"Kniefall vor den Bauern"

Antworten: 11
berbau 19-02-2012 19:02 - E-Mail an User
"Kniefall vor den Bauern"
Sparpaket: „Kniefall vor den Bauern“


Die geplanten Neuerungen bei der Immobilienbesteuerung sind für den Steuerrechtsexperten Werner Doralt ein „Kniefall vor den Bauern“.

Der Steuersatz von 25 Prozent für Umwidmungsgewinne und Wertsteigerungen in der Landwirtschaft ist ihm zu gering, zumal dafür an anderer Stelle die Steuer sogar heruntergesetzt werde. Rechnungslegungspflichtige Unternehmen, die bisher ihre Veräußerungsgewinne aus Grund und Boden mit dem Normalsatz bis zu 50 Prozent versteuert hätten, sollen künftig nur mehr 25 Prozent zahlen, so Doralt gegenüber der APA in einer Stellungnahme zum Sparpakets-Begutachtungsentwurf.

„Richtig wäre gewesen, solche Gewinne genauso wie andere Wertsteigerungen im Betriebsvermögen generell mit dem Normalsteuersatz zu versteuern.“ Hätte man dies schon immer - also auch bei den Bauern - getan, gäbe es „rein rechnerisch“ keine Budgetkrise, konstatierte Doralt. Mit dem 25-prozentigen Steuersatz werde „ein Wahrheit ein Landwirteprivileg“ für die nächsten 100 Jahre festgeschrieben, meint der Universitätsprofessor


Was meint Ihr dazu?


walterst antwortet um 19-02-2012 19:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Kniefall vor den Bauern"
Doralt bestätigt die geniale Verhandlungsleistung, dass die Spekulanten statt 50% nur mehr 25% zahlen, wofür ja viele Bauern Beifall geklatscht haben, ohne zu kapieren, was da passiert.

Warum er die Bauern alleine das Budget sanieren lassen will, ist mir schleierhaft.


biolix antwortet um 19-02-2012 19:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Kniefall vor den Bauern"
Hallo !

Ein normaler Bauer verkauft ja meistens nicht, oder spekuliert damit...
Alles andere die von Umwidmungen udn Schottergruben her reich geworden sind, denen hätte ich die 50% auch vergönnt.. ;-))

lg biolix



little antwortet um 19-02-2012 19:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Kniefall vor den Bauern"
Alle hacken auf den Bauern rum. Seit Jahrzehnten wird von einer Verwaltungsreform gesprochen, und gemacht hat es noch keiner. z.B. haben die Beamten eine 40 Stundenwoche. Keiner sagt aber, das die eine Stunde Mittag durchgerechnet wird. Wieso gehen Postler mit 45 Jahren in Pension? Weil sie nicht versetzt werden können also werden sie pensioniert.
Lehrer bekommen vollen Lohn für halbe Anwesenheitspflicht, da könnte man doch für Pendler die An- und Abfahrt zur Arbeit auch schon Arbeitszeit einsetzen.
Es gibt genug Berufsgruppen die sehr sehr gut von unseren Steuergeld leben und dabei noch gewaltigen "Gebietsschutz" haben.
Oder vielleicht sollten wir Bauern wirklich mal versuchen einen gewissen Herrn Neugebauer in unserer Berufsvetretung zu installieren. Nicht wie zur Zeit unsere Abgesanden von Raiffeisen und co die gegen uns Landwirte verhandeln und uns dann erklären was sie nicht alles für uns rausgeholt haben.
Unser BM Niki ist sowieso nur eine Wachspuppe die bei allen möglichen Fotografien dazugestellt wird, sonst kann er nichts außer blöd in die Linse grinsen.

Little


biolix antwortet um 19-02-2012 19:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Kniefall vor den Bauern"
little, das geht nicht ganz, weil den Bauern kann man den freien Markt einreden udn die lassen sich auch gegeneinander am "Markt" super ausspielen, bei den Beamten klappt da nciht ganz so.. ;-))





little antwortet um 19-02-2012 20:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Kniefall vor den Bauern"
Was ist bei uns freier Markt? Diktiert wird alles von den Börsen und die sind wieder mal super davon gekommen. Von der Spekulationsgewinnen die die Herren erlösen redet keiner mehr, wir Kleinen haben für die Großkopferten aber herhalten müssen wie alles den Bach runder gegangen ist.

Little


BHM antwortet um 19-02-2012 20:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Kniefall vor den Bauern"
@biolix
Denke auch das ein Bauer in den meisten Fällen nicht verkauft. Es gibt allerdings auch "Notfälle" bzw. einige leben vom Verkauf ihres Grund und Bodens da sie sonst nicht über die Runden kommen. Und das sich hier der Staat einfach mal ein Viertel der Wertsteigerung unter den Nagel reißt - finde ich eine absolute Frechheit!!!!
Denke, dass keiner seine Eigentum gerne hergibt .

Meiner Meinung liegt das größte Einsparpotenzial im Sozialsystem, aber auch im Gesundheitssystem.
mfg


walterst antwortet um 19-02-2012 21:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Kniefall vor den Bauern"
@tria
Du musst Dich absolut nicht betroffen fühlen., Ich halte es aber für eine Tatsache, dass die Mehrheit der Bauern eben regelmäßig auf die Propaganda der eigenen Vertretung hereinfällt. Wird mir wahrscheinlich auch selber gar nicht so selten passieren.

Ich habe es doch eh schon in den pms ausführlich mit Dir besprochen, dass meine Einstellung die ist, lieber vorher Wirbel zu schlagen, wenn was auf uns zukommt und nicht hinterher und dabei kann ich eben aus meiner Haut nicht heraus.
jeder, wie er will, oder?


179781 antwortet um 20-02-2012 08:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Kniefall vor den Bauern"
Was der gute Herr Doralt, seines Zeichens Steuer "Experte" vergisst:
Wenn der Verkaufserlös von landw. Grundstücken als Betriebsgewinn gesehen wird, dann ist auf der anderen Seite der Kauf eine Betriebsausgabe. Also würden hier die Steuererlöse auf der einen Seite wieder durch Einkommenssteuerminderung der Käufer auf der anderen Seite reduziert. Ein Nebeneffekt einer solchen Situation wäre wohl, dass sich gut verdienende Unternehmen auf die Landwirtschaft stürzen würden und damit für noch höhere Grundstückpreis sorgen.

Gottfried


iderfdes antwortet um 20-02-2012 09:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Kniefall vor den Bauern"
Toll war auch die Aussage Doralts, dass eine höhere Besteuerung nicht zu mehr Bauernsterben führen würde, weil "die hören sowieso auf". Aber es fühlt sich ja ohnehin jeder zum Landwirtschaftsexperten berufen. Gefunden auf facebook bei einem gewissen Faymann schreibt ein Herr Bernhard Forstenlechner, Hollenstein an der Ybbs: "Was ist mit dem Einheitswert bei den Bauern der seit 1987 unverändert ist und die Ihre Pension danach einzahlen und mit dem Wert von 2012 kassieren .DORT SIND UNSERE MILLIONEN" Ja, schön wärs.



Christoph38 antwortet um 20-02-2012 10:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Kniefall vor den Bauern"
Doralt sollte die Sache vielleicht etwas wissenschaftlicher betrachten, anstatt sich nach den Schlagzeilen zu orientieren.

Fakt bleibt doch dass jedes Grundstück auch nach noch so vielen Jahren keinen Zuwachs hat. Der laufende Ertrag ist zu versteuern und 1 ha auch nach Jahrhunderten noch 1 ha.

Jede Besteuerung ist daher eine Besteuerung von Inflation, die im Zeitablauf mal höher mal niedriger ist.
Es mag zwar Zeiten geben, wo die "Wertzuwächse" des Grundes uber der Inflation liegen, aber es wird auch Zeiten geringer Zuwächse geben.
Gerade bei Bauland ist es oft so, dass bereits die Grossväter und Urgrossväter auf diesen Grundstücken hätten bauen dürfen. Dass man den Bauern die Flächenwidmung als Last aufs Auge gedrückt hat, macht die spätere Umwidmung nicht zu einem Geschenk, sondern ist nur die Rücknahme einer Last.
Aufgabe der Widmung ist nämlich die Eignung von Grundstücken zu überprüfen, damit nicht der Öffentlichkeit Lasten entstehen. Wo aber die Eignung passt ist Widmung Pflicht und der Wert lange vor der Umwidmung viel höher als rein lw. Grund.


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