FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen

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palme 30-11-2011 10:05 - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen


Na da bin ich neugierig, wie dies gehen soll?




sturmi antwortet um 30-11-2011 11:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
@palme
Vielleicht mit Ökodiktatur und Lebensmittelkarten?! ;-)
MfG Sturmi


baerbauer antwortet um 30-11-2011 11:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
Natur pur und die Wahrheit kann grausam sein.
Wenn zu wenig für die Ernährung da ist, dann wird die Population nicht so weiter wachsen. Ein ganz allgemein gültiges Gesetz in der Natur!!!
lg
Christian




Tyrolens antwortet um 30-11-2011 12:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
70%? Das bekommen wir hin. Brasilien expandiert unaufhaltsam und falls man Osteuropa endlich zu voller Leistungsfähigkeit verhelfen könnte..


Hoellerhansl antwortet um 30-11-2011 13:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen

Etwa ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel wird verschwendet oder geht verloren. Das ergab eine Studie der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), die in Düsseldorf vorgestellt wurde. Demnach werden alleine in Deutschland etwa 20 Millionen Tonnen Lebensmittel jährlich weggeworfen. Das entspricht 115 Kilogramm pro Kopf. In ärmeren Regionen sind es noch bis zu elf Kilogramm jährlich, die ein Mensch verschwendet. Dabei entstehen die Verluste in diesen Regionen hauptsächlich beim Transport zwischen der Ernte und dem Verkauf der Rohstoffe.

Wozu soll um soviel % mehr produziert werden?
Das auch im Jahre 2050 Lebensmittel weggeworfen werden können?




AnimalFarmHipples antwortet um 30-11-2011 13:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
Wie war das gleich noch ?
Wenn für die Erzeugung einer Fleischkalorie zehn Getreidekalorien eingesetzt werden müssen ...


179781 antwortet um 30-11-2011 21:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
Die 70 % Steigerung in der Lebensmittelproduktion wären schon hinzukriegen. Wenn, wie Tyrolens schon vom Osten geschrieben hat alle landwirtschaftlich nutzbaren Flächen sinnvoll und nachhaltig zur Produktion genutzt würden. Es gibt immense Flächen, die gar nicht oder nur sehr extensiv genutzt werden oder auch durch falsche Nutzung verkommen (z. B. Regenwaldrodungen).
Dazu bedürfte es aber weltweit des Willen der politisch und wirtschaftlich Verantworlichen. Davon sind wir aber weit entfernt.

Und das eigentliche Problem wäre damit noch lange nicht gelöst!!!!

70 % mehr Nahrungsmittelbedarf kommt ja von 70 % mehr Essern. Und die verbrauchen auch Platz, Wasser, Rohstoffe, Energie, Luft. Und in dem Bereich haben wir bereits jetzt Engpässe. Also ist für noch viel mehr Menschen "kein Platz im Boot" mehr.
Es wird wohl, wie baerbauer schon angedeutet hat, das MInimumgesetz zur Anwendung kommen. Die Population kann nicht weiter wachsen als die Grenzen des Faktors, der im Minimum ist, vorgibt.

Gottfried


Schaf_1608 antwortet um 30-11-2011 21:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
Eigentlich ist es ja sinnlos darüber zu sprechen, aber ich muss meinen senf dazugeben...
wie meien vorredner angesprochen haben wäre viel mehr zu tun als nur die produktion zu steigern....

1. weniger wegwerfen (schaut euch mal taste the waste an, kann ja jeder aus der praxis bestätigen)
2. weniger fleisch essen (ich will keinen fleischproduzenten und gerne fleischesser in de rücken fallen, ich esse selbst sehr gerne und viel zu viel fleisch, aber alle menschen mit soviel fleishc zu versorgen wie wir brauchen ist einfach nicht drinnen... aber man kann keinen vorschreiben was er essen darf....)
3. böden nachhaltig nutzen (man müsste einfach alle böden standortangepasst optimal und vor allem nachhaltig nutzen, momentan wird eher das gegenteil gemacht, teilweise garnicht genutzt, teilweise übernutzt)
4. die weltbevölkerung muss aufhören so stark zu wachsen (man kann niemanden vorschreiben ob und wieviele kinder er bekommen darf, hier wäre aufklärung und armutsbekämpfung nötig.... aber irgendwann wird die wachstumskurve sowieso einbrechen, die frage ist nur wann und weshalb, die menschheit wirds wahrscheinlich überleben, die erde ziemlich sicher, aber jeder einzelne wohl kaum....)

gehen wir davon aus wir steigern die produktion um 70% und machen nichts weiter, was machen wir dann 2050? steigern wir uns dann nochmal aufs doppelte?????


biolix antwortet um 30-11-2011 22:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
Hallo Patrick !

danke für deinen Eiintrag, kann dir nur zustimmen.. Eine Zahl habe ich gestern gelesen, würden nur China und Indien pro Kopf so viel Erdöl verbrauchen wie wir, müssten wir doppelt so viel Erdöl aus der Erde Pumpen obwohl man weiß es ist schon der Pkt erreicht wo nicht mehr weltweit gefördert weden kann...

Also beisst sich wieder mal die katze in den Schwanz, und anstatt das wir die angeblich" zivilisierte Welt" allen vorzeigen wie es gehen kann auf Dauer, du sprichst es ja an Fleischkonsum, weniger Erdöl auch bei der LW Produktion statt immer mehr etc., machen wir weiter so wie gehabt, tun als ginge uns das ncihts an etc... aber es komtm schneller als wir denken retour, was das werden wir noch sehen.. trotzdem positiv wünsche ich eine gute Nacht ! ;-) lg biolix


theres antwortet um 01-12-2011 07:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
Den Text hab ich durchgelesen, er birgt eine Reihe Widersprüche in sich.
Vor ein paar Wochen war ein Film im Fernsehen über die Wiederentdeckung der Terra Preta,
die Bilder von mächtigen Humusprofilen im armen Amazonasurwaldboden waren beeindruckend.
Wenn ich mich recht erinnere, wurde von sehr, sehr hohen Erträgen und guter Pflanzengesundheit gesprochen.
Das Zauberwort für unsere Zukunft heisst "Humus".
Hab einen Beitrag über Prof. Glaser gesehen, der in den ausgehungerten Sandböden irgendwo in Ostdeutschland gemeinsam mit einem Bauern Humusaufbau betreiben will,
hab auch zu diesem Thema schon einige recht erfolgversprechende Felder und Pflanzen besichtigt.
Wenn wir überleben wollen, dann müssen wir weniger verbrauchen und anders mit der Biomasse umgehen.
Bis jetzt sind wir Weltmeister beim Verschwenden.
Ich habe mit Erstaunen, mit Bewunderung die Veränderung von Humusmehrung erlebt und weiß jetzt erst, was mit einer guten Humusschicht für Ernteerlebnisse möglich sind. Von meterdicker Humusschicht ist mein Garten auch noch weit entfernt.
70 %, welch armselige Menge, sicher es sind nur Gartenbeete, aber was mit einem guten Kompost mit Zusatz von Holzkohle möglich ist, wie kompostiert werden muss, um solche Erträge möglich zu machen,
das haben uns längst untergegangene Kulturen mit ihren jahrtausende alten immer noch fruchtbaren und nachwachsenden Böden gezeigt.
Anstatt sich zu bekriegen, wäre es viel sinnvoller über den Tellerrand hinaus zu schauen.
Das Sonnenerdeprojekt vom Gerald Dunst würde ich mir zu gerne einmal ansehen oder einen anderen Beispielsbetrieb in der Schweiz.
Was alles nicht geht, das wissen wir, was möglich ist, da könnten wir noch viel lernen.
Aber lieber schimpfen, sich angifteln und herumstreiten.
Eines weiß ich auf alle Fälle, die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. Hier hatte Mahathma Ghandi vollkommen recht.
Wenn es uns gelingen könnte, wirkliche Humusmengen auf unseren Wiesen, Feldern aufzubauen,
dann könnte die Landwirtschaft die Zukunftsbranche werden.
Wir haben noch viel zu tun, also packts schon mal an.



biolix antwortet um 01-12-2011 10:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
GM !

eben theres, es geht nicht ums "angifteln", es geht darum das vorzuzeigen und zu fordern das es passiert, inkl. Humusmonitoring, wirklcih ordetnliche Fruchtfolgen endlich als "gute LW Praxis" zu titulieren etc. , aber glaubst wer ist da dagegen ?

lg biolix


kraftwerk81 antwortet um 01-12-2011 16:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
die Lösung gegen die Überbevölkerung wird entweder die Pharma- oder die Rüstungsindustrie finden - sicher nicht die Landwirtschaft


Hoellerhansl antwortet um 01-12-2011 18:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
..wenn es jetzt 7 milliarden menschen gibt und 2050 sollen 9 milliarden sein , also net amol 30% mehr, warum braucht es 70% mehr nahrungsmittel?
..werden eh schon jetzt mehr als 20% weggeworfen...


helmar antwortet um 01-12-2011 19:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
Die Zukunft unseres Planeten heisst GEBURTENKONTROLLE! Und sonst nix.........aber das passt ja nicht zu dem was so manche im Namen Gottes von sich geben.
Mfg, Helga


50plus antwortet um 01-12-2011 20:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
@theres

Deine Beiträge lese ich immer gerne, sind Hausverstand pur.

Erzähl uns doch was von deinen eigenen Terra preta Versuchen und Humusaufbau im Garten!
Welche Erfahrungen hast du gemacht?
Wäre sicher für mehrere interessant.


179781 antwortet um 01-12-2011 20:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
Helmar du machst es dir zu leicht. Die Zukunft heißt Geburtenkotrolle ist zwar ein richtiger Schritt. Voraussetzungen dafür sind aber ein Mindestmaß an Bildung und 'Wohlstand bei den betroffenen Völkern. Die Religion spielt dann nur eine untergeordnete Rolle.

Gottfried


Hirschfarm antwortet um 01-12-2011 20:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
@hoellerhansl: Genau dasselbe habe ich mir auch gedacht. Wenn die Bevölkerung um nicht einmal 30% wächst wofür brauchen wir dann 70% Mehrproduktion? Vielleicht damit die Chemische Industrie ein Argument für Ihre Produkte hat? Oder damit die Bauern in den Glauben versetzt werden mehr produzieren zu müssen? Wenn jeder statt dem XXL-Schnitzl nur mehr ein XL ißt könnten jetzt auch schon 9Mrd. satt werden.
mfg


kraftwerk81 antwortet um 01-12-2011 20:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
tja wer den artikel gelesen hat ist im vorteil

zb
"Ein Viertel der Böden büßte an Produktivität ein"


Hoellerhansl antwortet um 01-12-2011 22:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
..das stimmt schon, aber " 70%mehr Lebensmittelproduktion" und " ein viertel der Böden etc.." sind für mich zwei getrennte Themen....


"verglichen mit dem Jahr 2009 müsste die Nahrungserzeugung bis 2050 um rund 70% steigen"


theres antwortet um 02-12-2011 06:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
Hallo 50 plus,
es geht mir um die Frage- wie Lebensmittel erzeugt werden können, ohne anderen ihre Existenz abzusprechen. Besonders hier in den europäischen Ländern ist das Thema Geburtenkontrolle doch der Oberwitz, China macht sie und was dort mit den vielen Alten passieren wird???????????????????

Wer hat sich mit den Weltagrarbericht wirklich genau befasst?
Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass ich ihn komplett gelesen habe, sondern auch nur Teile davon bzw. die Zusammenfassung.
Was ich aus der Zusammenfassung herauslas, dass kleine Strukturen für die Zukunft unverzichtbar sind, dass Frauen viel stärker in die Lebensmittelproduktion mit Stimmen und Rechten eingebunden werden müssen.

Auf der einen Seite der Abbau von Bodenfruchtbarkeit wegen Versteppung, Bebauungsmaßnahmen, Wüstenbildung, dem Humusabbau,
auf der anderen Seite die Vernichtung des traditonellen Wissens um langfristige Bodenfruchtbarkeitssicherung, der Wahnsinn des Vernichtens von Lebensmitteln.

Und dazwischen stehen wir, lesen solche Veröffentlichungen der FAO, jeder kommt mit irgendwelchen Maßnahmen.

Ich hab vor Jahren ganz zufällig einen Beitrag im Fernsehen über die Tagebuchaufzeichungen von einem Spanier gesehen, der als erster den Amazonas befahren hat.
Man nahm diese Aufzeichnungen nicht ernst und stufte sie in die Kategorie- Auswüchse eines Malariafieberkranken ein.
Er beschrieb die Siedlungen und Städte am Amazonas, Jahre später fand man nichts mehr davon und es wurde vergessen.

Über Jahre hab ich verfolgt, was dran sein könnte und bin jedem noch so kleinsten Hinweis nachgegangen, den ich finden konnte.
Diese untergegangene Zivilsation scheint die Kunst beherrscht zu haben, ihren Müll und Abfall so gekonnt bewirtschaftet zu haben, dass daraus diese mächtigen Humusprofile in den ansonsten armen Amazonasböden entstehen zu lassen.
Heute kommt alles in die Tonne und das wars.

Ich hab nur in meinem Garten versucht, was es mit dieser "Schwarzen Erde" auf sich hat- und wie eine sinnvolle Kompostierung aussehen müsste, um auch unfruchtbare Böden relativ schnell fruchtbar machen zu können.
Alles, was wir über Mist, Kompost, organische Düngung und Boden gelernt haben, ist unser Wissen der Alten Welt.
Diese Kultur hatte ein anderes Wissen, sie haben es geschafft, dass der Humusgehalt nicht nur sehr hoch ist, sondern sich diese Erde auch relativ schnell wieder aufbaut.
Es scheint hier die richtige Kompostierung der Weg zu dieser sagenhaften Bodenfruchtbarkeit zu führen.
Nur alles auf den Haufen zu werfen und ein paar mal umzusetzen, ist pure Energieverschwendung.

Bei der Terra Preta in den indigenen Ländern fand man heraus, dass dort auch die festen Hinterlassenschaften des Menschens, Fischgräten, Unmengen an Tonscherben, Knochenmehl, Essensreste in grossen Tongefässen gesammelt und in der Erde vergraben wurden.
Teilweise ist diese Erde mehrere Tausend Jahre alt, in einer Zeit wo bei uns in den Städten des Mittelalters unvorstellbare hygienische Mängel vorkamen, scheinen diese untergegangen Kulturen schon längst verstandenzu haben,, dass nur ein sorgsamer Umgang mit dem Müll vor Krankheiten in dem heissen und tropischen Klima des Landes schützt, andererseits diese Form der Abfallbehandlung zu einer sagenhaften Fruchtbarkeit führen konnte.

Ich hab ähnliches Wissen um den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit auch in alten Agrarbüchern aus Indien und China gefunden.

Mit dieser Form von Kompostierung ist es möglich, einen Garten zu bewirtschaften, der nichts mehr mit dem zu tun hat, was uns über Gartenbewirtschaftun gelehrt worden ist.

Ob und wie es gelingen könnte, auf unseren Wiesen und Ackerflächen wieder wirklichen Humusaufbau und nicht nur Erhalt zu betreiben, das ist die Herausforderung der Zukunft.
So wie wir jetzt arbeiten, gehts nicht langfristig.
Hier hilft uns der Grabenkrieg zwischen Bio und Konvi keinen Millimeter weiter,
wir werden "alle" uns ganz gewaltig auf den Hosenboden setzen müssen, um unseren Nachkommen lebenswerte Bedingungen zu hinterlassen.

Ich schreib in einem weiteren Beitrag gerne über meine Erfahrungen, kann mir nur wieder zur Gänze vorstellen, dass ausser deinem wertvollen Beitrag an Antworten auf meine Gedanken und Erfahrungen kommen wird.
Aber wenn man erst gesehen hat, was Bodenfruchtbarkeit wirklich sein kann, dann kann man die Augen einfach nicht mehr verschliessen.
Die Vielfalt und Fülle, die wir nur in kleinen Gärten erzeugen können, zählt in unserer arbeitsteiligen und reichen Welt wenig, in Gegenden mit Wasserknappheit müssten auch erst Bäume gepflanzt werden, z.B. Sekem.

Es gibt Gedanken und auch bereits erfolgte gute Beispiele, dass Hunger kein Thema wäre,
nur müsste hier auch eine Veränderung der Sichtweise kommen,
wir erzeugen Lebensmitteln und sind nicht die Deppen vom Dienst für die Neidhammel und Klugschwätzer.

Solange wir nicht begreifen, dass Lebensmittel einen Wert haben, werden wir uns immer wieder solchen Diskussionen stellen müssen, wie sie hier im Forum zum Überdruss herrschen.
Und solange wir nicht kapieren, dass wir uns selbst um unsere Böden kümmern müssen, dass sie unser grösster Schatz sind, weil unser Überleben von einigen Zentimetern Bodenfruchtbarkeit abhängt.

Es ist sicher möglich, alles in Treibhäusern wachsen zu lassen,
aber in einer Zeit wo wir wissen, dass Ressourcen endlich sind, werden wir begreifen müssen,
dass wir uns keine unendliche Verschwendung mehr leisten können.




teilchen antwortet um 02-12-2011 06:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen

"müsste", heißt es im Artikel. Ich verstehe ihn mehr als Warnung denn als reale Prognose.
Wenn wir so weitermachten wie bisher, "würden" wir eine Steigerung von 70% brauchen.

Ich gehe nicht davon aus, dass es ernst gemeint ist, dass die Weltbevölkerung das Verbrauchsniveau von Europa und USA erreichen wird. Wie viele von Euch schon geschrieben haben, unsere Verschwendung ist gigantisch.

Es wird Sinn machen, den Fleischkonsum wieder auf ein vernünftiges Maß zu drosseln, auf 1-2x pro Woche, dann kommen wir auch mit den vorhandenen Ressourcen aus.

Ich habe vor einigen Tagen bei der Wiener Tafel mitgeholfen, die verteilen Lebensmittel, die auf Märkten und Supermärkten übrig bleiben. Alles was noch verteilt wird, muss nicht mehr neu produziert werden. Doppelt gespart. Solche Konzepte wie die Wiener Tafel werden wir in Zukunft mehr brauchen.

@Gottfried
Dir kann ich voll zustimmen, Bildung ist der Schlüssel zu mehr Wohlstand und auch zu mehr Verteilungsgerechtigkeit.

 


Tyrolens antwortet um 02-12-2011 11:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
Wer ja zur Kreislaufwirtschaft sagt, muss auch ja zur Klärschlammverwertung sagen.


biolix antwortet um 02-12-2011 13:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
oje, net scho wieder tiroler, also hät ma noch "blumsklos" überhaupt kein Problem.. ;-))


MF7600 antwortet um 02-12-2011 14:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
der fleischkonsum in den schwellenländern wir massiv zunehmen.
die verschwendung bei uns wird automatisch zurückgehen sollten die lebensmittel knapp werden, da die preise stark ansteigen würden.
ohne klärschlamm keine natürliche kreisläufe.


rbrb131235 antwortet um 02-12-2011 14:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen

Hallo, zum Einen muss zur Verschwendung auch noch positiv gesagt werden, ohne sie wären die Preise noch tiefer im Keller.
Zum Anderen ohne Bildung kein Wohlstand, ohne Wohlstand keine Geburtenkontrolle. Ob die Zeit nicht zu knapp wird für unseren Globus.
Ich vermute die Löung leider auch viel mehr in der Waffenindustrie !

Grüsse rbrb13


50plus antwortet um 02-12-2011 15:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
@theres

Danke für deinen Beitrag.

@alle
Zur Geburtenkontrolle möchte ich sagen, je höher gebildet die Menschen in einem Land sind, desto weniger Kinder bekommen sie - leider - denn gerade diese Leute könnten sich's am besten leisten.

Ich kenne viele kinderlose Singles hochgebildet, globalen Superjob (also ständig im Flugzeug unterwegs, weltweit)! Das Interessante daran ist, dass viele von denen auch keine Geschwister haben und sogar kinderlose reiche Onkeln u. Tanten! Wer dieses Vermögen einmal erben wird? Habt ihr schon darüber nachgedacht - oder gibt es in eurem Bekanntenkreis keine solchen "Fälle"?


traktorensteff antwortet um 02-12-2011 16:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
@ biolix
Witzig, ich wollte gerade das Gleiche schreiben! *grins*

@ 50plus
Erst gestern war in einem Artikel zu lesen, dass Österreich die letzten 10 Jahre um 5 % oder 400.000 Einwohner gewachsen ist. Vor etwa 2 Monaten war ein Bericht in den Medien, dass es bis 2050 9,4 Mio. Einwohner geben wird. Es geht also steil bergauf, deswegen begrüße ich es sehr, wenn jemand keine Kinder bekommen will.

Grundsätzlich sollte man schon für sich leben und sich nicht Sorgen machen, wer einmal das Vermögen bekommen wird, wenn keine Kinder da sind. Es liegt aber sicher in der menschlichen Natur, seine erreichten Dinge weitergeben zu wollen, da stimme ich dir durchaus zu. Mein Onkel ist ebenfalls kinderlos, und du triffst es genau, man könnte ihn als "reich" einstufen, und meine Mutter war Einzelkind. Na wenigstens trägt die Verwandtschaft nicht zur Übervölkerung bei. ;-)


Fallkerbe antwortet um 02-12-2011 16:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen

@50plus,
wenn irgendwo ein vermögen rumliegt, dann findet sich schon jemand, der das zeug nimmt, das ist sicher nie die schwirigkeit. Eher ist es doch so, das die entfernten verwanten schon ab dem 60 geburtstag auf das vermögen vom erbonkel geiern.
Spätestens auf dem Leichenschmaus werden schon einige ihren anspruch auf das erbe anmelden.

mfg Fallkerbe,
verheiratet und Vater, erben vorhanden


50plus antwortet um 02-12-2011 17:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
@traktorensteff u. fallkerbe

Habt's eh recht, man muß sich keine Sorgen machen, wird schon passen, so wie es ist!

Oh mein Gott!!!


AnimalFarmHipples antwortet um 02-12-2011 17:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
Ohne Erben zu versterben freut den Staat (sog. "Heimfallsrecht").

Ich wäre ohnehin dafür, das gesetzliche Erbrecht abzuschaffen. Das Erbe besitzt heutzutage ohnehin keinen Versorgungscharakter mehr, das von Fallkerbe beschriebene Besitzdenken der Pflichtteilsberechtigten ist einfach nur unappetitlich und ein Testament aufzusetzen auch keine Hexerei.


traktorensteff antwortet um 02-12-2011 17:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
@ AnimalFarmHipples
Bevor der Staat etwas bekommt, würde ich mein Hab und Gut per Testament verschenken! ;-)


Tyrolens antwortet um 02-12-2011 17:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
Noch mal zum Mitschreiben: Eine Kreislaufwirtschaft ist nur möglich, wenn man den Klärschlamm mit in den Kreislauf nimmt. Alles andere ist ein Negieren der Tatsachen, nach dem Modell "drei Affen". Anstatt den Klärschlamm aufzubereiten, bis er ein tauglicher Dünger ist, wird hier der aktuelle Weg der thermischen Verwertung oder gar Deponierung bevorzugt. Das ist doch Irrsinn.

Wir können es uns heute nicht mehr leisten, sorglos mit Nährstoffen umzugehen. Das gilt für alle Formen der Landwirtschaft, weil bei jeder Form der Landwirtschaft die gleichen Naturregeln gelten.



helmar antwortet um 02-12-2011 18:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
Hier tun so manche so wie wenn man halt eben nur...........braucht, und man bekommt schon ein allerliebstes, herziges, intelligentes und kerngesundes Kind.....;-). Nur ist dem nicht immer so. Es gibt immer öfter Paare, und davon wohl gar nicht so wenige welche es sich "leisten" könnten Kinder zu haben, welche ungewollt kinderlos bleiben. Und viele dieser Paare geben gar nicht so wenig Geld aus, sich den Kinderwunsch doch, so es medizinisch möglich ist, zu erfüllen. Manchmal klappt das, manchmal nicht. Nicht zuletzt durch in dieser Sache die Menschen bevormundende Gesetze in Österreich gibt es nicht weit ausserhalb unserer Landesgrenzen Kliniken, welche durchaus auch am Geschäft "Kinderwunsch" mit mischen.
Wenn für eine Kinderbetreuung gesorgt ist, dann haben auch sehr gut ausgebildete Frauen ein Kind oder mehrere, besonders dann wenn sich Teilzeit und Dienstpläne gut abstimmen lassen.
Was für mich aber immer noch erschreckend ist ist die Tatsache dass es gar nicht so wenige Schwangerschaften junger Frauen gibt, welche entweder keine Ausbildung haben oder diese abbrechen. Dass alle diese Kinder sogenannte "Wunschkinder" sind kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Und dass dann diese Frauen einen gewaltigen Spagat hinlegen müssen, ist auch eine Tatsache.......entweder wieder bei den Eltern unterschlüpfen, oder sich mit nicht gerade üppigen öffentlichen Geldern und geringem Verdienst durchgfretten.
Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf dass in Zukunft viele gewünschte Kinder geboren werden denen ihre Eltern auch ein gutes Umfeld und besonders jede Möglichkeit zum Erwerb von wissen aller Art bieten können.
Mfg, Helga


gdo antwortet um 03-12-2011 12:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
@Tyroleans - gibt es zu dem Thema von dir empfohlene Literatur?


Grundsätzlich würde mich jede Art von Literatur zum Thema Kreislaufwirtschaft und Humusaufbau, Kompostieren und Mischkultur / Fruchtwechsel usw. interessieren.

Ich weiß, dass es jede Literatur zu dem Thema gibt - bin auch selbst ein regelmäßiger Besteller bei Amazon - aber unter Büchern gibt es leider auch recht viel Ramsch und oberflächliches Zeugs (da sorgen auch die sog. Bewertungen nicht immer für Klarheit), daher finde ich persönliche Empfehlungen von Leuten die sich schon mit der Materie befaßt haben, doch sehr hilfreich.

Also ich bin ganz Ohr ... und sofern hier einiges zusammenkommt, stell ich diese Liste dann auch in meinem Weblog und Blog zur Verfügung, damit auch andere in Zukunft was davon haben - und schnell darauf zugreifen können.

Oder gibt es so eine spezifische Literatursammlung vielleicht schon?


leitnfexer antwortet um 03-12-2011 13:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
Hallo Tyrolens!

Da müsste die Masse der Bevölkerung dahingehend aufklären, das man beim Verursachen von Abwasser sorgsamer sein sollte und auch nicht so viele Chemikalien im Haushalt verwenden(bei Putz und Reinigungsmittel). Auch dient leider das WC vielerorts noch als Müllentsorger.
Der (Bio)Bauer wird kein Probelm damit haben, den eigenen Klärschlamm auch auf seine Felder auszubringen


Tyrolens antwortet um 03-12-2011 14:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
Leitn, mal ehrlich: Klärschlamm ist der am besten untersuchte organische Dünger. Man weiß, was drinnen ist. Man weiß auch, dass in vielen Fällen Kompost (Bio Müll usw) stärker belastet ist, als Klärschlamm. Daher verwehre ich mich gegen eine Stigmatisierung des Klärschlamms. Er ist viel zu kostbar, um verbrannt oder deponiert zu werden. Was ich mir erwarte, ist eine Aufbereitung des Klärschlamms zu einem Dünger, der problemlos als Dünger ausgebracht werden kann. In Bezug auf Schwermetalle u.dgl. ist er es heute oftmals schon, der große Knackpunkt sind derzeit eher Hormon und Medikamentenrückstände. Es gibt Kläranlagen, die schon in der Lage sind, den Phosphor als dem Klärschlamm abzuscheiden. Das wäre schon mal ein großer Schritt in die richtige Richtung, wenn es das auch bei uns gäbe.


leitnfexer antwortet um 03-12-2011 17:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
Hallo!

Ich hab nicht behauptet das Klärschlamm schlecht untersucht wird oder gar giftig ist. Aber wenn nicht so viel schädliche Stoffe im Abwasser wären, bräuchen wir nicht so ein energieintensives Klärsystem. Außerdem ist die starke Zentralisierung bei der Abwasserentsorgung auch wiederspüchlich mit der Kreislaufwirtschaft.(die Kläranlage für meine Gemeinde ist ca. 40km entfernt) Soweit ich weiß wird Klärschlamm jedoch ohnehin vielerorts schon als Dünger verwendet, nur für Bio-Betriebe wird er wohl so schnell nicht zugelassen werden? Und was glaubst du, würde es wieder für Gerede geben, wenn dies doch der Fall sein sollte?
lg
leitn


tiroler antwortet um 03-12-2011 18:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
in tirol bei milchbetrieben ist das ausbringen verboten !tmi oder bergland lieferanten.
mfG. Heinz


MF7600 antwortet um 03-12-2011 19:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
ein bekannter baut gerade einen kompostplatz zur klärschlammkompostierung, bekommt diesen aus tirol, dürfte kein schlechtes geschäft sein.


Tyrolens antwortet um 03-12-2011 22:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
FAO: Lebensmittelproduktion muss bis 2050 um 70% steigen
Leitn, die Ausbringung ist in Tirol und Salzburg komplett verboten. In der Schweiz auch.
Und freilich hast du Recht. Man sollte Klinik-, Altersheim- und Industrieabwässer gesondert behandelt.


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