Rettung der Hlfs Ursprung

Antworten: 65
servusdiewadln antwortet um 17-03-2012 09:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung
@ ursprung
wie kommst du auf die idee, dass der landesschulrat die schule schließen könnte?


teilchen antwortet um 17-03-2012 09:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung

Wie viele der Absolventen gehen danach in die Land- und Forstwirtschaft?
Diese Frage wird letztlich klären, ob die Schule noch weiter aus diesem Bereich finanziert werden kann.
Wenn ein Großteil der Absolventen in andere Berufe geht oder eine andere Weiterbildung macht, was für einen Sinn macht diese Ausbildung dann? Fürs Gartln auf der Terrasse?



walterst antwortet um 17-03-2012 13:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung
Der Aufbaulehrgang ist nach meiner Ansicht eine maßgeschneiderte Möglichkeit für Fachschüler, die sich in der Fachschule als begabt und bildungsfreudig herausgestellt haben, oder die den Wunsch nach der Matura erst später entwickelt haben.
Welche Berufe die Absolventen hinterher ergreifen, ist meiner Meinung nach voll, aber wirklich VOLL egal. Mit dem Argument, dass die Absolventen andere Berufe ergreifen, könnte man sonst jede berufs- und höherbildende Schule zusperren.
So weit ich weiß, sind z.B. meine ehemaligen Schulkollegen breit in den Berufen verteilt. Unter anderem Hauptschullehrer, Tierpfleger, Bankbeamte, AMS-Leiter, Fachschullehrer, Kammermitarbeiter, Tierärzte, Finanzbeamte, Zollwache, Maschinenbau, Krantechnik, Tourismus, Erzieher, Coaches, BWLer, Autoren.....
Die Kosten des Lehrganges sollen sich meinetwegen die Ministerien untereinander ausschnapsen, wenn es schon auf den späteren Beruf ankommen würde, aber nicht auf dem Rücken der Bewerber um die Ausbildungsplätze.



walterst antwortet um 17-03-2012 13:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung
damit das "liken" leichter geht hier der Direktlnk
 


servusdiewadln antwortet um 17-03-2012 15:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung
@ ursprung 2012
ab welchem zeitpunkt wird die hbla ursprung dem unterrichtsministerium unterstellt?



Tyrolens antwortet um 17-03-2012 18:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung
Das kann auch nur unserer Regierung einfallen, an der Bildung zu sparen...


teilchen antwortet um 18-03-2012 00:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung

@walterst

Es ist eben nicht egal, welche Berufe die Absolventen einer HLFS später wählen, wenn es außerlandwirtschaftliche Berufe sind.
Ein Schulplatz an einer HLFS kostet mehr als einer an einer AHS oder BHS.
Sicher ist es pädagogisch wertvoll, wenn der spätere Bankbeamte oder Zollwachebeamte eine landwirtschaftliche Grundausbildung hat, und das Schulegehen macht sicher mehr Spaß als an einer trockenen BHS oder AHS - aber das ist ein Luxus, der nicht mehr öffentlich finanziert werden kann.

Ähnlich ist es bei Tourismusschulen, sie benötigen mehr Infrastruktur und sind v.a. betreuungsintensiver, brauchen also mehr Personal.
Auch FHs die pro Studienplatz höhere Kosten als die Unis haben, müssen vor Gründung eines Studienganges die Arbeitsmarktsituation evaluieren, ob es überhaupt Bedarf für diese Ausbildung gibt, und ob die Absolventen Beschäftigung finden werden.

Im Bildungssystem gibt es sicher noch andere Stellen, an denen man sparen könnte, z.b. die zweigleisige Lehrerausbildung Pädagogische Akademien und Lehramt an den Unis. Mit der Zusammenlegung von HLFS bzw. der Auflösung von Lehrgängen ist eben auch eines der Sparpotentiale aufgegriffen worden. Für die Betroffenen schade, aber im Gesamtzusammenhang begreiflich.



textad4091 antwortet um 18-03-2012 01:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung
Wenn in Zukunft halt jeder nur die für den Staat günstigste (Aus)Bildung macht die derjenige dann fürn Beruf braucht gibt's halt nur mehr, und man verzeihe mir den Begriff, Fachidioten und mehr nicht ... Aber wenn man sich den Großteil unserer werten Politiker ansieht isses kein Wunder dass Bildung und Wissenschaft keinen Wert mehr hat (Oder haben darf); Immerhin wundere ich mich dann nimmer über die Gedächtnislücken jener Politiker die mit Korruption im Zusammenhang stehen
Hauptsache her mit dem Zaster ...


walterst antwortet um 18-03-2012 07:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@teilchen

das hätte ich jetzt bitte gerne genauer erklärt: Beim Aufbaulehrgang haben die ehemaligen Fachschüler den "teuren" Teil, nämlich die praxisnahe Ausbildung schon hinter sich und können mit dem Lehrgang in sehr kurzer Zeit zur Matura geführt werden.
Was ist die "billigere" Alternative zu diesem Lehrgang?????????????????????????????????


teilchen antwortet um 18-03-2012 09:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@walterst

Auch im Aufbaulehrgang gibt es Praxisteile, Pflanzenbau und Nutztierhaltung sind als Praxisteile enthalten, steht zumindest so im Stundenplan. Und Einrichtungen wie z.B. das Chemielabor in der HLFS ist sicher umfangreicher ausgestattet als an einer normalen AHS und ist somit anteilig dem Aufbaulehrgang zuzurechnen. Die aufwändigere Infrastruktur ist ja trotzdem da und zu erhalten. Vergleichbare Angebote mit dem Ziel der Matura sind sicher kostengünstiger zu haben.

Es geht aber jetzt nicht ums Erbsenzählen.
Ich würde jedem Jugendlichen in Österreich so eine Ausbildung gönnen, ebenso wie eine Tourismusausbildung.
Beide sind allerdings als GRUNDausbildungen zu teuer.
Und sie sind auch, mit Verlaub, nicht gerecht im Sinne einer Chancengleichheit für alle Jugendlichen, wenn es um öffentlich finanzierte Weiterbildung geht.



Julian95 antwortet um 18-03-2012 09:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung
Ich gehe selber an eine HLFS und kann bestätigen, dass es viel mehr Spaß macht, als an einer AHS oder anderen Schultypen.
Praxsis und Theorie verbindet, bei uns werden die meisten in der Land-oder Forstwirtschaft tätig sein ,oder in landwirtschaftlich nahen Berufen arbeiten.
Ich denke, dass man in der heutigen Zeit gut ausgebildete Leute in der Landwirtschaft braucht, damit man dem stetig wachsenden Druck gewachsen sein kann, dass gilt für Fachschule und aber auch für HLFS.
Fachschulen sind ja oftmals für Kinder/Jugendliche, die einen Betrieb im Vollerwerb übernehmen können, bei uns an der Schule gibt es dafür wiederum viele Kleinbauern, die die Matura brauchen um nebenbei einen guten Job zu bekommen.
An meinem Beispiel: Auch wenn ich HLFS mach, werde ich anschließend 1 Jahr die Forstfachschule besuchen-->Forstwart und hoffentlich geht anschließend irgendwann mein sehnlichster Wunsch in Erfüllung: Berglandwirtschaft, also auch wenn ich Matura habe, gehe ich anschließend in die Forstfachschule.





walterst antwortet um 18-03-2012 09:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@teilchen

Gerechtigkeit und Gleichheit durch weniger Bildung - ja, das geht auch


Christoph38 antwortet um 18-03-2012 09:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Es ist in Zeiten knapper Budgets sicher ein verlockender Gedankengang Ausbildung danach zu beurteilen, welche Berufe die Absolventen danach ergreifen.

Diesem Gedankengang muss jedoch eine klare Absage erteilt werden. Das Bildungssystem sollte eigentlich mehr sein, als reine Berufsausbildung.
Verschreibt man sich einer reinen berufsbezogenheit, kann man viele Fächer und Studienerichtung gleich ganz abschaffen, spart sicher Geld.

Gerade Allgemeinbildung ist aus rein beruflicher Perspektive nicht von direktem Nutzen. Also weg damit ?

Staatliche Bildungsbevormundung als Zielsetzung und Mittel der Geldeinsparung ?
Konsequenterweise wäre dann an teure Ausbildung die Bedingung zu knüpfen, dass darauf ein einschlägiger Berufszwang folgt, damit sich die Ausbildungskosten nicht im Rückblick vergeudet wurden.

Bildung sollte eigentlich mehr sein, als reine Berufsausbildung, auch in Zeiten knapper Budgets, die ja bei Licht betrachtet so knapp nicht sind, angesichts der Unsummen die in div. Bereichen verbraucht werden. Eine Budgetabwägung in Richtung "nutzloser" Bildung ist abzulehnen.



Julian95 antwortet um 18-03-2012 09:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich gehe selber an eine HLFS und kann bestätigen, dass es viel mehr Spaß macht, als an einer AHS oder anderen Schultypen.
Praxsis und Theorie verbindet, bei uns werden die meisten in der Land-oder Forstwirtschaft tätig sein ,oder in landwirtschaftlich nahen Berufen arbeiten.
Ich denke, dass man in der heutigen Zeit gut ausgebildete Leute in der Landwirtschaft braucht, damit man dem stetig wachsenden Druck gewachsen sein kann, dass gilt für Fachschule und aber auch für HLFS.
Fachschulen sind ja oftmals für Kinder/Jugendliche, die einen Betrieb im Vollerwerb übernehmen können, bei uns an der Schule gibt es dafür wiederum viele Kleinbauern, die die Matura brauchen um nebenbei einen guten Job zu bekommen.
An meinem Beispiel: Auch wenn ich HLFS mach, werde ich anschließend 1 Jahr die Forstfachschule besuchen-->Forstwart und hoffentlich geht anschließend irgendwann mein sehnlichster Wunsch in Erfüllung: Berglandwirtschaft, also auch wenn ich Matura habe, gehe ich anschließend in die Forstfachschule.





Tyrolens antwortet um 18-03-2012 10:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Teilchen, muss ich dir jetzt wirklich erklären, warum jeder in AUT die allerbeste Ausbildung bekommen soll, am besten jeder studieren sollte? In einer AHS lernt man heute sowieso nichts mehr. Das ist eine erweiterte Hauptschule und daher alles andere als ein positiver Maßstab.
Das soll nicht heißen, dass Urprung perfekt ist, aber ein besseres System wird's in Österreich dank unfähiger Entscheidungsträger sowieso nicht geben.

Ich bin wirklich erstaunt, eher sogar erschüttert, wie man auf die Idee kommen kann, in einem Land wie Österreich den Zugang zur Bildung verhindern zu wollen. Wir haben so schon viel zu wenig Bildung. Viel zu wenig.


helmar antwortet um 18-03-2012 10:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nicht allzuweit weg von mir befindet sich eine LFS, welche auch einen hauswirtschaftlichen Zweig führt. Und dieser wird von den Schülerinnen, und ich vermute noch mehr von den Eltern, gut angenommen. Denn das erste Schuljahr ersetzt ja den polytechnischen Lehrgang. Und in dieser Schule finden sich gar nicht so wenige "Nichtbauernkinder" welche den Schulbetrieb und das Internatleben "cool" finden. Ich vermute ich dass es dort Schüler und Schülerinnen gibt welche sich über ihren weiteren Berufsweg nach der 8.Schulstufe noch nicht im Klaren sind und daher zum Finden desselben in eine Schule gehen, wo es ihnen auch gefällt.
Denn wenn es in den LFS ausschliesslich um die Ausbildung der künftigen Hofübernehmer ginge hätten wir um etliche Schulen und deren Standorte weniger. Aber wenn nun sagen wir eine oder ein 17jähriger doch noch die Matura anstrebt, sollte er diese Chance haben. Aber er sollte in seiner Fachschulzeit ausreichend praktischen Unterricht erhalten haben damit dieser in den Maturaaufbaulehrgängen nicht mehr notwendig ist und dass volle Konzentration auf die theoretischen Fächer möglich ist. Und solche Lehrgänge bräuchten dann nicht mehr zwigend anStandorten von landwirtschaftlichen Fachschulen geführt werden. Und da wäre dann viel an Flexibilität betreffend des Schulstandortes möglich.
Mfg, Helga


Julian95 antwortet um 18-03-2012 10:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich gehe selber an eine HLFS und kann bestätigen, dass es viel mehr Spaß macht, als an einer AHS oder anderen Schultypen.
Praxsis und Theorie verbindet, bei uns werden die meisten in der Land-oder Forstwirtschaft tätig sein ,oder in landwirtschaftlich nahen Berufen arbeiten.
Ich denke, dass man in der heutigen Zeit gut ausgebildete Leute in der Landwirtschaft braucht, damit man dem stetig wachsenden Druck gewachsen sein kann, dass gilt für Fachschule und aber auch für HLFS.
Fachschulen sind ja oftmals für Kinder/Jugendliche, die einen Betrieb im Vollerwerb übernehmen können, bei uns an der Schule gibt es dafür wiederum viele Kleinbauern, die die Matura brauchen um nebenbei einen guten Job zu bekommen.
An meinem Beispiel: Auch wenn ich HLFS mach, werde ich anschließend 1 Jahr die Forstfachschule besuchen-->Forstwart und hoffentlich geht anschließend irgendwann mein sehnlichster Wunsch in Erfüllung: Berglandwirtschaft, also auch wenn ich Matura habe, gehe ich anschließend in die Forstfachschule.





teilchen antwortet um 18-03-2012 13:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@walter

Gerechtigkeit und Gleichheit durch weniger Bildung -
Du weißt genau dass Deine Aussage nicht meinem Eintrag entspricht.

Wenn Du einen Weg findest, wie wir allen Jugendlichen eine so hochqualitative Grundausbildung zukommen lassen können, bitte um Vorschläge.
Ich hatte Mitte der 80er Jahre meinen ersten EDV-Unterricht in der AHS. Wir hatten damals 6 (!) EDV-Arbeitsplätze für ca. 350 Schüler zur Verfügung, ich besuchte den mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig. Computer kosteten damals ja noch eine Menge Geld.
Verhältnis Schüler:Computer 58:1

Zur selben Zeit gab es in einer HBLA für landwirtschaftliche Frauenberufe 30 EDV-Arbeitsplätze für 150 Schülerinnen.
Verhältnis Schülerinnen:Computer 5:1

Ich weiß, dass 2/3 der Absolventinnen des besagten Jahrgangs in Nicht-Landwirtschaftlichen Berufen tätig sind.
Mir ist daher vollkommen verständlich, dass das Lebensministerium solche Schulen nicht mehr finanzieren will und kann.
Und das Unterrichtsministerium fragt sich zu recht, warum es einige wenige Schulen top, und den großen Rest mickrig ausstatten soll.



teilchen antwortet um 18-03-2012 13:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Tyrolens

Nein das musst Du mir nicht erklären. Finnland ist bei PISA regelmäßig unter den Top 3, ein Schulplatz kostet dort durchschnittlich 6.500 Euro. Bei uns kostet er durchschnittlich 8.000 Euro, und wir sind fast die rote Laterne im PISA-Ranking.
An den Bildungsausgaben kann es also nicht liegen, unsere Schulen sind teuer, aber ineffizient.

Ich bin bei Dir, den Zugang zu Bildung möglichst offen zu halten. Dann aber bitte ein finanzierbares Angebot für möglichst viele, und nicht ein sehr teures Angebot für einige wenige.



walterst antwortet um 18-03-2012 13:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@teilchen
irgendwie scheine ich wirklich auf der Leitung zu stehen.
Dass die HBLA-Absolventinnen mit der angeblich besseren PC-Ausstattung heute überwiegend nicht in landwirtschaftlichen Berufen arbeiten, ist genau WOFÜR ein Argument?????????





teilchen antwortet um 18-03-2012 13:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung

@walter

Nicht nur angeblich, sondern tatsächlich bessere PC-Ausstattung, ich habs live erlebt.

Es ist eine Frage der Perspektive, von Deiner Seite aus kannst Du keinen Haken erkennen.
Es ist natürlich toll, wenn die Absolventinnen so gut ausgebildet sind, dass sie verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten haben. Weiterbilden müssen sich ohnehin alle, die eine Berufsausbildung anstreben.
Ursprünglich hatten die HLFS und HBLA für Landwirtschaftliche Berufe schon noch den Sinn, junge Leute für landwirtschaftliche Berufe auszubilden. Dafür wurde auch Geld aus den Landwirtschaftstöpfen hergegeben, und die notwendige Infrastruktur in den Schulen für Praxismodule geschaffen.

Heute zeigt sich immer mehr, dass es keine Fachausbildung mehr ist, sondern eine Grundausbildung, der landwirtschaftliche Anteil dabei verkommt zur - teuren - Liebhaberei, der volkswirtschaftlich nur für einen kleinen Teil der Absolventen einen Nutzen hat. Dass die Finanzierung Unterrichtsbudget wandert, ist nachvollziehbar.

Für mich ist ganz klar, dass es Privatsache ist, wenn in der Grundausbildung eine landwirtschaftliche Ausbildung dabei sein soll.
Die für das Berufsleben benötigten Qualifikationen werden auch an einer BHS oder z.T. auch AHS gelehrt, die Absolventen dort sind ja auch keine geistig benachteiligten.
Es ist schon ein bisschen wie mit dem Montessori-Kindergarten. Wer mehr haben will als der Durchschnitt, soll dafür privat bezahlen.



walterst antwortet um 18-03-2012 13:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung
elektronikunterricht in einer HTL wäre demnach auch "Privatsache"?


teilchen antwortet um 18-03-2012 14:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung

Soviel ich weiß, sind Absolventen technischer Berufe noch immer sehr gefragt, daher würde ich es noch einer Fachausbildung zuordnen.
Die Kosten eines Schulplatzes in einer HTL sind mit denen einer HLFS nicht zu vergleichen, weil kein Lehrbetrieb dafür notwendig ist wie bei HLFS oder Tourismusschulen.
Aber vielleicht werden die HTLs auch bald evaluiert und einzelne Fachbereiche ausgemustert, die nicht mehr kosteneffizient sind.



Restaurator antwortet um 18-03-2012 14:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung
@teilchen:
wenn du dir die stundentafeln der hlfs ursprung ansiehst wirst du neben den klassischen fächern wie englisch, mathematik,... fächer wie kommunikation, angewandte physik und chemie, umwelttechnisches laboratorium, qualitätsmanagement, marketing und vieles mehr finden.
natürlich ist das dort am beispiel der landwirtschaft aufgehängt, hat aber trotzdem in allen bereichen seine gültigkeit. der arzt lernt das nähen ja auch nicht am offenen brustkorb.
und gerade in zeiten wie diesen, wo von den arbeitnehmern eine möglichst hohe flexibilität verlangt wird, kann die grundausbildung nicht breit genug gefächert sein.
letztlich sind diese absolventen nach ihrem abgang vielseitig einsetzbar, was man von "reinen" maturanten bei gott nicht sagen kann.
es hat schon auch seinen grund, warum (sogar im städtischen bereich) so viele eine lfs, zumindest als 9. schuljahr besuchen.
in meinen augen ist das, was dort weitergegeben wird im verhältnis zu den kosten billiger als im borg oder gym.
mit diesen scheiss bedarfsermittlungen produziert man ausserdem leute, die zwar einen beruf haben, aber einen den sie eigentlich nie wollten. burnout und frust sind dann vorprogrammiert.
auch ändern sich die situationen oft unerwartet schnell, dann fehlen wieder irgendwelche spezialisten und bis wir sie ausgebildet haben braucht sie dann keiner mehr.
auch sieht niemand, dass lfs (wie z.b. st, martin ind graz mit allen seinen ablegern - die ja jetzt teilweise auch geschlossen werden) einen schönen anteil arbeitsloser jugendlicher so abfangen, dass ihnen eine perspektive erhalten bleibt: je nachdem wie weit man die schulen besucht hat man bereits pflegediplome oder bis zu 1 1/2 jahre lehrzeit als gärtner oder so erledigt.
dass das der sogenannten freien wirtschaft zugute kommt und auf dieser seite wieder zu immensen ersparnissen führt wird in der regel auch nicht berücksichtigt.
nach fast 2 jahrzehnten landschullehrerdasein kann ich nur sagen: was ich in der zeit miterlebt habe war für unser bildungswesen schrecklich. dass sie es schaffen noch dümmer und kurzsichtiger zu agieren wie damals erstaunt mich aber inzwischen nicht mehr.
zu deiner anmerkung, dass es nicht nötig sei, dass zollbeamte über eine weitere ausbildung verfügen:
erstens sollen das ja keine fachtrottel, sondern menschen direkt aus dem leben sein und
zweitens: was haben denn die minister ihre ressorts betreffend für ausbildungen?


71herbert antwortet um 18-03-2012 15:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung
Hallo,
Ursprung ist also "nicht gerecht im Sinne einer Chancengleichheit für alle Jugendlichen". Das heißt jede Musikschule, jede Sporthauptschule, jedes Schigymnasium usw. gehört geschlossen weil auch die sind ungerecht und nehmen nicht jeden. Fähigkeiten, Talente und persönliche Interessen dürfen also keine Rolle mehr spielen. Alle lernen das selbe und das Niveau gibt der schlechteste vor. "Gerechtigkeit im Sinne einer Chancengleichheit für alle Jugendliche" gibt es in Wirklichkeit erst dann wenn auch jeder Sonderschüler auf die Universität gehen kann. Nicht umsonst boomen Privatschulen.


Christoph38 antwortet um 18-03-2012 15:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung
Kenne auch ein paar Leute die Ursprung besucht haben. Die ich kenne sind gscheite Leute und stehen ihren Mann/Frau im Berufsleben.

Klar wer die Landwirtschaft als privilegierte Branche betrachtet, die möglichst schlechter gestellt werden soll, der wird sicher auch dafür sein, beim lw. Schulwesen Geld zu streichen.
Das Geld konnte ja viel sinnvoller verwendet werden.

Derartige Überlegungen sind durchaus nachvollziehbar.
Es gibt auch Bauern die dazu neigen, bei anderen Pivilegien zu erblicken, die abgeschafft gehören.


teilchen antwortet um 18-03-2012 19:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung

@Restaurator

Die Fächer in der HLFS Ursprung sind gut, keine Frage, aber man braucht dafür nicht einen ganzen Betrieb im Hintergrund. Offensichtlich rechnet es sich nicht in Ursprung, bzw. sind die Schülerzahlen so klein geworden, dass jeder Schulplatz überproportional teuer geworden ist.
Die besagte HBLA von der ich ein paar Einträge vorher geschrieben habe, hat sich inzwischen breiter orientiert und bietet Ausbildung für verschiedene Bereiche an, Landwirtschaft ist nur noch ein kleiner Teil. Die Bewerber für diese HBLA kommen vor allem aus dem Nicht-Landwirtschaftlichen Bereich.
So geht's auch.

Die Bedarfsermittlungen kenne ich seit dem Bestehen der FHs in Österreich. Jeder Studiengang wird zuerst nach Kosten-Nutzen-Relation evaluiert, d.h. ob es genug Bedarf nach Absolventen in der Region gibt. Wenn die Evaluierung nicht positiv ausfällt, startet der Studiengang nicht.
Ich sehe das nicht einschränkend, wir haben in Österreich immer noch so viele Ausbildungsmöglichkeiten, es ist sicher nicht der Mangel an Auswahl, der uns in Frust und Burnout triebe. Gute Leute gehen ihren Weg, auch wenn Ihnen nicht alle Türen sofort geöffnet sind.

Warum ein Zollwachebeamter eine landwirtschaftliche Ausbildung haben soll, erschließt sich mir nicht.



teilchen antwortet um 18-03-2012 19:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung

@71herbert

Die Sport- und Musikhauptschulen haben keinen erheblichen Zusatzaufwand an Infrastruktur und Personal. Für Instrumente, Sportgeräte und externe Kurse müssen die Eltern ohnehin selber aufkommen. Daher ist der Aufwand dieser Schulen nicht mit einer HLFS vergleichbar.


@christoph38
"Klar wer die Landwirtschaft als privilegierte Branche betrachtet, die möglichst schlechter gestellt werden soll..."

Eben nicht, denn die HLFS kommt mittlerweile dem Nicht-landwirtschaftlichen Bereich offensichtlich mehr zugute als dem landwirtschaftlichen. Warum sollte daher aus dem Landwirtschaftsbudget eine Ausbildung für Leute gezahlt werden, die weder aus der Landwirtschaft kommen noch dorthin wollen?

Die Frage ist dann echt, warum geben wir einigen wenigen Jugendlichen (nichtlandwirtschaftlich) die Chance in teurere aber öffentlich finanzierten Schulen zu gehen, mit tollen Möglichkeiten Erfahrungen zu sammeln, die nicht berufsrelevant sind. Und dem großen Rest geben wir diese Chance nicht, und sie müssen in einen trockenen Unterricht ohne Praxisanteil. Sind diese Jugendlichen es nicht auch wert so tolle Möglichkeiten zu haben?

PS: Ich kenne übrigens auch Absolventen aus AHS und BHS, die gescheite und fähige Menschen sind und es zu viel gebracht haben. Ich kenne auch Autodidakten ohne viel Ausbildung, die auch sehr erfolgreich geworden sind. Wir dürfen nicht von einer Schule erwarten, etwas zu kompensieren, was einem Menschen in seiner Persönlichkeit nicht gegeben ist.



walterst antwortet um 18-03-2012 19:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung
warum ein in einer HBLA ausgebildeter Maturant nicht zur Zollwache gehen soll, erschliesst sich mir auch nicht.

Mir war auch bisher nicht bewusst, dass außerhalb der landwirtschaftlichen Bevölkerung die Berufsentscheidungen zu hundert Prozent mit 14 Jahren fallen.


walterst antwortet um 18-03-2012 19:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung
@teilchen
wann und wie erkenne ich vor Antritt einer Schulausbildung, ob die gebotene Ausbildung später "berufsrelevant" ist?


helmar antwortet um 18-03-2012 19:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung
Ich hoffe doch dass die Jugendlichen von heute sich ihren Beruf, bzhw. die Ausbildung dazu, selber aussuchen können und nicht von den Eltern in eine Ausbildung "geschickt" werden welche, aus welchen Gründen auch immer von diesen für gut und richtig für die Kinder angesehen wird. Und die Kinder womöglich gar nicht gefragt werden ob sie das auch wollen.
Mfg, Helga


teilchen antwortet um 18-03-2012 20:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung

@walter

Ich stimme Dir vollkommen zu, mit 14 wissen die wenigsten, was sie später wirklich machen werden, bzw. ob das was sie machen berufsrelevant ist.
Außer vielleicht klare Hofnachfolger.
Tatsache ist, dass die landwirtschaftliche Ausbildung für immer weniger Absolventen "berufsrelevant" ist.

Deiner Ansicht nach lenken es die 14jährigen, welches Schulangebot wir in Österreich brauchen.
Ich hätte mir mit 14 eine Mal- und Zeichenschule gewünscht, aber seltsamerweise gab es die für mich nicht. Andere wünschen sich vielleicht eine Eisenbahnschule mit angehängtem Lernbetrieb, oder eine DJ-Schule, oder eine Makeup- und Modelschule.
- Ich habe mir jetzt erlaubt, auf Deine Polemik einzusteigen und auch ein bisschen polemisch zu sein.



Christoph38 antwortet um 18-03-2012 21:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung
Wenn an der Ursprunger Schule ein lw. Betrieb angeschlossen ist, wird sich dieser aus Sicht der nichtbäuerlichen Bevölkerung wohl locker selbst tragen, da man in einem geschützten Produktionsbereich arbeitet und satt Förderungen einstreicht ?

Übrigens kenne ich auch Leute die eine lw. Ausbildung gemacht haben, jetzt ganz andere Berufe ausüben, aber trotzdem die Lw Kenntnisse auch in diesem Beruf von Nutzen sind. zB kenne ich einen vom Zoll der jetzt dort eben das lw Schnapsbrennen betreut.

Sollte eigentlich klar sein, wenn jemand eine lw Schule besucht hat, einen fremden Beruf ergreift, dass der natürlich gerade an den Verbindungsstellen mit der Lw zum Einsatz kommt.


bauernbeispiele antwortet um 18-03-2012 21:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung
Bin auch HLFS Absolventin und finde, dass der Schuleigene Betrieb heute gar nicht mehr so wichtig ist. In meiner Ausbildung (LEW) hatte ich nur wenig mit dem Lehrbetrieb zu tun, obwohl immer propagiert wird, die Ausbildung sei deshalb sooo praxisnah. Ich denke, die paar Stunden Melkkurs u.ä. könnte man auf einem Partner-Bauernhof genauso absolvieren, der muss nicht unmittelbar zur Schule gehören. Ich habe gehört, dass früher die SchülerInnen viel mehr in den Lehrbetrieb mit einbezogen wurden, heute ist das nicht mehr der Fall. Ich kann das jetzt nur für eine Schule sagen, möglicherweise ist das nicht überall so.

@helmar
Leider suchen sich nicht alle Jugendlichen ihren Beruf selber aus, es gibt wirklich auch solche, die nur halb freiwillig eine solche Ausbildung machen, weil eben der Einfluss der Eltern mit 14 noch sehr groß ist. Bei mir selbst war es auch so, dass ich die Alternativen zu wenig gekannt habe, und auch wenn, wären sie wohl für die Eltern nicht in Frage gekommen - es musste eine Schule sein, wo man "die Arbeit lernt", etwas "fürs Leben", also hauswirtschaftliche Kenntnisse.
Ich habe mich nach der Matura "neu orientiert" und werde auch einmal einen Beruf haben, der mit LW kaum etwas zu tun hat. Zum Glück ist das heute möglich, denn anfangs war die HLFS-Matura nur eine Fachreifeprüfung.


textad4091 antwortet um 18-03-2012 22:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung
@teilchen: Gibt es zu den Bedarfsermittlungen für FHs in Österreich zufällig irgendwo objektive Informationen im Netz? Ich kann mir diesen Bedarf an Absolventen für "die Region" (wie auch immer definiert) bei manchen FHs einfach nicht vorstellen, mir fallen da auf Anhieb 2 ein und eine, die bereits weg vom Fenster ist (Wobei da die Frage is ob es sich um eine echte FH handelte oder um nur um eine Außenstelle einer Universität) Würd mich nur interessieren, soll jetz keine Kritik an deiner Aussage sein!

Chancengleichheit wieder ein ganz andres Thema- Da haben jene in den größeren Städten (Landeshauptstädte+Wien) sowieso die Nase vorn, denn wo wird ma denn die gute Ausrüstung haben? Man dürfte von den Chancen, die einem die Schule bietet z.B. niemals das TGM Wien mit HTLs aus dem ländlichen Bereich vergleichen ...
Sollen doch die beiden netten Damen (Bildungs- und Finanzministerin) froh sein dass vielseitige, ausgewogene Ausbildungsrichtungen angenommen werden! Aber das könnte dann gach zur Folge haben dass ma mehr über die Bundespolitik nachdenkt, des geht doch ned ...
Übrigens hab ich mit einigen Bekannten im WE über dasselbe Thema diskutiert- Einhellige Meinung "Wofür hat ma in Österreich ach so tolle 2 Eliteunis an Standorten wo's ned wirklich gefragt sind" (Jetzt nix gegen die Bewohner der dortigen Orte)


beginner antwortet um 18-03-2012 22:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@teilchen..

vielleicht ist dieser Zollbeamte mit Landwirtschaftsausbildung jemand, der zu Hause einen Betrieb nebenbei führt?

Ich bin aus keiner Bauers-Familie..interessiert hats mich aber immer.

Bin aber nach der Landwirtschaftsschule dann ganz wo anders hin. Bin jetzt auch ganz wo anders.

Aber ich habe seit einigen Jahren doch wieder den Wunsch was in Richtung Landwirtschaft zu machen.

Hätte ich die Landwirtschaftsschule nicht machen dürfen, weil ich eigentlich eh was anderes arbeiten werde bzw. arbeite, würde ich wohl auch jetzt so nicht denken und handeln.

Bei der Bildung zum Sparen anfangen passt zu unseren Politikiern. Tausende Euro Pension nach relativ kurzer AMtszeit,....na da sparen wir mal lieber nicht. ODER?

beginner


teilchen antwortet um 18-03-2012 23:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung

Hallo textad4091,

Du findest unter www.fhr.ac.at (Fachhochschulrat) unter Qualitätssicherung FH-Sektor Dokumente die Akkreditierungsrichtlinien. Unter Anhang 2 ist genau beschrieben, wie die Bedarfs- und Akzeptanzanalyse gemacht werden muss, und welche Bedingungen für eine öffentliche Teilfinanzierung notwendig sind.

Die Akkreditierungsrichtlinien gilt dann aber nur für fünf Jahre, dann muss neu evaluiert werden, denn die Arbeitsmarktsituation kann sich möglicherweise geändert haben, und darauf hat der FH-Betreiber dann zu reagieren.
Die Ergebnisse der jeweiligen Bedarfsanalysen im Detail sind nicht veröffentlicht, die kannst Du aber bei jedem FH-Betreiber individuell erfragen.

LG, Teilchen


71herbert antwortet um 18-03-2012 23:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ teilchen
die Musik und Sporthauptschulen haben einen enormen Aufwand an zusätzlichem Personal und vor allem an Infrastruktur. Alle dieser Schulen platzen aus allen Nähten. Es müssen massenweise Schüler abgewiesen werden weil nicht so schnell neue Unterrichtsräume geschaffen werden wie der Bedarf steigt. Natürlich zahlen die Eltern ordentlich dazu, eben auch um die Talente und Fähigkeiten der Kinder zu fördern, weil es eben keine andere Möglichkeit gibt.
Der Aufwand z.B. einer Schihandelsschule (zusätzliche Lehrer, Trainer, Trainingsmaterial, Fahrzeuge und v.a. durch die längere Schuldauer, usw.) ist sicher erheblich höher als der so eines Aufbaulehrganges.
Um bei den Sport- und Musikschulen zu bleiben und deinem Argument daß ein Lehrgang geschlossen werden kann wenn die Teilnehmer in andere Berufe wechseln, würde heißen daß alle Schulen die keine Berufsmusiker oder Profisportler hervorbringen auch keine Berechtigung hätten.
Eigentlich eine weiter Bankrotterklärung unserer Regierung wenn wir uns über solche Themen unterhalten müssen, weil bei der Bildung wird doch eh nicht gespart, gell.



71herbert antwortet um 19-03-2012 00:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Puuh,
eine Bedarfs- und Akzeptanzanalyse. Das müßte man sich im universitären Bereich vorstellen, wenn nur nach Bedarf BWL-er oder Kommunikationswissenschaftler usw. ausgebildet werden dürften. Da wär was los.


Steinpilz antwortet um 19-03-2012 06:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rettung der Hlfs Ursprung
@teilchen
meines wissens hat die HBLA ursprung neben dem schwerpunkt biologische landwirtschaft auch einen umwelttechnikzweig eingerichtet, der vor allem von schülern aus dem "nichtlandwirtschaftlichen" bevölkerungsschichten besucht wird. deine forderung einer chancengleichheit für gute ausbildung müsste somit für diese schule genüge getan sein ;)

außerdem ist die schule sehr beliebt, die schülerzahlen steigen jährlich. wer sich interessiert: auf der homepage der schule (google hbla ursprung) unter schule/projekte findet man die schülerprojekte, die jedes jahr wieder aktuelle themen aufgreifen(gentechnik, allergien, stevia, lifestylekrankheiten, zeckenscreening etc...) und dafür einen preis nach dem anderen einheimsen.

wär schade um die schule. den guten geld entziehen um damit die mittelmäßigen schulen zu finanzieren ist für mich echt nicht nachvollziehbar. erinnert ein bisschen an kommunistische verhältnisse...


teilchen antwortet um 19-03-2012 06:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@71herbert

Da sind wir jetzt beim freien Unizugang angelangt, mit unserer Akademikerquote sind wir ohnehin Schlusslicht, und die Ausgaben pro Uni-Studienplatz sind mickrig. Ein Publizistikplatz kostet bei uns 2.300, Schweiz und Dänemark geben für einen vergleichbaren Studienplatz 9.000 Euro aus.
Ein FH-Platz kostet bei uns pro Jahr 6.500 für wirtschaftliche Richtungen und 7.800 für technische Richtungen. Da ist die Bedarfsanalyse schon angebracht.

Ein durchschnittliches Schuljahr kostet bei uns 8.000 Euro, in Finnland nur 6.500, dh hohe Kosten bei uns mit bescheidenem Ergebnis. Geld bringt nicht automatisch Qualität. Mit Blick auf das große Ganze wird es so sein, dass die Investition ein paar HLFS unsere Bildungsquote nicht nachhaltig verbessert, sonst würde man sie ja eher ausbauen und nicht reduzieren.




teilchen antwortet um 19-03-2012 07:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Steinpilz

Dass es jetzt auch eine HBLA ist, ist jetzt neu.
Wenn es so einen regen Zulauf an Interessenten gibt, warum haben dann die Schüler Angst davor, daß die Schülerzahl unter 300 sinkt und die Schule geschlossen wird?



walterst antwortet um 19-03-2012 07:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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man darf nicht dem Irrtum aufsitzen, dass die Kürzung für Ursprung irgendwas mit gezielter Bildungspolitik zu tun hätte.
Auer und Berlakovich haben beim Sparpaket einfach so scheisse verhandelt, dass der Niki jetzt nicht weiss, wo er die "hausinternen" Einsparungen abzwacken soll. Jetzt wird halt herumprobiert, wo am wengsten Widerstandt ist.


helmar antwortet um 19-03-2012 08:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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In diesem Fall, lieber Walter, hast du recht........und das zwicken und zwacken wird noch intensiver werden. In unserem Kammerrundschreiben sind auch die Vor und Nachteile eines Ausstieges aus dem UBAG nach 5 Jahren aufgelistet.......u.a. dass es dann keine Kontrollen mehr gibt. Schuft der Böses dabei denkt oder so ähnlich........
Mfg, Helga


Christoph38 antwortet um 19-03-2012 08:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ walter
Mich wundert aber trotzdem die Kürzung. Hat nicht BB-Präsi Auer einer grosszügigen Immosteuer der Bauern zugestimmt, als Beitrag der Bauern, der bereits massiv überproportional (ca 2 Mrd von ca 7,5 Mrd) ist, damit andere bäuerliche Bereiche von Einsparungen verschont bleiben ?

Wenn jetzt trotzdem überall gekürzt wird ,was bleibt dann davon übrig, dass die Bauern relativ glimpflich davon kommen, wie der BB behauptet ?

Hat nicht Auer kürzlich noch von intelligentem Sparen gesprochen. Wurde er missverstanden und hat gemeint bei der Intelligenz (Bildung) sparen ?


JAR_313 antwortet um 19-03-2012 17:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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hallo Teilchen,

dir wäre eine landwirtschaftliche Ausbildung lieber gewesen, warum hast du keine gemacht?!
Du schreibst selbst das Mitte der 80'er Eure Schule hinterher war. Die Halbwärtszeit in der Komputerbranche liegt bei 18 Monaten. Relativiert die Aussage bis jetzt (Zeitrechnung ist nicht beim Jahrtausendwechsel (1999-2000) stehen geblieben), macht 27 Jahre = 18 fache Kapazität der Rechner.
Wenn alle 5 Jahre neue Rechner hingestellt werden, hat mal der, mal der die Nase vorn.
Mitte der 90'er war es bei mir genau umgekehrt, da hatten die HTL's die Nase vorn, weil das Landwirtschaftsministerium bei der Bildung immer hinten nach war.

Weiters sehe ich es als schweren Schock an, dass gerade Du Pisa zitierst und offensichtlich für relevant hältst. Hast Du schon mal die Führerscheinprüfung am Komputer gemacht ohne sich vorher damit beschäftigt zu haben.

Die Finnen..Norden...ein eigenes Volk
Hast du vor kurzem den Bericht gesehen über die KiGa dort. Mit der 26 Stunden-Betreuung wo das Kind von 3 Betreuerinnen im 8 Stunden 3-Schichtmodell bereut werden.
Finnland derzeit das einzige Land in Europa ist, dass konkret eine Atomanlage baut
....
Der Vergleich mit den anderen hinkt wohl immer

mfg josef






helmar antwortet um 19-03-2012 19:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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..und eine sehr hohe Selbstmordrate hat....
Mfg, Helga


Restaurator antwortet um 19-03-2012 20:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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genau. und um dich zu ergänzen, helga:
die 15 - 16jährigen finnen saufen europaweit am meisten - vielleicht weil staatliche kindsaufzucht trotzdem defizite hinterlässt nachdem mutter- und vaterliebe nicht in einem masterstudium erlernt werden können?
eine noch höhere jugendselbstmordrate gibt es nur in japan und südkorea - gibt es am ende einen zusammenhang mit zu hohem leistungsdruck der auch zu alkoholismus führen kann?
oder ist es die tatsache, dass in nordischen rankings ausschliesslich die leistung gemessen wird und die vorgaben - ab wann man staatliche unterstützung für die schule oder studium bekommt - immer höher geschraubt werden, während gleichzeitig die ausgezahlten beträge bei weitem nicht mehr ausreichen und man neben einem top-studium auch ein top vollzeitarbeitnehmer sein muss?
welcher teufel reitet die leute die solche sklavischen systeme anhimmeln und nicht mehr wissen was österreichische gemütlichkeit ist? genau dank dieser "österreichischen wege" und mentalität haben wir es geschafft zu den reichsten ländern der welt zu zählen.
die ganze pisa-scheisse ist doch alles von der bertelsmannstiftung. und das diese sich den sozialabbau, abschaffung des arbeitslosengeldes und aufhebung der mindestlöhne zum ziel gesetzt haben kann man bei ihnen selbst nachlesen.
und wer sitzt dort als einziges nicht-familienmitglied im vorstand? genau der "wolferl" dessen politiker jetzt der reihe nach von der staatsanwaltschaft befragt werden.
bei wem's jetzt no net klingelt woher der "evaluations- und bedarfsermittlungswind" blast, dem kann ma eh net mehr helfen.


tch antwortet um 19-03-2012 22:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Christoph

Intelligenz kann man nicht kaufen....die hat man oder eben auch nicht.


tch


walterst antwortet um 19-03-2012 23:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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schade, dass man Intellenz nicht kaufen kann. Mancher würde das Wortspiel von chr. verstehen können mit einem Jogurtbecher voll davon.


teilchen antwortet um 20-03-2012 07:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@JAR_313

Die Landwirtschaftschule hätte ich nie machen wollen, die Ausbildung hätte für mich keinen Vorteil gebracht, obwohl sie teurer war. Meine Bildung nach 4 Jahren AHS ist in Mathematik und Naturwissenschaften um Klassen besser, Sprachen sowieso.

Lies bitte noch einmal nach, was ich über die Computerausstattung geschrieben habe. Es geht vor allem um das Verhältnis Schülerzahl zu Gerät. Da muss ich einfach sagen, dass die HBLA vergleichsweise luxuriös ausgestattet war, mit dem Ergebnis, dass die meisten Absolventinnen von dort heute sicher nicht profitabler damit arbeiten als ich.

Und zu PISA: es gibt sicher Verbesserungsbedarf bei der Erhebung, aber es ist nun einmal bislang die einzige Vergleichsstudie für den Bildungsgrad. Es ist aber auch kein Zufall, dass Finnland so gut dasteht, die haben einfach vieles besser gemacht als andere Staaten, inkl Österreich. Vor allem die Lehrerausbildung.
Der Reflex ist übrigens auch normal, bei schlechtem Abschneiden erst einmal die Studie anzuzweifeln.





teilchen antwortet um 20-03-2012 07:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Restaurator

Wenn man sich die Suizidraten (Wikipedia) anschaut, dann ist die höchste Konzentration geografisch konzentriert auf Nordeuropa, die baltischen Staaten und den Norden Asiens (Russland, Ukraine, Südkorea, Nordkorea macht wahrscheinlich keine Erhebungen, Japan).
Einen Ausreisser gibt's in Ostafrika.
Könnte es da nicht eher einen geografischen oder ethnischen Zusammenhang geben? Zumal auch Ungarn eine Köge Suizidraten hat, welches zur selben ethnischen Gruppe wie die Finnen gehört?

Der Zusammenhang mit hohem Bildungsgrad, Suizid und Alkoholismus erschließt sich mir nicht. Finnland ist ein ausgeprägter Wohlfahrtstaat, hat eine der geringsten Einwanderungsraten, also kaum soziale Probleme, und Leistungsdruck und innere Isolation wie in Japan scheinen in Finnland auch nicht der Fall zu sein.
Schweiz hat übrigens auch eine erstaunlich hohe Selbstmordrate., auch Österreich liegt weit vorn. Die Zusammenhänge mit verschiedenen Ursachen sind nicht so locker aus dem Ärmel zu schütteln, wie Du und andere es hier machen.



helmar antwortet um 20-03-2012 08:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Naja, lieber Restaurator....bei so manchen Eltern, bzhw. Müttern und den dazugehörigen Männern, wäre die wie du etwas abschätzig schreibst, "staatliche Kindaufzucht" wenn schon nicht lebensrettend, dann schon nicht schlecht. Ich halte nichts davon Wissen in Kinder reinzupressen wenn die Aufnahmefähigkeit dafür in manchen Fällen einfach nicht gegeben ist. Aber das Recht der Lehrkräfte im Notfall auch wirksame Disziplinäre Massnahmen treffen zu können für sehr notwendig. Und bei notorischen Schulschwänzern, wenn deren Eltern nicht mit Lehrkräften kooperieren, die Streichung der Kinderbehilfe für ein paar Monate auch......dieser Meinung ist auch ein Bekannter von mir, ein sehr engagierter Hauptschullehrer.
Mfg, Helga


edde antwortet um 20-03-2012 08:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ich kenne zwar das salzburger Schulwesen nicht, doch hat mich die deutliche Kritik des Rechnungshofes am oberösterreichischen landw. Schulwesen erstaunt.
jeder Schüler an oö. landw. Schulen kostet gut das doppelte eines Bundesschülers.

möglicherweise sind diese Zahlen in Salzburg ähnlich und es ist dort der Grund für diese Sparmassnahmen zu suchen.




helmar antwortet um 20-03-2012 08:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wundert dich das? Mich nicht.........die den Schulen angeschlossenen Landwirtschaften haben ja Fremdpersonal, sind meistens neuesten Standes auf allen Belangen und schliessen hoffentlich am Jahresende positiv ab. Und da stellt sich die Frage ob nicht die Auslagerung des Praxisunterrichtes eine massive Kostenreduzierung wäre.
Mfg, Helga


Christoph38 antwortet um 20-03-2012 08:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Eine grosse praktische Schwierigkeit des Herausfilterns der "schwarzen (Bildungs)schafe" wird sein, wie man jene Schüler identifiziert, die später "artfremde" Berufe ergreifen, sodass im Rückblick ihre (teure) Ausbildung unnütz war.

Ein Ansatz könnte sein Brillenträger nicht zuzulassen, da damit eine gewisse Intellektualität korrelliert, die mit bodenständiger Lw nichts zu tun hat bzw. in hohem Grad befürchten lässt, dass ein außerlw. Beruf ergriffen wird ?

Eine Beschränkung auf Schüler aus lw. Betrieben ? Wahrscheinlich großer Aufschrei.

Vielleicht eine Art Studieneingangsphase mit drop out: ausmisten, Kühe besamen, Schweine schlachten, Gülle aufrühren mit dem Mixer, Dauergummistiefeltragen, Gefahrenbäume aufarbeiten ...?

Nicht dass man am Ende einen Lehrgang beschränkt und am Ende finden nur mehr die unnützen Bildungsschmarotzer einen Platz.


Restaurator antwortet um 20-03-2012 09:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@helmar:
der meinung bin ich zwar auch, aber es handelt sich bei diesen problemfällen immer noch (auch im städtischen bereich) um minderheiten.
und mir geht es einfach langsam auf den geist, dass man eine problemminderheit analysiert, überlegungen bezüglich diverser gegenmassnahmen anstellt und das ergebnis dann über ALLE drüberstülpt. für die "normalos" bedeuten solche massnahmen in meinen augen keinerlei fortschritt.
ich führe aber auch gerne jederzeit eine diskussion darüber, dass die schwierigen kinder und jugendlichen letztlich auch vom sogenannten fachpersonal nicht "gleichgebogen" werden können und oftmalig zu bestdokumentierten wanderpokalen durch die institutionen und betreuungseinrichtungen werden.
@teilchen: einerseits gibt es eine reihe anderer bildungsstudien die teilweise zu anderen ergebnissen kommen, andererseits ist pisa stark gefärbt und bei 600 erreichbaren punkten nur 45 punkte abstand zum gelobten finnland zu haben ist ja nicht wirklich schlecht - oder sind unsere schirennläufer schlecht wenn sie einige hundertstel hinter den siegern liegen?
abgesehen davon ist und bleibt pisa ein konstrukt der bertelsmannstiftung. und diese schreibt in ihren eigenen zielen vom sozialabbau, der abschaffung des arbeitslosengeldes und der aufhebung der mindestlöhne. auch am bildungssektor wollen sie nur die interessen der konzerne durchsetzen.


edde antwortet um 20-03-2012 16:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@restaurator

weder auf der Homepage der Bertelsmannstiftung, noch unter "Pisastudie" in Wikipedia findet sich auch nur ein einziger Hinweis auf einen Zusammenhang von Pisa und Bertelsmann.

von wo hast du diese Information ?


Restaurator antwortet um 20-03-2012 20:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@edde:
ich bin ursprünglich vor etwa einem halben jahr über diverse (parteipolitisch unabhängige) fachartikel auf die bertelsmanngeschichte gestossen und hab dann im internet weiterrecherchiert (im sinne von googeln und lesen). bin jetzt selbst ganz erstaunt, dass man mit den diversen sucheingaben faktisch zu keinem ergebnis kommt.
das beweist aber eigentlich nur wie geschickt vorgegangen wird, bzw. über den begriff "bertelsmann" ist vieles was sie machen sowieso nicht aufzufinden weil es von einer anders benannten teilorganisation durchgeführt wird.
bekannt ist aber, dass diese stiftung so einflussreich ist, dass sie schon kanzler schröder, derzeit merkel in gesellschaftspolitischen fragen beraten und so die marschrichtung vorgeben. in einigen artikeln wurde z.b. erwähnt, dass auch hartz IV von bertelsmann ersonnen wurde.
wikipedia gibt z.b. noch folgendes preis:
zitat wikipedia:
"Wirtschaftspolitischer Forderungskatalog
Nach Antritt der Regierung Schröder publizierte die Stiftung in der Zeitschrift Capital einen wirtschaftspolitischen Forderungskatalog für die ersten hundert Tage der Regierung. Dessen Inhalte:
In der Sozialversicherung sei es nötig, binnen zehn Jahren die Arbeitslosenversicherung abzuschaffen und Sozialhilfe weiter einzuschränken. Die Kürzungen in der Sozialhilfe wiederum mindere automatisch den damit verbundenen Mindestlohn. Sinke der Mindestlohn, dann diene dies der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit. Zugleich diene dies der Sanierung der Staatsfinanzen.
Die Senkung der übrigen Löhne um 15 Prozent und die Reduzierung des Kündigungsschutzes erlaube es Unternehmen, mehr Arbeiter und Angestellte einzustellen und damit die Arbeitslosigkeit zu dämpfen.
Die Lohnnebenkosten sollten mittelfristig vom Unternehmer ganz auf den Arbeitnehmer übertragen werden."
auch der gesamte bologna-prozess ist zu einem grossen teil auf ihrem mist gewachsen.
etliche internationale politikwissenschafter stufen die stiftung mit der art ihrer einflussnahme als "antidemokratische organisation" ein.

zum nachlesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bertelsmann-Stiftung

leider kann ich den printartikel zum thema pisa und bertelsmann nicht mehr finden, is aber eig. eh schei**egal, die fahren sowieso ihr programm. um solche leute noch zu stoppen müsst ma 1848 schreiben und ich hab aba für sowas ka zeit. ;)
die mechanismen wie wir langsam, aber sicher zugunsten der abzocker und geldanhäufer nach unten gelenkt werden find ich trotzdem faszinierend. die menschen werden sich die ändern.
 


edde antwortet um 20-03-2012 21:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@restaurator

ob deine angesprochenen fachartikel stimmen ? mag sein, wir können es nicht beweisen.

bertelsmann versucht ganz stark, alle wirtschaftsbereiche neoliberal hinzubiegen, was ich bestimmt als problematisch empfinde.
die balance zwischen freier wirtschaft und sozialer ausgewogenheit hat sich gerade in der jüngsten geschichte insbesondere durch diese so unseligen auswüchse am kapitalmarkt als gesellschaftlich unabdingbar bewiesen, meiner meinung nach.

konzerne wie bertelsmann gehen hier geradezu diesen unseligen weg voraus, in dem wissenschaftliche publikationen nimmer als bloss der wissenschaft verpflichtete erkenntnisse pubiziert werden, sondern sich durch wissenschaftsbudgetkürzungen einerseits und privater finanzierung andererseits quasi gefälligkeitspublikationen erkauft werden.

dies ist auch mit ein grund, warum ich als sogenannte richtschnur auch hier immer wieder die meiner meinung nach gute altbewährte christliche soziallehre verteidige, denn wer oder wo sonst sollen gesellschaftspolitisch gesunde erkenntnisse herkommen ?
etwa von parteien ? von leider eben durch "Geld" im weitesten sinne erkaufte wissenschaft ?

ich weiss, dass dies viele nicht gerne hören, aber davon werde ich niemals auch nur einen millimeter abrücken.

mfg




wildduck antwortet um 20-03-2012 21:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Systemrelevante Bildung = Systemrelevanter Mensch! Funktioniert das?

USA - Panik--> mit Hilfe der Franzosen hatten sie dann die OECD unter Druck gesetzt, was ihnen auch gelungen ist. So ist dann die Pisa entstanden. Wer sie entworfen hat ist letztendlich egal, sie dient als "Instrument" eher der "Marktwirtschaft" und erst in zweiter Linie dem Menschen. LG WD


teilchen antwortet um 22-03-2012 00:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@edde

Danke für den Hinweis, ich habe jetzt auch einen Artikel zu dieser Rechnungshofkritik gefunden. Für mich scheint damit die Frage nach dem Warum beantwortet.

 


textad4091 antwortet um 22-03-2012 09:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hmmm, tolle Argumentationen findet man da ja in den Kommentaren .... Is halt das gleiche wie bei den Landwirten- Wie will man denn bei einer Berufsgruppe, die etwa 2 bis 3% der Gesamtbevölkerung ausmacht, sooooo viel einsparen und damit das Staatsbudget sanieren ..... Siehe Artikel "Das Landwirtschaftliche Schulwesen macht gerade einmal 1,5% aus" ... Jetzt glauben manche gleich wieder, nur weil man den "paar" landwirtschaftlichen Schulen das Geld "abnimmt" kann man das gesamte österreichische Bildungssystem damit komplett auf Vordermann bringen^^ Einsparen ja, aber vielleicht mal dort wo's sinnvoll ist- Aber Politiker sind ja auch nicht so dumm wie man manchesmal danken mag und bauen ihre eigenen Arbeitsplätze ab^^



teilchen antwortet um 23-03-2012 07:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@textad4091

Ich glaube nicht daß jemand erwartet daß mit einer Reduktion der Landwirtschaftsschulen das Bildungsbudget zu sanieren ist. Das glaubst Du selber sicher eh auch nicht, aber es hört sich halt einmal recht forsch an.

Wenn ein Schuljahr pro Schüler 20.100 kostet und bei anderen Schulen im Durchschnitt die Hälfte, knapp 5% aller Schüler überhaupt in eine Landwirtsschaftschule gehen und diese Zahl rückläufig ist, dann ist es doch mehr als legitim über eine Reduktion nachzudenken.

Bei 300 Schüler wäre das pro Jahr schon eine Einsparung von ca. 3 Mio Euro, das auch ein Beitrag zum Sparpaket, der den Bauern nicht einmal besonders weh tut, weil ihnen nichts weggenommen wird. Die Hofnachfolger finden immer noch genug Fach- und Wirtschaftsausbildung, um ihre Aufgabe einen landwirtschaftlichen Betrieb erfolgreich zu führen, bewältigen zu können.




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