Umweltaktivisten und europäische Landwirte: Sind sie Freunde?

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Indianerlandwirt 28-02-2012 10:03 - E-Mail an User
Umweltaktivisten und europäische Landwirte: Sind sie Freunde?
Es gibt so einige Umweltaktivisten. Global 2000 oder Greenpaece. Hier sind nicht die politschen Parteien gemeint.
Bei Greenpaece sind die Gehälter echt niedrig, eine Familie kann so ein Umweltaktivist kaum über die Runden bringen. Ähnlich wie die kleine-mittlere Vollerwerbsbauern in Europa. Außerdem kommen die Umweltaktivisten oft mit dem Gesetz im Konflikt. In Staaten außerhalb Europas gilt eher Raubbau als Umweltschutz. Auch hier geht es uns Landwirten ähnlich, aber von einer anderen Seite. Mit den Viehställen, welche unsere Väter gebaut haben, passt ein heutiger Landwirt schwer in die Tierschutzanforderungen. Einsatz von Mineralischer Dünger oder chemischer Pflanzenschutz wird vorgeschrieben und kontrolliert. Das Ausbringen von Gülle in Stadtnähe bringt oft Anzeigen mit sich. Die rechtliche Grenzzone ist für uns Landwirte „scharf“ gemacht worden. Umweltaktivisten wie Landwirte kämpfen hart an der Gesetzesfront.
Aber doch leiden wir europäischen Landwirte am meisten an den Markpreisen, welche durch den globalen Handel festgesetzt werden. Und die Preise außerhalb Europas entstehen meist durch Umwelt-Raubbau.
Industrielle Viehmäster (=kaufen Futter und verkaufen Gülle) machen optimal Geld durch Soja-Futter von ehemaligen brasilianischen Regenwälder. Von Böden, die für Ackerbau überhaupt nicht geeignet sind. Raubbau an der Natur, welche Tiefst-Preise erzeugt.
Industrielle Fischfangschiffe haben auch ihre Fangmethoden. Wenn bei uns ein Bauer seine Kühe mitsamt den ungeborenen Kälber schlachten lassen würde und dann sich wundert warum keine Rinder mehr da sind, wäre es dasselbe. Dieser Raubbau macht auch Tiefst-Preise. Die Preislatte für europäische Teichbewirtschafter. Europäische Landwirte und Umweltaktivisten kämpfen mit dem weltweiten System "Geld machen", auch genannt Freie Marktwirtschaft/Globalisierung.
Wenn Umweltaktivisten Umwelt-Raubbau unterbinden. Was zum Teil bereist funktioniert. Dann gäbe es ganz andere höhere globale Marktpreise und uns europäischen Landwirte ging es entsprechen gut. Wir „Kleinen“ könnten wieder unsere Familien ernähren.
Also meine Frage? Sind Umweltaktivisten nicht Freunde der europäischen Landwirte?


mosti antwortet um 28-02-2012 21:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Umweltaktivisten und europäische Landwirte: Sind sie Freunde?
ich finde umweltaktivisten sind freunde der bauern, direkte information muß noch jedoch noch verstärkt werden.


Indianerlandwirt antwortet um 29-02-2012 08:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Umweltaktivisten und europäische Landwirte: Sind sie Freunde?
Danke für die Antwort

Welche Rolle Umweltaktivisten (hier meine ich nicht Tierschutzaktivisten) für europäische Landwirte darstellen, ist sehr schwer zu erkennen. zb. kämpft Greenpeace auch gegen eine bauernfeindliche Gentechnik und für erneuerbare Energie.
Fast vergessen zu indirekte Auswirkungen. Der Industriefischfang holt sich auch alles aus dem Meer, was wir Menschen nicht essen. Daraus wird dann Fischmehl - der zweite Eiweiß-Standbein der USA - Industrieviehmästerei. Ohne dieses Umwelt-Dumping gäbe es echt bessere Preise auf der ganzen Welt für bäuerliche Viehhaltung (Fläche und Tieranzahl sind aufeinander angepasst).



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