Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch

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Icebreaker 22-05-2012 23:23 - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
"Und es bewegt sich doch etwas in der oftmals festgefahrenen Beziehung zwischen Tier und Mensch. Tierschutz ist von der kuschelig-tränentreibenden "Wer will mich"-Ecke einschlägiger Formate auf die Wissenschafts-, Kultur- und nicht zuletzt Gerichtsseiten " aufgestiegen".
Bezeichnend für die aktuelle Situation ist die Verleihung des internationalen Myschkin-Preises, der heuer im Jänner erstmals für beispielgebendes Verhalten in Kunst und Technik vergeben wurde - und zwar an den Tierrechtsaktivisten Martin Balluch." ....

Weiterlesen bei: http://derstandard.at/1336697631046/Tierethik-und-Tierrechte-Die-Hackordnung-zwischen-Tier-und-Mensch

Und bitte so unvoreingenommen als möglich GENAU durchlesen (und nicht so wie meist "sturmi" gleich beim Namen Balluch heiss laufen;-)

Ich finde den Artikel - aufmerksam gelesen - recht gut
sowie auch die Sendung von vorhin auf ATV um 22.29 "Das Leid der Tiere"

*Egal ob Nutztiere oder Haustiere - eine artgerechte Haltung ist vom Gesetz vorgeschrieben. Wie Tiere gehalten werden sollen, sehen konventionelle Bauern jedoch anders als Biobauern. Auch unterscheiden sich die Bestimmungen in anderen EU-Staaten wie etwa Ungarn von den strengeren Richtlinien in Österreich. ATV Die Reportage hat heimische Bauern besucht und ist auf Märkten und in Zoohandlungen der Frage nachgegangen, wie der Mensch mit Tieren umgeht.*

Wiederholung übrigens am 27.05.


mfg Ice


helmar antwortet um 23-05-2012 08:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
Eine kurze Antwort, lieber Icebreaker.....in unserer Gegend gibt es nicht mehr allzu viele Biobauern, und nach 2013 werden es wohl noch ein paar weniger werden, aber seltsamerweise ist es so dass die helleren luftigeren Ställe auf den ach so bösen Konvibauernhöfen stehen......und die sind für eine "Masse" von 40 Kühen ausgelegt.
Mfg, Helga
PS...und wenn der Balluch irgendeinen Preis bekommt, soll es mir recht sein.


Indianerlandwirt antwortet um 23-05-2012 08:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
Tierschutz und Tierwohl als Thema hat eine ganz besondere Dynamik. Jeder der dies anspricht, kann hier besonders "moralisch" sein und sich gegenüber anderen Menschen "überlegen" fühlen. Auch Vegetarier landen oft in dieser "ich bin moralischer" Falle. Schade, den Tierwohl ist ein wichtiges, aber auch ein sehr schwieriges Thema.



AnimalFarmHipples antwortet um 23-05-2012 23:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
Moral ist nicht meßbar sondern etwas ganz Individuelles.
Vegetarier sind die, die sagen, für mich soll kein Tier sterben, die aber trotzdem tierische Produkte konsumieren, die es nur gibt, weil andere die Erzeugertiere essen.
Das ist inkonsequent, aber zumindest in punkto Bewußtseinsbildung auch nicht das Schlechteste.
Die meisten Veganer haben mal als Vegetarier angefangen, ich hab mich noch immer nicht zum Veganertum durchringen können, obwohl ich beim Einkaufen inzwischen schon sehr viel Zeit mit dem Studieren der Etiketten verbringe um Tierisches möglichst auszuschließen.


179781 antwortet um 24-05-2012 21:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
Hallo AFH

Jetzt denke deine vegane Tierverschonung etwas weiter durch:
etwa 60 % der landwirtschafltichen Nutzfläche in Österreich sind absolutes Grünland. Wenn wir keine Tiere mehr mit der Nutzung von solchem plagen wollen, dann bleibt eigentlich überiwegend Verwaldung übrig. die Tiere die in dem Wald leben dürfen wir natürlich auch nicht nutzen. Deshalb regelt sich die Popultion damit, dass die überschüssigen an Krankheiten oder Hunger eingehen bzw. vorher von Wolf, Bär usw. zerrissen werden. Und zwar ohne vorherige Betäubung.

Ich für meinen Teil halte es auch vom ethischen her für sinnvoller, Tiere soweit es ökologisch und ökonomischrichtig ist, unter passenden Bedingungen in der Landwirtschaft zu nutzen und damit zur menschlichen Ernährung beizutragen

Gottfried


helmar antwortet um 24-05-2012 21:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
Hallo Gottfried....da stimme ich dir zu.
Mfg, Helga


Tyrolens antwortet um 24-05-2012 22:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
AFH, wenn etwas messbar ist, dann ist es Moral. Steht ja alles in der Bibel, in Gesetzbüchern usw.
Was du meinst, ist wahrscheinlich Ethik und die ist mehr eine Frage der Intuition.

"Für mich soll kein Tier sterben", ist nur eine Seite in der Argumentation. Die andere Seite ist "Ich ermögliche, dass ein Tier lebt. Es wird zwei sehr schöne Jahre haben und dann auf meinem Essteller landen". Zwei Jahre Leben sind doch um ungefähr unendlich mal mehr wert als null Jahre Leben.
Das Problem im Veganismus liegt in meinen Augen darin, dass er letztendlich alles Leben verbieten müsste. Irgendwo wird immer ein Lebewesen durch ein anderes unterworfen und sei es nur, dass Hirsch A Hirsch B aus seinem Revier vertreibt und Hirsch B sich daher nicht fortpflanzen kann.


Restaurator antwortet um 24-05-2012 23:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
also die ganze geschichte ist perfekt inszeniert. diese ganze veganer - lobby ist mit sicherheit kleiner wie der rechte abschaum, aber wesentlich besser ausgebildet und hat auch leichter verkaufbare themen.
wie perfekt ihre medienmaschinerie und ihr netzwerken funktionieren zeigt dieser preis: er wurde von der hfg karlsruhe neu geschaffen, es handelt sich um eine hochschule die folgendes ausbildet:

Praxisstudiengänge:
Ausstellungsdesign und Szenografie (Diplomstudiengang)
Kommunikationsdesign (Diplomstudiengang)
Medienkunst (Diplomstudiengang)
Produktdesign (Diplomstudiengang)
Theoriestudiengang:
Kunstwissenschaft und Medienphilosophie (Magisterstudiengang
Innerhalb der Praxisstudiengänge werden außerdem folgende Fächer unterrichtet:
Digitale Medien
3D-Labor
Film
Fotografie
Kuratorische Praxis
Sound

mit tieren oder so hat das alles nichts zu tun, sehr wohl aber sind das medienprofis die geschickt medien platzieren.
gleichzeitig wurde dafür gesorgt, dass eine studie von einem balluch - weggefährten in den medien gross verkündet wurde, nach der die fleischproduktion schuld am co2 ist und die rettung nur in der verbuschung und verwaldung plus veganer ernährung liegt. siehe link.

jeder kann preise erfinden, sponsern und verleihen was an wen er will, das hat genau null relevanz.
was mich so stört: die schauen alle irgendwie so verzwickt und unlocker, sind ständig am kämpfen, können nur provokant vorgehen und scheinen mir in allererster linie überhaupt nur machtmenschen zu sein.
aber egal, sie werden uns mit sicherheit nie etwas diktieren, auch wenn einige von denen das vielleicht gerne hätten.
im übrigen: ein kleiner teil der bevölkerung ist ja schwul / lesbisch. seit sie das sein dürfen labern sie uns ja auch nicht mehr die ganze zeit voll, dass wir alle schwul werden sollen, nur weil sie auf ihre art für sich mehr spass haben. und so seh ich das auch mit den veganern.
meinen tieren geht es bestens und das eine oder andere wird gegessen. mit meinem gewissen kann ich das vereinbaren und ich finde das absolut nicht unmoralisch.
und genau so wie ich mir die eiferer von der rk kirche verbitte, genauso sollen mich auch andere mit ihren kruden privatgeschichten in ruhe lassen.
ich habe auch eigene vorstellungen zu manchen dingen, aber die nötige ich auch niemandem auf.
diese selbsternannten retter und heilsbringer gehen mir alle ganz schön auf den sac*, egal ob rechts oder links oder vegan oder einfach nur deppert.
 


helmar antwortet um 25-05-2012 06:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
Hallo Restaurator.........römisch eins!
Mfg, Helga


Woodster antwortet um 25-05-2012 08:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch

@Restaurator - Gratuliere!

Großer Hubraum im Hirnkastl ist Gold wert!
Verstand kann man eben durch nix ersetzen.


sturmi antwortet um 25-05-2012 08:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
Der Balluch ist halt auch ein Lobbyist der ein Netzwerk aufgebaut hat!
Im übrigen gefällt mir nicht wie im ATV-Bericht wir konv. Bauern medial dargestellt werden!
Dem Zuschauer wird ein Altbauer präsentiert der wie ein Sandler ausschaut und Untertitel beim Interview eingeblendet werden müssen! Hygiene ist wohl für den "Herren" ein Fremdwort.
Die Nachtaufnahmen von (Tieraktivisten?)Einbrechern werden immer und immer wieder gezeigt, solche Mißstände gehören abgestellt, da ist auch der TGD-Tierarzt gefordert und der Amtstierarzt hat seiner gesetzlichen Pflicht nachzugehen! Leider wird auch hier immer wieder lobbying betrieben und oftmals wird alles unter den Teppich gekehrt.
Wie kommen aber wir umsichtigen, gewissenhaften Nutztierhalter dazu uns von solchen "schwarzen Schafen" die Schweinebranche schlecht machen zu lassen?!
Die große Mehrzahl der Schweinebauern arbeitet mit seinen Tieren mit bestem wissen und gewissen und hat auch die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen im Kopf, denn ohne Gewinnspanne keine Zukunft!
MfG Sturmi







HBler antwortet um 25-05-2012 12:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
Balluch= Spendengeldmaximierer
@sturmi:
das mit dem älteren Schweinebauern und tief steirischem Akzent, des passt schon. der ist bodenständig.
der kommt beim Zuschauer besser an als ein geschniegelter Managerbauer mit perfekter Ausdrucksweise.
da hast gleich wieder Beneider und ist ja auch nicht die Realität.
Und: Schwarze Schafe, wie du Sie nennst, bringen sich selbst aus dem Rennen.
Ohne perfekter Hygiene und Management bringst keine rentable Futterverwertung z´sammen
ist nur eine Frage der Zeit bis sich die Spreu vom Weizen trennt bzw. hat sich schon lange getrennt mit vielleicht wenigen hartnäckigen



Restaurator antwortet um 25-05-2012 13:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
nachbar: "sturmi, draussen vor dem tor stehen radikale tierschützer. sie fordern freiheit für alle deine tiere und drohen den hof zu stürmen! was sollen wir tun?"
sturmi: "lasst die Hunde frei!"
frei nach zitat unbekannt ;)


AnimalFarmHipples antwortet um 25-05-2012 22:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
Gottfried, ich glaub wenn einmal keine Tiere mehr gegessen werden sollten, wird weder die Welt untergehen noch die Kulturlandschaft.
In einem gewissen Umfang wird es trotzdem auch weiterhin Nutztierhaltung geben müssen, uzw. alleine schon um die Abhängigkeit von Kunstdünger zu reduzieren.
Es wird dann halt bloß das Neben- zum Hauptprodukt.

Tyrolens, Teilchen hat für diese Deine Haltung in einer ähnlichen Diskussion mal ein recht passendes Attribut gepägt, mir fällts nur leider grad nicht ein. Es geht um so eine Art von Ich-bin-der-Nabel-der-Welt - Haltung, glaublich wurden auch Louis XIV. und der Wiener Kongreß so bezeichnet, aber leider, fällt mir jetzt nicht ein.
Vom Ansatz her ist das nicht viel anders als hierzulande die Geburtenrate steigern zu wollen, obwohl die Welt eh schon überbevölkert ist und extreme Wohlstandsgefälle aufweist und die Klimaerwärmung in naher Zukunft ohnehin riesige Migrationsbewegungen auslösen wird.
Im übrigen : Wenn ich mir konventionelle Nutztierhaltungen anschau, dann mag das schon alles nach den Buchstaben des Gesetzes und tiergerecht sein, aber "Leben" in dem Sinn wie ich es verstehe ist es trotzdem keines. Ja, und beim "glücklichen" Tier hab ich wieder Probleme damit, ihm eben dieses -tatsächlich schöne- Leben ohne wirkliche Notwendigkeit zu nehmen.
Daß es das Tier ohne entsprechende Nachfrage gar nicht gäbe, ist da für mich auch kein Argument (siehe schon die Absurdität des Standpunkts, lieber das einheimische ungezeugte Leben zu fördern als irgendwelchen schon geborenen armen Teufeln von anderswo ein Mitpartizipieren an unserem Wohlstand zu gönnen).
Ahja, das von Teilchen in die frühere Diskussion eingebrachte Attribut lautet "dekadent".

Meine persönliche Meinung ist, daß Respekt vor und Empathie gegenüber anderen Lebewesen sicher niemandem schadet, sondern eher im Gegenteil. Und Tiere zu essen ist dekadent, weil nicht notwendig und weils einem auch gar nimmer schmecken tät, wenn man sich vor Augen hält, was für ein enormes Opfer ein anderes, uns ganz und gar nicht unähnliches, Lebewesen für das läppische Wurschtblattl in der Semmel erbringen mußte.
Daß es in der Natur ebenfalls Hackordnungen bzw. Nahrungspyramiden gibt, greift für mich als Argument zu kurz, denn wird sind nicht mehr Teil der Natur sondern stehen ja -angeblich- als Krone der Schöpfung längst über allen diesen Dingen.


179781 antwortet um 25-05-2012 22:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
Wenn jemand aus weltanschaulichen oder religiösen oder sonstigen persönlichen Gründen kein Fleisch essen will oder gleich gar nichts von Tieren haben will, dann soll er/sie das machen. Aber es gibt keine ethische oder moralische Begründung dafür, das das richtig ist.
Mir fällt es z. B. schwerer einen alten Baum zu fällen, als einem fertigen Maststier den Hals durchzuschneiden.
Der Baum ist da vielleicht schon über hundert Jahre gestanden, wenn ich ihn umschneide, dann reisst er in großes Loch im Bestand, wo man erst wieder junge Bäumchen pflanzen muß und die brauchen lange um die Lücke zu füllen.
Beim Stier steht die nächste Generation schon auf der Weide oder im Stall und wartet auf das Futter. Also macht es gar nichts, wenn einer wegkommt.
Und weil die Leute Holz zum verarbeiten brauchen und Fleisch essen wollen, werde ich auch weiterhin Bäume umschneiden und Rinder schlachten. Beim Baum schaue ich halt vorher einige Zeit an ihm hoch und denke mir: "eigentlich ist schade um dich, aber es muss halt sein".

Gottfried

PS an alle Veganer: Auch Pflanzen sind Lebewesen.


biolix antwortet um 25-05-2012 22:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
Hallo AFH !

ich sehe es ähnlich wie du AFH, nur diskutiere ich gerne auch mit Vegetariern das gerade die Kuh oder das Rind so etwas edles ist, alles das "veredelt" was wir nicht essen könnnen... daher hat Gottfreid da schon recht, nur was ist mit den anderen Tierarten ? Und was haben wir aus der "Kuh" , aus dem Grasfresser gemacht ?

Daher wenn Fleisch dann nur aus bester und artgerechteser Tierhaltung, eben "Moralisch", ethisch, man sollte auch ein Gewissen bez. Tieren haben.. ;-))

lg biolix


AnimalFarmHipples antwortet um 25-05-2012 22:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
Gottfried, es gibt dafür mindestens genauso viele und genauso gute ethische und moralische (und auch noch andere) Begründungen wie für Deinen Standpunkt.
Du erinnerst mich hier ein Kleinwenig an meinen Vater, dem es einfach nicht und nicht ins Hirnkastl will daß ich nicht vorhabe meine Schweinchen jemals zu schlachten. Für ihn sind Schweine zum Essen da und zu sonst nix. Ich find das einigermaßen verbohrt, weil er käme ja auch nie auf die Idee, einen meiner Hunde schlachten zu wollen, die er ja durchaus mag und die aber rein kosten-nutzen-rechnerisch betrachtet auch nicht mehr "Lebensberechtigung" haben als die Schweinchen.

(Dein PS ist ja lieb - ich frag mich auch immer, ob diejenigen, die Coelho lesen, von Liebe, Luft und destilliertem Wasser leben können ... werd demnächst meinen Steyr mit Kulturrädern ausstatten, damit das Gras net so drunter leiden muß ... und die Heumahd hab ich auch grad abgeblasen, sonst komm ich am Ende noch nach Den Haag ;-)


Tyrolens antwortet um 25-05-2012 23:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
AFH, ich glaube, du bist erheblich blauäugig. Deine Argumentation fiele in sich zusammen, wenn du erkennen würdest, dass der springende Punkt des Veganismus der ist, dass überhaupt keine Tiere gehalten werden dürfen. Null. Nicht mal eine Katze oder sonst was. Deine Farm kannst so somit zu sperren oder halt auf veganen Gemüseanbau umstellen. Mit Mist darfst du dann aber auch nicht düngen. Also geht es längst nicht nur darum, ob man Tiere essen soll. Tiere sind im Veganismus absolutes Tabu und da im Veganismus Tiere = Menschen sind, gilt das für Menschen genauso, was auf's Arbeitsleben nette Auswirkungen hätte oder ganz generell: Kannst du, gerade in deinem Beruf, mit Sicherheit sagen, dass du Menschen immer gut behandelst? Heißt nicht umsonst dass "er/sie wie ein Tier behandelt wurde". Bezahlst du deinen Konzipienten einen gerechten Lohn? Oder muss der um 1.200 Euro brutto 60 Stunden hackeln?
Ob der Konsum tierischer Produkte nicht notwendig ist, ist bis heute nicht geklärt. Aber aus anthropologischer Sicht deutet einiges darauf hin, dass es den Menschen heute in dieser Form ohne Fleisch nicht gäbe. Im Übrigen verzichtet der Mensch erst seit er die Nutztierhaltung erfunden hat darauf, seine Mitmenschen aufzuessen. Aus historischer Sicht ist Fleischkonsum jedenfalls nicht weg zu denken und ob wir darauf verzichten können, sollen doch bitte seriöse Wissenschaftler feststellen und keine besserwisserischen Weltverbesserer.
Nettes Detail am Rande: In den USA gibt es derzeit recht intensive Diskussionen darüber, ob in Zukunft Ackerbau ohne Tierhaltung überhaupt möglich sein wird. Das Thema ist halt dermaßen komplex, schon alleine wegen der Stoffkreisläufe, dass wir uns eine rein ethische Betrachtung nicht erlauben können. Hier wiederum darf ich dir Dekadenz unterstellen. Da du dir jede Form von Nahrungsmitteln leisten kannst, bei Gott den Euro nicht umdrehen musst und auch nicht in einer Region lebst, in der Nahrungsmittel knapp sind, hast du leicht reden und kannst natürlich mit dem nackten Finger auf Fleischesser zeigen. Aber denk mal an jene, die diese Option nicht haben? Die hältst du pauschal für schlechte Menschen?


Restaurator antwortet um 25-05-2012 23:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
fleischnahrung - vegetarische nahrung - vegane nahrung - lichtnahrung
wir ham no an weiten weg vor uns...


AnimalFarmHipples antwortet um 26-05-2012 00:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
Tyrolens, was Du hier als Veganismus definierst hat mit dem wovon ich rede ungefähr soviel zu tun wie der institutionale Katholizismus oder auch die ÖVP mit dem Christentum.
Kann schon sein, daß die "Reine Lehre" des Veganismus Dinge predigt wie die von Dir Gesagten, aber das interessiert mich eigentlich nicht. Was ich persönlich drunter versteh, hab ich eh schon gesagt, nämlich daß kein Tier mehr den Endzweck haben soll, Menschen zu ernähren.

Was mein Brotberuf damit zu tun haben soll, keine Ahnung. Allerdings steht für mich fest, daß die Welt eine bessere wäre, wenn die Redewendung "jemanden wie ein Tier zu behandeln" keine Bedeutung mehr hätte. Vielleicht käme sie ja sogar ohne Rechtsstreitigkeiten aus, wer weiß ?
(Wir haben übrigens keine Konzipienten und auch nicht einmal ein Sekretariat, könnten auf anderen Rechtsgebieten wahrscheinlich mehr Kohle machen, sind aber mit dem zufrieden was wir umsetzen.)

Zu Deinem historisch-anthropologischen Argument: Ja, und ? Wir hätten auch keine antifaschistisch konzeptionierte Bundesverfassung, wenns die NS-Zeit net geben hätt. Brauchen wir also weiterhin Rechtsdümmler um die Vorzüge der Zivilisation zu erkennen ?

And finally: Welche "seriösen Wissenschaftler" haben denn Deinen Standpunkt abgesegnet, hm ?
Daß ich irgendjemanden "pauschal für schlecht" hielte, hab ich nicht gesagt, würde ich net amal von meinen Lieblings-Reibebäumen, den Rechtsdümmlern, sagen.
Ich hab auch persönlich mit Fleischessern kein Problem, es ist wenn schon, dann eher umgekehrt, aber auch nur weil sie sich beim Versuch, mich zu bekehren, regelmäßig die Zähne ausbeißen (und das obwohl ich -nicht nur wenn es um dieses Thema geht- für gute Argumente prinzipiell immer offen bin, aber anscheinend gibt's die nicht ...).

Wenn also dieses Schmähpamphlet alles ist, was Dir zu meinem Standpunkt einfällt, dann mußt Dir leider auch gefallen lassen, daß Du in ziemlich pauschalen Meinungsgefilden wandelst.
(Blauäugig bin ich übrigens tatsächlich, aber keineswegs "erheblich", es geht eher ins Grünliche über ;-)


helmar antwortet um 26-05-2012 07:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
Oft wird behauptet dass Vegetarier/Veganer gesünder leben und vor allem nicht an Krebs erkranken und daran sterben...nun ganz ist dem auch nicht so......ein grosser Künstler, Robin Gibb, bekennender Veganer welcher seine Einstellung auch hin und wieder offen erklärt hat, ist vor ein paar Tagen an den Folgen einer Darmkrebserkrankung gestorben. Tolle Musik, tolle Stimme, aber eine irgendwie zufriedene, in sich ruhende Ausstrahlung hat dieser sehr magere Mann nicht gehabt......schaut euch mal ein paar titel auf youtube an.
Mfg, Helga


AnimalFarmHipples antwortet um 26-05-2012 08:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
Und dann noch diese Stimme, gell ?
Als Carnivore hätt er sicher geklungen wie Ivan Rebroff, ach was sag ich, die Bee Gees wärn ein Don Kosaken-Chor gewesen ... oder was ?! ;-)


helmar antwortet um 26-05-2012 08:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
Hallo AFH....Hoch gegangen sind sie ja erst mit der Disco-Welle.......hör dir mal ganz frühe Titel an......oder jene mit Maurice Gibb in der Leadstimme......
Um aber wieder auf den Vegetarismus/Veganismus zurückzukommen........er ist eine Frage der Weltanschauung, aber ob er gesünder ist? Du hast ja in Wien sehr freundlich aus der Wäsch geschaut und net ganz unzufrieden.......aber wenn ich mir die Dr. Petrovic anschaue......die wirkst sowas von verdrossen.....oder wie aus einem früheren Eintrag von mir..." und erst die Veganer, Lacher entkommt denen so gut wie kaner....woran man das erkennen kann? Man schau sich die Dr. Petrovic an."
Trotzdem...auch wir essen gern Erdäpfelkäslaberl mit grünem oder Gurkensalat....aber nicht jeden Tag.
Mahlzeit, Helga


AnimalFarmHipples antwortet um 26-05-2012 08:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
Helmar,

" Du hast ja in Wien sehr freundlich aus der Wäsch geschaut und net ganz unzufrieden......."

Wahrscheinlich weil ich noch kein Veganer bin sondern nur Vegetarier.

Aber jetzt wo Du's sagst: Man sollte ganz im Sinne von Tyrolens' Forderung nach seriöser wissenschaftlicher Aufarbeitung schleunigst erforschen, ob die Kriminalitätsrate bei Veganern oder Carnivoren größer ist. Und je nachdem dann aber konsequenter Weise eins davon verbieten ;-)

Wobei ich persönlich ja find, daß die Carnivoren irgendwie aggressiver rüberkommen, zumindest hier im Forum.
Aber wir sollten diese hochwertvolle Diskussion nicht durch persönlich gefärbte Wahrnehmungen verunsachlichen, die ja möglicherweise bloß einen winzigen Ausschnitt der Realität und selbige damit grob verzerrt wiedergeben, nicht wahr ?


remus antwortet um 26-05-2012 08:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
also ich bin für mehr verwaldung und dafür weniger verwaltung


soamist2 antwortet um 26-05-2012 09:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
ohne jetzt auf die ohnehin, weil mittlerweile ausgelutscht, überflüssige diskussion einzugehen geht es nicht um eine "hackordnung zwischen tier u. mensch" sondern einzig und allein um den platz der tiere in der menschlichen nahrungskette. und dieser ist eben nicht für jeden menschen der gleiche


Restaurator antwortet um 26-05-2012 10:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
@afh:
also das mit der kriminalitätsrate ist keine so gute idee - ausser man will alles zugunsten der fleischfresser lenken.
fleisch(fr)esser steigen in keine fremden container um sich eine wurstsemmel rauszuholen was dann als einbruch und diebstahl gewertet wird. sie reissen im vorbeigehen für den sonntagsbraten auch nicht einen haxen von einem fremden schaf runter. auch trinken fleischfresser meist ein bier zum essen, während bei den veganern eher an der gemeinsamen zigarette gezuzelt wird.
die statistik wäre total verfälscht.


sturmi antwortet um 26-05-2012 11:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
"Carnivore"
@AFH
Also, ich bezeichne mich als Omnivore und die moralisierenden Herbivoren gehen mir einfach nur auf den Sack! ;-))
MfG Sturmi



teilchen antwortet um 27-05-2012 11:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch

@Restaurator

Die Studie müsste so angelegt werden, dass der Anteil der Vegetarier und Veganer unter den Gewaltstraftätern mit dem Anteil in der Gesamtbevölkerung verglichen werden kan. Das wäre der einzig sinnvolle Vergleich, um der Wahrheit näher zu kommen. Alles andere ist Polemik.



Restaurator antwortet um 27-05-2012 12:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die Hackordnung zwischen Tier und Mensch
das war auch ironisch in richtung staatlicher statistiken gemeint ;)


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