hans_meister 10-10-2011 13:21 - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
Unter dem Titel Kundenservice schrieb ich in der 1. September-Ausgabe 2011 über die Probleme die Landwirte mit ihren Maschinen haben. Wie langwierig und schwierig manche Reklamationen ablaufen. Viele Firmen reagieren zäh und schieben das Problem auf die lange Bank. Nicht zu Unrecht bekommen solcherart betroffene Landwirte das Gefühl Testpiloten für Firmen und deren Neuentwicklungen zu sein.
Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?


__joe007 antwortet um 10-10-2011 13:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
wieso überfordert?

Nur weil man überal "Spezialsoftware" bzw. Spezialwerkzeug braucht ?

Das ist eher ein Schutz der Werkstätten bzw, Hersteller, damit die sich das Geschäft behält.




mfj antwortet um 10-10-2011 14:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?


Ich denke das Problem liegt woanders Herr Meister.

In keiner Branche wird (zwangsweise) soviel „rumgebastelt“ wie in Landwirtschaft.
Das hängt einerseits mit dem großen Umfang der Technik auf einem Bauernhof, den zeitigen Betriebszeiten/spitzen, dem vielschichtigen Einsatzgebiet, der fehlenden Referenz und Rücklauf mit Herstellern und natürlich mit dem bescheidenen Einkommen – dass Bauern nicht nur zu Erfindern, sondern auch zu unausgebildeten, aber montagefreudigen Monteuren macht.

All das hat die „Herstellerseite“ sich längst in ihre Produktion, Vertrieb, Wartung und natürlich Gewährleistungsseite eingearbeitet.
Mit Bauern kann man anders umgehen, als mit Unternehmern. Bis ein Landwirt, einen RA, Gutachter oder Sachverständigen zu Rate nimmt – braucht es schon ein „dickes Ei“.
Da brütet man dann lieber selber noch etliche Stunden über dem Problem, sucht Rat bei Berufskollegen oder gar im Forum.
Ganz viele Fragen die im Forum gestellt werden, zeigen deutlich diesen „Selbsthilfeweg“ an.
Bauern sind gewöhnt das beste daraus zu machen, Probleme selbst zu lösen, Leid zu ertragen und Fehler nicht einzugestehen...auch wenn Sie gar nicht von Ihnen kommen.

Dass landw. Technik heute noch in vielen Details unterdurchschnittlich verarbeitet, erprobt, anfällig und schlecht betreut wird – ist ein jahrzehntelanger wenn nicht jahrhundertlanger „Duckmäuser und Leidenssyndrom“ von Seiten der Landwirtschaft - sein Recht – einzufordern !






Josefjosef antwortet um 10-10-2011 14:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
Hallo,

ich bin mir sicher, dass viele Landwirte, die vorhandene Elektronik an den Maschinen, speziell
Traktoren gar nicht ausnutzen können oder wollen.
Dauernd die Einstellungen neu einprogrammieren kann auch schon mal nerven.
Es kommt eben stark darauf an, wie ich den Traktor nutze.
Trotzdem will der Bauer einen modernen Traktor, der alle Stückerl spielt.
Die Preise für Neumaschinen sind ganz schön happig.
Da wundert es nicht, wenn so mancher Bauer mit einem Jahresumsatz von 60.000 Euro
für den neuen Traktor 80.000 Euros berappen muß.
Ob das alles auch notwendig ist, steht in einem anderen Buch..........

Bei berechtigten Reklamationen in der Garantiezeit muß man als Landwirt auch fähig sein,
sich beim Händler/ Importeur durchzusetzen und eine einwandfrei funktionierende Maschine
einzufordern. Wenn nötig auch mit Hilfe eines Rechtsbeistandes.

Wer immer gleich die " Neueste" Serie als erstes haben muß, sollte auch damit rechnen, dass eben
genau diese " Kinderkrankheiten" haben.
Das ist der Preis um "up to date" zu sein. :-)


Grüße
Josef



Hirschfarm antwortet um 10-10-2011 20:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
Das Problem liegt darin begraben daß sich die Hersteller von Landmaschinen immer mehr mit Ihren Produkten abzuschotten versuchen. Jeder versucht möglichst viele Bauteile in den Maschinen unterzubringen die nicht Standard sind um danach mit den Ersatzteilen und Reparaturen(Die bei der Qualitaet der Landmaschinen nicht lange auf sich warten lassen)ordentlich abzucashen. Vor 10-15 Jahren wurden teilweise noch Maschinen für die Ewigkeit gebaut. Z.b.: Case Magnum 7120 Traktoren halten bis 15000 Stunden ohne größere Probleme. Bei den neuen Traktoren muß man schon froh sein wenn man die ersten 1000 h ohne Werkstattaufenthalt durchkommt ( Servicekosten von 2000 € sind sowieso schon Standard sonst gibts keine Gewaehrleistung.)
Zur gestellten Frage: NEIN!!!
Die Landtechnikhersteller sind jedoch mit der Aufgabe einfache, aus Standardbauteilen hergestellte Maschinen mit einer langen Haltbarkeit zu vernünftigen Preisen anzubieten, überfordert.
Fazit: Alt ist oft besser als neu und die Agritechnica wird heuer boykottiert.
mfg


tch antwortet um 10-10-2011 22:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
Standartbauteile in Landmaschinen- wie schauen diese Dinger aus?

Die Maschinen die vor 10-15 jahren gebaut wurden würde kein Mensch mehr kaufen...Die heuteigen Maschinen sterben sehr oft sehr jung an der Dummheit der Benutzer.
Früher konnte man Vollgas fahren- das war oft nicht schneller als heute Standgas...

Ein Holzkran ist kein Bagger- eine Baggerschaufel kein Hammer- ein Hydraulikhammer kein "Beisser"

alles klar?

tch


schellniesel antwortet um 10-10-2011 22:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
Ähm!

Mal so durchs land schauen und mal vergleichen was alles Mechanisch abläuft und wie viel Arbeitskräfte jetzt so beschäftigt sind und dann mal 20 Jahre zurückdenken.....

Denke alleine der Große anteil an Technisierter arbeit und die vielseitige technik (Hydraulik Mechanik Pneumatik Elektronik) alleine schon bei den so geliebten Traktoren und Anbaugeräten dann kommt noch der Fütterungsautomat der Melkropboter die Stallkamera und und und und dazu!

Will man drauf verzichten? Nein!
Kann man alles wissen und sich überall bis ins kleinste Detail auskennen? Nein!

In kauf nehmen das man hier und da mal einen Fachmann braucht oder drauf verzichten ganz einfach!

Da ist der Preis des Fortschritts!

Mfg schellniesel



Hirschfarm antwortet um 10-10-2011 22:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
@tch: Wovon man keine Ahnung hat soll man besser schweigen! (500 verschiedene Filter, Ölanschlüsse, Zapfwellenstummel, Wellendichtringe, Lager, Hülsen, Plastikkrimskrams etc etc etc) und das ganze meist nicht in Österreich lagernd sondern nur in Deutschland vorraetig und das in einer Branche in der es in den Stoßzeiten um jede Stunde geht - inakzeptabel!)
@schelli: Mir is schon klar daß du davon lebst. Aber die faktische Tatsache daß unser 20 Jahre alter Magnum (Wert €15000, Reparaturkosten heuer bis jetzt 0,0) zuverlaessiger ist und ebensoviel leistet wie ein neuer John Deere 7530 (Wert€95000) ist auch durch noch soviel theoretisches Geschwafel nicht wegzuleugnen. Genausowenig wie die Tatsache daß die neuen Motoren aufgrund der Abgasvorschriften immer anfaelliger und durstiger werden und generell die Robustheit der Maschinen im Abnehmen begriffen ist.
mfg


Hirschfarm antwortet um 10-10-2011 22:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
Übrigens: Wir sind in weiten Bereichen mittlerweile soweit daß wir die "Fachmaenner " nicht mehr brauchen.Weil die mittlerweile mit den Maschinen noch weniger zurechtkommen als wir selbst.
mfg


tch antwortet um 10-10-2011 23:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
Hallo Hirschfarm

jetzt verstehe ich Dich!!! Für Dich wäre es gut wennalles eine Baugrösse hätte :-)

Eine Frontscheibe für alle Traktormodelle
Eine Ölanschlussgröße unabhängig vom Durchfluss usw....
Eine Kolbengrösse würde auch genügen
Reifen detto...

alles klar- halt einfach Deine Klappe wenn Du schon von Technik keine Ahnung hast.

In den Stoßzeiten geht es Minuten! das erklärt auch warum wauf manchen Betrieben 5 Traktoren auf einen Fahrer kommen.
5 Traktoren unterschiedliche Modelle und Fabrikate und dann kommt der mit Gummistiefeln und beschwert sich weil bei den schlecht gewarteten Heisln nichts zusammenpasst

tch


schellniesel antwortet um 10-10-2011 23:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
Hallo hirschfarm!

Nun hab auch einen T84 und einen ford 4000!

rep Kosten null Euro bei allen wenn man sie in Schuss hält! Wie du sagst!
Aber was soll da hin werden und vor allem damit einen ganze Woche durchgehend fahren will ich auch nicht unbedingt mehr!
75% der heutigen Technik bringt Komfort! Und die wünschen sich eben viele/alle! (15% der Technik dienen der Verbesserung der Abgase aber die sind Gesetzlich vorgeschrieben)
Danach richtet sich der Hersteller der will ja auch Maschinen absetzten!!
Und schaut man sich um wird danach gefragt! Wenn du einen Traktor heute mit dem ich 250h im Jahr fahre ohne LS und anderen Schnickschnak kaufe wird schon gefragt warum hast den das nicht genommen und des ist auch so super wennst des amol gewohnt bist gibst es nicht mehr her,.....


Und wenn die alten Traktoren nie hin geworden wären würden viele LAMA Händer/Werkstätten wohl kaum schon seit mehr als 60Jahren ihr bestehen feiern!

Kann jetzt nur von der Autobranche reden und ich finde jeden Vergaser zehn mal Komplizierter als jede andere elektronische Einspritzung!
Gut eine Vergaser hat man mal geputzt werden und dann lief das ding wieder einstellen hast schon auf zack sein müssen....

Heute kann das einfach ein Steuergerät-Resetsein geht viel schneller muss nix ausbauen und kann auch wieder alles funktionieren!

Das dir das heute schon gleich viel kostet wie damals einen Ganzen Vergaser zu zerlegen mit ein und ausbau und einstellen. dafür kann kein Techniker was!
Das ist das System das dahinter steht und davon profitiert!

Der Mechaniker bekommt von einer 120€ nichtmal 12€ brutto!

Und weil du schimpfts das ein neuer Traktor mehr braucht also ich Fahr mit dem neuen doch mit einem Geringeren verbrauch! Man muss eben L/ha rechnen und nicht L/h!

Also das jetzt jede Technische Errungenschaft schlecht ist ist zu pauschal gesagt!
Ob man alles was es gibt immer jeder braucht ist eine andere Frage und sicher mit Nein zu beantworten!

Mfg schellniesel


jfs antwortet um 11-10-2011 00:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
Im Grunde hast Recht mit dem Schreiben. Heute wird auch um etliches mehr abverlangt von den Maschinen. Die Geschwindigkeit ist um etliches höher geworden. Ich fahre auch nicht mit z.B. 20 kmh wie früher wenn mein Sitz es mir erlaubt 30 kmh zu fahren. Die Belastung für das Gerät wird dadurch aber um etliches höher. Die Belastung für mich aber nicht so sehr bemerkbar weil optimal abgefedert. Heute ziehe ich mit einer 8to Winde elektro/hydraulisch, wos früher eine 4/5 to Winde mit Seilzug war. Bei der brachte ich max. kurzzeitig 100% Zugleistung zusammen weil ich den Strick nicht andauernd voll anziehen konnte. Heute ist der Baum der dranhängt, früher wars der Bloch. Der Kipper wuchs von 3to NL auf 8to und mehr an bei eben höherer Geschw. Früher ein "Häckslergetriebe, heute vollsynchronisiert mit div. Lastschaltstufen. Wenn man ein vergleichbares Verhältnis herstellt dann erkennt man schon, dass die heutigen Geräte auch gut sind. Manchesmal sogar besser. Ausnahmen bestätigen die Regel.


mosti antwortet um 11-10-2011 00:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
jegliche funktion läst sich mit einem hebel aktivieren, um dies jedoch mit einem tastendruck zu ermöglichen sind 10-20 aktionen erforderlich welche streiken können. bei einem altem traktor bricht ein hebel ab- nach reperatur läuft er wieder; neues modell: schadenssuche bei 20 fehlerquellen kostet 5000euro, entsorgen ist günstiger???


Hirschfarm antwortet um 11-10-2011 08:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
@tch: es redet kein Mensch von Frontscheiben. Aber bei Schrauben, Dichtringen,Wellen, Filtern, Lagern und soweiter und sofort waere es meiner Meinung nach wesentlich einfacher wenn es eine geringere Anzahl an diesen Bauteilen gaebe. So wie im Kommunismus. Kein Mensch auf dieser Welt braucht 500 verschiedene Filter. Wahrscheinlich würden 20 verschiedene Typen genügen. Aber jede Firma versucht sich abzugrenzen. Ob durch die Tatsache daß es 500 verschiedene Filter (wieviele es wirklich gibt will ich gar nicht wissen) gibt auch nur einer mehr verkauft wird ist fraglich. Der einzige Zweck ist , daß sich dadurch der Verkaufspreis erhöhen laeßt wenn die Dinger nicht kompatibel sind. Oder ein Schnellkuppler von einem Maisgebiß z.b.: Ist es notwendig daß ein Hersteller 5 verschiedene Schnellkuppler hat die sich von ihrer Funktion her nicht unterscheiden jedoch in Ihrer Bauweise um ein paar mm unterschiedlich und somit nicht kompatibel sind?
Übrigens solltest du dein Bild von der Landwirtschaft mal gründlich überholen. Du bist anscheinend im letzten Jahrtausend stecken geblieben. bei uns ist es so daß die Maschinen zwischen 1500 und 3200 Stunden im Jahr laufen und jeder Töff wird im Zweischichtbetrieb gefahren.
nmfg


Shalalachi antwortet um 11-10-2011 09:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
Wenn ein Vergaser streikt kann man mit normalem Handwerkzeug viel erreichen. Wenn ein Steuergerät kaputt geht kommst nur mit spezieller Software rein, und die hat ihren Preis. Überfordert? Nein!

Ich wäre dafür das z.B. die Fehlerdiagnoseschnittstellen auch für jeden öffentlich zugänglich gemacht werden, sodas man z.B. Sensordefekte selber erkennen kann. Und das über einen genormten Stecker z.B. USB oder Netzwerk!

Überfordert: die Frage ist wieviel Zeit bleibt neben Arbeiten, Kostenrechnen, Tierschutzauflagen, Verwaltung etc. noch für Wartung und sich mit der Technik auseinanderzusetzen? Es muss alles schnell gehn.
Dazu kommt das die Mechaniker aufgrund ihrer hohen Stundensätze gar nicht viel Zeit haben sich die Fehler genau anzusehen, da wird dann einfach schnell mal was getauscht.
In ärmeren Ländern wird so lange versucht es zu reparieren, weil einfach die Arbeitszeit noch nicht so teuer ist wie bei uns.


mfj antwortet um 11-10-2011 09:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?


Shalalachi schreibt:
"Wenn ein Vergaser streikt kann man mit normalem Handwerkzeug viel erreichen.
Wenn ein Steuergerät kaputt geht kommst nur mit spezieller Software rein, und die hat ihren Preis." Überfordert? Nein!

Herrlich...und einfach zum Schmunzeln !
Der Tag ist wieder mal gerettet ;-)) ...im vielgerühmten Österreich !


P.S. Kommentar erübrigt sich....einfach in der Überschrift das erste Wort und das letzte Zeichen streichen


.



Vierkanter antwortet um 11-10-2011 17:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
@tch

da muss ich dir widersprechen. ich glaube nicht das du viel ahnung vom maschinenbau hast. normen sind das um und auf! jedes unternehmen, mehrfach jeder konzern hat seine einheitlichen, innerbetrieblichen normen, neben der DIN Produktionsnorm, an diese sich die maschinenhersteller sowieso richten müssen > und das gilt nicht für teile wie motorhauben oder kotflügeln, NEIN, es geht um weitaus einfachere zulieferteile, nämlich wie schrauben, schlauchabmessungen, etc.

trotzdem baut noch jeder nach anderen konstruktionsanweißungen. (zumindestens jeder konzern, wenn nicht hersteller)

LG Richard


tch antwortet um 11-10-2011 20:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
Hallo Vierkanter

Du irsst! ich habe keine Ahnung vom Maschinenbau...!
Normen sind das um und auf...:-) es gibt sehr viele Dinge am Markt die ohne Norm gebaut und auch verkauft werden...aber das ist dir doch sicher bekannt.
Es gibt auch keine innerbetrieblichen Normen- es gibt jede Menge En-Iso und was weiss der Teufel welche Normen, ganz sicher nichts innerbetriebliches- das was Du meinst unterliegt ev. einer CE Prüfung...
Kein Maschinenhersteller muss sich an eine Norm halten- wenn er bereit ist die konsequenzen dafür zu tragen.
Was ist schlimm daran wenn sich die Hersteller für ein eigenes Programm entscheiden?
Auch im Bereich der Schläuche bietet der Markt viele Möglichkeiten- je nach Anforderung.

Warum können sich die Landwirte nicht endlich einmal für ein Modell Traktor entscheiden? eine Ps Klasse eine Ausstattung....
Das habt ihr doch selbst in der Hand?
Warum kauft ihr so viele unterschiedliche ein?


Nur für Richard..... die Schlauchabmessungen haben sehr viel mit Durchfluss- Arbeitsdruck und Berstdruck- dazu kommen noch so unwichtige Anforderung wie Biegeradien-Medium- Temperaturbereich.

Denke das Du genauso wenig Ahnung hast wie ich....

tch


Vierkanter antwortet um 11-10-2011 20:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
keine innerbetrieblichen Normen......hahaha....das ich nicht lache! erzähl das mal einen konzern mit 20.000 mitarbeiter.

Konsequenzen tragen wenn er sich nicht an normen hält? ja strafzahlungen, keine veröffentlichung der teile, usw. aufgrund der sicherheit!! und nicht wegen der einheitlichkeit in diesem fall!

CE prüfung.....das hast du lieb beschrieben ;)




naturbauer antwortet um 11-10-2011 20:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
Warum können sich die Landwirte nicht endlich einmal für ein Modell Traktor entscheiden? eine Ps Klasse eine Ausstattung....
Das habt ihr doch selbst in der Hand?
Warum kauft ihr so viele unterschiedliche ein?

Ja tch, da geb ich dir Recht.



tch antwortet um 11-10-2011 21:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
Für Dich nocheinmal
Es gibt keine innerbetrieblichen Normen!
Normen sind Mindestanforderungen.....Nenn mir eine Innerbetriebliche Norm? wer hat normiert- wie werden diese Normen bezeichnet? wer prüft?

Es gibt für das nichteinhalten von Normen keine Strafzahlungen solange nichts passiert.
Wenn es kracht wird erstmal nach den gültigen Normen überprüft...
Bei Dingen die ein CE Kennzeichen tragen, wird nach den angebenen Werten des Herstellers geprüft..
Keine veröffentlichung der Teile- wer kann das verbieten? wenn es deklariert ist...?
Mach doch einen neuen Thread auf- ich unterhalte mich gerne mit Dir über Normen und CE...

tch



Shalalachi antwortet um 11-10-2011 21:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
Sollte uns die Regierung nur noch Einheitstechnik vorschreiben? Wie im Kommunismus?
In Zukunft muss man eben beim Kauf auch auf Bedienfreundliche Benützung geachtet werden. Apple hats schon schön vorgemacht!


@mfj: Wenn mir bewusst der Zugang zur Reperatur erschwert bzw. durch Spezialwerkzeug verteuert wird dann steckt System dahinter.

@tch: ich arbeite auch in einem ca.1000 Leute Betrieb, da gibts sehr wohl innerbetriebliche Normen und Standards an die man sich zu halten hat. Unabhängig von CE und sonst was.




tch antwortet um 11-10-2011 21:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
Hallo Shalalachi,
Standarts:ja
Werksvorgaben:ja

Normen werden vom Normenausschuss erstellt...
Was ist bei euch innerbetrieblich genormt? wer hat die Norm erstell und welches unabhängige Institut prüft diese Norm?
Qualtätskriteren-vorgaben sind keine Norm!

lg
tch


schellniesel antwortet um 11-10-2011 21:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
Bedienerfreundlich liegt im Auge des Betrachters!
in wie fern hat Apple das Vorgemacht? Zwecks der unzähligen Anwendungen/Apps?

Sind doch die meisten auch nicht gratis also wieder System dahinter!

Bin der Meinung das gerade die Vielfältigkeit alle Möglichkeiten offen hält und das ist der einzige weg sich weiter zu entwickeln! Einheitstechnik hätte Mitteleuropa so gar keinen SInn! die LW ist (noch) zu vielseitig!

wie heißt es so schön:
Stillstand ist Rückschritt!

So wenn wir alles mit Hebeln direkt bedienen müssten dann würden wir in ertser Linie Produktivität einbüßen denn dann kann unser Hirschfarm seine maschinchen nicht im Zweischichtbetrieb laufen lassen denn da fallen ihm die Fahrer vom Traktor!

Wenn man alles mit hebeln bedient hat man am Vorgewende ganz schön was zu tun und vor allem wird es in de Kabienen verdammt heiß und eng! So würden die Unzählig geforderten Anwendungen der heutigen Maschinen nicht unterzubringen sein und vor allem wären Automatismen nicht Durchführbar!

Alles was ich Elektrohydraulisch bediene kann ich direkt steuern und/oder auch automatisieren!

@schalalchi

Glaub mir Elektronik ist so ziemlich das einzige das in den letzten Jahrzehnten billiger wurde!
Und diagnose anschlüsse sind seit 2001 in PKW genormt! Leider hat sich das in der Traktorbranche das noch nicht durchgesetzt
ein Diagnosetool fpür ein LAptop kostet 50€ und man kann damit alle OEPD- fehlercodes aller hesteller auslesen!

Mein Resümee nach den Beiträgen ist ja viele sind mit der Technik überfördert weil sie ihnen einfach zu Umfassend geworden ist und dadurch das Interesse verloren gegangen ist!

Mfg schellniesel


walterst antwortet um 11-10-2011 22:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
Hans Meisters Frage muss man wie so oft mit einem klaren JEIN! beantworten.

Bäuerinnen und Bauern sind heute genau so viel oder wenig von der Technik überfordert, wie sie das auch im letzten Jahrhundert waren, wo einerseits die volle Umstellung vom Pferd auf den Motor mit Erfolg stattgefunden hat und andererseits beispielsweise Melk-, Waschmaschinen und Kühlgeräte an Betriebe verkauft wurden, die noch gar keinen Stromanschluss hatten oder das Brautpaar mit dem zur Hochzeit geschenkt bekommenen Traktor heimgefahren ist und zuhause war der Töftöf kaputt, weil keiner daran gedacht hat Wasser in den Verdampfer zu geben.....

Je nachdem, wie groß oder klein der Hang des Einzelnen zur Technik ist, wird er mehr oder weniger Schwierigkeiten mit neuen Geräten haben, wie dies halt auch immer war.

Genau so gut könnte man auch fragen: Sind die LM-Hersteller mit ihrem Vertriebs- und Werkstättennetz mit der Technik überfordert? Oder sind Agrarjournalisten mit der Landtechnik überfordert, weil sie in ihren Testberichten nicht in der Lage sind, Probleme einzuschätzen oder die promoteten Maschinen auch mit einer Pannenstatistik zu begleiten, um ihre Leser besser zu informieren?

Die angesprochene Verwendung oder Nichtverwendung von "Standardteilen" in der Landtechnik hat schon seine Vorzüge, die auch manche Autokonzerne vorleben.

Zuletzt positiv erlebt, als ein Kleinteil aus dem Handschuhfach meines Skodas für die Instandsetzung einer neuen Deutz-Presse gedient hat oder die Dichtung eines Warchalowski-Schnauferls BJ 1956 für einen Fendt BJ 1990.....

Wer will, bekommt bewährte Landtechnik aus dem vorigen bzw. vorvorigen Jahrhundert fabriksneu jederzeit zu kaufen. Vom Standeimer über den MF 35X oder Steyr 540 bis zum Bandrechen oder die elektronikfreie Ballenpresse KR 125 oder das PZ 165.....




ThomasE antwortet um 22-10-2011 22:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Werden Bauern von der Technik überfordert?
Ja die Bauern werden von der Technik überfordert. Nicht nur technisch sondern auch preislich. Mit jeder elektronischen Neuergung werden die Traktoren und Landmaschinen immer teuerer und das bei stagnierenden Preisen für unsere Produkte. Es heißt zwar immer von den Landmaschinenherstellern, durch die Elektronik können die Machinen und Traktoren billiger hergestellt werden, aber dem ist nicht so. Außerdem wird kein jetzt neu gekufter Traktor in 30 Jahren noch eisetzbar sein. Nach höchstens 20 Jahren ist Schluß mit lustig, da wird es kaum noch elektronische Bauteile fürdie alten Maschinen geben. Bleibt nur noch ein Neukauf.

MfG
Thomas


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