Hackschnitzel ohne Zwischenlagerung?

Antworten: 14
mitsch666 24-02-2012 09:31 - E-Mail an User
Hackschnitzel ohne Zwischenlagerung?
Hallo, bin Neuling hier und habe ein Frage zu der Lagerung von Hackschnitzel.

Ich plane einen Haus-Neubau mit 200 m² Wohnfläche.(KFW 55)

Die Hackschitzelheizung dazu soll in die Scheune direkt nebenan.
Hier wäre auch für max. ca. 45-50 m³ Hackschnitzel Lagerplatz vorhanden.

Jetzt meine Frage, ist es möglich, dass ich das Langholz außen trocknen lasse bzw. abgedeckt lagere und die Hackschnitzel dann direkt nach dem häckseln in die Scheune transportiere oder sind die Schnitzel dann noch zu feucht und ich muss zusätzlich noch eine Halle für die Zwischenlagerung bauen?

Vielen Dank für eure Antworten......



Shalalachi antwortet um 24-02-2012 09:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel ohne Zwischenlagerung?
Rundholz musst hald aufspalten, dann ist es schön trocken.
Und die Scheune sollte halt nicht luftdicht sein, damit die Restfeuchte abziehen kann.


voecklamalus antwortet um 24-02-2012 11:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel ohne Zwischenlagerung?
Ich habe seit 25 Jahren eine Hackgutheizung (25kw). Das Holz lagere ich 8 - 12 Monate hinterm Haus. Hauptsächlich nehme ich FI/Ta bis 30 cm Durchmesser. Beim Einhacken im April werden die Schnitzel vom Hacker direkt in den Lagerkeller geblasen. Hatte die ganzen Jahre mit der Feuchtigkeit nur einmal Probleme.



JAR_313 antwortet um 24-02-2012 12:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel ohne Zwischenlagerung?
hast du das Holz selber?! sonst würde ich Pellets einbauen
weniger bauliche Maßnahmen - weniger Platzbedarf
weniger Arbeit
trockener normierter Brennstoff
halbe Anschaffungskosten


mfg josef


einheizer antwortet um 24-02-2012 13:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel ohne Zwischenlagerung?
grüß dich-

so wie oben schon geschrieben-spalte das einfach auf- nur mal grob- da ist so eine spaltzange od. so ein kegelbohrer am frontlader od.ä. schon suuuper- braucht ja net auseinanderfallen- einfach nur spalten,damit es auch innen trocknen kann- und einfach frei lagern-
regenwasser macht ja net so viel aus- wichtig, fruchtwasser kann rausziehen-
wennst das so machst, hast grösste freude damit-
pellets würd ich dir niemals empfehlen- hast ja landwirtschaft- da ist einfach hackgut das um und auf-forst hast ja auch-hab ich gelesen- also vergiss pellets-

ausser du willst auf nummer ganz sicher gehn, dann legst einen dränageschlauch unter den haufen, und bläst dann und wann mal luft rein, an sonnigen tagen- od. machst gleich einen 2.boden mit einem lochblech u. belüftungsgebläse-funktioniert suuuuuper-

aber an und für sich, wennst du dein holz mal 1 jahr im freien lagerst,u.die grösseren etwas aufspaltest, hast du kein problem-überhaupt wennst dich für eine heizung mit einer keramischen brennkammer entscheidest-die ist immer gut-
viel freude mit deiner neuen heizung-

sonnige grüsse:
lg


rbrb131235 antwortet um 24-02-2012 18:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel ohne Zwischenlagerung?
@mitsch666. Für ein Haus mit 200 m2 brauch man max. 50 Srm wenn du trockene Schnitzel hast.
Ich heize seit 1985 mein Haus mit Hs und seit dieser Zeit habe ich ich nur gespaltenes Meterholz, da auch der Hacker noch händisch beschickt wird.( Bieber 7 )

Ich hatte in all diesen Jahren nur ein einziges Problem, als ich einmal aus einer Notsituation nasse Schnitzel in den Hs-Silo gefüllt habe.
Ich werde zwar manchmal belächelt weil ich das Holz für die Hs so benibel spalte, ich glaube aber wer am Ende lacht, bin ich.

Grüße rbrb13



MUKUbauer antwortet um 24-02-2012 19:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel ohne Zwischenlagerung?
@ rbrb - wenn du mit dem Holz knapp bist gibt´s nix besseres

wenn die Halle offen ist und gut Luft durch kann - kannst es auch direkt füllen
oder du suchst dir eine Sonnige Woche wo du hackst und wenn ein Beton oder Asphaltplatz vorhanden ist schüttest es dort auf - ev. noch mal durchziehen mit einer Egge - das ist dann trocken wie Heu ...

mit wäre die ganze Spalterei zu Aufwendig .... ist halt etwas Verlust da aber das nehme ich ihn Kauf
blöd ist nur wenn du einen geschlossenen Bunker hast und die das Kondenswasser dann alles vollsaut ...

mfg


chris_kon antwortet um 24-02-2012 20:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel ohne Zwischenlagerung?
Wichtig ist das der Bunker nicht dicht ist, das die Restfeuchtigkeit gut entweichen und kann und Frischluft nachkommt.
Dickeres rundholz lasse ich aufspalten mit einem bohrer der an einem Radbagger montiert ist, an sonsten lagere ich das Holz vor dem Hacken ein jahr im freien(ohne abdeckung mit plane).
Nach dem Hacken kommt es sofort in den Bunker, im Bunker haben 250m³ platz, in den ersten 14 Tagen erwärmt sich der haufen schon, gab aber noch nie ein problem damit.


rotfeder antwortet um 24-02-2012 20:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel ohne Zwischenlagerung?
Hallo!
Dann wäre noch wichtig, das nicht im Frühjahr gehackt wird sondern im Herbst, da ist das Material viel trockener.


rbrb131235 antwortet um 24-02-2012 21:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel ohne Zwischenlagerung?
Hallo MUKUbauer, ich bin mit dem Holz nicht knapp, habe aber einen Silo, am Hang unter der Erde.
Ich bin auf trokenes Hackgut angewiesen, weil es nach dem Befüllen keine Lüftung mehr gibt.
So bin ich aus der Not heraus darauf gekommen das trockene Hs der Garant für eine lange Lebensdauer der Anlage sind.
Ist sei 1985 noch immer die Erste und macht keine Probleme.

Grüße rbrb13



schellniesel antwortet um 24-02-2012 21:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel ohne Zwischenlagerung?
rbrb13

Das was du schreibst stimmt schon aber die Vorteile einer HSA bleiben bei deiner Methode doch ziemlich auf der strecke??

Wenn ich die Meterscheiter per Hand dem Hacker füttere kann ich sie doch auch gleich auf einen halben meter ablängen und in den Holzvergasser legen???

Mfg Andreas


rbrb131235 antwortet um 24-02-2012 22:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel ohne Zwischenlagerung?
@hallo schnellniesel, so sehe ich das nicht.
Meine Übelegung damals ( vor 1985 ) war, wie heize ich mit Holz automatisch? Das Brennmaterial war ja vorhanden. Es gab ja kaum noch Anbieter für HS-Heizungen.
Holvergaser waren auch noch in den Kinderschuhen, und ausserdem wollte und konnte ich nicht andauernd nachlegn.
Was das Spalten betrifft, glaube ich macht es keinen so grossen Unterschied ob ich spalte, oder 10 m Mehrverbrauch in Kauf nehme. Die müssen ja auch erst gearbeitet weden.
Dann habe ich 1994 eine Raumaustragung nachgerüstet, wo immer noch die ersten Schnecken drinnen sind. Ich bin überzeugt dass das auch mit der Qualität des Hackgutes zusammenhängt .

Grüsse rbrb13


schellniesel antwortet um 24-02-2012 22:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel ohne Zwischenlagerung?
@rbrb13

Muss ich dir auch wieder recht geben den deine Heizung ist genau so alt wie ich und da war mit HS-heizen echt Pionierarbeit!
Holzvergaser und auch Puffer waren sicher auch noch nicht viele verbaut!

Das die Lebensdauer der Komponenten mit der Qualität der schnitzel zusammenhängt stimmt sicher auch!

Nur die 10srm mehr sind in einer halben stunde gearbeitet!

Mfg Andreas



obermassing antwortet um 25-02-2012 09:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel ohne Zwischenlagerung?
Hi!

Wir haben das Hackgut auch im Hochsilo. Der Silo ist oben offen und hat Platz für ca. 45m Hackschnitzel. Hacken tun wir meistens im Herbst wenn das Wetter passt und gehackt wird einfach alles, was im Laufe das Jahres angefallen ist, Haselstauden, Fichten, Eschen, .... Nix aufspalten und so, das Hackgut kommt direkt in den Bunker. Wir hatten bisher noch nie Probleme (Heizomat-Kessel). Der Nachbar macht es ganz genauso, allerdings hat der keinen Silo sondern einen eigenen Lagerraum gebaut. Rein Gefühlsmäßig ist es in dem Raum etwas feuchter, er hatte aber auch noch nie Probleme beim Heizen (Fröhling-Kessel).

Bernhard


coolenergy antwortet um 25-02-2012 14:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel ohne Zwischenlagerung?
Trocknen ist wichtig.
Ab 2014 dürfen nur Hackschnitzel mit unter 25% feuchte verfeuert werden.
Gehört zur EU immissionsschutzverordnung fur kleine und mittlere Feuerungsablagen. Ist in Deutschland
schon umgesetzt. In österreich erst in einigen Bundesländern (da, es lebe der Föderalismus, Ländersache)
Wird aber nur abgeschrieben werden.

Siehe den Deutschen Entwurf der genauso umgesetzt wurde.
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/000/1700074.pdf §3(1)4. und §3(3)

Es gibt auch eine tolle Studie über Biomasseheizungen aus Wieselburg.
http://www.bioenergy2020.eu/files/publications/pdf/I1-283.pdf

Um dem guten Gedanken der Biomasseheizungen nicht zu schaden sollten sich alle an die Vorschriften halten.
Feuchtverheizen bringt nicht nur mehr Schadstoffemmission sonder auch einen schlechten Wirkungsgrad des
Kessels, schließlich muß der gesamte Wassergehalt der Hackschnitzel erst im Ofen verdampft werden,
wozu er nicht eingerichtet ist.
Das trocknen vorher , ob mit Fremdenergie oder Luft (Sonne) ist auch wirtschaftlich das günstigere.








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