Fruchfolge vereint Bio

Antworten: 10
Indianerlandwirt 20-02-2012 16:14 - E-Mail an User
Fruchfolge vereint Bios und Konvis
as Österreichische Umweltprogramm bietet viele unterschiedliche Maßnahmen an. Aber eine Maßnahme vereint alle, ob im UBAG.. ob in der Biologischen Landwirtschaft. Aber auch Konvi's.
Es ist die Fruchfolgestabilisierung. Und wahrlich können alle Maßnahmen in ihr zusammengefasst und finanziell wesentlich aufgewertet werden. Sie ist auch keine Erfindung des ökologischen Landbaus, sondern gilt allgemein für alle Landwirte.
Da gibt es Pflanzen die Humus und Stickstoff bilden, auf denen Pflanzen folgen die Humus und Stickstoff verbrauchen. Auf Pflanzen, die im Herbst gesät und über dem Winter den Boden schützen folgen Pflanzen die nur vom Frühjahr bis zum Herbst sich am Acker befinden. Blatt-Pflanzen kommen vor und nach Halm-Pflanzen. Pflanzen die Beikräuter unterdrücken kommen vor Pflanzen die Beikräuter gedeihen lassen. Hauptfrüchte werden zu Gemengen gemischt und gleichzeitig gesät, oder als Untersaat nachgesät. Zwischen Hauptfrüchten befinden sich Zwischenfüchte. Und der Boden ist das ganze Jahr mit Pflanzen bedeckt.
Und wer das ganze System voll ausspielt kommt ohne oder wenig mineralischen Dünger und chemischen Pflanzenschutz aus. Der Boden ist fruchtbar und nährstoffreich. Beikräuter, Krankheiten, Pilze und Schädlinge werden unterdrückt. Wer dies durchführt ist „naturschonend“.
Begleitet muss die Maßnahme, mit einer Düngerabgabe bzw. chemischer Pflanzenschutz-Abgabe, werden. Der Nährstoffpreis des mineralischen Düngers muss höher sein als die Nährstoffkosten für Viehdung oder Pflanzengebildeten Nährstoff. Und der Preis für chemischen Pfanzenschutz muss höher sein als das Anpfanzen von Beikrautunterdrückenden Pflanzen. So muss man den Landwirten dann auch keine „unwürdigen“ Kontrollapparate aufbürden.
In dieser Fruchfolgeförderung ist das Grünland gleichwertig dem Ackerland. Den Grünland als permanente Kultur (Permakultur) erfüllt alle Eigenschaften der Fruchfolge.
Und auch alle Randzonen mit 1-7 m breite um unsere Äcker und Wiesen wie Gebüsche, Hecken und ungenutztes Gras müssen auch mitgefördert werden. Auch sie erfüllen Fruchfolgeeigenschaften. Sind Lebensraum für Wildtiere, Vögel, Insekten. Machen die ganze vielgliedrige Äcker-Wiesen-Hecken Landschaft zur Wohfahrtswirkung für alle Menschen.


DJ111 antwortet um 20-02-2012 16:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchfolge vereint Bio's und Konvi's
@ Índianer:

Dann erklär doch mal, wie genau man nach deinen Vorstellungen als Beispiele
1) Kürbis und 2) Mais anbaut und auch brauchbare Erträge erzielt:

Ich warte auf deine Kulturanleitung!

Gruß, DJ


JD6230 antwortet um 20-02-2012 18:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchfolge vereint Bio
In der Therorie scheint dein Ansatz logisch und sinnvoll. Jedoch in der Praxis lässt sich das ganze nicht mehr so einfach durchführen.
für den einen oder anderen Betrieb wird es auch machbar sein, für den Großteil der Betrieb jedoch nicht.

Die österreichische Bevölkerung ist bereits jetzt abhängig von Lebensmittelimporten (Fleisch, Eier, Gemüse...) wenn wir deinen Ansatz für eine nachhaltige Landwirtschaft umsetzten werden wir noch mehr abhängig. Auch unsere Politik vergisst dies und mit immer mehr Extensivierungsmaßnahmen schädigen wir uns selbst.



cowkeeper antwortet um 20-02-2012 19:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchfolge vereint Bio
*g*
im Mischanbau kannst vielleicht irgenwelche lustigen Futtergemenge anbauen, aber dann produzier mal Qualitäts- oder -Premiumweizen so.
Die Form der Intensiven Landwirtschaft, die auf der ganzen (entwickelten) Welt praktiziert wird, hat sich so über Jahrzehnte entwickelt, weil sie eben die effizienteste ist. Und immer effizienter wird, speziell bei steigenden Preisen für Dünger und Pflanzenschutz.
Nur im kleinen gallischen Dorf Österreich glauben einige "Grosslandwirte" die Weißheit mit Löffeln gefressen zu haben, und klüger zu sein als der Rest der Welt.

lg cowkeeper


bgld antwortet um 20-02-2012 19:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchfolge vereint Bio's und Konvi's
Du bist ja a ganz a gscheiter!!

Da sieht man wahrlich wieder den Unterschied von Theorie und Praxis!

Und nur so nebenbei, wie möchtest du mit diesem System die Welt ernähren???

lg


Indianerlandwirt antwortet um 21-02-2012 11:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchfolge vereint Bio's und Konvi's
Danke für die Antworten

Hmmm. Wenn ihr Recht habt, kann eine europaweite Biolandwirtschaft nicht funktionieren. Die Grundlage einer Biolandwirtschaft ist die "echte" Fruchtfolge.


biolix antwortet um 21-02-2012 11:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchfolge vereint Bio
;-)))

Jetzt habe ich einmal gedacht du machst echt einen guten threat mit "vernindendem Thema" zwischen Bio udn konv. dann kommt das wieder raus... ;-))

Warum kanns Europaweit keine echt Fruchtfolge geben ? Es muss nicht gleich alles Mischkultur udn Permakultur sein... das kommt erst später wenn das Erstere mal alle kapiert haben, dann fang ma an mal wirklich intensiv zu werden... ;-)))

lg biolix udn das war jetzt kein Faschingsscherz.. ;-))


baerbauer antwortet um 21-02-2012 13:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchfolge vereint Bio
und zum Ablschuss des Faschings die Fruchfolge mit der die Steirer auch leben können: Mais, Woaz, Kukuruz, Türkn können die Steirer auch leben...
.... die Bürokraten checkens eh nicht (Brüssel)
lg




Indianerlandwirt antwortet um 21-02-2012 16:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchfolge vereint Bio
Hallo Biolix,

eigentlich müssten es Konventionelle viel leichter schaffen in eine Echte Fruchtfolge einzusteigen. Sie können ja natürlich Nachteile (Klima, Boden, etc.) mittels Dünger und Pflanzenschutz ausgleichen. Trotzdem würde sich dieser Dünger/Pflanzenschutzeinsatz um 90% verringern. Da mit Abgabe, würde dann nur noch soviel wie notwendig, so wenig wie möglich darauf zurückgegriffen werden. Ein großer Schritt Richtung "Naturschonende" Landwirtschaft.

Und Cowceeper sagt es ja richtig. Es würde viel Futtergemenge für das Vieh angebaut werden. Im Moment ist es ja nicht anders. Wir bauen Getreide und Mais für das Vieh an. Wäre doch nur eine Umwandlung von Getreideviehfutter zu Gras/Klee/Luzerneviehfutter.

Eine "echte" Fruchtfolgeförderung mit Begleitmaßnahmen vereint Bios und Konvis.


biolix antwortet um 21-02-2012 16:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchfolge vereint Bio
Sers Indianer !

das hast wiederum sehr recht... darum motivier sie doch weiter das das so wird.. ;-))

lg biolix und lei lei...


JD6230 antwortet um 21-02-2012 17:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchfolge vereint Bio
Interessant wäre in dieser Hinsicht, wieviel der österr. Ackerfläche eine Fruchtfolge hat. Außer Mais kenne ich eigentlich keine Frucht, die alle Jahre ohne Probleme angebaut werden kann. (Natürlich haben in den letzten Jahren die Krankheiten und Schädlinge im Mais zugenommen - typische Monokultur-erscheinungen).

Aber nachdem in österreich jedes Jahr eine Menge an verschiedenen Wintergetreide (Weizen, Gerste, Roggen, Triticale), unzählige Hektar an Raps, dann im Frühjahr verschiedene Leguminosen (Erbse, Soja- und Ackerbohne) wird es ja doch noch eine Fruchtfolge in Österreich geben - oder wird das alles nur von Bios angebaut?

http://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/ackerbau/fruchtfolge/gestaltung-fruchtfolge-pdf.pdf



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