Verschwindet die Telekom hinter die Steckdose?

Antworten: 4
Indianerlandwirt 18-03-2012 09:17 - E-Mail an User
Verschwindet die Telekom hinter die Steckdose?
Heute gab es in der Kleine Zeitung eine Beilage über die Kelag - Stromnetz. Das Stromnetz ist für mich der Angelpunkt für ein ökologisches Europa. (60 % Stromverlust, Verteilungsprobleme, usw.) Aber das ist ein anders Thema.
In Ferlach, Kärnten wird bereits das Smart Grid -Smart Meter und Smart Home ausgetestet. SmartGrid wird von der EU forciert und ist ein Stromnetz mit flächendeckender Informations- und Kommunikationstechnik. Dabei wird beim Kunden-Haushalt ein Smart Meter eingebaut der alle 15 Minuten den Strom misst, die Daten übers Stromnetz mitteilt und der Kunde sich dann dies jederzeit über das Internet anschauen kann. Bis 2018 sollen laut EU Vorgabe 80 % der Kunden mit ein Smart Meter ausgestattet sein. Damit kann man dann auch effizient Strom sparen und verteilen. Smart Home steuert dann alle (steuerbaren) Stromgeräte im Haushalt. Das kann dann der Kunde auch über das Internet.

Also wenn das alles Möglich sein wird. Dann können wir doch gleich das Telekom-Festnetz aufgeben und unser Festnetz-Internet, Festnetz-Telefon und Festnetz-Telekabel über das Stromnetz betreiben. Könnte uns ca. 25 EUR in Monat mal 12 Monate = 300 EUR ersparen. Und das bei 2 Millionen Haushalten in Österreich oder so. Was meint ihr - Verschwindet die Telekom dann hinter die Steckdose?


ludwig1 antwortet um 18-03-2012 11:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verschwindet die Telekom hinter die Steckdose?
nein, Intenrnet über Stromleitung hat sich nur im eigenen Haushalt durchgesetzt, wenn man kein WLAN möchte. Ich glaube, daß es technische Schwierigkeiten (Störungen im Stromnetz) bei der großflächigen Umsetzung gegeben hat, ist aber schon ein paar Jahre her, so genau erinnere ich mich nicht mehr. Vielleicht brauchen wir aber in Zukunft gar keine Leitung mehr, wenn LTE das Rennen macht...


Woodster antwortet um 18-03-2012 14:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verschwindet die Telekom hinter die Steckdose?

nein ich glaube nicht, dass sich Funk auf lange Sicht durchsetzt.
Die Zukunft orte ich im Glasfaserkabel. Nach wie vor.

Funk hat einfach zuviel Nebenwirkungen.

Beispiel: Handys schaden Neugeborenen:
Zwei bis drei Telefonate am Tag reichen bereits aus
Frauen, die während ihrer Schwangerschaft mobil telefonieren, bekommen viel häufiger Kinder mit Verhaltensproblemen. Das ergab eine Studie mit über 13.000 Kindern.

Wer ein gesundes Baby zur Welt bringen will, muss offenbar nicht nur auf Alkohol und Zigaretten verzichten. Die langweiligen Tage mit dem Handy zu verquatschen, ist nach den neuesten Forschungsergebnissen auch nicht mehr drin.

Selbst die Forscher waren von den drastischen Ergebnissen überrascht. Die umfangreiche Studie wurde gemeinsam von der University of California, Los Angeles (UCLA) und der Universität Aarhus in Dänemark durchgeführt. Überzeugend ist sie auch, weil einer der Autoren ursprünglich sehr skeptisch war gegenüber der Annahme, dass Handys ein gesundheitliches Risiko darstellen könnten.

Befragt über ihre Handynutzung wurden die Mütter von 13.159 Kindern, die in den späten 1990ern in Dänemark geboren wurden. Da zu dieser Zeit mobiles Telefonieren noch nicht so allgemein verbreitet war, hatte die Hälfte der Mütter Handys nur gelegentlich oder gar nicht benutzt, was Vergleiche ermöglichte.

Für handyfonierende Muttis erwies es sich als 54 Prozent wahrscheinlicher, mit einem verhaltensauffälligen Kind beglückt zu werden. Diese Wahrscheinlichkeit stieg mit der potenziellen Strahlenbelastung. Und um 80 Prozent häufiger bekamen die Kids diese Probleme, wenn sie selbst schon im Vorschulalter Handys nutzen durften.

Um 25 Prozent höher war das Risiko für emotionale Probleme, um 34 Prozent höher die Wahrscheinlichkeit, Probleme mit Umgang mit Gleichaltrigen zu haben. Die Wahrscheinlichkeit für Hyperaktivität stieg um 35 Prozent, die für Verhaltensprobleme um 49 Prozent.

Die Wissenschaftler befanden die Ergebnisse selbst als “unerwartet” und können bislang mit keiner biologischen Wirkungserklärung für sie aufwarten. Eindeutig aber seien die Ergebnisse. Wurden andere mögliche Ursachen ausgeschlossen – wie etwa Rauchen während der Schwangerschaft, vorhergehende psychische Probleme in der Familie oder der soziale Status – wurde der Zusammenhang mit der Handynutzung sogar noch deutlicher.

Russische Forscher warnen in diesem Zusammenhang schon länger. Sie erklären, das Risiko mobil telefonierender Mütter für ungeborene Kinder sei “nicht viel geringer als das Risiko für die Gesundheit der Kinder durch Tabak oder Alkohol”.




Indianerlandwirt antwortet um 19-03-2012 19:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verschwindet die Telekom hinter die Steckdose?
Danke für die Antworten.

Anscheinend wird ein Kommunikations-Stromnetz doch nicht das Telekom-Festnetz ablösen. Funktionieren müsste es.


Restaurator antwortet um 19-03-2012 20:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verschwindet die Telekom hinter die Steckdose?
@indianerlandwirt:
2 dinge sollten einem bei deiner überlegung klar sein:
1. internet aus der steckdose ist machbar, verfügt aber über den geringstmöglichen grad an abhörsicherheit. auch in einem haus kann der nachbar, der am gleichen kreis hängt, "mitlesen".
2. dinge wie smart home und ähnliches zielen ebenfalls auf überwachung ab. irgendeine deutsche tu (ich müsste den artikel raussuchen) hat im experiment nachgewiesen, dass es möglich ist von den durch einen lcd-fernseher verursachten stromabnahmeschwankungen rückzurechnen welcher film (!) gerade geschaut wird. wer sich also bis in die unterhose schauenm lassen möchte soll das tun, sobald die möglichkeit besteht werden jedenfalls alle - von der werbewirtschaft bis zu ermittelnden behörden - flächendeckend und im voraus (vorbeugende gefahrenerkennung) darauf zugreifen.


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