Greening steigert die Wettbewerbsfähigkeit ???

Antworten: 8
tristan 09-12-2011 20:30 - E-Mail an User
Greening steigert die Wettbewerbsfähigkeit ???
Ciolos: Greening steigert die Wettbewerbsfähigkeit
Brüssel, 9. Dezember 2011 (aiz.info). - Eine der weltweit großen Zukunfts-Herausforderungen ist, die stetig wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Hier sind auch die EU-Landwirte gefordert und dennoch sollen laut den Vorschlägen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) 2014 bis 2020 7% der förderungswürdigen Ackerfläche (ausgenommen Dauergründland) EU-weit stillgelegt werden. EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos hat die Beweggründe hin zu mehr Ökologisierung während einer Pressekonferenz in Brüssel näher erläutert. "Langfristig gesehen kann die EU-Landwirtschaft am Weltmarkt nur dann wettbewerbsfähig bleiben, wenn Natur- und Umweltschutz in der Produktion berücksichtigt werden", ist Ciolos überzeugt, ansonsten verkomme der EU-Agrarsektor zu einer Randfigur. Damit dies nicht der Fall sei, müsse die Branche zunehmend mit seinen hochqualitativen und nachhaltigen Produkten punkten.

Was hat Naturschutz mit 7% Brache zu tun? Dann werden halt 93% der Ackerfläche ausgequetscht wie eine Zitrone, um den Ertragsverlust der Brache wettzumachen.
Mit Ökologiesierung kann man nur bei 10% der Bevölkerung Europas punkten, aber sicher nicht am Weltmarkt. Und der macht den Preis.

Seit 95 sind wir bei der EU. Einmal 12 % dann 10 % Brache, dann Mißernte und Preisanstieg, plötzlich nur mehr 5 % Brache, dann wieder 10 % Brache. Oh Schreck - Wirtschaftskrise, Nahrungsmittelpreise steigen - Inflation explodiert - auf einmal brauchen wir keine Brache mehr.
Und jetzt kommt der Ciolos (Steigerung von Nikolos ??) und meint, mit der Brache den Agrarsektor Zukunftsfit zu machen. Dabei ist die Brache ein alter Hut. Ich glaube, der hat die letzten 15 Jahre EU-Agrarpolitik verschlafen.
Da muß er mir schon mehr als die 2 bis 3 Hunderter je ha bieten, damit ich bei dem Schwachsinn wieder mitmache.

Wer bremst verliert.

hde Tristan





lmt antwortet um 09-12-2011 21:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Greening steigert die Wettbewerbsfähigkeit ???
Ich halte den Vorschlag auch für Schwachsinn ,ist nur eine weitere Schikane um Geld zu Sparen mit der Hoffnung das einige auf die Az verzichten.....und Brache gibts ja genug,wenn ich nur an die ungenutzten Flächen bei uns denke...

G LausiMT


Berschl antwortet um 09-12-2011 22:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Greening steigert die Wettbewerbsfähigkeit ???
Ciolos geh ja von einer völlig ausgeräumten Landschsft aus- und das Wort Brache hat er meines Wissens auch nicht gebraucht.
Wie ich das interpretiere gehts in Richtung Errosionsschutz und Kleinklima, womit wir wieder bei der guten alten Wildhecke und begrünten Sammelbecken wären.
Was unsere Pappenheimer daraus machen wollen trommeln sie ja schon vor. Das Bürokratiemonster lässt grüßen.



biolix antwortet um 09-12-2011 22:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Greening steigert die Wettbewerbsfähigkeit ???
GA !

also jeder wird doch 7% seiner Fläche der Ökologie zur Verfügung stellen können, von Brache ist keine REde...
Mal einen Klee,Luzerne, eine Mischkultur anbauen , der berühmte Blühstreifen halt mal 3.. Und die "ausgeräumtenFlächen gibts schon, wer sich umsieht in mancher "Agrarwüste".. zerschnitten nur durch Straßen udn Autobahnen...

lg biolix

p.s. anhand von deinem Traktor tristan sieht man doch das wer mal bremst auch gewinnen könnte.. ;-))


MF7600 antwortet um 09-12-2011 22:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Greening steigert die Wettbewerbsfähigkeit ???
pfeif auf die paar nätsch förderung 100% mais spätlieferung, da steigst wirtschaftlich am besten aus!!


Fetzerl antwortet um 10-12-2011 00:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Greening steigert die Wettbewerbsfähigkeit ???
@biolix: glaubst du wirklich, das Feldfutter drauf anrechenbar sein wird??? Ich eher nicht....

Ciolos will mit dieser Maßnahme die Grünen und Naturschützer beruhigen und die Förderungen insgesamt auch etwas ökologisch argumentieren können; speziell in Richtung WTO - dort sind ja direkte Produktionsstützungen eher verpönt. Mit dem Greening kann er dann leichter argumentieren, dass es ja für den Umweltschutz ist...

Ob es was bringt? Fraglich, wenn Ciolos die Landschaftselemente, so wie er sagt miteinbeziehen will, dann bringt das zwar Fläche. Es könnte sich aber zu einem Bürokratiemonster á la Ökopunkte NÖ auswachsen... Möglicherweise will er damit auch nur erreichen, dass die Landschaftselemente tatsächlich erhalten werden...

Warum die europäische Landwirtschaft aber nur mit dem Greening konkurrenzfähig bleiben kann, erschließt sich mir nicht so direkt... aber vielleicht über einen Umweg: mit dem Greening kann Ciolos höhere bzw. gleichbleibende Förderungen argumentieren -> damit benötigen die Landwirt einen nicht so hohen Preis, um wirtschaftlich arbeiten zu können -> die Produktepreise können sich weiter am Weltmarkt orientieren und müssen nicht steigen -> Lebensmittel bleiben günstig...

LG, Franz



179781 antwortet um 10-12-2011 00:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Greening steigert die Wettbewerbsfähigkeit ???
So wie ich das bis jetzt mitbekommen habe, sollen Betriebe, die "ökologisch wertvolle" Flächen in dem besagten Ausmass bewirtschaften die volle Prämie bekommen. Und die, die zu. B. 100 % Mais anbauen um 30 % weniger. Mit dem Gerede von "Stilllegung" wollen anscheinend gewisse Kreise von der eigentlichen Thematik ablenken.
Das ist eigentlich ein Schritt in die Richtung "bäuerliche Landwirtschaft" von der so viele immer reden. Wenn die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen, Restgrünland, Hanglagen, Hecken usw. unterstützt wird, dann kann auf den Flächen durchaus etwas für den Nahrungsmittelbereich produziert werden. Die Bauern, die das tun, bekommen mehr Geld, als jene, bei denen der Kukuruz beim Stadltor hineinwächst.
Und gerecht ist das auch. Die einen produzieren mit zusätzlicher Arbeit etwas besonderes, die anderen ohne sich zusätzlich anzustrengen große Mengen billiger Rohware für den Markt. Jeder kann machen, was er für sinnvoll hält und verdient sein Geld dabei.

Die Krux dabei ist nur, dass unsere Institutionen schon drauf warten, das ganze in einen Wust von Bürokratie zu verpacken um damit die Leute sekieren zu können. Aber das hat ihnen der Komissar schon ausgerichtet, dass sie die Schuld an der Bürokratieflut nicht nach Brüssel schieben sollen, sonder vor ihrer eigenen Tür kehren.

Gottfried


Berschl antwortet um 10-12-2011 07:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Greening steigert die Wettbewerbsfähigkeit ???
Fetzerl- Landschaftselemente sind Österreichische Erfindung.
Und wir bezahlen Leute, damit sie sich noch viel mehr einfallen lassen.
Was Ertrgssteigerung/Sicherung angeht: in einer völlig ausgeräumten Landschaft macht es Sinn, Windbremsen und Auffangflächen für Starkregen, oder auch oberflächliche Wasserspeicher zu schaffen.
Herr Ciolos hatt nunmal nicht uns im Sinn, sondern ganz Europa- also muß er vom schlimmsten Fall ausgehen.
Und Bürokratie ist was man daraus macht, nicht überall ist man päpstlicher als der Papst.


Bewerten Sie jetzt: Greening steigert die Wettbewerbsfähigkeit ???
Bewertung:
Noch keine Bewertungen vorhanden!
message;316193




Landwirt.com Händler Landwirt.com User