ein schönes beispiel

Antworten: 11
soamist2 11-04-2012 00:14 - E-Mail an User
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um zu messen wie krank eine gesellschaft ist:

http://derstandard.at/1333528742512/Oslo-Attentaeter-Gutachter-erklaeren-Breivik-fuer-zurechnungsfaehig

jedes einigermassen zivilisierte volk hätte diesen killer auf dem erstbestem baum aufgeknüpft.

unsere "hochentwickelte" gesellschaft dagegen sucht nach erklärungen und zugangsebenen wie sich ein massenmörder am besten mit der selbstauferlegten moderne des menschlichen zusammenlebens verträgt ohne die eigenen verlogenen ideale zu verleugnen.

jede gesellschaft die nicht in der lage ist solch kranke gehirne, wie das eines zigfachen killers, zu eliminieren hat keinen platz in der geschichte

auf auf ihr gutmenschen









AnimalFarmHipples antwortet um 11-04-2012 08:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ersetze die Begriffe "Killer" bzw. "Massenmörder" durch irgendeine x-beliebige andere von der Mehrheitsgesellschaft mißbilligte Eigenschaft und Du wirst früher oder später feststellen müssen, daß Du Dich in derselben Denkschule befindest, die auch schon von Adolf Hitler, Idi Amin, Josef Stalin, Slobodan Milosevic, Saddam Hussein ... besucht wurde.


jfs antwortet um 11-04-2012 08:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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AFH, hast sehr recht. Ich finde unsere Gerichtsbarkeit i.O. Was mich stört, ist die nachgelagerte psychiatrische Hoheit der gstudierten, höchstwichtigen Seelenklempner. Wissen für alle(s) und jeden(s) die Lösung. Es ist sehr schade das unsere Entscheidungsträger kaum noch dazu fähig, mutig sind Entscheidungen, Abläufen einen Stempel aufzudrücken und dazu zu stehen. Klare Vorgaben für das Gemeinwohl treffen zu getrauen. Nicht Wählerstimmenoptimiertes Verhalten und Tun zu leben. Beamte welche den vielgeplagten Hausverstand im Dauerurlaub haben. Sich hinter Klubzwang, Herdentrieb, Paragraphen zu verstecken ist leider modern und kann kaum schaden. Dafür aber bei halbseidenen Geschäftsvorgängen ganz groß da sein. Soziales, Gemeinschaftliches, Couragiertes, Eigenverantwortliches, Ehrliches Denken und weiterführend Tun ist leider so was von Out. Den Anderen über den Tisch zu ziehen, nur den eigenen Vorteil im Auge behalten wird uns täglich vorgelebt. Da ist es wohl keine Überraschung wenn sich Strömungen entwickeln welche in anderen, radikalen Gesinnungen Besseres erwarten. Schade um unsere Kultur und gewachsene Strukturen.



org antwortet um 11-04-2012 10:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Soweit möchte ich jfs auch recht geben, aber in diesem Falle wäre es vielleicht besser diesen Mörder doch für unzurechnungsfähig zu erklären. Weil in Norwegen die Maximalstrafe bei 21 Jahren liegt. Dann ist er wieder frei. Als geistig abnormer Rechtsbrecher kann er aber lebenslang in eine Anstalt eingewiesen werden und ist damit weg von der Gesellschaft.


walterst antwortet um 11-04-2012 11:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@org

"wäre es vielleicht besser..."

Ich kann Dir nicht widersprechen, dass es vielleicht besser wäre. Aber so geht das nicht.
Weil man im Einzelfall grade meint, es wäre besser, kann man nicht einen Zurechnungsfähigen für unzurechnungsfähig erklären. Das wäre willkür.
Brevik wird für viele Angelegenheiten ein Prüfstein werden. Unter anderem halt auch dafür, ob es die richtige Entscheidung der Gesellschaft war, die Strafhöhe mit 21 Jahren zu begrenzen.


org antwortet um 11-04-2012 11:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich kann von hier natürlich nicht beurteilen ob er "normal" ist oder nicht. Aber wenn sich die untersuchenden Fachleute schon nicht einig sind, dann gehe ich davon aus dass es ein Grenzfall ist. Somit kann ich mir von hier aus auch etwas wünschen....


Josefjosef antwortet um 11-04-2012 12:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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immer wieder fällt in Gerichten das Wort unzurechnungsfähig.
Wenn ich zuviel Alkohol getrunken habe, bin ich in dieser Zeit unzurechnungsfähig und kann
mal so aus Spaß jemanden umbringen. Ist es nicht so, dass ein Alkoholisierter Verbrecher
oftmals ein milderes Urteil für eine Straftat erwarten kann, als ein Nüchterner?
Das ist für mich pervers. ist das normal? dann will ich kein Normaler sein.
Den Opfern wird nach wie vor zuwenig geholfen. Das ist auch unser hochgelobtes Gesellschaftssystem.
Also ich könnte mich für so manches Verbrechen auch mit der Todesstrafe anfreunden, oder zumindest
eine Haftstrafe, in der der Häftling viel für die Allgemeinheit arbeiten muß. Anstatt sie fernsehen und herumliegen zu lassen und dann noch bestes Futter erhalten.
Diese ganzen psych. Gutachten sind doch meist wertlos. Aber sie kosten viel Geld.
Die Attentäter von 9/11 waren doch auch zurechnungsfähig. Ansonsten wäre die halbe Welt unzurechnungsfähig.
für mich ist der Norweger schon zurechnungsfähig. Wenn das Gesetz eine Höchstrafe dafür von 21 Jahren vorschreibt, dann ist es das Problem der Norweger! Sind hald Gutmenschen.



Christoph38 antwortet um 11-04-2012 12:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nun ich sehe mich zu einer Ferndiagnose über Breivik bzw seine Gutachter nicht in der Lage.

Die grosse zivilisatorische Errungenschaft Verbrecher am nächsten Baum aufzuknüpfen sehe ich nicht. In bester Wildwesttradition mit Übertätern zu verfahren, die auf Basis des gesunden Volksempfindens für schuldig erkannt wurden, halte ich für fraglich, da für gewöhnlich bei derartigen Methoden der Anteil Unschuldiger etwas zu hoch ausfällt.

Persönlich möchte ich nicht dem aufgebrachten Mob zum Opfer fallen, welcher sich zwar berechtigt aufregt, aber zwischen möglichem Verdacht und echter Überführung eines Täters kaum unterscheidet.

Die Hexenprozesse des Mittelalters und die Inquisition mit hochnotpeinlichen Befragungen braucht jedenfalls keiner mehr.


sturmi antwortet um 11-04-2012 12:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bei Massenmördern stellt sich für mich schon die Frage nach der Todesstrafe! Der Gedanke das Breverik eines Tages wieder in Freiheit leben kann muß für die Eltern der getöteten Jugendlichen unerträglich sein!
MfG Sturmi


179781 antwortet um 11-04-2012 20:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich meine auch, dass für so einen wie diesen, der in einer bewusst und lange vorher geplanten Aktion viele Menschen ermordet die Todesstrafe angebracht ist. Egal ob zurechnungsfähig oder nicht.

Allerdings nur auf Grundlage einer ordentlichen Gerichtsbarkeit. Wo es hinführt wenn "zivilisierte" Gesellschaften die Gerichtsbarkeit selbst in die Hand nehmen, hat AFH schon beschrieben.

Gottfried


walterst antwortet um 11-04-2012 21:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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lassen wir die Todesstrafe, wo wir sie Europaweit haben: In der hintersten Schublade, gut versperrt.


helmar antwortet um 11-04-2012 21:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Begibt man sich dann als Gesellschaft nicht auf die selbe Stufe wenn nach der Tötung des Täters verlangt wird ? Aber es sollte bei der Schwere einer solchen Tat lebenslang auch lebenslang sein. Und bleiben.
Mfg, Helga



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