Forstunfall: Zwölfjähriger von Baum erschlagen

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Fallkerbe 27-11-2011 09:17 - E-Mail an User
Forstunfall: Zwölfjähriger von Baum erschlagen
Zwölfjähriger von Baum erschlagen

Zitat
Auf dem Gaisberg in der Stadt Salzburg ist am Freitag ein zwölfjähriger Bub von einem umfallenden Baumstamm getroffen und getötet worden. Der Bub war dabei, als sein Vater den Baum fällte.

Der 40-jährige Vater des Buben - ein Nebenerwerbsbauer - und ein Nachbar fällten in einem steilen Waldstück auf dem Gaisberg den Laubbaum.
Zitat ende

Mein Beileid der Familie und vor allem dem Vater
 


wene85 antwortet um 27-11-2011 09:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forstunfall: Zwölfjähriger von Baum erschlagen
Ja auch von mir ein Beileid an die Familie !!!!

Aber man muß sich auch die Frage stellen was tut ein 12 jähriger im Wald. Bin zwar selber schon immer als bub beim Holzarbeiten dabei gewesen nur wenn ein Baum gefällt wurde bin ich sicher mal weit weggewesen so das mir nichts mehr passieren konnte. Also ich selber halte nichts dafür wenn soviel Leute im Wald sind maximal 3 Leute ,mehr nicht am besten 2 und diese Leute müssen mit Fällungen eine Ahnung haben so das sie auch wissen wenn mal der Baum nicht dort hingeht wo er soll was zu tun ist.

Im Forst kann man nie genug aufpassen !!!!!!

Traurig aber wahr !!!


Kriechbaum antwortet um 27-11-2011 10:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forstunfall: Zwölfjähriger von Baum erschlagen
Da versteh ich aber nicht denn wenn der baum von der tatsächlichen fällrichtung dann 90 grad nach links fällt haben sie zu wenig keile verwendet oder auf rechten seite die die bruckleiste zu schmal gewessen das sie dann rechts schon abgerissen ist und dann kann sein das der baum falsch fällt oder er war innen morsch .denn gerade beim baum fällen kann noch dann am stock sagen welche fälltechnik angewendet worden ist wie stark die bruchleiste war wo die fällrichtung war . darum versteh ich nicht warum sie da nicht finden .Daher sollte auch nur ausgebildete forstarbeiter bäume fällen .



sturmi antwortet um 27-11-2011 11:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forstunfall: Zwölfjähriger von Baum erschlagen
Forstarbeiten sind gefährlich! Ob menschliches Versagen oder unglückliche Umstände wird sicherlich geklärt werden.
Grundsätzlich stellt sich immer wieder die Frage, müssen Kinder schon bei Waldarbeiten dabei sein?!
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr, so ein Sprichwort. Doch man sollte es nicht übertreiben, denn z.b. ein 12-jähriger hat nichts auf einem 135 PS-Traktor alleine auf dem Acker zu suchen und dann noch auf der öffentlichen Straße nach Hause fahren.
MfG Sturmi



wernergrabler antwortet um 27-11-2011 11:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forstunfall: Zwölfjähriger von Baum erschlagen
Hallo!

Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste!
Und passieren kann immer was.
Hier natürlich auf tragische Weise ...

Beim Baum fällen zuhause bin meist ich am Werk.
Hab es in der Ausbildung ausreichend dabei gehabt. Natürlich sind am Anfang Dinge die man lernen sollte. Auch ein Gefühl für die Stärke der Halteleiste sollte man bekommen.
Wenns wirklich ums Fällen geht ist keiner direkt um den Baum. Aber alleine gehe ich auch nicht in den Wald.

mfg
wgsf


walterst antwortet um 27-11-2011 13:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forstunfall: Zwölfjähriger von Baum erschlagen
Ich habe gestern schon die Berichte über alle 3 tödlichen UNfälle der 2 Tage davor ausgedruckt und meinen Kindern zum Lesen vorgelegt, damit sie besser verstehen, dass ich bei manchen Fragen ungewohnt unwirsch und diskussionsverweigernd werden kann.

Was man sich bisher als Bild machen kann: Egal, was die Ursache für die falsche Fallrichtung war. Der Fehler liegt zuerst bei der Fehleinschätzung des Gefahrenbereiches. Der Bub war innerhalb der Baumlänge.
Das soll kein Vorwurf sein.

Ich habe selbst vor Jahren meine Motorsäge "1,5 Baumlängen" entfernt vom Nachbarn und 90 Grad aus der Fallrichtung aufgetankt.
Der Baum war ungewöhnlich stark gefroren, ist zu früh gerissen und war länger als eine Baumlänge ;-)
Motorsäge, Sappel, Helm, und Tankgarnitur waren Totalschaden.
Außer dem Inhalt des Benzinkanisters habe ich keinen Kratzer abbekommen. Auch das Knieschlottern hat sich wieder gelegt.





MUKUbauer antwortet um 27-11-2011 15:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forstunfall: Zwölfjähriger von Baum erschlagen
Hallo

Es stimmt wie Walter sagt - und Holz ist ein Naturprodukt und das kann Faul, Morsch etc. sein, ein leichtes Lüftchen reicht dann aus und weg ist der Baum ....
oder du erwischt einen anderen der dir Trümmer retour schmeist das die Hälfte davon tödlich ist ...

Ausweichen kannst nur wenn du mehr als die 1,5 Baumlängen weg bist (ist aber ein Freies Maß) oder neben dem Baum weil du siehst wohin er fällt - bei Steilem Gelände kannst aber auch das Vergessen

Mein Beileid an die Familie - die ist gestraft genug

Allen anderen eine Unfallfreie Wintersesson im Wald....

mfg





schellniesel antwortet um 27-11-2011 15:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forstunfall: Zwölfjähriger von Baum erschlagen
Nun denke jeder der öfter im Wald arbeitet hat die ein oder andere Geschichte dazu zu erzählen.

Bei manch einer kommt man zum schmunzeln weil eben spektakulär und nix passiert die nächste ist in Tragik und Traurigkeit nicht zu überbieten.

Wie auch immer der Tragische Unfall zustande gekommen ist! Schuldig fühlt sich der Vater bestimmt so oder so!

Und hinterher sand ma olle gescheiter und Vorwürfe helfen in dem Fall nicht den die macht sich der Vater auch bestimmt zur genüge selber!

Der Vorfall ist denke ich ist als Warnung für andere zu sehen so schlimm das auch klingt!

Den ich arbeite in den seltensten fällen alleine im Wald! Größere Fällarbeiten immer zu zweit!
Und kinder können bei mir nicht oft auf dem Traktor mit weil ich es schlichtweg nicht will das ich mir irgendwann Vorwürfe darüber machen muss.
Ich könnte damit nur schwer umgehen!

Mein Beileid gilt auch der Familie und ich hoffe sie haben die kraft diesen Schicksalsschlag irgendwie zu überwinden!








golfrabbit antwortet um 27-11-2011 15:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forstunfall: Zwölfjähriger von Baum erschlagen
Was gibt es Schlimmeres, als sein Kind tot unter einem Baum herausziehen zu müssen? Welche Gefühle müssen einem Vater durch den Kopf gehen, wenn er der Mutter diese Nachricht überbringen muß?
Ist es nicht höchst an der Zeit, dem Herrgott für oftmaliges Glück und eine gesunde Familie zu danken und gleichzeitig für alle Betroffenen eines solchen Unglücks zu beten?
Bin kein Missionar, aber solche Schicksalsschläge muß man erst verkraften.
Josef, sehr betroffen


Tyrolens antwortet um 27-11-2011 17:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forstunfall: Zwölfjähriger von Baum erschlagen
Walter, dein Fehler war, die Motorsäge nicht vor dem Fällen aufgetankt zu haben.
Und so greift halt das eine Glied in das andere und schon ist ein Unfall passiert.

So wie es aussieht, muss in den Ausbildungen mehr Wert auf das Einschätzen von Baumlängen gelegt werden.


grasi1 antwortet um 27-11-2011 18:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forstunfall: Zwölfjähriger von Baum erschlagen
Ein Aufrichtiges Beileid der Familie, Ich bin viel im Wald beschäftigt und auch mit Problembaumfällungen.
Es gibt Situationen, wo man nie 100%ig ausschließen kann, ob alles Gut geht!
Ich mache auch Baumabtragungen, bis jetzt ist immer alles gut gegangen. (Gatt sei Dank!!!!!)


Obersteirer antwortet um 27-11-2011 20:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forstunfall: Zwölfjähriger von Baum erschlagen
@Fallkerbe Auch ich bin beruflich im Wald unterwegs trotz guter Ausbildung trotz Aufpassen ist es auch schon zu gefährlichen Szenen gekommen .Man kann sich nicht vorstellen wie das Gewissen den Vater plagen wird .Fraglich bleibt wieso der Junge so knapp gestanden ist auch wenn es 90 Grad waren die er falsch gefallen ist.Aber es können auch 1,5 Baumlängen nicht reichen wenn ein Falsch fallender Baum einen anderen mitnimmt,jeder der im Wald arbeitet weiss es .Mein aufrichtiges Beileid von einem Vater der selbst zwei Söhne hat mit 12 und 14 Jahren die auch im Wald dabei sind . Obersteirer


rbrb131235 antwortet um 27-11-2011 20:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forstunfall: Zwölfjähriger von Baum erschlagen
Hallo grasi,

du schreibst noch nie etwas passiert, eben weil du ein Profi bist und die Gefahr immer richtig eischätzt.
Bei Situationen wo du dir dann aber selber nicht sicher bist, ob dass gut gehen kann, bist du ganz sicher allein in der Gefahrenzone. Bei der Anwesnheit eines Kindes sollte die mehrfache Sicherheitszone berücksichtigt werden.Das soll aber kein Vorwurf an die so schwer getroffene Familie sein.

Grüsse rbrb13


iderfdes antwortet um 28-11-2011 16:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forstunfall: Zwölfjähriger von Baum erschlagen
Das ist unglaublich tragisch, der Mann hat ja mit keinerlei Gefahr gerechnet, da der Baum nach Medienberichten sogar mit einer Seilwinde gesichert war. Wer das nicht oft macht, wird sich vielleicht gar nicht vorstellen können, dass der Baum dann noch zur Seite fallen kann.


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