Stickstoff zur besseren Strohverrottung...?

Antworten: 8
rocky1000 15-04-2012 21:30 - E-Mail an User
Stickstoff zur besseren Strohverrottung...?
Wieviel NAC streut ihr nach dem Mähdrusch zur Strohverrottung? Wäre Harnstoff spritzen besser? Ist es überhaupt notwendig Stickstoff auf das gehäckselte Stroh zu geben? Vorteile? Danke für Beiträge von Praktikern.


Jophi antwortet um 15-04-2012 21:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stickstoff zur besseren Strohverrottung...?
Absulut notwendig ist es für die Strohverrottung nicht, aber schon vorteilhaft.
Harnstoff spritzen bringt den Stickstoff direkter auf das Stroh, insoweit vorteilhafter.
Unter all den mir bekannten Bauern, hat das nur ein einziger gemacht.
Das Stroh von allen anderen Bauern ( einschließlich meines eigenen ) ist ohne zusätzliche Stickstoffgabe, auch verrottet.


Steyrdiesel antwortet um 16-04-2012 07:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stickstoff zur besseren Strohverrottung...?
Guten Morgen,

in Deutschland auf den Betrieben wo ich auf Praxis war haben die auch Harnstoff gespritzt zur Strohverottung.
Und das waren einige hundert Hektar. Also denke ich mir muss das schon was bringen, weil das sicher auf solch einer großen Fläche viel Geld kostet.

mfg
Steff



apfel11 antwortet um 16-04-2012 09:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stickstoff zur besseren Strohverrottung...?
das "Problem" beim Stroh ist das weite Kohlenstoff-/Stickstoffverhältnis .... zum Abbau von Stroh ist ein C:N-Verhältnis von (soweit ich mich richtig an meine Schulzeit erinnere) 20:1 notwendig - Stroh hat aber nur ein C:N-Verhältnis von 100:1 ... daher binden die Bodenbakterien beim Strohabbau Stickstoff aus dem Bodenvorrat, der dann der Folgekultur z.B. Weizen oder Raps usw. zur Verfügung steht ... wenn für den Strohabbau und für die Folgekultur genügend Bodenstickstoff vorhanden ist, kannst du dir den Aufwand sparen, wenn dir auffällt, dass sich deine Herbstkulturen nicht so gut entwickeln, dann macht es meiner Meinung Sinn - wenn du Stickstoff auf das Stroh spritzt, dann aber sofort einarbeiten, sonst ist der Stickstoff in der Luft - du kannst aber Harnstoff auch ruhig mit den Streuer ausbringen funktioniert nach der Ernte bei hohen Bodentemperaturen genauso ... aber auch sofort einarbeiten, sonst ist der N beim Teufel :-)

Ackerbau ist wie Schweinefüttern ... du musst den Boden auch richtig füttern, damit du Erfolg hast ... mein Tipp: wenn du deine Frage bei Google eingibst, dann bin ich mir sicher, dass du richtig viele Infos findest!


Joe_D antwortet um 16-04-2012 10:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stickstoff zur besseren Strohverrottung...?
und was für ein C:N Verhältnis hat Körnermaisstroh?


Tyrolens antwortet um 16-04-2012 11:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stickstoff zur besseren Strohverrottung...?
Bei den aktuellen N-Preisen wollt ihr euch das noch "leisten"?


JD6230 antwortet um 16-04-2012 17:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stickstoff zur besseren Strohverrottung...?
Sofern das ganze richtig praktiziert wird (sofort einarbeiten) geht der Stickstoff ja nicht verloren - zuerst wird er von den Bodenbakterien gebunden um Stroh abzubauen. sind sie damit fertig, wird der STickstoff wieder freigegeben. also ist er wieder für die Folgefrucht zur Verfügung.
Wie schnell das dann geht, kommt auf die Strohmenge an, den Boden, usw. Hast du eine Folgefrucht mit frühen und hohen N-Bedarf ist es sicher sinnvoll.
(Tierhaltende Betriebe geben ja auch Gülle zur Strohrotte - oder ist das etwa "Entsorgung"???)


rocky1000 antwortet um 16-04-2012 20:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stickstoff zur besseren Strohverrottung...?
Danke allen die einen Beitrag geschrieben haben ,wer weiß noch etwas zum Thema ??


Tyrolens antwortet um 16-04-2012 22:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stickstoff zur besseren Strohverrottung...?
Ja, die Bakterien binden den N und dann krepieren die irgendwann, weil kein N und auch kein C mehr da ist und dann hast du auf einmal sehr sehr viel N verfügbar und das womöglich zu einer Zeit, zu der die Pflanze nur wenig N benötigt. Also es kann wenig verloren gehen, aber meistens geht viel verloren. Außerdem soll der Stroh nicht die Bakterien versorgen, sondern die Regenwürmer. ;)


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