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Donau-Soja: endlich wieder mal was gescheits ...

Antworten: 1
edde 28-04-2012 22:51 - E-Mail an User
Donau-Soja: endlich wieder mal was gescheits ...

nach dem ja sooo viel geschimpft wird über Agrarpolitik -auch verständlich bei Digitalisierungswahn, TGD,QS Milch,Dungeraufzeichnungen und wie all diese Schwachsinnigkeiten noch heissen ist es wirklich mal an der Zeit, sinnvolle Bemühungen in der Agrarpolitik zu loben.

Das von Agrarlandesrat Hiegelsberger forcierte Projekt Donau-Soja ist meiner Meinung nach wirklich als Lichtblick mit weitreichenden positiven Konsequenzen weit über Europa hinaus zu sehen.

Europa importiert rund 33 mill Tonnen Soja aus nicht Eu-Ländern, bloss rund 3 mill Tonnen werden in der Eu selbst erzeugt-verschwindend wenig.

Flächen im klimatisch begünstigten Donauraum für Sojaanbau sind rechlich vorhanden, auch eine Fruchtfolgeauflockerung durch den Stickstoffsammler Soja täte sehr gut, wachsen doch ohnedies schon die Maispflanzen vielerorts bei der Stalltüre rein.

andererseits sind die Umstände, in denen Soja im insbesondere mittelamerikanischen und südamerikanischen Raum erzeugt werden nur mehr eine Zumutung für die dort lebende Bevölkerung-dort hungert die Bevölkerung neben den üppigen für den Sojaexport angelegten Plantagen.

was mich allerdings stark irritiert ist der Plan von Ciolos, gewaltige Ackerflächen in der EU aus der Produktion zu nehmen, was klarerweise jede Bemühung um Eigenversorgung sofort untergraben würde- auch sehe ich überhaupt keinen Sinn und Notwendigkeit dieser Aktion.

wenn etwas keinen Sinn ergibt,wie etwa eine siebenprozentige Flächenstillegung, so muss es zumindest eine Ursache haben, und da muss man sich gezwungenermassen auf das Feld der Spekulation begeben.
ich denke, Ciolos wird vom grossen Sojaexporteur Amerika unter Druck gesetzt, Absatzmärkte zu erhalten bzw noch auszubauen.
Amerika ist nämlich eine art "Schutzmacht" für Rumänien gegen neu erstarkende Grossmachtsinteressen Russlands , welche gerne wieder ihre alten GUS-Staaten unter Kontrolle bringen möchten-doch das ist Weltpolitik und nun mal viele Nummern zu gröss für österrerichische Bäuerleins.

mfg
179781 antwortet um 01-05-2012 09:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Donau-Soja: endlich wieder mal was gescheits ...
was mich allerdings stark irritiert ist der Plan von Ciolos, gewaltige Ackerflächen in der EU aus der Produktion zu nehmen

Da hast du etwas falsch verstanden, bzw. bist falschen Informationen auf den Leim gegangen.

Der Vorschlag zum "Greening" lautet bis jetzt etwa so, dass der Erhalt der vollen Betriebsprämie in Zukunft vorausssetzt, dass 7 % der Betriebsflächen in irgendeiner form "naturnahe" bewirtschaftet werden. Da können durchaus Streuobstwiesen, gemähte Böschungen und Steilflächen, Feuchtbiotope, Windschutzgürtel usw. hineinfalllen. Also Maßnahmen die die vielgelobten bäuerlichen Betriebe durchaus erfüllen können.

Wer diese 7 % Flächenanteil auch noch mit Mais zupflanzen will, dass er sprichwörtlich beim Stadltor hineinwächst, der bekommt dann um 30 % weniger Prämie. Macht aber u. U. mehr Geld in seinem Betrieb Ich sehe das insgesamt als eine recht vernünftige Lösung. Diejenigen, die den Mais beim Stadltor hineinwachsen lassen sehen das nicht so. Die wollen Höchsterträge und Höchstprämien zusammen kassieren und lamentieren deshalb ständig von einer geplanten Flächenstilllegung.

Ansonsten halte ich die Bemühungen, den Sojaanbau zu forcieren für eine recht gute Lösung. Zumal wir in Österreich bessere Erträge erzielen können als in den klassischen Sojaanbauländern üblich sind.

Gottfried

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