50 ha = keine Zukunft

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179781 03-01-2012 19:55 - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Vor mehreren Jahren hatten wir eine Praktikantin aus Sachsen. Die hat dort auf einem Betrieb mit 1000 Milchkühen eine landwirtschaftliche Lehre abgeschlossen und danach ein Studium angefangen.
Sie hat einmal Leuten von dem Betrieb, auf dem sie war telefoniert und denen erzählt, was wir so machen.
Darauf haben die gefragt:
"was wollen die mit ihren 50 ha, so etwas hat doch keine Zukunft".

Diese Frage hab ich mir bis heute gemerkt. Jetzt stelle ich sie einfach mal so ohne Kommentar hier her.

Gottfried


schellniesel antwortet um 03-01-2012 20:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Hallo Gottfried

Ja das war bei denen schon zu DDR Zeiten ein größerer Garten *ggg*

Ist nix neues und wundert Leute die nur mit solchen Lw Strukturen zu tun haben immer wieder wie klein Betriebe bei uns noch aktiv betrieben werden können!

Unterschied der Struckturwandel hat sich da eben schon viel viel früher vollzogen und ist immer noch im Gange.
Aus 50ha Schlägen werden eben 100 oder 200ha Schläge gemacht usw....

Und auch aufgrund unserer Topografie geht das bei uns eben nur schleichender und wird auch aufgrund dessen nie diese Dimensionen annehmen können!

Bei denen haben Bezriebe schon meist wieder mehrere Standbeine geht vom Ackerbau bis hin zur Milchkuh aber alles ben drei nummern größer als bei uns....

Und wenn ich da oft so höre von Hobby/Nebenerwerbslandwirten mit 80ha frag ich mich auch wie kann man das noch nebenher betreiben?
Ja die Arbeitsauslagerung macht es scheinbar möglich....

Mfg andreas


m.josef@gmx.at antwortet um 03-01-2012 20:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Ist eine berechtigte Frage! Ich glaube, daß es sehr wohl eine Überlebenschance für 50 Ha Betriebe gibt. Die absolute Talfahrt haben wir, so meine ich, schon überstanden. Die Preise werden sicher immer etwas instabil bleiben. Doch wird es längerfristig doch nach oben gehen.
Mit etwas Zuerwerb, was ja bei 50 Ha möglich ist, geht das in der Regel. Natürlich wird es auch Ausnahmen geben. Das man in der Landwirtschaft eine 48 Stundenwoche hat wird es nicht spielen, dafür hat man den Vorteil, daß du dich in der Früh in den Spiegel sehen kannst und dem darin die Arbeit anschaffen kanst. Selbsständig ist selbsständig dafür das lasse ich mir viel kosten, war schließlich auch viele Jahre anders Berufstätig!!!



m.josef@gmx.at antwortet um 03-01-2012 20:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@ schnellniesel
Kenne einen LW mit 85Ha Acker, 10Ha Wald und macht ihn im Nebenerwerb! Frau ist nur Hausfrau!!!!


Hirschfarm antwortet um 03-01-2012 20:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
50ha Eigentum mit einem vollen Stall und das ganze ohne Schulden wo 3 Generationen Freude an der Landwirtschaft haben hat mit Sicherheit mehr Zukunft als 1000 Mulikuli von Fremdarbeitskraeften betreut in einem nicht abbezahlten Stall und mit gepachteten Flaechen.

Ein Praktikant von mir hat mir erzaehlt sein Betriebswirtschaftslehrer aus der Landwirtschaftlichen Fachschule hat Ihnen erzaehlt , daß man unter 100 ha gar nicht mehr anfangen braucht weil das zu wenig zum Überleben ist. Darauf habe ich ihn gefragt wieviel denn der Herr Lehrer so verdient und wieviel man mit 50 ha LW (mit Tierhaltung, Winterdienst, Direktvermarktung, Waldarbeit, oder sonstigen Nebenverdiensten ) verdienen kann. Die LW Schulen beten den Scheiß vom größer werden vor und stellen sich somit in den Dienst der Industrie. Die Landwirte hören den Mist ein paar mal und schon wird aus einer aufgestellten unwahren Behauptung eine Religion.

Sicher lassen sich Einsparungseffekte erzielen wenn die Betriebe wachsen. Aber daß es nur mit Größe gehen soll ist schlicht und einfach Bullshit!

mfg (von einem der beide Seiten ganz gut kennt)


Fendt312V antwortet um 03-01-2012 20:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Servus Hirschfarm@ genau so ist es!


schellniesel antwortet um 03-01-2012 20:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Die pachterei hällt sich D in grenzen da wird mehr gekauft als Gepachtet mit welchen Kapital weiß man nicht!
meist wird es schon auch Fremedkapital sein.

Meistens sind die Betriebe ohnedies Agrargemeinschaften aus DDr zeiten bzw legen sich mehrer Betriebe zu einer Gemeinschafft zusammen.

Machen sehr sehr wenige arbeiten selber bis auf die die Täglich anfallen!
Da sind dann Arbeitskräfte von Nöten die auch bezahlt sein müssen ist doch klar allerdings kann da die restliche Familie eine andere Tätigkeit nachgehen und ist nicht in der Freizeit oder zu Arbeitspitzen am Betrieb eingeteilt!

Ist eben die Industrielle Seite der LW.

Und heißt noch lange nicht das diese auch erstrebenswert ist!

Und zum nebenerwerb mit 80Ha plus!
Im Ackerbau sicher eine Leichtigkeit bei der dichte an LU in Deutschland muss ich von der Bodenbearbeitung bis zur Ernte nicht einmal selber Traktor fahren!

Was bei uns schön langsam durch MR Tätigkeiten auch möglich wird!

Mfg Andreas


Bert43 antwortet um 03-01-2012 20:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Hallo Leute!
Haben selber 40ha,und leben wirklich gut davon,auch ohne zu oder nebenerwerb!!!!
Kommt immer drauf an,was man aus seinen ha"s macht.

mfg.bert


stallbub antwortet um 03-01-2012 21:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Kenne auch einige bauern, die schon einen großen stall haben, aber die 100 ha welche sie für diesen stall brauchen würden nicht bekommen, weil die vielen kleinen bauern nicht aufhören.


HBler antwortet um 03-01-2012 21:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Stall voller Vieh, drei Generationen die arbeiten, Familienbeihilfe und Pensionsleistungen, Winterdienst, Direktvermarktung, Zimmervermietung, Waldarbeit, vielleicht auch noch Altenbetrueung am Bauernhof und Seminare veranstalten, die Katze verkaufen und die Mäuse selbst fangen :-) ,


179781 antwortet um 03-01-2012 21:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
jetzt habe ich noch immer keine Meinung zu dem Thema, aber einen schlauen Spruch aus einer kanadischen Zeitung (the cattleman):
"not bigger is better, better is better"

Gottfried


cowkeeper antwortet um 03-01-2012 21:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Die Lösung des Rätsels ist, dass die meisten Bauern bei uns REIN von der Förderung leben. Kaum einer schafft es mehr Gewinn zu erwirtschaften, als er Förderungen bekommt.
Das sind total verschiedene Rechnungen. Die "Großen" Bauern in D bekommen wiegesagt schon mal nicht soviele Förderunge, dann müssen sie ständig investieren um am Ball zu bleiben (was sich ja viele "kleinbauern" bei uns einfach sparen- die Rechnung dafür kommt erst später), nachdem sie dann die Sozialversicherungs- und Rentenbeiträge bezahlt haben dürfen sie auch noch EINKOMMENSSTEUER zahlen (ein für Österreichische Bauern absolut unbekannter Begriff). Und dann bleibt das, wovon sie leben sollen. Der Gewinn der Landwirtschaft muss damit um ein vielfaches höher sein als bei uns. Aber sie zeigens vor, dass es geht.


lg cowkeeper


cowkeeper antwortet um 03-01-2012 21:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Dass gerade im Milchviehbereich größer nicht unbedingt besser ist, versteht sich aber von selbst. Nur sind die großen Betriebe jetzt vielerorts soweit, dass sie auch wirklich besser sind als die kleinen. Da müssen wir sehen, dass wir am Ball bleiben.


schellniesel antwortet um 03-01-2012 21:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Besser Ja Aber unter welchen Gesichtspunkten? Wirtschaftlich?

Wie Cowkeeper schon geschrieben hat und warum sie das ein müssen hat er ebenfalls erklärt!

und ich sehe ein größer Problematik auf unsere gut gestellten Familienbetrieb zukommen nach 20 13!
den die müssen dann mit weniger Einkommen ihre Investitionen/Zahlumngen erst tätigen können und da zeigt sich erst richtig wer bereits vorher wirtschaftlich gut unterwegs war!

der Kelien der es nebenher macht mit 10-20ha wird davon ziemlich unberührt beleiben weil sein Haupteinkommen nicht aus der LW stammt!

Der mit 50ha muss dann wachsen oder weichen....

Struckturwandel die zweite oder so??

Mfg Andreas



Hirschfarm antwortet um 03-01-2012 21:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@HB : Wannst des ollas mochst dann host net lang 50ha. Da host boid 100!
mfg


wernergrabler antwortet um 03-01-2012 22:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Hallo!

War im September auf einem Milchkuhbetrieb in Bayern. 1300 melkende Kühe, eigene Nachzucht, BGA, Futtervorrat für 2 jahre.
Baute dort gerade ein 80er Melkkarussel, weil das alte 24er in 2 Schichten 22 Stunden lief.
400 ha Fläche (300 ha Acker, 100 ha Grünland), 90 ha Eigengrund.

Es ist egal wie viel Fläche man hat. Es kommt drauf an was man daraus macht.

Man könnte jetzt mit Russland vergleichen: Die schaffen dort auf 200 ha den gleichen Ertrag wie bei uns auf 20.
Die Intensität ist hier des Rätsels Lösung.
Sonst pflanz ma halt Weinreben und die Oststeierer Bananen :D

mfg
wgsf


MF7600 antwortet um 03-01-2012 22:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
und wennst das alles machst + 100ha, dann hast bald einige hundert.
und manchmal gehts in österreich zu komliziert und zu langsam, dann kann man auch im osten investieren.


FraFra antwortet um 03-01-2012 22:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
immer die lieben ausgleichszahlungen im auge behalten

wenn die den hahn zudrehen dann stellt`s zuerst mal die großen betriebe die patschen auf!

erinnere mich auch an einen top agrar bericht (milchviehbetrieb 2000 kuh fremdarbeitskräfte in der milchkriese 20ct/kg) die konnten nicht mal neue messer für den futtermischwagen kaufen


juckt mich alles nicht bin von 50 ha weit weg lebe auch noch!




iderfdes antwortet um 03-01-2012 22:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Es war vor einiger Zeit ein Beitrag bei RTL-Aktuell, in dem es darum ging, dass die "kleinen Betriebe unter 100 ha" keiner mehr übernehmen will, weil sie nicht mehr wirtschaftlich sind. Ich glaub nicht, dass die Bauern bei uns rein von der Förderung leben, eher vom Nebenerwerb.


JD6230 antwortet um 03-01-2012 22:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Hallo,

War vor sechs Jahren in einer Bayerischen Schule für ein Jahr.

In D ist so ziemlich jeder Betrieb über 13 ha buchführungspflichtig (und da braucht er noch nichtmal wirklich Tierhaltung dabei zu haben). Somit ist eines jeden Betriebes die Gewinnmaximierung im Vordergrund.

Ein Lehrer hat uns damals immer wieder eingetrichtert: Ziel ist nicht keine/wenig Steuern zu zahlen, sonder soviel wie möglich!!!! - ist doch ganz klar: wenig/keine Steuern = kein/wenig Gewinn, viele Steuern = viel Gewinn

Derselbe Lehrer sagte auch immer: Derjenige der hinten nach ist (Investitionen, Know-How,....) muss immer etwas schneller laufen, damit er denjenigen einholt der vorne ist - und dass ist verdammt schwierig. Nur, derjenige, der vorne ist, darf sich nicht allzuweit zurücklehnen, ansonsten wird er von den anderen überholt.

Außerdem kannst du auch nicht eine ehemalige ostdeutsche Kolchose mit einem südbayerischen Betrieb oder österreichischen Betrieb vergleichen. Du vergleichst ja auch nicht das niederösterreichische Marchfeld mit Tirol oder Salzburg.

Jetzt im Jänner ist wieder die Grüne Woche in Berlin. Ich war einmal dort (in dem Jahr als ich in Bayern zur SChule ging). Da ist jedes Jahr die LANDJUNGENDPARTY. Auf dieser PArty lernte ich damals eine junge LAndwirtin kennen. Sie war aus Norddeutschland, der Betrieb hatte 170 Milchkühe (Schwarz-Weiße - keine Ahnung wie man die nennt (bin ja schweinebauer)) und die war damals am überlegen, ob sie den Betrieb zusperren soll, da zu klein.

Also ich würde sagen, mit 50 ha kannst du sicher überleben. Du darfst halt nicht nur Massenprodukte (Getreide) produzieren. Da werden dir auch 100 ha nicht reichen. Wenn du deine Fläche veredelst, dich auf mehrere Standbeine stellst und ev. auch noch Direktvermarktung betreibst, kannst du sicher überleben.

eine Strukturwandel hat es vor der EU auch schon gegeben. Auch damals haben viele Betriebe aufgehört und verpachtet/verkauft. und dass wiederum ist eine chance für die verbleibenden.

Stirbt der Bauer, stirbt das Land.


MF7600 antwortet um 03-01-2012 23:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
mit 50ha eigengrund mit mais, weizen, zuckerrüben musst derzeit einen gewinn von 50000€ einfahren.



springsa antwortet um 04-01-2012 06:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Da werden bei uns dann auch so Colcosen wie in im Komunismuss immer größer immer mehr ,ein paar Große oder Konzerne kaufen den Grund mit dem Geld das sie vorher den Leuten für überteuerte Produkte abgenommen haben, die anderen Bauern ohne Grund gehen dann arbeiten hin keiner scheißt sich was und es geht bergab . im Osten warens froh als es vorbei war und bei uns fängst gerade erst an . Ob das der richtige Weg ist bezweifle ich
springsa


mostilein antwortet um 04-01-2012 08:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
habe 14 ha vollerwerb berggebiet
wer kann das noch sagen von euch grossen bauern


RichardGier antwortet um 04-01-2012 09:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Derzeit kann man auch mit weniger als 50 ha ganz gut " leben " -wenn man als Bauernfamilie alle zur Vefügung stehenden direkten und indirekten staatlichen Alimentierungen geschickt abschöpft; also nicht nur EU- Agrartöpfe , sondern auch Familien-Pensions-Pflegegelder u. Ä.. Wenn man die Gewinnsituation in der LW für sich genommen betrachtet ,schaut es traurig aus - insofern haben die Lehrer an den Fachschulen schon recht .

Die Stunde der Wahrheit kommt , wenn sowohl EU-Gelder als auch staatliche Zuwendungen deutlich zurückgefahren werden , was blöderweise , wie es sich allmählich abzeichnet , ziemlich gleichzeitig passieren könnte . Mal schauen , wer dann noch wie gut "lebt " .


soamist2 antwortet um 04-01-2012 10:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
sind da jetzt 50 ha schutzwald gemeint oder 50 ha weinberge?


MF7600 antwortet um 04-01-2012 11:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
ich seh die zukunft rosiger. die staatlichen zuschüsse werden weniger aber die produktpreise steigen, so ist es auch richtig.
es ist wichtig in zukunft das produzieren und leistung erbringen wieder zu lernen und nicht das optimieren öffentliche gelderzu lukrieren, die zeiten sind vorbei, nicht nur in der landwirtschaft sondern in allen bereichen.

gut lebt der, der gute leistungen erbringt und rechnen kann!
wirklich gute betriebsleiter schaffens die letzten 2 jahre mit 50ha ackerbau(eigengrund) mit max. 200arbeitskraftstunden mind. 50000€ gewinn zu erwirtschaften.
die restliche arbeitszeit kann natürlich auch gewinnbringend in anderen bereichen, landw. oder ausserlandw., eingesetzt werden.



carver antwortet um 04-01-2012 11:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
MF, lass die Finger von dem Zeugs, Drogen sind auch kein Ausweg! ;-)


MF7600 antwortet um 04-01-2012 11:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@carver
wenn du nicht zu den guten gehörst bringen dir auch die besten drogen nichts ;-))


ANDERSgesehn antwortet um 04-01-2012 12:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
ein 50 ha betrieb, der bisher als zukunftsbetrieb gegolten hat,
hat ca 3-4 mio versicherungswert auf das gesamte hab und gut

dh. salopp gesagt, dieser betrieb hat eine
afa von 25-50t€ wird dieser wert nicht als
gewinn nach abgaben aller art erreicht,
lebt er von der abschreibung von hab und gut.

wie es so aussieht, dürfte unser "gotti"
bei diesen schwellwert angekommen sein ....

(aktuell: 50ha = keine zukunft
was war gestern?
was wird morgen sein?
und erst übermorgen???)

lg
ANDERSgesehn.




Haa-Pee antwortet um 04-01-2012 12:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
mf seine rechnungen sind nicht allzu abwegig!

mit 50 ha guten ackerbaustandort und spartanischer mechanisierung und hoher produktions und vermarktungsfähigkeiten waren inkl der öffentlichen zuwendungen durchaus solche gewinne möglich.

mit seinen arbeitszeitmodell komme ich zwar nicht zurande aber es ist durchaus möglich gewesen an die 40000 euro gewinn einzufahren im jahre 2011!

2009, und die jahre 2001,2002,2003,2004,2005, waren dafür äusserst mickrige jahre in denen sich der betrieb mit maximal 28000 euro durchschlagen musste.

mit 50 ha eigengrund in biogas nähe und in der nähe der "saugeilen" bauern und als neue truppe wie die asche der phönix auferstandenen zunft der "kuhbusenmasseure" die mit 5 ha eigengrund 40 kühe auszuzeln sind ja in österreich pachten von bis zu 800 euro am hektar möglich.

da rechnet der schlaue bauer in einer solchen gegend mit 600€x50ha= 30000 euro gewinn mit einer einsatzzeit von maximal 7 arbeitsstunden im jahr..... wenn man das ganze auch noch auf 2 personen aufteilen kann (heiratsgschichtn) dann fällt auch die einkommensteuer mit ihrer progressiven eigenschaft nicht so schwer ins gewicht.....



Tyrolens antwortet um 04-01-2012 13:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Gottfried hat es ja schon selbst geschrieben: Better is Better. ;)

So einfach ist das. Fläche alleine sagt sehr wenig über Renditen aus.

der Vorteil kleinerer Betriebe ist, dass sie sehr kapitalextensiv bewirtschaftet werden können. Was braucht man schon zur Bewirtschaftung eines 50 ha Betriebs.
Das Problem sehe ich eher in der Effizienz bzw. in der AK-Auslastung. 50 ha mit einem vollen Stall sind da schon mal ein guter Ansatz, aber 50 ha Ackerbau bereiten einiges an Problemen. Da ginge noch einiges mehr, vor allem wenn man Spezialtechnik braucht kann die geringe Größe Probleme machen.
1.000 Milchkühe werden nie wirklich effizient zu führen sein. In Deutschland schon gar nicht, weil da einfach die Fachkräfte fehlen. Es gibt halt so etwas wie eine optimale Betriebsgröße. Im Ackerbau würde ich die irgendwo zwischen 250 und 1.000 ha ansetzen. Da hat der Chef noch alles selbst in der Hand und damit den idealen Überblick um alles zu optimieren.

Das Problem bei uns im Westen war/ist, dass Betriebe 15 ha haben, sich aber aufführen als ob sie 100 ha hätten. Es werden Ställe gebaut, einfach irre.


Haa-Pee antwortet um 04-01-2012 13:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
tyrolens deine beträge in ehren aber von effienz hast du wenig ahnung!

50 ha und voller stall damit die kapazitäten ausgelastet sind rechnet sich und ich betone das AD HOC in österreich wesentlich schlechter als 50 ha top geführter ackerbau! und das ist ein faktum da fährt der zug drüber!

der stall kostet für österreichische verhältnisse eben zu viel, die eigenkapitalrentabilität ist zu niedrig die stabilität an der kippe und die zahlungsverpflichtungen samt dem persönlichen risiko an dritte ungleich höher!

welcher stall wäre möglich wenns um ferkelerzeugung geht sind das exorbitante anlagenkosten und seit drei jahren hintereinander äussert schlechte bilanzen und arbeitszeit verwertung selbst topbetriebe haben da probleme die sache halbwegs positiv abzuschliessen,nicht viel besser die schweinemäster mit einem neuen 1000er stall......

tiroly ich weiss nicht womit du deine haupmahlzeit verdienst aber mit landwirtschaft sicher nicht sonst würdest diese unqualifizierte falsche einschätzung der derzeitigen tatsachen hier nicht verbreiten!


MF7600 antwortet um 04-01-2012 14:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
also die tierhaltung in österreich sehe ich fast auf verlorenem posten.
die bürokratie und die damit verbundenen auflagen grenzen an schikane und sind schon ein eigenes kapitel...
die typischen stallbaukonzepte bei uns sind allesamt viel zu teuer und zu kompliziert um wirklich geld damit verdienen zu können- sind nur schön anzuschaun.
stallkonzepte die sich nicht nach 5-7 jahren rechnen würde ich sofort verwerfen.
der markt wird zu stark von den aufkäufern beherrscht und hat nichts mit angebot und nachfrage zu tun.
die schweinehaltung ist seit über 10 jahren in der krise, normalpreisphasen und tiefpreispasen wechseln, hochpreispasen die die tiefpreise ausgleichen sollten gibt es seitdem nicht mehr.
die hohen futtermittelkosten vor 5 und die letzten 2 jahre wieder machten die veredelung unwirtschaftlich.
ohne die nährstoffpreise in der gülle zu rechnen sieht es sowieso schlimm aus.
einzig bei der produktion in abbezahlten stallgebäuden und mit eigener futtergrundlage fällt die situation nicht so sehr auf.




MF7600 antwortet um 04-01-2012 14:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
in der rinderhaltung sieht es derzeit preislich etwas besser aus, die stallkonzepte aber auch meist viel zu teuer.


Roz98 antwortet um 04-01-2012 15:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
die wichtigste Frage die es vorab zu klären gilt ist.
Was ist "über"leben.

Der eine will seinen Mercedes und jedes Jahr ulaub, und das von jeder der 3 Generationen am Hof, und jeder ein eigenes Haus, und und und.. das wird schwer.

Es ist unglaublich wieviel Geld man heute sparen kann mit 3 Kühen 10 Hühnern und 2 Schweinen.
Das geht insofern gut, da Vater und Mutter das ganze manangen, melken und alles, weil sie es ohnehin 40 Jahre ihres Lebens getan haben, und jetzt in der Pension auch nicht weiter belastet.
Die Kinder hat man studieren geschickt, damit die es einmal besser haben.

Damit bin ich eigentlich kein Landwirt. Maximal nur NebenerwerbsHobbywurschtler mit 10ha Wald und um die 5ha an Feldern (die Restlichen 20ha sind verpachtet)
Aber die 5ha genügen für das Tierfutter und Mehl.
Das Holz aus dem Wald wird zum heizen verwendet, und das geht alles recht "gut" am Wochenende.

Also leben geht ohne weiteres. Selbst das Haus ist so geräumig das 3 Famlien darin Platz haben (War ja zu Zeiten der Eltern auch noch üblich)

Alleine was "wir" und hier sind es doch 3 Familien (Eltern, Schwester, meine) durch diese "Kleinstnutzung an Geld sparen hat uns alle sehr sehr überrascht. Damit hätten wir niemals gerechnet, das das bisserl Milch, Mehl und Gartengemüse so viel ausmachen kann.

Also so viel das hier 3 Familien nicht verhungern ist definiv da. Die Frage ist daher was ist gut Leben.



MF7600 antwortet um 04-01-2012 15:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
eine landwirtschaft ist ein unternehmen und wenn man vom überleben spricht meine ich gewinne zu erwirtschaften.
alles andere heisst von der substanz leben und das ist mittel- bis langfristig nicht möglich.
die gewinne sollten heutzutage in einem vollerwerbsbetrieb so hoch sein um einen mit anderen bevölkerungsguppen vergleichbaren lebensstil aufrechterhalten zu können.



Tyrolens antwortet um 04-01-2012 16:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Also gerade in der Rinderhaltung kann man die Kosten pro Liegeplatz schon ordentlich drücken. Da die Rüssel zumindest einen Teil meiner Brötchen bezahlen, kann ich durchaus bestätigen, dass mit Schweinen Geld verdient werden kann. Allerdings hat unser Stall schon ein paar Jährchen am Buckel und haben wir den Vorteil eines sehr guten regionalen Abnehmers.


Roz98 antwortet um 04-01-2012 17:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
MF das müsstest du spezifizieren.

Gewinn ist so ein Wort.. denn die Frage ist wieviel Gewinn, und was muss ich dafür aufbringen.

Weil wenn wirs genau nehmen, der Komunismus hat aufgrund der Gier von wenigen nicht funktioniert.
Also haben wir uns dem Kapitalismus verschrieben, der aber wenn man sich mal so umsieht, auch ganz schön ins Wanken kommt wegen der Gier von wenigen. Und noch zu beobachten ist (gerade in der LW sehr schön) das man weg von der kleinen Vielfalt hin zum großen Betrieb geht. Sprich genau in Richtung der Kolchosen aus dem Osten die wir Westler nach der Öffnung des eisernen Vorhangs nur zu gerne belächelt haben.

Und jetzt kommt der Kern der Sache mit dem Gewinn. Du erklärst das mit dem Gewinn damit du vergleichbar wie andere leben kannst. Das ist aber schon ein wenig die Rosinen ausklauben.
Vielleicht hab ich dich da falsch Verstanden aber für mich klingt das nach der eierlegenden Wollmilchsau:
Ich will mir leisten (verdienen) wie andere Berufsgruppen, dabei aber meine Zeit selber einteilen können, keinem Chef Rechenschaft ablegen müssen und einen weiten weg zur Arbeitsstätte will ich auch nicht, und mein tägliches Arbeitspensum will ich auch noch mir selber einteilen.

... so würd ich deine Aussage jetzt lesen... und das wird es nicht spielen, weil die eierlegende Wollmilchsau, bzw das Perpetuum mobile geht nicht. Aufgrund des Energieerhaltungssatzes leider nicht möglich



MF7600 antwortet um 04-01-2012 18:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@roz98
das sind jetzt wieder verschiedene themen die du ansprichst.
der kapitalismus und das derzeitige finanzsystem steckt zwar in der krise aber es beruht auf leistung.
der kommunismus musste scheitern da er nicht auf leistung beruhte...
große betriebe resultieren aus der gesteigerten produktivität, ich seh da auch nichts schlechtes daran.
heutige gute große betriebe haben nichts mit einer kolchose gemeinsam, ausser ihrer größe.

und mit der eierlegenden wollmilchsau, ja genau so hab ich dass gemeint.
ich glaub du hast da etwas nicht verstanden mit dem selbständig sein. schliesslich trägt der unternehmer auch das risiko und muss für das geschäft sorgen.
nur weil ich mir meine arbeit selbst einteilen kann und keinen chef habe kann ich noch lange nicht auf mein einkommen verzichten.
und genau so muss es auch sein, denn alles andere wäre kommunismus und jeder blöd der sich um selbständige arbeit umschaut.



waldorf antwortet um 04-01-2012 18:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Na ja, in den Augen der Arbeiterkammer bist mit 50 ha ein reicher Großgrundbesitzer, der ordendlich geschröpft gehört... -:)


mosti antwortet um 04-01-2012 20:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@cowkeeper:für mehr umsatz, mehr steuern zu zahlen find ich ganz normal, außerdem bekommen deutsche im schnitt mehr förderungen (frag mal auf der LWK- reisecker). außerdem mehr förderung bekommst nur wennst mehr heckta hast. haben heute AK-milch abrechnung gemacht, kleiner bio-milchbetrieb mit 17 kühen und 4900l milch/kuh- geht sich aus: ALLE MIT IMMER MEHR;GRÖßER UND SCHNELLER KÖNNEN MICH MAL


schellniesel antwortet um 04-01-2012 21:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
So alle bitte mal aufzeigen die 50ha LN als Eigenfläche besitzen??

Wird denke ich in Österreich ein ziemlich kleiner anteil sein!

Das ist was die Lw Produktion in Österreich relativ teuer macht und nicht vergleichbar mit den Großen Agrarländern in der Eu wie D oder F.
Der Struckturwandel am eigenen Betrieb kostet ein vermögen! Und ohne/weniger AZ und BP wird die Pacht wohl zum Luxus!

Deshalb sind die bauern in Österreich auch von den (Steuer)gesetzten her relativ oft begünstigt allerdings haben diese Gesetze meist ihren Ursprung kurz nach dem 2 Weltkrieg!
und die berücksichtigten damals nur die Ernährungssicherheit und das in jeden nutzbaren Stückchen Land!

Das waren die Gesetze die ein klein Strukturierte Lw in Österreich maßgeblich ermöglicht hatten.

So hat jedes Land seine eigenen Voraussetzungen aber die Zählen in einem Globalen Markt nicht und so kommen die die nicht so wirtschaftlich produzieren können zusehends unter die Räder!

Was mich allerdings an der ganzen Unternehmerischen Komponente stört ist das Lebewesen nur als Kapital betrachtet werden genau so wie es Unternehmer zunehmend in anderen sparten den Arbeitnehmer als Kostenfaktor sieht in guten fällen wenigstens als Investition!

Ist jetzt zwar etwas übertrieben ausgedrückt und trifft sicher nicht für alle zu aber so ähnlich ist mein eindruck!

Mfg Andreas


schellniesel antwortet um 04-01-2012 21:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Ich weiß das in dem Beitrag nicht alles 100% ganz richtig wiedergegeben wird und auch einseitige berichtet wird!

Die Gegenseite und die Gründe derartiger Produktion wird nicht großartig hinterfragt!
Aber man kann da ganz gut sehen wie Industrielle Lw so abläuft und wo dann die Wertschöpfung letztendlich dann ist!




Steira antwortet um 04-01-2012 21:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Hallo,
Das würde mich jetzt aber auch intressieren wär von euch mehr als 50 ha Eigenfläche(kein Pacht) hat????
Bitte um Beispiele!!!
Ich bin da weit weg davon!!

MFG A STEIRA


schellniesel antwortet um 04-01-2012 21:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Hier auch noch ein kleines viedo das zeigt wie die wertschöpfung dann so abläuft...
 


Manne antwortet um 04-01-2012 21:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Hier wird David mit Gohliat verglichen,
in Sachsen sind 50 Ha ein glags.
In Österreich dagegen je nach Region eine ganze Menge,
das kann man nicht vergleichen.Und ob
ein 300 ha Betrieb mehr erwirtschaftet als ein 20 ha Betrieb
daran zweifle ich doch sehr,
MFG
Manne


schellniesel antwortet um 04-01-2012 21:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@manne

Glaubts die haben mit Pferden damals auch schon 1000te Ha bearbeitet??

Wenns lukrativ wird kommen Investoren und aus wird es mit Familenbetrieben. im osten deutschlands ist das der nächste schritt. in holland großteils schon vollzogen......

Die Industrielle Lw ist Faktum nur in Österreich Trotz relativ Moderen Lw Produktion großteils noch nicht Einzug gehalten...

Ob gut oder nicht soll sich jeder selber ausmalen...





rotfeder antwortet um 04-01-2012 22:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Hallo!
Also wenn ihr euch nicht wirtschaften trauts mit den 50 ha Betrieben, ich kann euch Alternativen anbieten.
Ich würde die Flächen pachten, sofern sie nicht allzuweit weg sind. Auch ein Kauf des gesamten Betriebes ist eine Möglichkeit. Weiters kann ich gegen eine geringe Provision die Flächen weitervermitteln, an jemanden, der 20.000ha kauft. War hier im Forum, ich müßte nur die Adresse suchen. Ich kann nur sagen, das bei uns im Waldviertel noch keine 100ha unbewirtschaftet sind, obwohl die Betriebe noch durchschnittlich unter 1000 ha haben.


179781 antwortet um 04-01-2012 22:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
"mit 50ha eigengrund mit mais, weizen, zuckerrüben musst derzeit einen gewinn von 50000€ einfahren."

Da wird immer behauptet, dass die Bauern nur jammern. Es gibt doch noch Optimisten, die sich die Wahrheit zu sagen trauen. Wenn man da mal so auf die Schnelle drüberrechnet, hat ein Betrieb in dieser Ertragslage etwa 1500 Euro ha Satz also 75000 Einheitswert. Damit kann er sich neuerdings wieder hinter der Pauschlierung verstecken, d. h. Gewinn in der Steuererklärung 33.750,- abzüglich SVB rund 14000,- und einiger sonstiger Posten. Kommt ein zu versteuerndes Einkommen von unter 20000 raus. Das noch mir der Frau geteilt, fällt die Einkommenssteuer auch noch flach.

Und wenn das unsere Freunde in der Industriellenvereinigung, Wirtschaftkammer, Beamtenschaft, Arbeiterkammer usw. mitkriegen, dass der je Arbeitsstunde an die 100 Euro netto steuerfrei verdient, dann ist es doch nur richtig, dass solche Betriebe in Zukunft keine Förderungen wie Flächenprämien oder Dieselrückvergütung bekommen dürfen.

Gottfried





schellniesel antwortet um 04-01-2012 22:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Und Gottfried da sind wir wieder beim thema!!!

Wenns Lukrativ wird wird es interessant und dann kommen Investoren uns suchen Land!

Die Rahemnbedingungen müssen passen da bei uns aber die Steuerlich begünstigten die ganz kleinen sind und die "Großen" doch eher Löhenen müssten ist es noch so wie es ist!

und wenn es dann die rahemnbedingungen etwas anders sind...
Sprich es lohnt Fremdkapital in die Hand zu nehmen wenn ich weiß das es in absehbarer zeit wieder mit Zinsen hab
Und da Lebensmittel in Zukunft mit steigender Weltbevolkerung bzw mit Wohlstand in Inden und China sicher knapper werden ruft das sicher einige mit dicken Taschen auf den Plan.

Fertig ist die Industrie!!!

Mfg Andreas



MF7600 antwortet um 04-01-2012 22:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
ja es wurden auch schon zu pferdezeiten betriebe mit über 1000 ha bewirtschaftet.
das ganze land wurde mit pferden bewirtschaftet, nur das interesse an landirtschaft nahm ab und so wurden die verbleibenden betriebe grösser.
und es ist noch keine trendumkehr erkennbar, die betriebe werden weiter wachsen, langfristig werden die guten wachsen und die, aus welchen gründen auch immer, schlechten verschwinden.


emggg antwortet um 04-01-2012 22:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@179781 hab ich mir"s doch gedacht,wieder ein Neider


Manne antwortet um 04-01-2012 22:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
War mal bei einen Vortrag bei einer Bank, darin ging es um einen vergleich
von Holländischen Schweine Mäster und deutschen Mäster.
Die Holländer schnitten im Duchrschnitt besser ab wie die deutschen,
Die Holländer mussten aber wesentlich mehr an Kapitaldienst an die Banken leisten.
Allso was bleib am Ende für die Bank zu Arbeiten,
oder für selber aber das muss jeder für sich entscheiden.
Ich hoffe bei Euch ist es noch nicht so.
MFG
Manne


MF7600 antwortet um 04-01-2012 22:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@gottfried
ja die welt ist ungerecht ;-)
nur wird zu 99% nicht so gewirtschaftet dass gewinn dabei rauskommt.
hier sieht man halt den unterschied zwischen den guten und den weniger guten.







carver antwortet um 04-01-2012 22:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Definiere "Gut" bitte!
lg carver


carver antwortet um 04-01-2012 23:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Definiere "Gut" bitte!
lg carver


carver antwortet um 04-01-2012 23:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Schxxss Schnellantwort!!


rotfeder antwortet um 04-01-2012 23:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Hallo!
Ich denke auch, das das nicht die "Guten " sind, die Gewinn erwirtschaften.
Es geht doch nur darum, das wir es bis zum Sterben durchhalten. Ich halte es für ausreichend, wenn man das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen meistert, um denn Gewinn fragt in 1000 Jahren kein Mensch mehr. Also ich habe mir fest vorgenommen, das ich es bis zum Sterben bringe, und viel weiter hat es ein Habsburger, Napoleon, Rotschild usw. auch nicht gebracht.


179781 antwortet um 04-01-2012 23:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
meinen letzten Beitrag habe ich nicht wegen Neid oder Ungerechtigkeit geschrieben, sondern, weil ich es für äußerst ungeschickt halte, mit solchen Optimalannahmen an die Öffentlichkeit zu gehen, wie 50000 Euro Gewinn mit 200 Arbeitsstunden aus 50 ha.
Damit liefert man unseren Gegnern Argumente. Wir hatten z. b. bei uns so einen Fall mit einem Direktvermarkter, der im Wirtshaus große Sprüche gemacht hat, wie viel er bei seinem Geschäft Gewinn macht. Die Folge war, dass ein Bäcker, den der Neid packte, sich beim Finanzamt groß beschwerte, dass er fleißig Steuern zahlen müsse und der Bauer nicht. Der zuständige Referent, der den Bauern ohnehin nicht wohlgesonnen war, nahm das zum Anlass, alle Direktvermarkter im Bezirk extra genau zu überprüfen.

Und in der momentanen Debatte um die Neuverteilung der weniger werdenden öffentlichen Gelder sind solche Jubelmeldungen auch ein Schuss in den Ofen.

Gottfried


179781 antwortet um 04-01-2012 23:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Hallo rotfeder

Auch ein guter Denkansatz, den du da bringst. Wir laufen wirklich in Gefahr Erfolg nur in Umsatzzahlen zu messen und die wirklich wichtigen Dinge nicht mehr zu erkennen.

Gottfried


Mick antwortet um 05-01-2012 00:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Also 50.000€ Deckungsbeitrag lass ich mir einreden.

Aber 50.000€ inkl. AfA für alle Maschinen und Gebäude kann ich mir nicht vorstellen.

Wenn die AK mit solchen Zahlen auftrumpft sag ich "Deppen, kennen sich nicht aus".

Aber vielleicht gehöre ich einfach zu den Schlechten...


mostkeks antwortet um 05-01-2012 08:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Bei nachhaltiger Bewirtschaftung brauchst Grund und Boden auch nicht abschreiben, sondern nur verzinsen!

Von dem was ein 50 ha Ackerbaubetrieb abwirft, kann man also nicht leben.
Wenn man aber 50 ha Acker verpachtet (Umgebung Wels, 500€/ha Pacht) bekommt man 25.000 Pacht. Von diesem Einkommen muss so manche Familie sehr wohl leben!
Wie geht das???


ah1 antwortet um 05-01-2012 08:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
wie haapee schon geschrieben hat: bei spartanischer mechanisierung ist dieser gewinn leicht möglich. jeder unternehmer sollte rechnen können und somit wissen was rentabel ist. und wenn eine "spartanische" mechanisierung den gewinn erhöht frag ich mich warum es nicht jeder so macht!?! für mich ist also alles was nicht "spartanisch" ist luxus und somit privatvermögen bzw. als privatverbrauc, eigenentnahme zu verbuchen. somit sind wir wieder bei unserem "betriebsgewinn".


MF7600 antwortet um 05-01-2012 08:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
wenn du nur 500€/ha an pacht rausholst bist du aber schon etwas ungeschickt.

wieso soll man denn in der landwirtschaft(ackerbau) nicht mal ordentlich geld verdienen dürfen?
die 10jahre davor war doch nur ein dahinwurschteln.

auch anderswo auf der welt wird mit landwirtschaft gerade ordentlich verdient nur haben die im vergleich minimale auflagen und bürokratismus zu stemmen.

modernen, vernünftig rechnenden landwirten stehen goldene zeiten bevor.
pauschlierung oder nicht, ausgleichszahlungen(werden freiwillig nicht abgeschafft wegen bürokratieapparaterhaltung) oder nicht ist verhandlungssache aber nicht mehr wirklich relevant.




MF7600 antwortet um 05-01-2012 08:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@ah1
du hast natürlich vollkommen recht.
der beriebsgewinn wird jetzt meist etwas unwirtschaftlich investiert.
derzeit wird aufgrund der wirtschafts- und finanzkrise sowieso etwas übereilt geld verbraten, nicht nur in der landwirtschaft.


Hirschfarm antwortet um 05-01-2012 09:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Wenn ich von einem m2 preis von 4 € (für top Ackerland) ausgehe und 50ha hernehme sind das 2Mille. Wenn ich die sehr konservativ veranlage habe ich 4% Zinsen. macht also 80 000€. Minus Kest. sinds immer noch 60 000. Und das ohne Arbeit! Warum sollen also, wenigstens in 2-3 von 10 Jahren, pro ha keine 1000€ Gewinn möglich sein?


waldorf antwortet um 05-01-2012 09:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@179781

aus 1 ha Marktfrucht 1000 Euro GEWINN!!!! halte ich für ein bisserl unrealistisch, das mußt mir erst einmal vorrechnen. Zur Erinnerung: Gewinn ist das, was nach Abzug aller Kosten ganz unten rauskommt.

und so ganz nebenbei: in keinem Forum spielt Neid eine derartig große Rolle wie bei den Bauern. Bringen tuts aber nix. Es freuen sich nur diejenigen, die den Hebel ganz bewußt hier ansetzen (scheinbar mit zumindest teilweisem Erfolg) und versuchen einen Keil zwischen die (unterschiedlichen) Regionen zu treiben.

Am Sprichwort "Wenns 10 Bauern unter einen Hut bringen willst, mußt 9 erschlagen" ist (leider) was dran


mostkeks antwortet um 05-01-2012 10:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Danke Hirschfarm: eine weitere Option: Verkaufen, die Verzinsung bringt mehr als der Ertrag von Grund und Boden.

Wenn ich als Unternehmer handle gibt es wohl 100 Möglichkeiten den Gewinn zu erhöhen (den Verlust weniger zu machen) aber die Bewirtschaftung, sprich die nachhaltige Produktion von LEBENmittel ist wohl die schlechteste Option. Eigentlich traurig, oder?

Aber es gibt halt noch welche die denken und handeln wie Bauern. Wenn man die Bauern als Unternehmer bezeichnet, ist das ja fast eine Beschimpfung.

Wie viele Bauern von euch würden Grund und Boden verkaufen und rückpachten für die Bewirtschaftung, wenn das ihren Gewinn verdoppeln würde? Ein fähiger Manager würde das der Bilanz zu Liebe sofort tun!

Ich bewundere nicht die Bauern die es schaffen 1000 ha Land zu bewirtschaften, sondern jene die es schaffen von 10 ha vernünftig zu leben!

LG

@walddorf Neid muss man sich verdienen, Mitleid bekommt man von selbst.
Ist aber schade dass sich die Bauern untereinander alles neidig sind.


ah1 antwortet um 05-01-2012 10:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@hirschfarm:
ist konservative veranlagung zb: grund und boden? ;)

aber du hast komplett recht, das ist der unterschied zw. buchhaltung und kostenrechnung.


Tyrolens antwortet um 05-01-2012 11:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Derzeit ist das recht lustig mit dem Veranlagen größerer Summen. Man kann zB dänische Staatsanleihen kaufen (sehr sicher), nur ist da die Rendite dann negativ.

Und bitte nicht vergessen, Renditen über längere Perioden zu rechnen. Wie sahen die Gewinne im Ackerbau in den letzten 10 Jahren aus? Da waren auch sehr miese Jahre dabei. Ist gar nicht so lange her.


ANDERSgesehn antwortet um 05-01-2012 12:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft

gotti, du hast ne´rechnenfehler drin!

50ha x 1400ha.satz = 70.000 ehw (ohne gebäudewert)
39% von ehw = 27.300 einnahmen
ca 14.500 svb-beiträge als ausgaben
gewinnermittlung der paulierten ekst = 12.800

wenn man den förderungsoptimierten betreib von einen
sehr bekannten BIO-forumschreiber hernimmt mit ca
60ha und 65.000€ ama-beitrag und max 439 std ist,
sind dass dann knapp 150€/akh alleine förderungen....

.... soviel hat nicht einmal der bundespräsident ...........




biolix antwortet um 05-01-2012 15:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
;-))) Der Neid ist schon ein Luder. und stimmen tuts auch nicht., denn allein die Stallarbeit macht das doppellte der Zeit aus...... und ich dacht immer jeder Biobauer bekommt aber das selbe.. ;-))

Warum nimmst net an ehem. Stiermäster mti 100 Stiere 60 ha mal 650 Euro allein ZA, UBAG , Nebenwerwerb, guter Job auf der Kammer... Ich glaub der kommt sicher auf das doppelte vom Bundepräsidenten..;-)))

lg biolix


Hirschfarm antwortet um 05-01-2012 17:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@anders: Abgesehen daß der Biolix wahrscheinlich nur 40tsd pro Jahr kriegt, brutto wohlgemerkt, was ungefähr dem entspricht was der BP pro Monat bekommt bin ich schon der Meinung das ein 60 ha Bauer mehr verdienen soll als ein immer schön angezogener stets lächelnder Repräsentant , der sich nicht plagen muß, nur von schönen, reichen Menschen umgeben ist , die feinsten Galadinners in den ehrwürdigsten Gemächern serviert bekommt etc. etc. Ich bin der Meinung daß der Posten des BP ausgeschrieben gehört, und wer am meisten dafür bezahlt bekommt den Job. Und ich bin mir sicher daß es in Ö genug reiche Pensionisten gäbe , die sich um den Posten reissen würden und dafür bezahlen würden und nebenbei Ihre Sache sicher nicht schlechter machen würden als der Heinzi. Äh, übrigens- macht der eigentlich überhaupt irgendwas sinnvolles?
mfg


leitnfexer antwortet um 05-01-2012 17:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@Hirschfarm
Auch wenn´s vom Thema abweicht, aber wenn dein Vorschlag durchgeht, hätten wir am Ende noch den Lugner Richie als BP! Da währ mir schon lieber, wir holen uns die Habsburger wieder zurück und die Hofburg und verzichten auf das Amt des BP. Ich bin überzeugt, das die sehr repräsentativ wären.


rbrb131235 antwortet um 05-01-2012 19:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Hallo Hirschfarm, ich würde auch gern mit 4% veranlagen, sag mir bitte wo das konsevativ möglich ist.


Grüsse rbrb13


Birk antwortet um 05-01-2012 19:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@mostkeks
kannst mir das bitte mal erklären wieso du mit dem verkaufen der fläche und dann wieder pachten der fläche mehr Gewinn erwirtschaftest?!

So einen schmarn hab ich die letzten 10 Jahre nicht gelesen. :)

Ich mach es sogar anders herum ich kaufe lieber flächen. Da erstens eine sichere Geldanlage, zweitens sichere Grundfutterversorgung und zu guter letzt es einfach günstiger ist wenn man es länger betrachtet sieht!

Bei uns sind Pachtzahlungen von bis zu 700 €/ je Hektar bereits realität.




Interessierter antwortet um 05-01-2012 20:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Birk, um welchen Betrag kaufst du dann landwirtschaftliche Fläche wenn 700 € Pacht bezahlt wird ?


schellniesel antwortet um 05-01-2012 20:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Ja bei uns (Raabtal) wird auch um die 700€/Ha Pacht gehöhnt!

Würde mich auch mal brennend Interessieren was da dann der m² schönes Ackerland mit vernünftiger Schlaggröße <10ha dann so Kostet???
Unbezahlbar! wahrscheinlich weil es schlichtweg eh keines in der Kategorie zum kaufen gibt??



MUKUbauer antwortet um 05-01-2012 20:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
bei 3 Euro pro m2 sind das 30.000 Euro - bei 4% Zinsen (Kest müßtest abziehen) sind das 1200 Euro ha ...
da bist mit 700 eh noch billig bzw. der Preis für Ackerland dürfte eigentlich nicht so hoch sein ...




mostkeks antwortet um 05-01-2012 20:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Danke Birk für die Zustimmung: Du handelst eben wie ein Bauer!
Du siehst es länger betrachtet (wahrscheinlich sogar auf Generationen) Bei der "modernen" Leitung eines Unternehmens sieht der Geschäftsführer nur die Kurse in seiner Arbeitsperiode (4 Jahre, vielleicht ein bisschen mehr) Und auf diesen Zeitraum gesehen wirst du mit Grund Kaufen wohl nichts erreichen. Es macht dich furchtbar unflexibel dein Kapital so fix zu binden.
Die Kaufpreise werden auch bei euch das 30 -50 fache der Jahrespacht sein. =>2-3% Verzinsung und das ist reichlich wenig, wenn du die Börsenkurse der letzten paar Jahre betrachtest.

Ich finde es auch gut dass Bauern eben wie Bauern agieren in ihrem irrationalen Verhalten gegenüber Grund und Boden. Wahrscheinlich der einzige Grund, warum es in Österreich noch Familienbetriebe gibt.

LG




rbrb131235 antwortet um 05-01-2012 20:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Birk, da beisst sich die Katze schön langsam in den Schwanz, einerseits jammern über drohende Kürzung der Ausgleichszahlungen, anderererseits € 700.- Pacht bezahlen .
Wenn der Pacht finanzierbar ist, dann darf man sich nicht wundern, dass die Politiker auf den Plan gerufen werden, die Ausgleichszahlungen ( denn Förderung will eh keiner hören) drastisch zurück zufahren. Eigentlich sollte man keinen Bauern mehr jammern hören.

Grüsse rbrb13


lmt antwortet um 05-01-2012 20:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
700 Euro Pacht bezahlen...........".kopfschüttelln"


schellniesel antwortet um 05-01-2012 21:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@lausi Mt

Angebot und Nachfrage....

Bei uns kannst für ziemlich Unbrauchbare Feldstücke bereits min 300€ hinlegen! Wenn acker irgenwie Möglich ist geht schon!
Manche ist selbst das wurscht beim Apchten das da aufgrund von Schattenlagen ect kein ertrag zu erwarten ist. haben eh die BP und AZ und a biserl Woaz (Mais) wird schon werden....

Mfg Andreas
Also


Hirschfarm antwortet um 05-01-2012 21:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@rbrb13: Kaufst dir eine stinknormale Wohnung und vermietest kriegst im Normalfall zwischen 4-7%. Kaufst dir a mugl Gold wartst 20 Joar hast meist a 4%. Kaufst dir 1000l Diesel, lasstn 10Jahr im Tank, hast a locker 4%. No konservativer gehts leider nimma.
mfg


rbrb131235 antwortet um 05-01-2012 21:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Hirschfarm , dake für die aufschlussreiche Info !

Grüsse rbrb13


lmt antwortet um 05-01-2012 21:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
da siehts bei uns besser aus....kenn einen Kollegen der jammert weil er für 90 ha Grünland rund 5000 Euro bezahlen muß...allles mit Bio Status.....Jährliche Förderung laut www.ausgleichzahlungen.de ca.45 000.
Ich investiere durchschnittlich 30 e /ha für befahrbares Dauergrünland also eher ein Trinkgeld.....und es wäre kein Problem jährlich 5-10 ha mehr zu bewirtschaften.....das höchste Gebot das ich weiß hat ein Biogaslandw.abgegeben:200Euro für Ackerland nicht maistauglich... so siehts bei uns aus!

G LausiMT


emggg antwortet um 05-01-2012 22:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
ob klein oder groß,muß jeder schau"n wie"s er das beste draus macht.


50plus antwortet um 05-01-2012 22:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@Hirschfarm

Deine Idee von der Besetzung des BP-Postens finde ich köstlich!

Eine Periode den Hirschfarm regieren lassen und unser Staat hat keine Schulden sondern Überschüsse! ;-)


schellniesel antwortet um 05-01-2012 22:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@lausi Mt
Traumland *ggg*

Ja Grünland nicht Ackertauglich musst bei uns was Draufzahlen.......


Ps wächst bei euch eventuell der Steirische Ölkürbis:-)

mfg Andreas


lmt antwortet um 06-01-2012 12:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@andreas,
bei uns ist die Jährliche Überweisung für extensives Grünland um einiges höher als für Ackerland......und mit dem neuen grünen Landesagrarminister wird der Abstand noch größer...er verhängte ein Grünlandumbruchverbot,hat die Ausgleichszulage für Acker komplett gestrichen......den Neueinstieg in die Öko-Grünlandförderung wieder ermöglicht ..usw. usf.also je nachdem kann weniger mehr sein..!viell.doch ein Traumland:-)))))

Und der oben beschriebene Kollege ist betimmt nicht der Dümmste.... mit seinen ca. 100 ha Extensivgrünland im Steillagengebiet mit minimal Viehbesatz,außer Stallmist null Düngung,auch keinen Kalk ,keine Pflegemaßnahmen und wenn der Boden nichts mehr hergibt nimmt er wieder einen Aufgabebetrieb dazu....

Ich esse zwar sehr gerne Kürbiskernbrot,aber selber Pflanzen ,oje!!dafür hab ich hier schon zuviel darüber gelesen:_))))) und wirklich gedeihen würden sie auch nicht auf unseren leichten Sandböden,oder ??


G LausiMT


MUKUbauer antwortet um 06-01-2012 14:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@ rbrb13 - die hohen Pachtpreise sind mit ein Grund warum man die Ausgleichszahlungen gekürzt werden - da bin ich mir sicher, das Geld hilft ja Schlußendlich nicht den Bauern für die Leistungen die er bringt wenn er das doppelte als Pacht zahlt ....

Ich hab immer schon gesagt - es wäre ein Anfang wenn man den Bauern die Soziallasten trägt ev. eine Einkommensabsicherung noch dazu (man kann eine Versicherung machen wegen niedriger Preise wie USA, Hagelversicherung dazu und gut ist)
für die kleinen Betriebe nur Vorteil - ev. noch die ganze Bürokratie weg, aber allein das neue Aktionsprogramm NItrat geht in eine andere Richtung ....

und jeder muß seine Nische finden in der er glücklich wird ....


Steira antwortet um 15-02-2012 21:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Hallo,
@schellniesel
Ja ich würde schon noch ein paar ha Grünland gebrauchen können, aber außer viel Berg fast nix zum dawischen!
Leider, aber ich werd schon was bekommen.....

MFG A STEIRA



Christoph38 antwortet um 16-02-2012 09:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Habe ca 10 ha und geh ah bisserl in den Nebenerwerb und leb eigentlich nicht schlecht.


MF7600 antwortet um 16-02-2012 10:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@christoph38
das selbe denkt sich jeder sozialhilfeempfänger, nur dass der dafür keine 10ha + nebenerwerb braucht ;-)))


Peter06 antwortet um 16-02-2012 15:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@MF7600
Ich weiss schon, das passt sogar nicht in das Weltbild eines "Möchte-gern-Agro-Industriellen".
Aber es gibt auch unter den Nebenerwerblern sehr erfolgreiche Betriebe, die Teile ihres Haushaltseinkommens aus effizienten Produktionsnischen erzielen.....
Meint
Peter


Jakob150 antwortet um 29-11-2015 18:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Ich habe 2 Jahre auf einen Betrieb in Güssing mit Biogas 250 Milchkühen 200 Stieren und 450 ha Ackerbau und 290 ha Grünland. Arbeite seit einen Jahr auf einen Betrieb mit 25 Milchkühen und 34ha Fläche.
In güssing war ich Betriebsführer. Nur ein könnt ihr mir glauben das dem Betrieb mit 25 Milchkühen nicht schlechter geht als den in Güssing. Alleinen das er 6 Angestellte zahlen muss 3 für den Stall 3 Traktorfahrer. Das sind schon 60% von seinen einnahmen .Dan alle drei jahre die Traktoren tauschen usw . Gröse beteuted zwar viele Einnahmen aber auch viel Ausgaben und sobald ich jemanden Anstellen muss ist das alles eine 0 rechnung. und dem besitzer bleibt auch nicht mehr als ein gutes Monatseinkommen wie ein Arbeiter. Und für was das er tag und nacht nicht mehr ruig schlafen kann. Und zum Milchpreis wenn er um 5 Cent weniger bekommt ist das eine katastrofe, da seine angstellten den ganzen lohn wollen und nicht nur ein drittel. Und wenn bei einen mit 25 milchkühen der Milchpreis um 5 cent fählt dan wartet er noch ein jahr mit dem Austausch vom Traktor. Meiner Meinung nach:

Um so gröser umso leichter der Fall.


a.schoeffl@aon.at antwortet um 29-11-2015 20:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
Conclusio: Der bäuerliche Familienbetrieb ist mit Abstand der krisenfesteste.


Ziegenbua antwortet um 30-11-2015 09:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
50 ha = keine Zukunft
@jakob150:
"Alleinen das er 6 Angestellte zahlen muss 3 für den Stall 3 Traktorfahrer. Das sind schon 60% von seinen Einnahmen"

Und mit den restlichen 40% der Einnahmen deckt er Kosten und Gewinn ab?


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