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sturmi 01-02-2012 12:18 - E-Mail an User
Biobauern jammern!
Jetzt verstehe ich die Welt nicht mehr, erzählt uns doch der Bio-Missionierer immer von den glücklichen Biobauern!
Der Preiskampf bei Bioprodukten scheint jetzt auch voll entbrannt zu sein! Willkommen in der Realität liebe Berufskollegen!
Halter von Bio-Rindern sind besonders unter Preisdruck: Aktionitis bei Fleisch, Käse, Milch. Aktuell sind die Perspektiven für Bio-Bauern noch schlecht. Seit dem Vorjahr gibt es praktisch keine Neuzugänge mehr....
Wer nicht selbst vermarktet, sondern über den Lebensmittelhandel, hat trübe Erlösaussichten. Die Handelsriesen tragen den Kampf um Marktanteile verstärkt über das Bio-Sortiment aus. Ein Kilo Bio-Rindsschnitzel gibt es im Diskont unter zwölf Euro, einen Liter Bio-Vollmilch unter einem Euro.
Das sei eine Zwickmühle, sagt Vierbauch: „Die Konzentration im Handel bringt für uns eine hohe Abhängigkeit. Die Handelsketten, inklusive Diskont, werben aber für Bio.“ Es sollten aber alle Gewinner sein: „Sonst springen unsere Bauern ab oder aber die Konsumenten, weil sie an diesem System zweifeln.“
Zum Artikel ein nüchterner, aber treffender Kommentar:
"Es ist eben nicht möglich am Markt vorbeizuproduzieren. Wenn die Kunden nicht bereit sind, höhere Preise zu akzeptieren, dann kann man eben nur bestehen, wenn man kostenmässig mit anderen Lieferanten mitkann."
MfG Sturmi

 


ALADIN antwortet um 01-02-2012 14:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biobauern jammern!
Hallo Sturmi!

Ich bin immer wieder überrascht, wie du dir um die Biobauern Sorgen machst.


wuzi antwortet um 01-02-2012 15:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biobauern jammern!
Hallo Sturmi

Die haben eh schon eine Krisenversammlung in Wels !
Vieleicht kann unser BIOschlaumeyer was berichten?

wuzi



walterst antwortet um 01-02-2012 15:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biobauern jammern!
@sturmi
was genau ist der Neuigkeitswert an dieser Meldung?
Ist eine reine Tatsachenfeststellung Jammerei?


sturmi antwortet um 01-02-2012 15:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biobauern jammern!
@aladin
Ich bin generell an der Landwirtschaft interessiert! Immer wieder hört man vom "glücklichen Biobauern", dem "Bioboom", "Bio ernährt die Welt", usw....
Auf gut Deutsch, Bio is soo supa! Nur weiß das auch die die freie EU-Marktwirtschaft?!
MfG Sturmi



Hausruckviertler antwortet um 01-02-2012 18:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biobauern jammern!
Wer selbst vermarktet hat mehr Geld für sein Produkt, aber auch wesentlich mehr Arbeit. Wenn jetzt die Biobauern jammern weil sie "Gefangene" der Handelsketten sind, muß man sich einmal die Frage stellen, wieviel mehr Arbeit hat ein Biobauer gegenüber einem, der konventionell, aber mit UBAG arbeitet. Wo liegt da noch der Unterschied? Dünge - und Spritzmittelverbot hat ein UBAG-Bauer auch. Artgerechte Tierhaltung haben alle Bauern zu befolgen. Gentechnikfreie Futtermittel haben auch die meisten schon als Vorgaben. Vor allem Milch und Fleischlieferanten. Zeitliche Vorgaben bei Düngeausbringung haben auch alle zu befolgen. Es bleibt im Grunde genommen nur mehr der höhere Preis für zugekauftes Saatgutn und Kraftfutter und die Unkrautbekämpfung, wobei ja bei Grünland im UBAG auch nur eine Punktbekämpfung erlaubt ist.
Für diesen Nachteil bekommen sie auch die Fördrung. So biologisch wie sehr viele Biobauern, vor allem jene, die nur wegen der Förderung Biobauern sind und nicht wegen der Überzeugung, sind UBAG Bauern allemal, vor allem die reinen Grünlandbauern. Es gibt aber auch Biobauern, die wirklich aus Überzeugung welche sind, vor denen ich ja auch große Hochachtung habe und ich denke, dass sich die vielleicht gar nicht so sehr aufregen. (kann mich hier aber auch irren, ist nur ein Gedanke von mir)
Bioprodukte haben eine höhere Qualität, das ist erwiesen, aber der Unterschied zwischen UBAG Produkten und BIO Produkten ist nicht so hoch wie der zwischen UBAG und Konventionell ezeugten Produkten, die nur die Nitratrichtlinien einhalten müssen und spritzen können auf Teufel komm raus. So gesehen müsste am Markt bei den Lebensmitteln ein Preisunterschied sein, der zwischen KONV. und UBAG. größer ist als zwischen UBAG und BIO.




Tyrolens antwortet um 01-02-2012 18:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biobauern jammern!
Bio-Austria soll doch einfach selbst Lebensmittelverarbeitungs- und -handelsbetriebe aufbauen.
Was ist da schon dabei. Agrargenossenschaften machen das auch und sind dabei bei weitem kleiner.


biolix antwortet um 01-02-2012 19:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biobauern jammern!
Hallo !

Ja tiroler sowieso, gibts ja noch genug, beim Getreide halt nicht mehr.. ;-)(

Aber der Rudi Vierbauch ist ja sogar Vorstand in so einer Genossenschaft, aber jetzt wirds mal Zeit das er den brasilianischen Biorohrzucker in den Joghurts, mal gegen einen Ö Biorübenzucker austauscht in "seiner" Molkerei..

Ach sturmi, wer jammert ? Er stöhnt doch nur bevor er wirklich jammern muss, suchst dir immer die besten Absätze heraus, und so erkennt nun auch dein Freund Vierbauch, ( du lobst ihn ja immer ) wenn man sich mit den ganz großen ins Bett legt, wird man oft auf die Bettkante raus gedrückt und kann leicht abstürzen.. ;-))((

lg biolix

p.s. apropos, den Preisdruck bei Jungrinder habe ich noch nicht gespürt und die Vermarktung läuft in NÖ sehr gut, da haben wir eine eigene Biovermarktung, hab grad wieder eine Abrechung vor mir liegen mit über 1200 Euro für ein Jungrind, also wir sind zufrieden, also von stöhnen keine Spur, und Jammern tue ich sowieso ganz ganz selten.. ;-))


179781 antwortet um 01-02-2012 20:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biobauern jammern!
sturmi du alter "bioversteher"
Du brauchst nur einmal zu einer Veranstaltung von Biobauern gehen und zu einer von konventionellen. Danach berichtest du uns, wo gesudert wird und wo die Leute gut gelaunt sind und etwas vorwärts bringen wollen. Mir brauchst du es nicht zu sagen, ich weiss es schon.

Gottfried


WhiteB antwortet um 01-02-2012 21:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biobauern jammern!
ich find das jedes mal wirklich super, wenn berufskollegen gegen berufskolloegen wettern anstatt zusammen etwas zu bewirken, egal ob konv. oder bio...

naja, da neid ist groß und irgendwo braucht ma a ventil um dampf abzulassen
würd mal drüber nachdenken...


fgh antwortet um 01-02-2012 21:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biobauern jammern!
Bio war ursprünglich fast ein NIschenprodukt und ist zum Trendprodukt geworden - leider haben Trendprodukte erhöhte Produktion zu Folge und dann irgendwann Handelsketten die den Produzenten auf die Füsse steigen, weil eben mehr als genug da ist....


carver antwortet um 02-02-2012 09:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biobauern jammern!
@ Hausruck4tler
"Wo liegt da noch der Unterschied? Dünge - und Spritzmittelverbot hat ein UBAG-Bauer auch."
Das würde mich jetzt auch interessieren.
Könntest du die Unterschiede erklären, was ein UBAG-Bauer nicht düngen und nicht spritzen darf (ausser Flächenspritzung bei Ampferbekämpfung und 150 kg N/ha gesamtbetrieblich)?

lg carver


frischauf antwortet um 02-02-2012 13:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biobauern jammern!
@ sturmi : freie EU Marktwirtschaft. Meinst das ironisch oder bist wirklich so blauäugig?


carver antwortet um 03-02-2012 22:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biobauern jammern!
Sorry, Korrektur:
Bei UBAG darf man bei Ampferbekämpfung auch Flächenspritzen.


biolix antwortet um 03-02-2012 22:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biobauern jammern!
Hallo !

was darf man bei UBAG nicht, und wer kann die Aufzeichnungen kontrollieren wie viel gestreut wurde ?

hausruckviertler du bsit noch Antworten schuldig, oder kennst du das ÖPUL gar nicht ? ;-))

lg biolix


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