und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)

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Fendtfan 17-01-2012 08:58 - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Bäuerin von Kuh erdrückt.
Der tragische Unfall auf einem Milchviehbetrieb mit Laufstall hat es leider wieder an den Tag bebracht.

Vorab eine aufrichtige Anteilnahme der Familie und den Hinterbliebenen.

Bin heute seit 3 Uhr früh munter, beschäftigt mich seither immer mehr, weil das überall mit diesen Stallformen passieren kann, das man von einer Kuh oder vielleicht sogar mehrere attakiert wird.
Ist mir auch schon passiert das ich von einer meist stierigen Kuh gestossen oder an die Mauer gedrückt worden bin.Hatte aber bis jetzt immer auch Glück.
Bin aber sehr unruhig wenn ich auswärts bin und die Frau allein zu Hause ist.
Die Tiere sind einfach oft unberechenenbar sei es durch Brunst, Wetterumschwung oder auch Föhn.
Es ist meistens leider Gottes auch so das die Bäuerin durch den Nebenerwerb des Mannes allein im Stall ist und bei solchen Unruhen im Stall dann doch auf sich selbst gestellt ist.
Habe selber vor zwei Jahren als wir die Konstituierung und Angelobung der hiesigen Ortsbauernauschüsse bei der Diskussion massiv darauf hingewiesen das bei Laustall auch Weidehaltung die Gefahren nicht zu unterschätzen sind wenn man dies alleine machen muss.
Gerade das ich nicht bemitleidet und ausgelacht wurde, dann heisst es der hat doch immer was.
Habe bei der Diskussion gefordert das in erster Linie das Stallpersonal und nicht das Vieh geschützt werden muss.
Habe auch die Haftung ins Spiel gebracht, kann ja nicht sein das man Tierschutz fordert und wenn etwas passiert dann ist man in solch tragischen Fällen allein.
Aber was macht unsere Interessenvertretung, sie stimmt überall mit, wir müssen ja überall die Vorreiter sein.
Bei solchen Vorfällen wird das dann alles totgeschwiegen,da sieht man dan keinen , ist halt passiert.
Und das nennt man dann Verantwortung für den Bauern.
Der Bauer soll sich auch selbst aussuchen welche Stallform für ihn die beste ist



Hausruckviertler antwortet um 17-01-2012 09:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Was hier passiert ist ist eine furchtbare Tragödie und man kann das nicht erfassen, wenn man nicht selbst einmal sowas erlebt hat. Auch mir ist das seit Sonntag abend, als ich es im Radio gehört habe, nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Mein tiefstes Mitgefühl gilt natürlich allen Hinterbliebenen.
Jetzt darf man nur nicht den Fehler machen und die Schuld beim Laufstall suchen. Es sind schon genügend Baueren und Bäuerinnen auch in einem Anbindestall zu Tode gekommen. Wie es wirklich passiert ist weiß niemand, der nicht dabei gewesen ist und genaue Kenntnisse von der Art der Verletzungen hat.
Würde man jetzt den Laufstall in Zweifel ziehen, müsste man alles, wodurch Menschen zu Schaden kommen können, anzweifeln. Z.B. Autofahren, Motorradfahren, Waldarbeit, etc. etc. Gefahren lauern überall. Eine Unachtsamkeit passiert jedem einmal oder auch öfters, nur geht es in meisten Fällen glimpflich aus, aber leider, wie in diesem Fall, für so manchen auch fürchterlich tragisch.


Fallkerbe antwortet um 17-01-2012 09:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)




Haa-Pee antwortet um 17-01-2012 11:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
mit unter eine sehr berechtigte frage auch ich vermisse den menschenschutz!

tierhaltende bauern sind meist 365 tage im jahr "angehängt" und das über jahrzehnte da wundere ich mich warum es da seitens der behörden,der verschiedensten gruppierungen von den grünen bis human right watch nicht längst schon verordnungen,proteste oder auch eine "nächtliche bauernbefreiung" aus den fängen der immerwährenden tierhaltung gab!?

das laufstallhaltung und insbesondere auch dauernde weidehaltung bei rindern "kein streichelzoo" ist das weiss jeder der das betreibt wahrscheinlich aus eigener erfahrung mehr als nur gut!
und man immer äusserst aufmerksam und glück braucht um nicht von einer renitenten kuh oder boxenstier an die wand geknallt zu werden.
mein grossvater hatte auch schon mehrmals enormes glück der war immer flink genug aus den schwierigen situationen herauszukommen einmal hat ihn eine kalbin massiv attakiert und schon am boden gehabt und er hat ihr beim nächsten anlauf geistesgegenwärtig die heugabel in die brust gerammt das hat dem wohl das leben gerettet!
kalbin wurde sofort am nächsten tag zur schlachtung gegeben!und da war selbst das fangen eine äusserst gefährliche sache die war absolut nicht laufstalltauglich.


akut antwortet um 17-01-2012 11:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Kenne auch einen tragischen Fall durch Laufstall, der Betroffene ist jetzt schwerst Behindert.
Der Zeitgeist ist eben so, dass man sich mit Anbindehaltung schon schämen muß und als Tierquäler abgestempelt ist. Als etwas reiferer Jahrgang sehe ich alles aus der nötigen Distanz. Wo wurden noch vor wenigen Jahren überall Tiere gehalten- in höhlenähnlichen Lucken. Bis die dann modernen Ställe entstanden. Jetzt gibts wieder eine andere "Mode" und die ist nach offizieller Ansicht die absolut richtige. Mir tut jeder leid der durch Tiere zu Schaden kommt. (war selbst auch schon öfter zum Glück nur leichter verletzt)


kraftwerk81 antwortet um 17-01-2012 11:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Meine Mutter hatte auch schon 2 mal eine sehr heikle Situation, aber im Anbindestall. Es sind eben Rinder mit denen man es zu tun hat - keine Schafe!

Und wieviele Menschen wurden in Anbindeställen schon beim Melken schwerst verletzt? Da ist zB der Laufstall klar im Vorteil.


Gulla antwortet um 17-01-2012 12:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
letztes jahr mußte ich den weidezaun reparieren, plötzlich sind einige kühe zu mir hergestürmt, irgenwie war mir nicht wohl dabei und ich habe sie von mir weggejagt, nur eine kuh ließ sich nicht verscheuchen, und ist mir nicht mehr von der seite gewichen, die hat dann angefangen aus den nüstern zu spucken und mit dem huf in der erde zu scharren, das war wie in einen film, ich hab so etwas noch nie gesehen. die hat mich auch versucht zu attackieren; ich bin dann außerhalb des zaunes gegangen, den ich hatte wirklich angst daß sie mich niederstoßen wollte.
ein anderes mal da bin ich auch am rand des zaunes gestanden, ist die kuh wieder zu mir hergestürmt und das gleiche schauspiel wieder.
bin gespannt wie es mir heuer mit ihr geht,wenn ich wieder mit dem austreiben anfange, ob sie noch böser wird, oder ob sie es vergessen hat.

falls ich hier mal nix mehr schreibe...............

wird die zeitung von mir schreiben.


besonders stiere, werden von einem tag an andern böse, und das hat schon manchen landwirt das leben gekostet, weil viele glauben ihre tiere zu kennen.



eine paradespruch von mir:
trau keinen stier und trau keinen mann ;-))

lustig finde ich auch, wenn fleischhauer vorgeschrieben bekommen, sie dürfen bei der verladung von rindern (stiere) keinen stock mehr verwenden.
die leute die sowas vorschreiben, sollen ein jahr mal die tiere verladen, dann möchte ich sehen ob sie auch noch dafür sind.
aber gescheit daherreden und keine ahnung von der materie zu haben da gibt es leider viele


lg
Gulla


joholt antwortet um 17-01-2012 12:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Es ist immer tragisch wenn sowas pasiert tafür aber den laufstall die schuld geben finde ich falsch weil soche fälle gibt es bei der anbindehaltung genau so. Intersant ist schon das es viele frauen erwischt. Bei uns in der gegend sind hauptsächlich männer im stall auch wenn sie nebenbei arbeiten gehn denkt mal darüber nach!
Ich würde die viehhaltung aufgeben wenn die frau statt mir in den stall müßte ausgenommen bei krankheit natürlich.
mfg. Hans


biolix antwortet um 17-01-2012 12:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Sers Joholt !

da bin ich mal voll deiner Meinung...
Wenn ich allein nur denke wie es früher war beim umhängen der Tiere, besonders bei den Stieren, da ist mir jede Laufstall und Boxenhaltung 3 mal lieber, und ungefährlicher...

lg biolix


kraftwerk81 antwortet um 17-01-2012 13:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
@ joholt,
Was spricht dagegen wenn die Frau den Stall macht? Bei uns in der Gegend würd ich mal sagen liegt der Frauenanteil bei sicher 80% Haben ja auch oft mehr Geduld was bei den Rindviechern oft ein Vorteil ist.


Also wenn ein Rindviech in irgendeiner Weise aggressiv wird hat es damit die Fahrkarte gezogen. Wenn man da nicht konsequent ist brauchts keinen Wundern wenn dann was passiert.


theres antwortet um 17-01-2012 13:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Solche Unglücke machen mich betroffen. Man kann in Tiere einfach nicht hineinschauen.
Der Laufstall birgt seine Gefahren, der Anbindestall ebenso und auch die Weide, es kann immer etwas passieren und man kann noch so umsichtig und vorsichtig mit den Tieren umgehen, ein Restrisiko bleibt.
Ich bin auch schon auf der Weide von einem Rind überrannt worden und kann einen 2. Geburtstag feiern.
Zum Glück war unser Rind hornlos, sonst hätte mein Unfall mein Ende bedeuten können.
Deshalb wird bei uns jedes Rind konsequent enthornt, wir verwenden viel Zeit für die Rinder, dass sie menschentauglich sind. Denn eines ändert sich, die Rinder in der Laufstallhaltung wachsen nicht mehr so menschenbezogen auf-
sie sind selbstbewusster geworden. Ich gehe seit meinem Unfall nie ohne Stock durch die Herde, ich brauch ihn nicht, um mir Respekt zu verschaffen, aber wenn ein Rind meint, sie könnte mir mir Kasperltheater spielen, dann kehre ich den Chef sehr konsequent heraus.

Wenn sie nicht lernen, dass der Mensch in jedem Fall der Chef ist, dann gibt es Probleme.
Das Rind, dass diese Ordnung nicht akzeptiert, wandert ohne grosse Diskussion am nächsten Tag in die Wurst.

Und trotzdem, aller Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz, es wird immer wieder Unfälle geben.
Vielleicht ist auch oft die Arbeit zu viel, eine Unaufmerksamkeit kann böse Folgen haben.
So jung und mitten aus dem Leben gerissen werden, eine trauernde Familie, kleine Kinder, die ohne Mutter aufwachsen, das geht mir nahe.
Was werden wohl wieder für Diskussionen um diesen tragischen Unglücksfall folgen?
Das Gefühl, wenn man von einem so ein massiger Körper überrannt wird, diese Gewalt, die Tritte auf dem eigenen Körper und die Schmerzen, nicht mehr flüchten können und der Verlust des Urvertrauens in die Rinder, ich hab längere Zeit gebraucht, bis ich wieder unbefangen mit ihnen umgehen konnte. Bin immer noch meinem Schutzengel dankbar, ich feiere 2 mal ganz bewusst Geburtstag und bin sehr froh und dankbar, dass von ein paar Einschränkungen abgesehen, ein normales Leben weiterführen kann.
Wer meint, er müsste hier mit klugen Ratschlägen kommen spart sie euch,
wer Rinder hat, bleibt immer ein wenig auf der Hut und wer keine hat, kann kluge Kommentare abgeben.







fliege antwortet um 17-01-2012 15:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Hallo
Ich finde es auch schrecklich wenn so etwas passiert, aber man sieht an sölchen Beispielen wie sinnlos oft Sachen in Gesetze aufgenommen werden( Verbot dauernder Anbindung) wenn nebenbei Menschenleben geopfert werden nur für den Tierschutz.
Tierschutz beginnt meines Erachtens schon bei der Fütterung der Tiere ,viele Tiere sind heut zu Tage noch unterenährt weil eine etwas besser gefütterte Kuh gleich als Fett dargestellt wird.
Aber mal ehrlich Tierschützer sind meistens Studenten oder jene die mit Arbeit und Umgang von Tieren nicht viel zu tun haben.
Es ist doch klar wenn eine Kontrolle den Stall betritt und sieht das die Tiere gut genährt mit genügend Standplatz haben ausreichend Licht versorgt sind und man sieht daß das Tier sich wohlfüllt ist der Tierschutz zu 100% befolgt worden.Denn das mit dem erdrücken und verletzen von Menschen kann nur in Laustallungen passieren , denn ein Tier das Ordnungsgemäß angebunden und gut Gefüttert und betreut wird ist in seinem Wesen viel ruhiger als eines in einem modernen Laufstall wo es nur drunter und drüber geht.


klw antwortet um 17-01-2012 17:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Ein Tip GULLA, weg damit bevor was passiert, so gut kann die Kuh gar nicht sein, meiner Meinung. bei uns werden die Rinder beim füttern bei den Selbstfanggittern eingesperrt und angegriffen. so sind sie auch nicht anders als im Anbindestall. und wenn eines der Kühe, Kälber, Stiere auffällig wird, dann ab zum Schlachthof. So denke ich kann man das Risiko mimimieren, Restrisiko bleibt immer. Und die Tierschutzbestimmungen sind sowieso Irrsinn.


179781 antwortet um 17-01-2012 20:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Ein tragisches Unglück wenn ein junge Frau ihr leben verliert und kleine Kinder die Mutter. Was passiert ist, wird sich wahrscheinlich nicht mehr feststellen lassen. Am ehsten wohl eine kleine Unachtsamkeit oder ein Moment nicht aufpassen. So passieren sehr viele Arbeitsunfälle und nachher sind viele Unbeteiligten die Gescheiten denen das nicht passiert wäre.

Wer aber jetzt behauptet, die Rinder müssten von klein auf wo angebunden sein, damit nichts passiert, der ist auf der falschen Fährte. Genau die Leute, die so denken kennen sich im Umgang mit Rindern nicht aus. Sie glauben nicht, dass das Tiere sind, die ihre eigene von der Natur vorgegebene Lebensweise haben. Für solche Leute sind das nur Dinge, die man benutzt um etwas zu erzeugen. Es ist erschreckend wie viele Bauern es gibt, die zwar ihr ganzes Leben mit Rindern zu tun haben, aber ganz grundlegende Verhaltensweisen dieser Tiere nicht kennen.

Gottfried


179781 antwortet um 17-01-2012 21:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Weil ich noch mal drüber glesen habe, da will jemand der Chef in der Rinderherde sein. Der Chefposten ist für mehrere in der Herde interessant und muss immer wieder verteidigt werden gegen welche die ihn bei Bedarf auch mit Kampf erobern wollen. Lasst das die Rinder selber machen und mischt euch nicht ein.
Der Mensch ist für die Kühe "der Andere". Das kann der sein, der Futter bringt, eine neue Weide aufmacht, einen am Rücken kratzt usw. Es kann auch der sein, der mit dem Stecken durch den Stall geht, herumplärrt und grundlos auf einen einschlägt. Die Rinder können bis zu einem gewissen Grad lernen, auf den Menschen einzugehen, verstehen werden sie uns nie. Das kann nur umgekehrt funktionieren.

Gottfried


Hoans antwortet um 17-01-2012 21:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Danke für die Anteilnahme
Meine Tochter war der liebste Mensch den man sich vorstellen kann, sie konnte keine Kuh schlagen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was für ein Leid und Schmerz das ist. Morgen Mittwoch tragen wir sie zu Grabe. Sind im Februar 2011 in den neugebauten Stall eingezogen und hatten viel Freude damit und jetzt dieses Unglück. Komme vom weinen nicht mehr heraus.


Haa-Pee antwortet um 17-01-2012 21:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
@ hoans.

im leben gibts oft die unmöglichsten dinge.....
ein besonders tragisches ereigniss ist bei euch passiert ,man wird sich das selbst nicht vorstellen können wenn man nicht in dieser besonderen ausnahme situation steht.....

wünsche für die zukunft viel kraft.....diesen schicksalsschlag einigermassen zu verarbeiten rückgängig gemacht kann es nicht mehr werden....das ist der lauf des lebens!

meine aufrichtige ehrliche trauerkondolenz.......


biolix antwortet um 17-01-2012 22:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Mein Beileid Hoans...




179781 antwortet um 17-01-2012 22:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Auch von mir mein aufrichtiges Beileid. Ich habe selbst eine erwachsene Tochter, die am Betrieb mitarbeitet. Deshalb hat mich die Nachricht von dem Unglück richtig erschrocken. Es war richtig, dass Du den Beitrag geschrieben hast. Wir können Dir nicht wirklich helfen. Aber das Wissen das Andere mit Einem fühlen kann eine kleine Stärkung sein.

Gottfried


theres antwortet um 18-01-2012 06:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Hallo Hoans,
für euer Leid fehlen mir die Worte, ich kann euch nur ganz viel Kraft wünschen und Menschen in eurem Umfeld, die euch unterstützen.
Als ich von dem Unfall las kamen bei mir die Bilder wieder hoch, ich bin nie mit Stock oder was in die Herde gegangen, wozu auch, hab unseren Tieren blind vertraut.
Mein Mann hatte damals die Kuh wieder eingefangen und als ich nach dem Krankenhausaufenthalt in den Stall ging, scharrte sie mit den Klauen und senkte den Kopf und wäre sofort wieder auf mich losgegangen. Diese Kuh war beim 2. Kalb trächtig, war nie in irgendeiner Weise auffällig geworden, bekam die gleiche Aufzucht und Erziehung, genausoviele Streicheleinheiten wie jedes andere Rind.
Wir haben sie in eine extra Box gegeben, liessen sie noch auskalben und kurz danach kam sie zum Metzger.
Heute sind wir in dieser Hinsicht kompromissloser, so ein Tier käme sofort zum Metzger.
Es gibt viele Unfälle mit den Tieren, der Laufstall ist hier leider nicht unbedingt sicherer geworden,
das alles lindert nicht euren Schmerz und die Trauer.
Ich hab den Unfall um haaresbreite überlebt, hab mir seither oft darüber Gedanken gemacht,
wie Unfälle mit Rindern verhindert werden können, das Urvertrauen zu den Rindern ist bei mir etwas angeknackst,
ich bin um vieles vorsichtiger geworden.
In Oberbayern ist ein junger Bauer von einer Kuh überrannt worden, liegt schwerverletzt im Krankenhaus.
Es ist immer so schnell was passiert.
Ich denke tieftraurig an euch und vor allem an eure Enkelkinder.






Fallkerbe antwortet um 18-01-2012 07:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
mein aufrichtiges Beileid....

fallkerbe


helmar antwortet um 18-01-2012 08:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Lieber Hoans.....auch ich möchte dir meine Anteilnahme aussprechen. Ich weiss dass euch das nicht trösten kann, und doch.........ich habe eine Tochter welche mit beiden Beinen im Beruf und im Leben steht, viel beruflich unterwegs ist und inzwischen mit ihrem Freund zusammen lebt.......ich fürchte mir vor wenigen Dingen, aber davor dass ich sie von heut auf morgen nie mehr wiedersehe......und trotzdem, wenn es so ist, man kann nichts dagegen tun.......
Ich wünsche euch allen die Kraft den morgigen Tag zu überstehen, und alle sonstigen diese tragischen Umstände betreffenden Momente auch......
Helga


Efal antwortet um 18-01-2012 08:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
@Hoans

Auch von uns ein aufrichtiges Beileid und wir wünschen euch viel,viel Kraft für die Familie und die Zukunft


Hoans antwortet um 18-01-2012 08:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Ich danke Allen
Wir sind dankbar für jedes gute Wort. Vielleicht kann ich ein Pate hereinstellen.
Wir haben ihr immer gesagt, geh nicht allein hinein, so hart hätte uns das Schicksal nicht treffen müßen,alles hätten wir in Kauf genommen.
Danke
unter Bestattung, aktuelle Todesfälle


50plus antwortet um 18-01-2012 09:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Auch von mir aufrichtige Anteilnahme, man kann in so einem Fall keine Trostesworte finden.
Ich wünsche euch viel Kraft, guten Zusammenhalt in der Familie und jede Menge Unterstützung von Freunden und Bekannten.


theres antwortet um 18-01-2012 09:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Hallo Hoans,
ich wünsch euch nur, dass es viele gibt, die diesen Schmerz mit euch teilen.
Macht euch keine Vorwürfe, garantiert, in vielen Laufstallbetrieben geht mal einer alleine in die Herde,
sei es unter Tags oder in der Nacht.
Die Frage nach dem Warum- sie wird euch nicht beantwortet.
Bei unserem Hof gibts eine Kapelle, ich werde für deine Tochter eine Kerze anzünden.
Ich finde es gut, dass du hier schreibst, auch wenn wir uns nicht persönlich kennen,
es werden viele voller Mitgefühl an dich und deine Familie denken.
Die Beerdigung ist sicher der härteste Gang, den du antreten musst, aber du wirst sehen, du bist in deinem Schmerz nicht alleine.




eranz antwortet um 18-01-2012 11:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Hallo Hoans,
ich entbiete Dir und deiner Familie meine aufrichtige Anteilnahme.

Ich wünsche Dir und Deinen Angehörigen sehr viel Kraft in dieser schweren Zeit und Hoffe das das Leben Irgendwann auch wieder positives in Eure Familie bringt. Bleibt stark und haltet zusammen.

eranz



tiroler antwortet um 18-01-2012 11:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
@Hoans

Mein aufrichtiges Beileid


enzeflo antwortet um 18-01-2012 12:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
meine aufrichtige Anteilnahme. Auch wir sind im Frühjahr 2011 in unseren neuen Laufstall eingezogen und mein Vater hatte schon 1 Mal Glück beim Zusammentreiben der Kühe in den Wartehof. Auch wenn man noch so gut aufpasst, kann etwas schreckliches passieren.

Ich wünsche Euch viel Kraft und Geduld, damit ihr diesen tragischen Verlust bewältigen könnt.
lg
enzeflo


klw antwortet um 18-01-2012 19:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
auch meine aufrichtige anteilnahme. ich weis wie es ist wenn man sein eigenes kind verliert. ich wünsche euch viel kraft für die zukunft. jedoch vergessen kann man sowas nie, es bleibt ihm immer in erinnerung. ich selber bemerke das ich seit dem ein anderer mensch geworden bin, es ist ein gefühl wie in dir selbst auch ein teil sterben würde.


sturmi antwortet um 18-01-2012 19:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
@Hoans
Mein Beileid, dir und deiner Familie! Als wir noch Zuchtsauen hatten war der Natursprung des Eber auch nicht ohne Gefahr! Ich habe immer, zu meinem eigenen Schutz, einen Stock mitgenommen.
MfG Sturmi



chili antwortet um 18-01-2012 20:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Hoans auch von mir mein aufrichtiges Beileid !

@ klw eine gute Bekannte von mir hat vor 6 Jahren vom Schulbusaussteigen auch ihre Tochter verloren. Vor zwei Jahren hab ich sie dann mal wieder getroffen und da hat sie mir das gleiche erzählt wie Du es hier angeführt hast.Aber dann hat sie mir erzählt was sie sich von gewissen Leuten anhören hat müssen das hätt ich mir bei besten willen nie vorstellen können. Wie : "Was machst den gar so für ein Wetter ich habe auch schon lange meinen Mann verloren" und eine andere sagte zu ihr: "na und dann machts euch halt noch eines seids ja eh noch jung" und noch andere sachen und das von Leuten die am Sonntag in der Kirche ganz vorne sitzen seitdem hat sie mir gesagt geht sie in ihrer Gemeinde nirgends mehr hin und das verändert einen noch mehr da wirst du dann hart .

Kaum zu glauben wie böse und geschmacklos manche Menschen sein können

mfg. chili


tch antwortet um 18-01-2012 20:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Hallo Chili, sehr oft wird geschmacklos mit hilflos verwechselt....kaum jemand findet die für eine schwierige Situation die passenden Worte.

Hoans............

tch





Fallkerbe antwortet um 18-01-2012 20:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)

@chili,
den selben satz hab ich auch mal von einem Arzt gehört. Das habe ich damals aber recht deutliche Aussage bezüglich der Überlebenschancen aufgefasst.
Jeder drückt sich anders aus, die Aufrichtigkeit ist mm wichtiger als eine fromme Wortwahl.

Ich zumindest wünsche dem Hoans von Herzen, das er Trost in seinen Enkeln findet. Denn in Ihnen lebt seine Tochter weiter.

mfg


Stoni1 antwortet um 18-01-2012 20:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
@ Hoans

Auch von mir ein aufrichtiges Beileid für Dich und Deine Familie.



chili antwortet um 18-01-2012 20:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
hallo ja ich weis auch wie schwierig das sein kann die richtigen Worte zu finden.Ich hab es nur so wiedergeben aber sie hat mir gesagt das sie schon genau gewußt hat wie die es gemeint haben und ein wenig Menschenkenntnis hat auch ein jeder. chili


Muuh antwortet um 18-01-2012 22:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Mein Beileid


walterst antwortet um 18-01-2012 23:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
mein Beileid!


Hoans antwortet um 19-01-2012 20:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
So tragisch es ist, das zwei Kinder da sind, aber jetzt in dieser schwierigen Zeit helfen sie uns und vor allem dem Vater, mit ihrem sonnigen Gemüt, das Alleinsein auszuhalten.
Fallkerbe du hast recht, in den Enkeln lebt unsere Tochter weiter und das ist gut so. Meine Frau ist am Boden, den sie hat die Tochter gefunden und wird das niemals vergessen. Danke nochmals für das Mitgefühl. Beim Begäbniss war die halbe Gemeinde dabei und haben ihre Anteilnahme ausgedrückt.


liesbeth antwortet um 27-01-2012 21:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
und wer schützt den Menschen (Bäuerin Bauern)
Auch von meiner Seite ein aufrichtiges Beileid, und besonders viel Kraft für die Zeit, in der für alle anderen wieder der ganz normale Alltag eintritt, aber bei euch noch immer diese grosse Leere da ist.
Gottes Segen und alles Gute
liesbeth


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