff?


Tyrolens antwortet um 27-08-2012 19:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bakterien.


biolix antwortet um 27-08-2012 19:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ahaaa.. und wann kommt das ? ,-))

Das Problem vom Wasserstoff ist halt die aufwändige und gefährliche Lagerung, Transport etc. inkl. die Umwandlungsverluste...
Ich freue mich, seit dem wir den Ö Solarpreis bekommen haben, ich glaub 2007 war es, als mit ein Froniustechniker die Wasserstoff Kombitherme näher gebracht hat, und meinte, vergiss Wasserstoff im PKW etc. , wenn wir jetzt diese Therme nicht schaffen wo wir tagsüber den Überschüssigen PV Strom in Wasserstoff wandeln in den Einfamilienhaus Kellern und in der Nacht Strom und Wärme damit erzeugen, dann schaffen wir nicht anderes und ist auch vom Wirkungsgrad dem verfahren im Pkw weit überlegen...

Leider gitbs bis heute da auch noch nichts Serienreiffes.. aber ich freue mich trotzdem und bin mit dem Techniker noch in Kontakt und wir haben unsere Vorbestelltung bereits abgeschickt,... ;-)

Was ich mir statt PV vorstellen könnte und trotzdem Sonnenenegrie voll angkommt sind die großen Parabolspiegel in der Wüste und dann einen Verdampfungsprozeß starten und mit Turbinen dann Strom erzeugen und als Speicher vielleicht Wasserstoff... In unseren Breiten ist das auf Grund der zu geringen Strahlungswerte weniger sinnvoll...

lg biolix






rotfeder antwortet um 27-08-2012 20:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo!
Mit dem Wasserstoff wird es zu keinen Erfolgen kommen. Die Technik ist ja nicht neu sondern wird schon 100 Jahre beforscht. Denn es gibt 3 entscheidende Nachteile. Es gibt keinen Energiegewinn, also man bekommt nur den Strom heraus den man vorher investiert hat, gleich eines Akkus. Die Lagerung kann nur entweder unter hohem Druck oder bei sehr tiefer Temperatur erfolgen und der fast wichtigste, man benötigt für die Elektrode Platin, ein Metall das nicht billig ist. Z.B. in Prototyp vom NH- Schlepper mit Brennstoffzelle ist Platin um 17.000 Euro drin, mittlerweile ist der Kurs noch höher. Also m.M wird es eher in Richtung Batterien gehen.


Tyrolens antwortet um 27-08-2012 21:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Was glaubst du, was in PV-Anlagen an seltenen Erden steckt und wie viel wir davon als nutzbaren Rohstoff haben? Das gleiche bei Akkus? Auf Dauer wird das nicht klappen.

Darum bin ich für eine organische Lösung.
Also Produktion durch Cyanobakterien und Speicherung durch ein Carbazol Derivat. Das wäre mal eine gute Idee.

Siehe auch: http://vimeo.com/31006697


biolix antwortet um 27-08-2012 22:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja das wäre ja schön nur wann ? Serienreife etc ?

WEnn man darauf wartet haben wir das letzte Steinzeitfossilöl verbraucht.. ;-(

Und zu den seltenen Erden, also bei geschätzten Lebensdauern bei PV Modulen von 60 Jahren und bei Recyclingraten von über 90% , inkl. Hauptbestandteil Silicium der häufigste "Sand" auf unserem Planeten, da mache ich mir wenig Sorgen.. ;-))

lg biolix

p.s. bei uns war es heute noch bis 14.00 sehr trüb, haben aber dreimal soviel PV Strom erzeugt als wir verbraucht haben..Speichermedium ist schon vorhanden und bei den letzten 3 Stromausfällen ( einer war sogar 2 Stunden beim Euro Finale ) konnten wir unsere "Autarkheit" endlich voll nützen.. ;-))




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