GVO-Mais - Befürchtungen bereits eingetroffen ?!

Antworten: 4
biolix 15-03-2012 07:28 - E-Mail an User
Befürchtungen bereits eingetroffen ?!
Guten Morgen !

anbei eine Story zu GVO Mais in den USA und seinen Problemen, die schon vor Jahren voraus gesagt wurden..

lg biolix

http://orf.at/stories/2110007/

Forscher schlagen Alarm

Der Streit über die Gentechnik, ihre Gefahren und ihre Potenziale wird nun neu entfacht: In den USA gibt es deutliche Anzeichen dafür, dass ein pflanzenschädigender Käfer gegen gentechnisch veränderten Mais resistent geworden ist. Hinter den betroffenen Gentech-Maissorten steht ausgerechnet der weltgrößte Agrar- und Biotechnikkonzern Monsanto. Dieser beschwichtigt, es handle sich nur um Einzelfälle. Eine Forschergruppe sieht jedoch unbedingten Handlungsbedarf und richtet neben der Warnung vor Ernteausfällen einen Appell an die Umweltschutzbehörde.


 


salcmi antwortet um 15-03-2012 08:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Befürchtungen bereits eingetroffen ?!
ist doch nicht der einzige fall von schädlichem GVO mais.

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/02/28/Vermischtes/Gen-Mais-schadet-Marienkaefern-doch

mal schauen wie lange diese agrarkonzerne wie monsanto die ganzen nebenwirkungen noch verheimlichen können, ich denke das sind noch längst nicht alle schädlichen anzeichen die hier aufgezeigt werden da lauert wahrscheinlich noch viel mehr im busch


nugl0815 antwortet um 15-03-2012 08:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Befürchtungen bereits eingetroffen ?!
Egal wie man zu Gentechnik steht. Irgendwie beruhigend zu hören, dass die Natur stärker ist als der Mensch





kolli antwortet um 15-03-2012 16:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Befürchtungen bereits eingetroffen ?!
Das Problem kommt erst noch. Die Resistenz des Käfers gegen Bt-Mais klingt ja im ersten Augenblick recht harmlos. Pech gehabt für Monsanto, hat halt nicht geklappt. Das Mitleid mit dem Konzern wird sich in engen Grenzen halten.
Die eigentliche Katastrophe ist folgende: Bt ist eine Abkürzung für Bacillus thuringiensis. Dieses Bakterium ist ein Darmparasit für Insekten. Es gibt sehr viele Stämme dieser Bakterien, die sehr wirtsspezifisch sind. Vereinfacht gesagt ist es so, dass erst durch die spezielle Darmflora des Insektes das Protein freigesetzt wird welches dann als Insektizid wirkt. Dieser Mechanismus ist von der Natrur so eingerichtet, weil dadurch Resistenzbildungen erschwert werden.
Die genialen Forscher haben einfach das Gen, welches dieses Protein synthetisiert, auf den Mais übertragen. Jetzt produziert der Mais dieses Gift. Er produziert dies aber unabhängig von der Darmflora des Wirtinsektes, praktisch jedes Insekt, welches mit dem Mais in Berührung kommt, wird vergiftet. Dass es dabei zu Resistenzbildungen kommen muß, war abzusehen. Das Problem ist aber jetzt folgendes:

Diese Viecher sind nicht nur gegen den Bt-Mais resistent, sondern auch gegen den Bacillus thuringiensis. Dieses Bakterium ist aber seit Millionen von Jahren ein natürlicher Gegenspieler von Insekten. Was die Natur in Millionen von Jahren nicht geschafft hat, nämlich eine Resistenz zu bilden, hat der Mensch innerhalb von ein paar Jahren geschafft: Gratulation.

Wer jetzt glaubt - was schert mich das - den möchte ich noch schnell ein paar Zahlen mit auf den Weg geben:
Es gibt ca. 45 000 Säugetierarten. Zum Vergleich gibt es etwa 1 Million bekannte Insektenarten. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es insgesamt bis zu 30 Millionen Insektenarten geben könnte, mit Sicherheit jedoch ein Vielfaches der bekannten Arten. Die einzigen Insekten, die uns interessieren, sind die Honigbiene, die paar lästigen Schädlinge und vielleicht noch ein paar Schmetterlinge. Der Rest ist uns eigentlich wurscht - wir sind schließlich Säugetiere.



Indianerlandwirt antwortet um 15-03-2012 20:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Befürchtungen bereits eingetroffen ?!
Die BT-Toxine des Bacillus thuringiensis wirken nicht gegen alle Insekten! Alle 30 Millionen Insektenarten laut @kolli sind nicht in Gefahr. Auch wirken die BT-Toxine (Gifte) nicht gegen Pflanzen, Wirbeltiere und Menschen. Und BT-Toxine sind vollständig biologisch abbaubar. Ihr Verlust als Gegenspieler zu den bestimmten Insektenarten ist so wie es @kolli sagt .... ein wirklich Großer.
Besonders in Afrika wäre eine Resistentbildung gegen BT-Toxine äußerst bedenklich. Dort werden Insekten dezimiert welche Denguefieber, Onchozerkose und Malaria übertragen. Über 15 Millionen Kinder in Westafrika konnten mit Hilfe von BT dort geschützt werden.



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