Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht

Antworten: 21
krampus 24-11-2011 08:31 - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
Die Kritik an der überbordenden Agrarbürokratie nimmt hat endlich auch den Agrarkommisar erreicht!

Dass ein großer Teil davon hausgemacht ist ist uns allen bewußt nur wer traut sich was dagegen sagen?

Die tagesaktuellen Aufzeichnungspflichten auch für Betriebe welche keine Düngemittel zukaufen und sogar für jene die keine Tiere halten und Biobetriebe sind total übertrieben!

Wo liegt z. B. der Sinn der UBAG Aufzeichnungen für Anbau- und Erntetermine?

Die Digitaliersierung, schön und gut, aber demnächst auf einzelne m² ?

Bei der nächsten Förderperiode müssen dann bei Weidebetrieb die Lage der neuen Kuhfladen tagesaktuell mit GPS vermessen und die Überdüngung auf diesen m² binnen 3 Tagen gemeldet werden...... sonst Sanktionen!




sturmi antwortet um 24-11-2011 08:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
Österreich hat aus der Vergangenheit (Monarchie) einen rießigen Verwaltungs- und Beamtenapparat hinübergerettet. Diese Branche schafft sich natürlich nicht selber ab, im Gegenteil, mehr Gesetze, mehr Kontrollen bedeuten noch mehr Jobs für noch mehr Beamte! Diese ganze Bürokratur wird erst dann kippen wenn der Druck von der "Straße" kommt!
MfG Sturmi



leitnfexer antwortet um 24-11-2011 08:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
Hallo Krampus!

Aufpassen bei solch guten Vorschlägen, die AMA liest mit(die haben ja Zeit) und ist für solche neuen Ideen immer zu haben....

Aber in der Sache stimme ich dir freilich zu, wir haben zu viel Bürokratie, auch in der Landwirtschaft. Ob sich daran in absehbarer Zeit was ändert und wer das bewerkstelligen soll, das ist die große Frage!



179781 antwortet um 24-11-2011 22:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
Nach dem Ende der österreich-ungairschen Monarchie hieß es: Ungarn hat die Landwirtschaft behalten, Böhmen die Industrie und Österreich die Beamten.

Gottfried


josefderzweite antwortet um 25-11-2011 09:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
Es ist aber die Wahrheit.
Ein Blick Richtung Brüssel zeigt auch wie die Zukunft aussieht - es wird sicher mehr Schreiberei.

Allein die Tatsache dass bei jeder "Verhandlung" mit "Standesvertretern" immer nur Kompromisse gemacht werden sagt ja schon alles.



Muuh antwortet um 25-11-2011 11:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
Da darf sich auch unser zuständiger Landwirtschaftsminister nicht vor der Verantwortung rausreden.

Auch die Kritik, die Brüsseler Vorschläge würden den bürokratischen Aufwand massiv erhöhen, weist der Agrarkommissar zurück: "Wenn Bauern die GAP-Bürokratie kritisieren, dann zeigen sie üblicherweise mit dem Finger auf Brüssel. Aber ich möchte betonen, dass es in vielen Fällen die Auslegung der Mitgliedstaaten ist, die administrative Belastungen hinzufügt. Wie sonst wäre es möglich, dass dieselben Regelungen in manchen Mitgliedsländern einfach sind und in anderen kompliziert?“




sturmi antwortet um 25-11-2011 12:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
Ergänzend dazu:
In Österreich reiten Bauernvertreter seit Monaten gegen das von Landwirtschaftsminister Berlakovich geortete „EU-Bürokratiemonster“, zum Leben erweckt durch Ciolos, an. Konkrete Vorschläge, wo die seit Jahren kritiserte überbordene Papierflut auf den Bauernhöfen der Alpenrepublik konkret eingedämmt werden könnte, blieb auch Berlakovich bislang schuldig.
Dass das Interview in der Bauernzeitung mit dieser unverholenen Kritik erscheinen durfte, wird von Insidern als Indiz dafür gewertet, dass die zunehmend inhaltslosen Aussagen des Landwirtschaftsministers innerhalb hochrangiger Agrarfunktionäre des Bauernbundes auf immer größere Ablehnung stoßen.
MfG Sturmi


Fetzerl antwortet um 25-11-2011 19:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
@Sturmi: volle Zustimmung!!! Ich warte schon seit Jahren auf die Ideen, wie man die Bürokratieflut eindämmen könnte, aber hab noch keine einzige gehört...
Und die ärgsten Bürokratiemonster erschaffen wir uns selber: UBAG und Ökopunkte....

Im übrigen hab ich mit dem bisserl Bürokratie kein allzugroßes Problem: rein vom Stundensatz sind das meine weitaus bestbezahlten Arbeitsstunden ;-)))))

LG, Franz


edde antwortet um 25-11-2011 21:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht

das einzige, mit dem dieser land-und umweltminister je energisch aufgetreten ist, sind der businessplan für jeden bauernhof, was natürlich ein bürokratisches monsterwerk darstellen würde.

behilflich und mit der abwickelung vertraut wären die bauernkammern,

das landwirtschaftsministerium mit seiner unseligen ama als auftraggeber samt kontrollinstitution --

womit sich der kreis dieser bürokratischen seilschaft wieder schliesst !

um etwas anderes als gängelung der bauern und arbeitsbeschaffung für längst zu viele bedienstete in der agrarverwaltung gehts ja dabei nicht.

mfg


helmar antwortet um 26-11-2011 09:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
Ist hausgemacht, denn wenn man bei 1 GVE/ha oder gar keiner eine Stickstoffbilanz vorlegen muss, dann ist das Schilda in Reinkultur. Angeblich vom grünen Agrarsprecher DI Pirklhuber initiert....zumindest laut Bauernzeitung damals. Vielleicht mit dem Hintergedanken dass dann viele der extensiv wirtschaftenden Grünlandbauern Biobauern werden. Ich werde demnächst meine landwirtschaftlichen Flächen verpachten......und es fällt mir inzwischen verdammt leicht.
Mfg, Helga


sturmi antwortet um 26-11-2011 10:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
Ja der Pirklhuber fuhr nach Brüssel um für seine Klientel mehr Fördergelder auf Kosten der Konvies herauszuholen! Ist den eine "zukunftsfähiger" Biobetrieb ohne Steuergelder nicht überlebensfähig? ;-)
Komisch, komisch & brrrr!
MfG Sturmi



biolix antwortet um 26-11-2011 11:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
Geh bittte, wie immer hausgemacht und ncith vom Pirklhuber, glaubst sonst müssten sogar viehlose Biobetriebe eine sinnlose Stickstoffbilanz machen ?

Geh sturmi, komm, "spiel" ma freien Markt, schau ma wenn man allen, aber wirklich allen die Förderugnen weg nimmt , wer über bleibt, du sicher., weil du lebst ja bei den Schweinen vom draufzahlen.. ;-))

lg biolix




Tyrolens antwortet um 26-11-2011 12:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
Warum soll bei viehlosen Biobetrieben die N-Bilanzierung sinnlos sein?


biolix antwortet um 26-11-2011 15:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
??


179781 antwortet um 27-11-2011 00:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
Damals ist nicht der Pirklhuber nach Brüssel gefahren, um mehr Geld für seine Klientel herauszuschinden. Tatsache ist, dass die etablilerten Funktionäre das Öpul (Programm für Umweltgerechte Landwirtschaft) so zurechtgebogen hätten, dass da auch ganz intensiv wirtschaftende Betriebe gutes Geld gekriegt hätten. Und das hat nicht nur unseren Grünen missfallen, sondern auch Leuten aus den Nachbarländern. Ich kenne bayrische Funktionäre aus dem Rinderbereich, die sich ordentlich darüber entrüstet haben, wieviel Geld in Österreich verteilt wird, ohne dass eine ernsthafte Umweltleistung dahintersteht. Deshalb haben sich da alle möglichen Leute beschwert und von EU Seite wurde das Progamm noch einmal "zerpflückt". In Österreich wurden die bösen grünen Bauern vorgeschoben, um von eigenen Fehlern abzulenken.

Gottfried


biolix antwortet um 27-11-2011 20:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
Hallo !

Danke Gottfried, genau so wars, war eigentlich arg udn die volle Intensivierung und das dann noch Umweltprogramm zu nennen, die EU bekam daher eher einen Tipp und nicht allein vom Pirklbauer, sondern genau wie du schreibst, die Empörung war bei so vielen sehr groß..,...

lg biolix

p.s. weiß noch imemr nicht wenn ein vielhloser Bio-Ackerbaubetireb eh schon jährlich von einer Biokontrollstelle geprüft wird, ( andere Konv. max. bei ca. 4% Kontrollrate, man sich ja ausrechnen kann wie oft.. ) alles offen legen muss und zu 95% keinen Düngerzukauf hat, was soll das Ganze bei konv. Stickstoffgrenzen die eh jenseits von Gut und Böse sind, inkl. noch von Bio Austria zusätzlich begrenzt werden..


sturmi antwortet um 28-11-2011 07:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
Egal Biolix, wir bäuerlichen Unternehmer haben reagiert und durch Intensivierungmaßnahmen den Ausschluss vom Umweltprogramm kompensiert!
Bio´s kassieren, Konvies intensivieren, ganz in eurem Sinne, gell! ;-)))
MfG Sturmi



biolix antwortet um 28-11-2011 16:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
komisch, so viel ich weiß sind die Flächen im neuen ÖPUL fast gleich geblieben, udn z.b auch in unserer region ist keiner ausgestiegen... inkl. klar die wäre lieber Intensivieren und trotzdem kassieren, so stellt sich das der klene Sturmi vor...;-) Aber ja, stell das nur ewig so hin, ich habe das ja schon öfter gepostet, in der 1. Säule bekommen die Bios weit weniger, da machen die 200 pro ha mehr im ÖPUL das fast nicht weg..... Wo das abkassieren dann sein soll, musst du erklären, inkl. natürlich keine Angst auch Bios können "Intensivieren", haben nun auch bald 10 KVE pro ha und nicht mehr 2,5..und ganz Ehrliche.... ;-)).

lg biolix


krampus antwortet um 28-11-2011 20:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
@179781 und biolix:

ganz soo wars auch nicht mit der Pirklhuber-Reise nach Brüssel damals:

Auf der einen Seite waren sicher einige fast unerfüllbare "Wünsche an das Christkind"; auf der anderen Seite muß man schon ehrlicherweise sagen dass Pirklhuber in Brüssel den konventionell wirtschaftenden Bauern kräftigst in die "Suppe gespuckt" hat!

Ich kenn Deinen Freund ...(...Ex Freund?..)...Pirklhuber sehr gut und auch seine Denkweise!


biolix antwortet um 29-11-2011 11:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
Hallo !

also Krampus, wo kann man denn nioch wem in die Supe spucken ? Die Lobby ist doch schon sooo groß, und der kleine grüne Agrarsprecher... ;-) Aber wie schon gesagt, wer will Geld für noch mehr Intensivierung, wenn er eh wie sturmi so viel vom draufzahlen bei den Schweinen verdient.. ;-)

lg biolix

p.s. warum sollte er nun ein EX-Freund von mir sein ? ;-)


krampus antwortet um 30-11-2011 09:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
Tja Biolix, grad die Kleinen entwickeln oft hinterhältige Strategien weil sie sonst nicht beachtet werden würden!
Sonst hat er ja nicht allzuviel drauf Dein........ (jetzt wieder Freund oder noch immer Freund).... Kollege aus Deinen grünen Tagen!


Muuh antwortet um 19-01-2012 22:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ciolos hält Agrarbürokratie für hausgemacht
Auch Sonnleitner bekommt jetzt einen Rüffel

Berlin - EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos hat der Einschätzung des Deutschen Bauernverbands widersprochen, er wolle im Zuge der Gemeinsamen Agrarpolitik 2014 bis 2020 in jedem Betrieb sieben Prozent der Ackerfläche stilllegen. Ciolos sagte am Donnerstag zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin, er wolle die sieben Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche für den Erhalt der biologischen Vielfalt nutzen. Das bedeute aber auch, dass "Flächen, die dann zur Verfügung stehen, für Direktbeihilfen" infrage kämen. Die Bauern in Europa seien nur in dem Maße wettbewerbsfähig, in dem sie ihre Flächen nachhaltig bewirtschafteten.

Bauernpräsident Gerd Sonnleitner hatte zuvor erklärt, Ciolos laufe Gefahr, neue Bürokratie zu erzeugen. Dafür sprächen unter anderem seine Vorschläge zur Neuabgrenzung benachteiligter Gebiete. "Völlig unsinnig wird es aber, wenn der Agrarkommissar an seiner Vorstellung festhält, sieben Prozent der Ackerfläche in jedem Betrieb stilllegen zu wollen", sagte Sonnleitner.


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