apfel11 19-06-2012 10:30 - E-Mail an User
Schweinepreis - Marktkommentar aus Deutschland
Nach der deutlichen Preiskorrektur von -9 Cent in Deutschland sind die EU-Märkte für Schlachtschweine in dieser Woche zweigeteilt. Auf der einen Seite zeigen sich die Länder, die nicht im Fahrwasser von Deutschland notieren, weiterhin freundlich. So konnte sich der Preis in Spanien auf dem 10-Jahres-Hoch halten. In Frankreich legte die Notierung durch das knapp verfügbare Angebot an Schweinen leicht um + 2 Cent zu. In Italien ist die Lage weiterhin freundlich. Das Angebot liegt deutlich unter Vorjahresniveau, gleichzeitig steigt saisonbedingt die Nachfrage. In Folge stieg der Preis um +7 Cent. Auch Dänemark zeigt sich vom Preisrutsch in Deutschland bislang unbeeindruckt. Damit liegen die Preise in Dänemark bereits umgerechnet 8 Cent über den Preisen in Deutschland. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Danish Crown einen lukrativen Vertrag mit Chinas größter Fleischwarengesellschaft Shineway unterzeichnet hat. Hierdurch dürften die Exporte nach China in den kommenden Monaten deutlich zulegen.

Auf der anderen Seite stehen die Länder, deren Märkte stark vom deutschen Schweinepreis beeinflusst werden. Diese Länder wurden deutlich mit in den Sog sinkender Preise gezogen. In den Niederlanden und Österreich fiel der Preis um umgerechnet -6 Cent und in Belgien um ‑5 Cent.

Aus Sicht der ISN hat die vergangene Woche deutlich gezeigt, wie massiv der Einfluss der großen Schlachtunternehmen auf den Schweinepreis wirklich ist. Durch eine kurzfristige Reduzierung der Schlachtmengen in wenigen großen Unternehmen können die Haken zwar eine Woche nicht komplett ausgelastet werden, das Preisniveau konnte zusammen mit der entsprechenden Propaganda jedoch deutlich gedrückt werden. Dabei wird die Preissenkung in Deutschland von vielen Marktbeteiligten als reine Retourkutsche für den Preisanstieg in der Vorwoche gesehen, weniger als Ergebnis aus Angebot und Nachfrage. Diese Vermutung wird durch den zunehmenden Abstand des deutschen Preises zu den Notierungen anderer großer Schweinefleischexporteure wie Spanien oder Dänemark untermauert. Es ist sehr bedauerlich, dass deutsche Schlachtunternehmen offensichtlich bestrebt sind, ihre Spanne in erster Linie über eine Senkung der Einkaufspreise zu erhöhen, anstatt im Verkauf die Wertschöpfung zu steigern. Das oben beschriebene Beispiel aus Dänemark zeigt, dass es auch anders geht.


HBler antwortet um 19-06-2012 13:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinepreis - Marktkommentar aus Deutschland
danke, Werner, für diesen umfassenden Bericht
er spiegelt mnm. nach das aktuelle Geschehen sehr gut wider.

Wird Zeit, dass in Deutchland eine Schweinebörse nach österr. Vorbild geschaffen wird


frank100 antwortet um 19-06-2012 20:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinepreis - Marktkommentar aus Deutschland
@HB
Wieso sind ja bei uns auch billiger geworden.



burlei antwortet um 19-06-2012 21:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinepreis - Marktkommentar aus Deutschland
na werner wennst des letzte woche schon gewusst hättest dann hättest noch a woche warten konnen.
Ich habs zwar auch nicht gewust aber geahnt und meine lieferung verschoben.
Nur ne frage, bei 89 kg schlachtgewicht wie viel sin da untergewichtig ?


ANDERSgesehn antwortet um 19-06-2012 21:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinepreis - Marktkommentar aus Deutschland
@f101
ein smarter schweissfreier smile meinerseits
und ein schweissfreies Hemd vom vlv ...




JosefP. antwortet um 20-06-2012 09:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinepreis - Marktkommentar aus Deutschland
Hi!
Was nutzt mir der "starke" VLV wenn nur der Preis vom Nachzügler Deutschland (+/-) abgeschrieben wird! Die teuersten Ferkel von Europa dafür die billigsten Schweine das passt gut zusammen!
Hauptsache uns gehts gut!


HBler antwortet um 20-06-2012 09:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinepreis - Marktkommentar aus Deutschland
@tschosef:
die teuersten Ferkel Europas sind Ausdruck von Angebot und Nachfrage.
Frage: kaufst auch du österr. Ferkel oder kaufst du billiger ?
der Schweinepreis ist abhängig von Angebot und Nachfrage.
Frage: mit wem verhandelst du wöchentlich deinen Schweinepreis ?
Vorschlag: verkaufe deine Schweine nach Deutschland !
Frage: wieviel Mfa Zuschlag bekommst du dann in Deutschland für 60 % oder mehr ?

@Anders

um deinen süffisanten Unterton auch nur irgendwie interpredieren zu können, mußt du dich näher outen;
kann es sein daß du mich für jemanden hältst der ich mglw. gar nicht bin ?



JosefP. antwortet um 20-06-2012 14:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinepreis - Marktkommentar aus Deutschland
Objektiver Vergleich KW 24:
tatsächlicher Verkauf AT: 96,5kg, 61,6 MFL, 3€ Menge, AMAGZ (74%) (0,04€/kg), Fracht 3€/Stück
Öbonus 1€/Stück ergibt 193,40/Stück
fiktiver Verkauf nach bayerischen Konditionen: 96,5kg Fleisch --> 80,5%Ausschalchtung 120kg lebend
Münchner Spitzte 143,56 Einkaufspreis dt.Händler Münchner Spitze -5cent. 138,56 x 120 +12% Ust -->186,22/Stück (abgeholt, keine AMA!!!!)
Gibts dazu noch Fragen?
mfg tschosef




HBler antwortet um 20-06-2012 21:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinepreis - Marktkommentar aus Deutschland
folgende Fragen, tschoseff:

abgeholt ab wieviel Stück ?
wann wird das Geld ausbezahlt, und wie ist es abgesichert ?
welche Skonto, Provisionen, Vermittlungsgebühren und sonstiges fallen als Kosten an ?
woher beziehst du den Lebendpreis ? (Münchner Spitze = ?)
besteht die Möglichkeit einer dauerhaften Abnahme aller Schweine ?
wie verlässlich sind deine Partner ?

mfg HB


Bernhard Radinger antwortet um 22-06-2012 11:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinepreis - Marktkommentar aus Deutschland
Welcher Preis wird den für die KW 26 orakelt. Auf Schweine Net schauts so aus als wenn der Preis noch weiter runter geht.???




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