Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?

Antworten: 30
Fetzerl 02-03-2012 23:32 - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
Hab mir gerade den Kommentar von Bernhard Weber im neuen Blick ins Land durchgelesen, es geht um die österreichischen Positionen zur GAP und dass diese bis dato nicht vorhanden sind. Wenn das nur annähernd stimmt (und davon gehe ich aus), ist das das endgültige Armutszeugnis für alle Agrarpolitiker...

Denn ich stelle mir schon einige Fragen:
* Wie lange sind die Vorschläge der EU-Kommission schon bekannt?
* WIe lange wissen wir, dass die GAP ab 2014 wieder anders aussehen wird? (seit ca. 2007 ungefähr...)
* Was machen unsere Politiker eigentlich den ganzen Tag?
* Wofür haben die ihre Beamtenapparate eigentlich herumsitzen?
Das gilt für alle, egal ob Bauernbund, Kammern, Ministerium, etc.

Gerade heute hat LR Pernkopf wieder öffentlich die Wichtigkeit der Verhandlungen betont, also wo sind die Ideen, wie die GAP aussehen soll? Wo sind die zündenden Vorschläge, zu denen die österreichischen Landwirte sagen: "Hey, die sind so gut, wir stehen voll hinter Euch!" ?

Ich höre von allen Seiten nur Gemotze über die Vorschläge der Kommission, aber keine konstruktive Idee, wie es besser aussehen könnte.
Da lobe ich mir direkt die Grünen Bauern und den UBV, deren Vorschläge und Ideen sind zwar teilweise weltfremd und nicht umsetzbar; aber sie haben wenigstens Ideen und wissen, was sie wollen! Die bringen mehr auf die Reihe als der ach so mächtige Bauernbund!!! Denn gerade der Bauernbund als freiwillige Interessenvertretung schafft es nicht, die Interessen und Ideen der Landwirtschaft zu benennen und erst recht lautstark zu kommunizieren!
Und die Landwirtschaftskammer in NÖ ist gerade mit der 90-Jahr-Feier beschäftigt, da kann man sich ja nicht mit so Kleinigkeiten wie Sparpaketen oder der GAP herumschlagen...

Als gelernter Österreicher kann ich mir gut vorstellen, wie es kommt: alles wird beschlossen, wie es die anderen wollen; Berlakovich und Konsorten sagen, sie haben eh alles rausgeholt und beim ÖPUL werden in der letzten halben Stunde irgendwelche komischen Maßnahmen reingenommen, über die sich alle dann sieben Jahre lang ärgern...
Ich kann gar nicht soviel (fr)essen, wie ich kotzen möchte...

LG, Franz



Darki antwortet um 03-03-2012 04:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
Ich kann gar nicht so viel lesen wie du jammern kannst!


maestro antwortet um 03-03-2012 07:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
Die Industrialisierung der Landwirtschaft ist voll im Gange!
Das in Zukunft gefragte Kapital muss vom Familienbetrieb gelöst werden und muss in die Hand von Industriellen. Banken und Großanleger, denn nur das hat auch in Zukunft auch einen Wert und ist nicht ein "Papierl"


Unsere scheinbaren Vertreter sind Teil des Systems...




kst antwortet um 03-03-2012 07:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
dann geh doch zu den Grünen und unterstütze sie, egal dass ihre Ideen weltfremd sind und nicht umsetzbar, Hauptsache sie haben Ideen und wissen was sie wollen...........


Woodster antwortet um 03-03-2012 08:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
@Darki,

Fetzerl hat schon recht. Er zeigt konstruktiv Fehler und Möglichkeiten auf.
Er denkt eben vorher nach und zeigt auf.

Zwischen rechtzeitigem Aufzeigen und Jammern ist schon ein kleiner Unterschied.
Nix tun, und nachher motschgern - das ist das Jammertal vieler .

Nur blöd reden kann jeder. Das ist zuwenig, Darki. Wenn dann konstruktiv bitte.



Baum5 antwortet um 03-03-2012 08:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
Was sollen Österreichische Landwirtschaft--Politiker in Brüssel.Wir wurden 1995 nach Brüssel verkauft.Össterreich interessiert doch niemanden. Nur als Nettozahler sind wir gut genug.In unserem LW Ministerium inkl.Ama sitzen Leute mit wenig oder gar keinem Hausverstand,aber horrenden Gehältern.So werden künstlich Arbeitsplätze geschaffen und die sagen uns wos lang geht..Wir werden doch nur belogen um bei der nächten Wahl das Kreutzerl wieder im richtigen Kasten anzukreutzen


u99 antwortet um 03-03-2012 08:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
@Fetzerl; Genau das gleiche, wie Du schreibst, könnte ich auch von unserem Land Frankreich schreiben. Die Bauern werden nicht gefragt, geschweige denn informiert. Irgendwer irgendwo entscheidet und irgendwann erfährt auch der Landwirt davon. Die Industrialisierung der Landwirtschaft schreitet auch bei uns zügig voran aber es sind trotz allem,und zum Glück, immer noch die Familienbetriebe, die besser wirtschaften und viel weniger Schulden haben. Grossbetriebe, bei uns über 200 Hektaren, verfolgen meistens die Strategie Wachstum ohne Grenzen, etwa 3/4 von ihnen sind hoch verschuldet und merkens häufig zu spät.
mfg.


kst antwortet um 03-03-2012 09:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
dann geh doch zu den Grünen und unterstütze sie, egal dass ihre Ideen weltfremd sind und nicht umsetzbar, Hauptsache sie haben Ideen und wissen was sie wollen...........


walterst antwortet um 03-03-2012 09:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
Merke: Der brave Bauer dulde untertänigst die Planlosigkeit und Untätigkeit seiner Vertreter. Auch dann, wenn sie von Agrarjournalisten klar niedergeschrieben wurde. Auch dann, wenn sie schwarz auf weiß in Gesetzesform vorliegt. Auch dann, wenn die Vertreter in Diensten von Konzernen stehen.......


GaHi antwortet um 03-03-2012 09:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
@ fetzerl : Ich bin in allen Punkten deiner Meinung, aber aus langjähriger Erfahrung weiß ich daß man heutzutage die Wahrheit nicht mehr sagen darf, sonst wird man von den " ach so selbstherrlichen Bauernbündlern" als Querulant abgestempelt. Eingefleischte Bauernbündler sehen vor lauter Regimetreue die Tatsachen nicht mehr und glauben alles was von oben gepredigt wird ohne darüber auch nur ein bisschen nachzudenken. Das kommt mir so ähnlich vor wie im früheren Russland.




loess antwortet um 03-03-2012 10:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
Also unsere Vertrerter sind gar nicht so planlos wie es immer aussieht, die sagen eh immer ja und amen, dass das eigene warme Platzerl im Parlarment, usw... gesichert ist und man nicht als Querulant in der eigenen Partei dasteht. Das braucht man, damit man bei der nächsten Wahl weit oben am Stimmzettel steht zwecks "Arbeitsplatzsicherung". Weil wegen die paar Bauernstimmen was da flöten gehen auf die paar kommts nicht an.


Fetzerl antwortet um 03-03-2012 11:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
@Darki: den Unterschied zwischen Jammern und konstruktiver Kritik kapieren nicht alle... Ich will mit meiner Kritik erreichen, dass unsere "Vertreter" munter werden und das tun, wofür sie gewählt sind und bezahlt werden: vernünftige Entscheidungen treffen. Wer das nicht will, der soll zur Seite treten!
Denn im Endeffekt geht es immer nur um eines: MACH DEINEN JOB!!!
Und das ist der Job des Politikers: möglichst vernünftige Entscheidungen zu treffen!!! Sonst nichts!!!

@baum5: In Brüssel gilt wie auch überall anders: wer seine Anliegen gut vertreten kann und weiss, was er will, der wird leichter seine Ziele erreichen. Denn das ist das Mindeste, was ich von Politikern erwarte: dass sie wissen, was sie erreichen wollen und das ziemlich genau!
Eine Ansage: wir wollen mehr Geld - das ist jedem egal, weil das will jeder. Aber Eine Ansage: wir wollen dieses und jenes Geld, weil wir wollen damit bestimmte Dinge unterstützen und damit diese Ziele erreichen - das klingt schon mal viel konkreter und besser und wird bei denen, die die Entscheidung treffen werden, viel besser ankommen. Und genau darum geht es mir: sich zu überlegen, was wir wollen!

Bestes Beispiel: Ländliche Entwicklung, insbesondere das ÖPUL. Wir wissen, dass ab 2014 ein neues Programm aufgelegt wird. Wir wissen nicht, wieviel Geld dafür überhaupt vorhanden sein wird. Aber man kann sich drauf vorbereiten, indem man verschiedene Ideen erstellt und Möglichkeiten geistig durchspielt. Dann ist die Überraschung nicht mehr so groß, weil ich zumindest eine Ahnung habe, wie ich damit umgehen kann. Das ist wie beim Katastrophenschutz: je besser ich vorbereitet bin, umso besser kann ich reagieren und umso weniger Schaden entsteht.

@grebsi: stimme zu; das kommt aber daher, dass die "Querulanten" meist alleine unterwegs sind. Bei einer ordentlichen Gruppe, die ihr Anliegen gut kommunizieren kann, geht das nicht mehr so leicht.

@walterst: das dürfte das 11.Gebot für die Landwirt sein ;-) Aber da ich nur 10 Gebote kenne, gilt das für mich nicht...

@kst: ich hab mal den Pirklhuber bei einem Vortrag gehört und die Ideen, die die Grünen betreffend die GAP haben. Da ich Biobauer bin, haben mir manche Ideen recht gut gefallen, andere wiederum waren sehr diskussionswürdig. Aber: da sind wenigstens Ideen da! Beim Bauernbund, Kammer und Ministerium scheints, herrscht da komplette geistige Leere...

Eine Anmerkung dazu: die LK NÖ hat ein "Zukunftsbild Landwirtschaft" beschrieben (siehe Link). Das klingt recht gut und mir gefallen viele Punkte daraus.
Doch es kommt drauf an, wie ich das tatsächlich umsetze und welche Maßnahmen dafür getroffen werden - ansonsten ist es nur schön geschriebenes, unnötiges Geschwurbel. Und ich befürchte, dass es beim Geschwurbel bleibt...

LG, Franz
 


Muuh antwortet um 03-03-2012 11:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
Im aktuellem topagrar ein Beispiel eines Bauern über die Auswirkung des Sparpakets.
Im konkreten Beispiel wäre das eine zusätzliche Belastung von 1,53 Cent pro Liter Milch.



 


veti antwortet um 03-03-2012 12:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
Faiererweise sollt man dazusagen, dass der Wegfall des Mehrkindzuschlags und 13. Kindergeld sowie die Kürzung der Bausparprämie alle betreffen. Und beides kann man nicht zu betrieblichen Einkommen zählen...
Aber das Minus das übrig bleibt, "reicht" eh leicht noch...


maestro antwortet um 03-03-2012 12:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
Die Industrialisierung der Landwirtschaft ist voll im Gange!
Das in Zukunft gefragte Kapital muss vom Familienbetrieb gelöst werden und muss in die Hand von Industriellen. Banken und Großanleger, denn nur das hat auch in Zukunft auch einen Wert und ist nicht ein "Papierl"


Unsere scheinbaren Vertreter sind Teil des Systems...



Hausruckviertler antwortet um 03-03-2012 16:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
Ich hab da mal eine Frage. ich hab auch grad die neue BLick ins Land vor mir, sehe aber keinen Artikel von Bernhard Weber. Kann es sein, dass es 2 verschiedene Zeitungen gibt? Eine Gratiszeitung und eine abbonnierte, wo mehr drin steht?


tch antwortet um 03-03-2012 16:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
.In unserem LW Ministerium inkl.Ama sitzen Leute mit wenig oder gar keinem Hausverstand,aber horrenden Gehältern.So werden künstlich Arbeitsplätze geschaffen und die sagen uns wos lang geht..

Sind es nicht die Kinder der Landwirtschaft, hochbegabt, hochinttelligent und mit überdurchnittlichen Hausverstand gesegnet die diese "Ämter" bekleiden?

Ist das nicht verwunderlich wie schnell die degenerierung Lw. Ableger fortschreitet?

Warum schleust ihr nicht eure wirklich guten Leuten in die genannten Amterln und Kammern ein?
Lösungsorientierte Strategien sind gefragt. Das Kreuzerl am Wahlzettel wird keine veränderung im Alleingang bringen.

Aber das ist ohnehin bekannt...:-)

tch


MF7600 antwortet um 03-03-2012 17:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
seits froh dass soooo gut verhandelt wurde, es hät noch schlimmer kommen können ;-)
na mal im ernst, wer övp und bauernbund noch unterstützen kann, bei dem funktioniert marketing, propaganda und gehirnwäsche wunderbar!!!


Hausruckviertler antwortet um 03-03-2012 17:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
Über die Planlosigkeit der Politiker braucht man sich ja nicht wundern. Es ist ja keine Planlosigkeit sondern Abhängigkeit vom Wirtschaftsbund.
An Baum5: Bin ganz deiner Meinung, Österreich wurde für den Preis des EU-Kommissars an Brüssel verkauft. Wenn man auch fairerweise sagen muß, dass aus jetziger Sicht die Bauern doch auch einiges herausgeholt haben, vor allem bei den Umweltprogrammen. Nur wäre bei den Beitrittsverhandlungen noch sehr viel mehr dringewesen, vor allem bei den Richtmengen.
Den anderen Blödsinn, den die EU verzapft, müssen ja alle mittragen, auch die die keine Bauern sind.
Sowie den letzten Blödsinn, die Freiwilligen Arbeit in das Arbeitszeitgesetz einzubinden.
An Fetzerl: Was die Politker den ganzen Tag machen entzieht sich meiner Kenntnis, drum kann ich nichts dazu sagen. Diejenigen, die wichtig sind müssen 70% ihres Denkvermögens dafür verwenden, uns den Blödsinn, den sie zeitweise verzapfen (nicht alles ist Blödsinn), als Erfolg weiszumachen.
Die Beamten haben sich ein Gesetzeswirrwarr geschaffen, das es vielleicht sogar notwendig macht, dass wir soviele davon haben. Es wird auch nichts bringen die Anzahl zu reduzieren, wenn nicht die Verwaltung insgesamt und die Gesetze entrümpelt werden.
Auch wenn unsere Politiker in Brüssel unsere Interessen (Bauern) vertreten. Ohne dass sie sich andere Länder ins Boot holen, die dieselben Interessen haben, werden sie beim besten Willen nichts erreichen.
Die Industrialisierung hat mit der Technisierung schon angefangen. Wo zieht man überhaupt die Grenze zwischen Industriealisierung und bäuerlicher Landwirtschaft? Was ist das Merkmal einer industriellen Landwirtschaft? Ist da die Grenze der bäuerlcihen Bewirtschaftung wo die tiergerechte Haltung aufhört? Bei den Kooperationen? Bei den Bauern, die auf Grund ihrer Größe schon Fremdarbeitskräfte brauchen?
Ich meine, dass der Übergang sehr fließend ist und man es deshalb nicht mehr so wahrnimmt wie weit die Industriealiesierung bereits vorangeschritten ist.
Ich denke, dass Landwirtschaft dadurch, dass man mit der Natur und mit Tieren arbeiten muß, sich nicht grenzenlos für Industriealiesierung eignet. Ich glaube in keinem Wirtschaftszweig hat Kleinheit soviele Vorteile wie in der Landwirtschaft.
Jeder Gewerbebetrieb und Industreibeterieb bleibt auch bei Vergrößerung auf einen flächenmäßig realtiv kleinen Raum beschränkt. In der Landwirtschaft wächst mit der Größe auch die Entfernung vom Betriebsstandort. Was wiederum eine sehr viel effizientere, sprich größere Mechanisierung zur Folge hat, sonst geht die Schlagkraft verloren. Das kostet aber sehr viel Geld, auch wenn man überbetriebliche Hilfe in Anspruch nimmt. Der Ertrag pro HA bzw. pro GVE wird bei großen Betrieben eher kleiner werden, auch wenn uns sogenannte Experten immer das Gegenteil weismachen wollen.
Dadurch, dass in absehbarer Zeit die Lebensmittel eher knapp werden, braucht auch der kleine Betriebe nicht unbedingt Nischen suchen um zu überleben.
Die einzige Schwierigkeit, die ich für kleine Nebenerwerbsbetriebe sehe, ist die Intoleranz der Firmen gegenüber den Bauern, die in diesen Firmen arbeiten. Sie werden nicht selten vor die Entscheidung gestellt, entweder bist du Bauer oder oder bist du Arbeiter bei uns. Auch der Ausbildungsgrad der zu erwartenden Nachfolger spielt eine nicht unerhebliche Rolle.


walterst antwortet um 03-03-2012 17:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
@hausruckviertler

suchst Du diesen Text?

...GENAU BETRACHTET

BERNHARD
WEBER
Planlos
Paolo de Castro ist Vorsitzender
des Ausschusses für
Landwirtschaft und Ländliche
Entwicklung im Europäischen Parlament.
Der Italiener war heuer
der mächtigste Politiker auf der
traditionellen Wintertagung des
Ökosozialen Forums, wo er die
Standpunkte des Parlaments zu
den Brüsseler Agrarreformvorschlägen
skizzierte. Nach seinem
Vortrag folgte er dem Referat des
Landwirtschaftsministers. Dessen
angekündigtes Thema „Österreichs
Positionen zur Reform der
EU-Agrarpolitik“ fiel jedoch der
Aufregung um das gerade geschnürte
Sparpaket zum Opfer.
Daraufhin raunte de Castro seinen
Sitznachbarn zu: „Wie ist
denn nun die Position Österreichs?
Was sind eure Vorschläge
für die GAP? Ich kenne sie nicht.“
Und stieß auf betretenes Schweigen.
Dem Vernehmen nach soll
de Castro Wien ohne tiefgehende
Erläuterungen auf sein wiederholtes
Fragen wieder verlassen haben.
„Wer hätte ihm denn sagen
sollen, dass wir keine haben?“,
verteidigten sich zunehmend ernüchterte
Insider.
Österreichs Agrarpolitikern fehlt
es nämlich immer öfter an klaren
Konzepten samt Zielen, wohin
sich die (noch) florierende Landwirtschaft
ausrichten soll. Egal ob
mehr Bio, weniger Tierleid oder
gar keine Gentechnik – aktuelle
Entwicklungen und drohende
Probleme werden bestenfalls einmal
mit Vorbehalt („Ja, aber“) diskutiert
und es wird nach Hintertüren
gesucht. Kein Plan dagegen,
welchen Weg die kleine Alpenrepublik
für ihre agrarischen Erzeugnisse
ausmacht und rechtzeitig
ebnet. Was aber, wenn sich
das auch in Brüssel herumspricht


soamist2 antwortet um 03-03-2012 17:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
österreich hat schon immer ein problem gehabt mit minderheiten oder randgruppen adäquat umzugehen. egal ob es jetzt roma, homosexuelle, bauern, juden oder schwarzafrikaner waren bzw. sind.

und machen wir uns nichts vor, für die kümmerlichen 3 - 4 % die wir bauern noch (tendenz ohnehin fallend) darstellen sind wir objektiverweise zb. im parlament mehr als überrepräsentiert.

da sind andere minderheiten in unserer bananenrepuplik weit aus schlechter dran.

allerdings ist dem ösi das sudern und raunzen bekanntlich in die wiege gelegt worden.


fliege antwortet um 03-03-2012 20:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
@Fetzerl
Willkommen im Club ,endlich wieder einer der drauf kommt wie schwach unsere Politiketr sind
man sieht aus deinem Kommentar das diese unützige Volk zu nichts zu gebrauchen ist, ausser
blöd daher reden. wenn ich diese Woche die Abstimmungen gesehen habe kömme ich mir vor wie beim Vogerltanz am Faschingdienstag. Lauter Idioten.
Ehrlich bleib weiter so,



chili antwortet um 03-03-2012 20:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
Da Weber von Blick ins Land sollte halt auch zuerst mal recherchieren bevor er so was schreibt aber da sieht man halt seine Einstellung.
Und die Oberkritsierer hier sind halt gleich dabei und der Insider der nichts gewußt hat wird halt ein Grüner oder ein UBV-ler gewesen sein-kann man nichts anderes erwarten!

Österreichische Agrarspitze präsentiert gemeinsame GAP-Forderungen
"Allianz für’s Land – Mit einer Stimme für Österreich" heute vorgestellt
Größer "Nach den Vorschlägen der EU-Kommission für das EU-Budget ab 2014 liegen seit gestern die Pläne der EU-Kommission für die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vor. Diese würden in einigen Punkten eine wesentliche Verschlechterung gegenüber der derzeitigen Situation für Österreichs Bäuerinnen und Bauern bedeuten. Mir war es daher ein großes Anliegen, gemeinsam mit den wichtigsten Spitzenvertreter der heimischen Landwirtschaft entscheidende Kernbotschaften festzulegen, um auf europäischer Ebene schlagkräftig und mit einer Stimme auftreten zu können", betonte Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich heute, Donnerstag, anlässlich der gemeinsamen Unterzeichnung der "Allianz für’s Land – mit einer Stimme für Österreich", der GAP-Positionierung von Landwirtschaftsministerium, Bauernbund, Agrarlandesräten und Landwirtschaftskammer. "Nun haben wir nicht nur auf europäischer Ebene Allianzen, sondern auch auf nationaler, die eine wichtige Basis für die weiteren Verhandlungen darstellen – im Sinne unserer Bäuerinnen und Bauern und aller Österreicherinnen und Österreicher, die auf heimische Qualitätslebensmittel und viele weitere Leistungen zählen können."

Berlakovich: Vereinfachung und ausreichende Finanzausstattung

"Wir sprechen uns im Rahmen dessen für eine Vereinfachung der EU-Agrarpolitik und eine ausreichende Finanzausstattung beider Säulen aus. Eine Verwaltungslawine und ein Aushungern der GAP müssen verhindert werden. Die Ökologisierung, das Greening, muss so einfach und praxistauglich wie möglich sein und darf Österreichs Vorleistungen im Nachhaltigkeitsbereich nicht gefährden. Bewährte Marktordnungsinstrumente wie Intervention und private Lagerhaltung sind auch im Sinne der Konsumentinnen und Konsumenten zu erhalten. Ferner müssen Wettbewerbsfähigkeit und Innovation forciert werden", betonte Berlakovich. "Doch auch für Berg- und benachteiligte Gebiete ist weiterhin eine angemessene Unterstützung erforderlich. Die von der EU-Kommission vorgesehenen Einzelkriterien zur Festlegung der sonstigen benachteiligten Gebiete, die primär für Extremlagen im Norden und Süden Europas geeignet sind, werden von uns abgelehnt. Wir fordern vielmehr eine Beibehaltung des bisherigen Abgrenzungssystems, da ansonsten 70 Prozent der bisherigen sonstigen Gebiete aus dem Fördersystem fallen würden."

Grillitsch: Österreich dank nationaler Allianz gut gerüstet

"Österreich ist für die Verhandlungen der jetzt vorliegenden EU-Kommissionsvorschläge gut gerüstet und dank der heute unterzeichneten nationalen Allianz ist die österreichische Linie klar abgesteckt. Zuletzt haben wir auch unsere Bündnisse in der EU verstärkt und ausgebaut. Es wurde etwa mit EVP-Chef Joseph Joseph Daul und Elisabeth Köstinger im EU-Parlament genauso wie mit Bauernverband-Präsident Gerd Sonnleitner in Deutschland eine tragfähige Basis errichtet. Im europäischen Konzert braucht Österreich starke Verbündete", sagte Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch. Bei der Finalrunde rund um das künftige EU-Budget sei insbesondere Bundeskanzler Werner Faymann gefordert: "Für die letzte GAP-Periode hat Wolfgang Schüssel für die österreichischen Bäuerinnen und Bauern zusätzlich eine Milliarde Euro herausverhandelt. Ich erwarte mir von Faymann ein ähnlich engagiertes Vorgehen und ein entsprechendes Ergebnis", so Grillitsch.

"Unser Fokus liegt jetzt auf Bürokratieentlastung und der Sicherung der Gelder für den ländlichen Raum", will der Bauernbund-Präsident genau auf die Mittelausstattung für die Ländliche Entwicklung achten. Die EU-Kommission komme der österreichischen Position in vielen Bereichen entgegen, dennoch gäbe es auch Kritikpunkte, so der Bauernbund-Präsident. So dürfe das "Erfolgsmodell Öpul", das jetzt in der kommenden GAP-Periode in ganz Europa Schule machen wird, durch das Greening der ersten Säule "ganz sicher nicht ausgehöhlt werden", stellte Grillitsch klar. Aufpassen müsse man auch bei den neuen Regionalmodellen, damit es zu keiner Benachteiligung für Österreich kommt.

Eisl: Agrarreferenten für einfache und unbürokratische Lösung

"Für die Bäuerinnen und Bauern in unseren Bundesländern ist eine einfache und unbürokratische Lösung wichtig. Wir erheben unsere Stimme für den ländlichen Raum und wollen erfolgreiche Zukunftsperspektiven aufzeigen. Eine hochwertige Aus- und Weiterbildung, die Planbarkeit und vor allem die regionale Landwirtschaft müssen wir als Ziel verfolgen. Wir werden ein solides, nachhaltiges Fördermodell in Österreich umsetzen", erklärte der Salzburger Agrarlandesrat und Vorsitzende der Landesagrarreferenten-Konferenz (LARK) Sepp Eisl. Erleichterungen fordern die österreichischen Landesagrarreferenten vor allem im Bereich der Bürokratie und der Nachvollziehbarkeit. "Die Bäuerinnen und Bauern sollen das Gefühl haben, dass sie Landwirte und Unternehmer sind. In der Vergangenheit hatten viele das Gefühl, dass die Bürokratie überhand nimmt."

Wlodkowski: Unser Vorsprung muss anerkannt werden

"Das vorgestellte EU-Regelwerk bedroht mit unflexiblen Vorschriften das Kernstück der heimischen Agrarpolitik, die ‚Ländliche Entwicklung’. Aber gerade dort hat Österreich seit dem EU-Beitritt 1995 im EU-Vergleich einen enormen Vorsprung erreicht, der in der neuen GAP unbedingt anerkannt werden muss. Für die gesamte EU vorbildhafte und auch vom EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso öffentlich anerkannte Maßnahmen in den Bereichen Natur- und Bodenschutz, regionalwirtschaftliche Projekte, Programme für die benachteiligten Gebiete oder klimaschutzrelevante Maßnahmen haben uns im Konzert der EU-27 eine Vorreiterrolle gesichert, für die wir ab 2014 nicht bestraft werden wollen. Wir verlangen daher Flexibilität für die einzelnen Länder", forderte der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Gerhard Wlodkowski.

Konkret sieht Wlodkowski Gefahren bei den ‚Greening’-Auflagen, die Umweltprogramme, wie das Öpul, gefährden oder bei der künftigen Absicherung von Berg- und benachteiligten Gebieten: "Mit diesen Vorschlägen ist die Einteilung der Bergbauernhöfe mit dem Berghöfekataster nach naturrelevanten Erschwernissen wegen einschränkender Rahmenbedingungen ebenso in Gefahr, wie die Ausgleichszulage. Das hieße, dass Österreich trotz seines EU-weit höchsten Anteils an Betrieben in Berg- und benachteiligten Gebieten und trotz der vergleichsweise kleinen Betriebe zu den Verlieren zählen würde. Das kann kein Reformergebnis sein." Daher verlangte Wlodkowski neben mehr Flexibilität auch eine "sichere und ausreichende Finanzierung der im weltweiten Wettbewerb stehenden Landwirtschaft, die ja für die Gesellschaft die weiterhin Zukunfts-Funktionen, wie Besiedelung entlegener Gebiete, Versorgung mit hochwertigen Nahrungsmitteln und sonstige multifunktionale Leistungen erfüllen soll und will".

DownloadsAllianz für's Land.pdf


Muuh antwortet um 03-03-2012 22:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
... wunderschöne Sätze aus der eigenen Presseabteilung...


Hausruckviertler antwortet um 04-03-2012 11:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
Es ist mir leider unbekannt, wer von den Forumsschreibern über die Machenschaften des Bauernbundes, der EU bzw. unserer Regierung genau Bescheid weiß. Oder stützen sich alle, so wie ich auch, nur auf Zeitungsartikel, Fernsehen und Radio, Wirtshausdiskussionen und auf Informationen in diesem Forum?
Richtiges Insiderwisen wird nicht viel vorhanden sein und so macht sich halt jeder auf Grund seiner Erfahrungen und medialer Information sein eigenes Meinungsbild.
Danke walterst, dass du diesen Bericht hier eingestellt hast. Wenn es sich tatsächlich so verhält, was ja chilli bestreitet, dann ist das wahrlich ein Armutszeugnis für unsere Regierung bzw. unsere Standesvertreter.
Verhält es sich aber so wie chilli schreibt, dann sehe ich schon positive Ansätze, was die Vorstellung unserer Vertreter betrifft. Wie es tatsächlich läuft könnte man letztendlich nur beurteilen, wenn man selber in diese Abläufe involviert wären.


walterst antwortet um 04-03-2012 11:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
bei Chilis Artikel aus der Bauernbundpresse fehlt leider der veröffentlichungstermin und vor allem denke ich, dass die EU-Verhandler nicht unbedingt auf die Bauernbundzeitung zurückgreifen wollen, wenn sie eine Stellungnahme des österreichischen Ministeriums erwarten.


grasi1 antwortet um 04-03-2012 12:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
@tch;Sind es nicht die Kinder der Landwirtschaft, hochbegabt, hochinttelligent und mit überdurchnittlichen Hausverstand gesegnet die diese "Ämter" bekleiden?

Leider sind es nicht die hochbegabten Bauernkinder die in diesen Ämtern tätig sind, sonst würde es woll anders aus schauen.


tch antwortet um 04-03-2012 12:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
Hallo Grasi.... es sind Bauernkinder....auch wenn Du es nicht glauben willst :-)

tch


atro antwortet um 04-03-2012 16:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
Die größten Verlogene sind meines achtens die Politiker , egal welcher Partei !!!


grasi1 antwortet um 04-03-2012 17:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
@tch
Hallo Grasi.... es sind Bauernkinder....auch wenn Du es nicht glauben willst :-)
Sind sicher welche dabei, aber in der Minderheit, ok!



BSE1 antwortet um 09-03-2012 19:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Planlosigkeit der Politiker - Wohin mit der Landwirtschaft in Österreich?
so ist es halt!



 


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