Bauer - ein Beruf mit Zukunft?

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sturmi 27-02-2012 21:28 - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
Immer und immer wieder wird uns von Agrarexperten und Agrarpolitikern eine rosige Zukunft in der Landwirtschaft prophezeit! Sitzen wir da in Wirklichkeit einer (Lebens)Lüge auf?!
Landwirtschaft hat eine Zukunft, das ist keine Frage. Aber auch deutsche und europäische Landwirtschaft?
Das Argument, es werde in Zukunft immer mehr Menschen auf der Welt geben, die immer mehr Lebensmittel brauchen und deshalb auf den Agrarsektor angewiesen sind, stimmt. Fakt ist aber auch, Deutsche Landwirte sind global nicht konkurrenzfähig. Der deutsche (wie der europäische insgesamt) Agrarsektor überlebt nur deshalb, weil die EU jedes Jahr Milliarden an Subventionen zahlt.
Wie lange die umstrittenen Zahlungen an die Landwirte noch politisch durchsetzbar bleiben (wirtschaftlich unsinnig sind sie schon lange), das wird deshalb die entscheidende Frage sein, an der die Zukunftsfähigkeit der Branche Landwirtschaft hängt.
Ein sicherlich provokanter Beitrag, aber bei genauer Überlegung ziemlich wahr! Leider!
MfG Sturmi
 


179781 antwortet um 27-02-2012 21:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
Die Frage kannst du genauso gut so stellen:
Arbeitnehmer ein Beruf mit Zukunft? die europäischen Arbeitnehmer sind nur überlebensfähig, weil sie ein vielfaches des weltweiten Durchschnittslohnes bekommen usw.
Das ist zwar politisch unumstritten, aber wirtschaftlich wird es sich auf Dauer auch nicht länger halten können, wie eine vernünftig entlohnte Landwirtschaft.

Gottfried


MF7600 antwortet um 27-02-2012 22:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
@179781
so iss es...




schellniesel antwortet um 27-02-2012 23:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
Jo zukünftige Aufteilung grob gesagt industrielle LW und auf unproduktiven Flächen die Eigenversorger?

Ja der Europäische Arbeitnehmer muss/soll eben auch mehr leisten zumindest muss er Produktiv(er) sein/bleiben/werden! wie er das in Zukunft anstellen soll???Wochen Arbeitszeit verlängern,Gehalts Stagnation,....

Nur sind halt die anderen auch net auf da Nudelsuppen Dahergeschwommen und holen sich NowHow eben direkt von der quelle die holen halt auf...

Also wer nun die rosigere zukunft hat wird sich zeigen...

mfg Andreas




teilchen antwortet um 28-02-2012 07:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?

@Gottfried

In Europa, Nordamerika und Teilen Südostasiens haben wir auch ein Vielfaches der Lebenshaltungskosten als im weltweiten Durchschnitt.
Ein Programmierer aus Bangladesh kann nur von dort aus billigst programmieren. Sobald er hier lebt, braucht er ein gleiches Einkommen wie ein Westeueropäer, sonst macht es für ihn keinen Sinn hierherzukommen.
Es gibt wenige Dienstleistungen die nicht standortgebunden sind, mir fallen jetzt nur Callcenter und eben die Programmierer ein.
Alles andere muss hier erledigt werden, und das kostet entsprechend.
Tourismus, Schulsystem, Gesundheitsversorgung... Wie soll das aus der Ferne geleistet werden?

LG, Teilchen



179781 antwortet um 28-02-2012 08:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
Ja teilchen das ist die Zukunftsfrage:
Bei der Landwirtschaft habe wir jetzt schon die Situation, dass die Preise für die Produkte am Weltmarkt orientiert sind, die Produzenten aber mit den Kosten ihrer jeweiligen Umgebung zurechtkommen müssen. In Europa wurde das bis jetzt mit Ausgleichszahlungen ausgeglichen.
Auf dem Arbeitsmarkt (ist ein falscher Begriff, weil es ja gar kein Markt ist, sondern ein Monopol) muss man auch sehen, dass mehr als 1 Milliarde Menschen weltweit viel weniger als 200 Dollar im Monat verdienen. Daran richtet sich der internationale Wert der Arbeit. Bis jetzt haben wir das ignoriert und bezahlen unsere ArbeitnehmerInnen vor Ort nach landesüblichen Löhnen. Das ist genauso eine Subventionierung. Wer sich diese "Subventionen" nicht leisten will lagert die Arbeit nach China oder sonst wo aus. Und bei uns bezahlen wir Leute dafür, dass sich keine Arbeit mehr bekommen, das ganze natürlich auf Pump. Und das wird auf Dauer nicht gehen.
Also müssen wir uns darauf einigen, was uns wichtig ist: Arbeit und Einkommen in der eigenen Region, mit den entsprechenden Kosten und Auflagen oder billig einkaufen um jeden Preis. Der "Markt" lässt beides zu. Die Frage ist, welche Regeln wir dafür aufstellen.

Gottfried


Stef1144 antwortet um 28-02-2012 08:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
Da wird einem ja Angst und Bange! Ich übernehme in 5 Monaten unseren landwirtschaftlichen Betrieb - und dann diese Hiobsbotschaft - damit habe ich wohl keine Zukunft ;) Zusätzlich zum Argument von Teilchen das schon sehr richtig ist, muss mann noch sagen, dass vielfach noch sehr umständlich gewirtschaftet wird. Wenn meine Eltern jährlich nur einen Bearbeitungsschritt zB beim Maisanbau im FJ einsparen würden, (machen wir jetzt seit 2 Jahren) so bringt das schon 30 - 50 € / ha bei gleichem Ertrag - bei 30 ha Mais bald 1000 € . Hört sich jetzt an wie der Beitrag eines 16 jährigen Schülers der das in der LFS oder einer HLBLA gehört hat - ist aber nur ein kleines Beispiel für fehlende Optimierung betrieblicher Abläufe wie sie vorallem im nicht gewerblichen landwirtschaftlichen Bereich - egal wo in Europa, an der Tagesordnung ist.
Lernt man nicht schon in der Schule zuerst optimieren dann größer werden? Ich bin der Meinung ein optimierter 50 ha Betrieb in Ö der mit anderen seiner Größenordnung zusammenarbeitet, kann bei weitem übersichtlicher und gewinnbringender geführt werden als ein 500 ha Betrieb in Osteuropa der auf (teils unmotivierte) Fremdarbeitskräfte angewiesen ist. Ich freue mich auf die Zukunft - und ich glaube wir Landwirte überleben wenn wir nur wollen noch einige Banken, Konzerne, den Euro, den Maja Kalender und vielleicht noch rot grüne Regierungen, Schmallenberg-Virus und auch LE 2013 bis was weiß ich wann. LG


MF7600 antwortet um 28-02-2012 08:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
@stef1144
das mit einem bearbeitungsschritt einsparen wird nicht genug sein, da musst du gleich das ganze arbeissystem ändern, wär sinnvoller.
zb darf ein arbeitsschritt im frühjahr keine 30-50€/ ha kosten ausser de anbau selbst.
aber das sind ja nur details, ich geb dir ansonsten vollkommen recht!
wenn du dich jetzt gegenüber der seniorgeneratin durchsetzen kannst bist du auf dem richtigen weg.
was zäht ist der gewinn am jahresende, den du mit eigenen innovationen noch gut steigern kannst.


MF7600 antwortet um 28-02-2012 08:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
@teilchen
das ist ein vollkommener trugschluss den du hier ziehst.
EINZIG und ALLEIN die PRODUKTION macht erst dienstleistung möglich und bezahlbar!!
wenn die produktion dem weltmarktniveau angepasst wird oder irgendwohin abwandert ist dienstleistung nicht mehr leistbar!!!
es geht dann eine zeit lang auf pumt, hat man gesehen, doch dann hat man irgendwann gewaltige staatsschuldenprobleme.
diese sind aber scheinbar wieder nur mit einer mehrbelastung der produktion bewältigbar, die dann wieder noch unrentabler gegenüber anderen ländern wird...
sollte ein staat zahlungsunfähig werden fragt dich dann kein mensch mehr wie du mit den lebenshaltungskosten klarkommst.
dann musst du eben mit deinen ansprüchen auch auf weltmarktniveau- dass produktion wieder leistbar wird.
die ernährung macht ca 10% deiner ausgaben aus jetzt weisst du wie weit dein lohn fallen kann!!
siehe einfach griechenland: löhne -50%, beamten - 150000....


steira8075 antwortet um 28-02-2012 09:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
Bin zur Zeit beruflich in Asien. Wenn man hier den Speed sieht womit alles vorangetrieben wird, kann einem wirklich die Angst packen. Hier im Raum Hongkong - Shenzen leben über 20 Mil. Menschen wobei der Durschnittslohn eines Arbeiter mind. das 2 Fache!!! eines Arbeiter in Österreich betragt. Weiß zwar nicht wie es landwirtschaftlich aussieht, kann mir aber gut vorstellen das auch die uns in ein paar Jahren überholt haben. Bin mir absolut sicher das wir, wenn wir nicht bald unsere veralteten, trägen, unfähigen und korrupten politischen Strukturen abschaffen, schon in ein paar Jahren vor einer wirtschaftlichen und sozialen Katastrophe stehen! Mein Hof liegt im obersteirischen Berggebiet, hab ca. 60 ha, meine Eltern konnten vor 30 Jahren gut davon leben, heute muss ich mind. 2000 Euro dazuverdienen um eine 6 Köpfige Familie zu ernähren! Wo soll das noch hinführen?



Abercus antwortet um 28-02-2012 09:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
So wie Stef1144 glaub ich auch, dass die Landwirtschaft Zukunft hat. Nahrungsmittel und auch die landw. Rohstoffe werden wir immer brauchen.
Die Lösung des Problems wird aber nicht allein die Einsparung eines Bearbeitungsschrittes beim Mais sein. Das wird man bei den Dieselpreisen sowieso machen müssen.
Es gibt nur wenige Regionen auf der Welt, in denen die Landwirtschaft nicht auf irgend eine Art und Weise gefördert wird. Dabei geht es nicht nur um die direkten Zahlungen an die Bauern, sondern auch an die weiterverarbeitende landw. Industrie oder Exportförderungen. Wenn man in der Transparenzdatenbank nach Betrieben, die über 100.000 € Förderung bekommen sucht, erhält man 349 Treffer. Alle schimpfen nur über die Bauern, die so viel Förderung erhalten, aber ich vermute mal, dass mehr Arbeitnehmer direkt von den Förderungen profitieren, als Bauern.
Auch wenn die Bauern nur 2% der Bevölkerung ausmachen, sind sie für jedes Land extrem wichtig, denn sie geben das Geld, das sie bekommen zu einem sehr hohen Prozentsatz wieder aus (Saatgut, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, wunderschöne unnötig große Traktoren, sonsitge Landmaschinen, Bau von Wirtschaftsgebäuden). Würden man den europäischen Landwirte keine Direktzahlungen mehr zugestehen, würde für die Bevölkerung vieles gleich bleiben, aber dafür würden andere Probleme auftauchen.
Gleich bleiben würde meiner Meinung nach die Versorgungssicherheit und die Qualität der Nahrungsmittel (naja, bei extremer Tierhaltung trifft das nicht so zu, aber das ist 90% der Bevölkerung auch egal). Wenige 1.000 ha Betriebe können das genauso erledigen wie viele, viele 30 ha Betriebe. Die Landschaft würde sich sicher verändern, aber ich glaube, das fällt den meisten gar nicht auf (Bergbaugebiete sicher ausgenommen).
Aber was passiert dann mit unseren ganzen Landmaschinenhändlern, der Düngemittel- und Pflanzenschutzmittelindustrie, den kleinen ländlichen Bauunternehmern,.....
Wenn die plötzlich nur mehr Großabnehmern gegenüber stehen, die erstens effizienter sind und zweitens die Preise ordentlich drücken können, siehts mit den Gewinnen auch nicht mehr so lustig aus. Es ist doch um vieles angenehmer vielen Kleinen 10% mehr für seine Produkte abnehmen zu können, als einem 1.000 ha Betrieb gegenüber zu stehen, der sagt, der Preis muss um 10% runter, sonst liefert ein anderer.
Für alle, die in so einer Art und Weise von den Förderungen profitieren (und sicher auch den Politikern ein bisschen was ins Ohr flüstern) ist es natürlich 100 mal lieber, die wenigen Bauern stehen am fördertechnischen Pranger, als sie selber.
Ich glaube daher, dass man auch nach 2014 an unserer landwirtschaftlichen Struktur interessiert sein wird. Man wird uns soviel an Finanzmitteln zugestehen, dass ein großer Teil weitermachen wird, denn das Problem für Wirtschaft und Politik sind nicht die 2% Bauern, sondern der ganze Rattenschwanz, der da dran hängt.


steira8075 antwortet um 28-02-2012 10:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
wenn man bedenkt das nur ein kleiner Bruchteil der Suventionsgelder an die Bauern geht, der grösste Teil an AMA, LK, LW- Ministerium usw. geht und das von diesen Geld sicher mehr als die Hälfte gleich die Banken ( vorne an die Raika ) für ausstehende Zinsen behalten, muss man sich schon fragen wer eigentlich die grössten Profiteure dieses Systems sind??


__joe007 antwortet um 28-02-2012 10:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
Ich hoffe ja doch, dass LW Zukunft hat, ....

Was ist mit all den Leuten die indirekt an der LW beschäftigt sind bzw. dartan verdienen ?

Abgesehen vom Weltmarktpreis und dem ganzen hin und her transportieren der Lebensmittel finde ich, dass der Transport noch zu billig ist !!!!!!!!!!!!

Ich bin für : TOTAL REGIONAL !!!!!!!


mfg JoE



steira8075 antwortet um 28-02-2012 10:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
@joe
du forderst total Regional?? und fährst wahrscheinlich einen amerikanischen Traktor, französische Landmaschinen, ein japanisches Auto, trägst Kleidung aus Bangladesch, Handy und Fernseher aus China, isst Bananen die mit dem Flugzeug kommen...usw..und forderst die Leute dürfen nur Regional Produkte essen??? Wenn unsere Wirtschaft nicht mehr exportiert würden würden wir allesamt heute noch den Bach hinunter gehen! Wir müssen in Zukunft bessere Produkte Produzieren und sie am Weltmarkt so teuer wie möglich verkaufen.


sturmi antwortet um 28-02-2012 11:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
"heute muss ich mind. 2000 Euro dazuverdienen um eine 6 Köpfige Familie zu ernähren!"
@steira
Wäre verpachten bei dir nicht die bessere Alternative?!
MfG Sturmi



Tyrolens antwortet um 28-02-2012 11:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
Warum wird hier so viel um den heißen Brei geredet? Jeder kann sich selbst ausrechnen, ob er unter Weltmarktpreisen rentabel arbeiten könnte. Weizen wird in Paris gerade mit 200 Euro/to gehandelt.


__joe007 antwortet um 28-02-2012 11:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
@steira8075:

Damit meine ich solche Sachen wie zum Beispiel, dass in einer Theke argentinisches Rindfleisch billiger angebozen wird, wie das danebenliegende österreichische,....

sowas muss net sein, ....

Du hast es wieder übertrieben, ................

lg JoE


steira8075 antwortet um 28-02-2012 12:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
@sturmi

verpachten wäre für mich sicher die bessere Alternative, vor allem wegen der Arbeit, hänge aber zu sehr am dem Ganzen und überlasse so die Entscheidung meinen Sohn in ein paar Jahren.....

@ joe

sooo übertrieben ist es aber nicht....... vielleicht sehe ich Auswärts zu viel, ist oft auch nicht gut, mach mir eben große Sorgen über unser Zukunft und die der Kinder............


mostkeks antwortet um 28-02-2012 12:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
@mf7600 was zäht ist der gewinn am jahresende

Nich der Gewinn alleine zählt sondern das verhältnis zum Vebrauch
Kann dir mehr als 10 aufzählen die das 4-6 fache von mir verdienen und trotzdem am ende des Gehaltes noch einen Teil des Monats übrig haben.
Mir ist schon klar dass man einen gewissen Standard halten will, aber was man nicht ausgibt braucht man eben nicht verdienen und jeder entscheidet selbst was ihn glücklich macht.


mostkeks antwortet um 28-02-2012 12:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
@steira: das Beste musst du nicht am Weltmarkt verkaufen sondern selber konsumieren! Macht Freude, wenn man sich die Rosinen herauspickt auch wenn man ein bisschen weniger verdient!


steira8075 antwortet um 28-02-2012 13:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
@ mostkeks

do host sicha recht!

Hab vor 15 Jahren 10000,- Schilling verdient und es ging auch, hab heute das z.... fache, muss dafür um die Welt fliegen und bin fast nie Zuhause....und auch nicht zuviel Geld. Aber dafür an Sportwagen, a Superhaus, usw......der Preis ist hoch!


steyrm9000 antwortet um 28-02-2012 14:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
Zitat von steira8075:
@joe
du forderst total Regional?? und fährst wahrscheinlich einen amerikanischen Traktor, französische Landmaschinen, ein japanisches Auto, trägst Kleidung aus Bangladesch, Handy und Fernseher aus China, isst Bananen die mit dem Flugzeug kommen...usw..und forderst die Leute dürfen nur Regional Produkte essen??? Wenn unsere Wirtschaft nicht mehr exportiert würden würden wir allesamt heute noch den Bach hinunter gehen! Wir müssen in Zukunft bessere Produkte Produzieren und sie am Weltmarkt so teuer wie möglich verkaufen.
Zitat Ende.

Muss dir da voll und ganz zustimmen...finde diese Aussage überhaubt nicht übertrieben...
Ich denke nämlich das jeder mal bei sich selber anfangen sollte...ich persönlich achte auf Regionalität soweit es möglich ist, und es ist fast überall möglich!!!

LG. ston


Hirschfarm antwortet um 28-02-2012 19:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?
Knechte waren schon seit jeher gesucht - auch in Zukunft!
mfg


teilchen antwortet um 29-02-2012 23:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauer - ein Beruf mit Zukunft?

@Gottfried

Den internationalen Wert der Arbeit gibt es nicht.
Du kannst alles mögliche zu einem Weltmarktpreis einkaufen, nur nicht Arbeit, und Dienstleistungen schon gar nicht.

Ein Arzt ist in Russland vom Status her nicht gleich wie in Österreich, geschweige denn vom Verdienst her. Ein Lehrer in Simbabwe verdient auch nur einen Bruchteil von einem in Westeuropa.
Schau Dir die Infrastruktur in diesen Ländern an. Wie soll in Simbabwe ein Autobahn- oder Schienennetz gebaut werden, wenn keine nennenswerten Einkommen bzw. Steuern da sind?
Zum Vergleich
Österreich 84.000 km2: 114.000 km Straßennetz, komplett asphaltiert
Simbabwe 390.000 km2: 97.000 km Straßennetz, 18.000 davon asphaltiert


Der Großteil der Staatseinnahmen kommt aus den Steuern aus Arbeit.

Es geht ja nicht nur um seinen eigenen Nettoverdienst, sondern auch um seine Abgaben für die Allgemeinheit. Bei uns zahlt er zwischen 30-50% Abgaben, mit denen Infrastruktur, Sozialleistungen etc. finanziert wird. Er zahlt Sozialversichererung, seine Beiträge werden im Umlagesystem für die Finanzierung des Gesundheitssystems, der Arbeitslosenunterstützung und der Pensionen verwendet.

Zugegeben, es gibt nicht mehr viele Länder, in den Arbeit und Dienstleistung mehr kostet als bei uns. In der Schweiz vielleicht oder in Luxemburg. Allerdings ersparen sich die Menschen dort nicht mehr, sie geben auch mehr aus und schaffen regionale Wertschöpfung. Es würde sinnlos sein, jemandem aus Simbabwe anzubieten, in die Schweiz zu kommen und um den Lohn wie in Simbabwe zu arbeiten. Man kann also nicht sagen, die Löhne und Gehälter sind subventioniert, sondern der Markt lässt keine niedrigeren Preise zu.

Der produzierende Sektor ist in vielen Branchen schon außerhalb Europas angesiedelt. Die Landwirtschaft ist eine Ausnahme. Wir wollen sie im Land behalten, weil uns die Eigenversorgung wichtig ist. Dafür bezahlen wir mit unseren Steuern.

So sehe ich das. Und wenn Du mich fragst, ist das das bessere System als höhere Lebensmittelpreise - die im übrigen nicht durchsetzbar sind, weil wir eben nicht unter einer Glasglocke leben.
Es liegt darin mehr Gerechtigkeit, weil Menschen mit sehr geringen Einkommen, etwa 700,- Euro/Monat, sich sonst tatsächlich kein Essen mehr leisten könnten. Über die Steuern zahlen nur die mehr, die auch mehr Einkommen haben.
Ich halte das für sozial gerecht.



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