Staatliche Versorgungslager

Antworten: 8
teilchen 24-07-2012 20:10 - E-Mail an User
Staatliche Versorgungslager

Irgendwann hat hier einmal jemand geschrieben, dass er nicht daran glaube, dass es staatliche Versorgungslager für den Notfall gäbe.
Ich bin davon überzeugt dass jeder Wohlstandsstaat so eine Planung hat und im Notfall sofort auf Lager zurückgreifen bzw. Lieferverträge aktivieren kann.
Hier ist ein interessanter Bericht über die Lager, die Deutschland hortet.




 
 


melchiorr antwortet um 24-07-2012 21:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Staatliche Versorgungslager
Hallo!
800 000 Tonnen für 50 Millionen Bürger mach für jeden 16 kg. da müssen unsere Nachbarn im Falle einer Krise aber den Gürtel sehr eng schnallen.
Im Bericht steht überhaupt nur 10 kg.
Der Bericht strotzt nur so von Blödsinn, z.b. 10kg je Bürger:Wer sich auf 500 Gramm Getreide am Tag beschränkt, kann sich mehrere Monate lang aus der Notfallreserve ernähren. Bei meiner Rechnung reichen 10 kg bei 500 g pro Tag gerade mal 20 Tage. Oder Aus den hier gelagerten 6000 Tonnen Weizen kann man rund 5000 Tonnen Mehl gewinnen. Macht rund fünf Millionen Brote. Da musst du mal einen Müller fragen, was die Ausbeute an Mehl ist, der wird dir sagendass die Quote wesentlich geringer ist. Und 5 Millionen Brote für 50 Millionen Bürger ist auch nichtgerade sehr viel
Und in Österreich ist angeblich nur für eine Woche Vorrat vorhanden.
lg herbyy


tch antwortet um 24-07-2012 21:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Staatliche Versorgungslager
Hallo Herby,
Was muss passieren damit 50 mio Menschen von einem Tag auf den anderen nicht versorgt werden können?

Das Szenario ist sehr realistisch....

Wielviel würdest Du einlagern?

tch




teilchen antwortet um 24-07-2012 22:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Staatliche Versorgungslager

@Herbyy

Die 6000 Tonnen Weizen liegen in einem Lager, es sind insgesamt 800.000 Tonnen auf mehrere Lager in ganz Deutschland verteilt. Damit dürfte man eine Weile auskommen.

Aber wie tch und auch der Artikel richtig feststellt, wie sinnhaft so eine Lagerhaltung heutzutage noch ist. Im Artikel ist auch beschrieben, dass nur noch wenige Staaten sich den Aufwand einer solchen Lagerhaltung leisten, die Schweiz z.B. hat Lieferverträge, die es im Krisenfall aktiviert.
Vermutlich gibt es kaum noch Szenarien, die einer akuten Versorgung binnen Tagen bedürfen.



teilchen antwortet um 24-07-2012 22:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Staatliche Versorgungslager

PS: Deutschland hat über 80 Mio Einwohner, also die 10 kg pro EW stimmen schon.
Die 500g Getreide pro EW und Tag gehen sich allerdings nicht aus, da hast Du recht. Ich tippe ehe auf eine Woche, wenn man bedenkt, daß nicht jeder Mensch 1.500 kcal pro Tag verbraucht, und in Krisenzeiten kann man auch mit 1.000-1.200 pro Tag auskommen. Kinder und ältere Menschen kommen auf geringere Werte.
Der langen Rede kurzer Sinn - Ich finde es ist erstaunlich, was die Deutschen noch alles im Ärmel haben.



walterst antwortet um 24-07-2012 23:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Staatliche Versorgungslager
die möglichen Szenarien, die eine Lagerhaltung notwendig, oder zumindest sinnvoll erscheinen lassen, sind seit Jahrhunderten die selben.
Regen, Schnee, Sonnenschein und ihre Folgen, Human- und Tierseuchen, Terrorismus, Industrieunfälle, Flüchtlingsströme.....
Nach Ende des Kalten Krieges sind einige Szenarien zurückgedrängt und dafür gibt es andere.

Bei der "Aktivierung von Verträgen" im Krisenfall wird sich eine Volkswirtschaft in der Größe der Schweiz vermutlich etwas leichter tun, als die etwas größere BRD.
Dass die Schweiz gänzlich auf Lager verzichtet, halte ich für ein lustiges Märchen.


NiN antwortet um 25-07-2012 07:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Staatliche Versorgungslager
Wer in solchen Katastrophen Szenarien Zugriff auf diese Lager hat, steht wohl ausser Frage. Da jeder Staat auch in einem Ernstfall, sei es ein wirtschaftlicher Zusammenbruch bis hin zu einem Meteoriteneinschlag mit jahrelangen Auswirkungen auf Klima und Co, regiert werden muß, werden auch nur die Eliten, Regierenden und hohe Verwalter der Nationen durchgefüttert werden...
Auch die EU hat sicherlich Pläne wie die US-amerikanische "National Defense Resources Preparedness" die erst unlängst von Obama unterzeichnet wurde (im Sinne des "National Defense Authorization Act")...war schon immer so...


walterst antwortet um 25-07-2012 08:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Staatliche Versorgungslager
meines Wissens wird kein Otto Normalverbraucher daran gehindert, private Lagerhaltung zu betreiben.

(für folgenden Link beziehe ich wahrscheinlich wieder Schelte wegen Wiederholung)

So gehört es gemacht:


 


baerbauer antwortet um 25-07-2012 09:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Staatliche Versorgungslager
ich glaub im Krisenfall werden die Lieferverträge nicht viel Wert haben. Leider ist man heutzutage sehr verwöhnt und hat nix mehr auf Lager, da man ja eh alles täglich bekommt (egal ob Lebensmittel oder eine andere Branche) Lagerhaltung ist eben zu teuer. Lager kostet Geld, aber man wird "unabhängiger".



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