7 Millionen für den Werner

Antworten: 21
Christoph38 20-09-2011 16:23 - E-Mail an User
7 Millionen für den Werner
Die Faymann ÖBB Inseraten Geschichte wird immer interessanter.
War vorher von ein paar hundertausend € die Rede, um die paar Netsch sich der gelernte Österreicher gerne prellen lässt, sind wir inzwischen bei 7 Mio angelangt.

Mir ist vor allem nicht ganz klar, wo das Wohl des Unternehmens ÖBB ist bzw. wo die Werbewirkung für die ÖBB ist, wenn der Infrastrukturminister aus der Zeitung grinst.

Wie hier im Forum schon zu lesen, bin ich ein entschiedener Anhänger des Vorschlages bei Inseraten div. Minister bzw. Ministerien zur Informationsbeglückung der Bevölkerung, auf das Hochglanzbild vom Minister zu verzichten.



 


Josefjosef antwortet um 20-09-2011 16:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
7 Millionen für den Werner
Aber geh,
jetzt seids doch ned so gemein zu den österr. Ministern und Politiker.
Sie opfern sich für uns auf, und was ist der Dank?
Wegen dieser paar Millionen Euros..............tztztz

ps: Jedes Volk hat die Politiker, die es verdient hat. ;-)

grüße
josef



walterst antwortet um 20-09-2011 17:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
7 Millionen für den Werner
Das ist der link von christoph:

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/694516/OeBBInserate_Sieben-Millionen-fuer-den-Werner-?_vl_backlink=/home/index.do

Die VP ist auffallend zurückhaltend.
Womöglich interessiert sich noch wer dafür, wie das Inserategrinsen der schwarzen Minister finanziert wird.
Es war echt unfair, von der Fekter Mitzi, dass sie sich so schnell entschuldigt hat und den Scheinwerfer wieder zum Werner schwenken lässt.
 



Interessierter antwortet um 20-09-2011 17:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
7 Millionen für den Werner
zum glück haben wir in ö ja eingleichbehandlungsgesetz, wird wohl den werner genauso hart treffen wie die bzö leute


walterst antwortet um 20-09-2011 17:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
7 Millionen für den Werner
@interessierter
Ja, ich habe volles Vertrauen in Justiz und Politik bezüglich Gleuchbehandlung: Am Schluss wird die ÖBB auch für die Politiker der anderen Parteien Inserate schalten müssen. Gleiches Recht für alle! :-)


Christoph38 antwortet um 20-09-2011 19:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
7 Millionen für den Werner
Ich bin mir sicher, dass die Aufregung der andersfarbigen Politiker nicht gekünstelt ist.
Die sind echt entrüstet, dass sie selber zuwenig Inserate haben schalten dürfen. ;-)

Jetzt habe ich auch viel mehr Verständnis dafür, dass die Finanz gegen kleine Steuersünder härter vorgeht. Wo kommt man da hin, wenn ein Arbeiter ein paar Überstunden schwarz kassiert ?
Das Geld fehlt für wichtige Staatsaufgaben, wie eben die Inserate div. Minister.

Außerdem weiss niemand besser als unsere Politiker wie wichtig es ist, dass die kleinen Leute ehrlich bleiben. Wenn diese es nicht wären, würden nämlich keine Ehrlichen übrigbleiben im Lande, was für die internationale Reputation schlecht wäre.

Sonst bin ich der Meinung, dass wir gottlob den ORF haben, da kann die Politik reinregieren wie sie will, ohne dass dafür horrende Zusatzkosten entstehen.


bionix antwortet um 20-09-2011 20:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
7 Millionen für den Werner
Der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück stellte im Mai 2009 im Zusammenhang mit dem Bankgeheimnis Österreich mit Burkina Faso auf eine Stufe. Damals war die Aufregung groß. Aus heutiger Sicht müsste sich Steinbrück NICHT bei Österreich - sondern bei Burkina Faso entschuldigen. Ich kenne die politische Landschaft in diesem afrikanischen Staat nicht, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sie schlechter ist als bei uns, einziger Unterschied wird sein, dass dort mehr Schwarze sind.

Jedes Volk hat die Politiker, die es sich verdient. Was müssen wir verbrochen haben, dass wir solche Politiker haben? :-((((


golfrabbit antwortet um 20-09-2011 20:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
7 Millionen für den Werner
@Christoph38

Darf man sich deiner Stellungnahme anschließen?

Josef (bewundernd)


edde antwortet um 20-09-2011 21:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
7 Millionen für den Werner

nicht aufregen, leute...

wenn nun die landwirtschaftskammer angehalten wurde, die hofnahen flächen der landwirte doch streng nach sandkastenflächen, rasenmäherflächen , ballenlagerflächen zu kontrollieren und entsprechend raus zu digitalisieren sind die bestechungsgelder an die medien locker eingespart !

österreich ist ja ein musterland, oder nur in bestimmten bereichen ?

mfg


Christoph38 antwortet um 21-09-2011 08:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
7 Millionen für den Werner
Gott sei Dank für die Schwarzen ist rechtzeitig ein roter Skandal aufgetaucht.

Da tut man sich beim Abwürgen parlamentarischer Untersuchungsausschüsse viel leichter.
Obwohl die Roten schon vor dem Faymann Skandal gegenüber div. schwarzen Abzockern auffällig handzahm waren.

Nachdem in offizieller Lesart mit der ÖBB nur allgemein und grundsätzlich über dies und das geredet wurde und auf die Inseratenvergabe auch schon gar kein Einfluss genommen wurde, stellt sich die Frage, ob die ÖBB eine derart miserable Marketingabteilung haben, dass sie bloss auf die einfältige Idee gekommen sind, mit dem Ministerbild zu werben.


walterst antwortet um 21-09-2011 08:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
7 Millionen für den Werner
in meiner Tageszeitung heute ganzseitiges Inserat von Genussregionen mit Minister Nikowitsch-Bild. Das macht halt was her im Gegensatz zu einem Werner.
Da ist Werbegeld von AMA, LAnd, Bund und EU ordentlich angelegt.


Christoph38 antwortet um 21-09-2011 08:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
7 Millionen für den Werner
@ Walter

Meinst du deine Aussage sarkastisch oder bist du einer jener Parteisoldaten, die blindlings jeden Blödsinn der ÖVP gutheissen und automatisch über alles Rote schimpfen ? ,-)

Freilich muss auch ich zugeben, dass der Berlakovitch wesentlich eleganter arbeitet, als Faymann. Er bedient sich direkt aus öffentlichen Töpfen, während Faymann seine Inserate über Umwege, wie die ÖBB schaltet, wo formalrechtlich zuviele Personen = Mitwisser befasst werden müssen.


helmar antwortet um 21-09-2011 09:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
7 Millionen für den Werner
Mich würde interessieren, wieviele Menschen durch diese Inserate dazu animiert werden Bahn zu fahren oder heimische Lebensmittel zu kaufen...........ich denke die könnte man sich sparen. Aber wie kämen dann die Zeitungen dazu lobend übern Werner oder Nicki zu schreiben? Wenn man sich so an den Willi und den Gusi zurückerinnert( von Schüssel und Plassnik gar nicht zu reden) dürften die zumindest beim Onkel Hans nicht die Börse soweit aufgemacht haben. Grauslich eigentlich dass Dichand mit der Kronenzeitung einen Bundesklanzler "gemacht hat".....
Mfg, Helga


biolix antwortet um 21-09-2011 09:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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keine Angst, die machen mehr den Strache...


Moarpeda antwortet um 21-09-2011 20:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@biolix

es steht fest, das die krone den faymann "gemacht" hat,
im gegenzug macht der faymann eine volksabstimmung bezüglich EU-beitritt der türkei

hahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahaahahaha.........

...aber eigentlich ist soetwas zum weinen, wie sich die leute gängeln lassen ;-((


AnimalFarmHipples antwortet um 22-09-2011 02:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
7 Millionen für den Werner
Man muß allerdings immer auch die Umwegrentabilität sehen :
Von Werbung leben auch Leute (und nicht nur irgendwelche Hocheggers). Nachdem die Presseförderung nur EUR 130 Mio. ausmacht, würden ohne diese politiknahen Inseratemillionen die Zeitungspreise empfindlich hinaufschnalzen, sodaß sie für Normalverdiener nicht mehr leistbar wären.

Jetzt könnte man natürlich fragen, ob es nicht zur Hebung des allgemeinen Bildungsniveaus beitrüge, würde die Kronenzeitung mit EUR 150,00 monatlich das Haushaltsbudget belasten.
Wenn man sich aber die Alternativen ansieht -namentlich ORF, ATV und Puls4- ist diese Frage klar zu verneinen.


walterst antwortet um 22-09-2011 07:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nach dieser Logik sollte man die Politiker auffordern, Ihre Brustbilder und Selbstbeweihräucherungen im Namen von STaatsunternehmen künftig doppelseitig zu präsentieren und die Inseratausgaben der Firmen zu verdoppeln.


Moarpeda antwortet um 22-09-2011 09:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@AFH

zitat:
"Von Werbung leben auch Leute"


....auch der hamster im rad bewegt etwas ;-P

....und ausserdem schaffen wir noch arbeitsplätze um diese ungelesene papierflut zu erzeugen und wieder zu entsorgen.

in zeiten wie diesen, da wir emsig dabei sind die (umwelt)äste abzusägen auf denen wir sitzen,
sollte ein angeblich schlauer mensch wie du anders schreiben






AnimalFarmHipples antwortet um 22-09-2011 09:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ MP :

Ich sehe die Dinge bloß nicht so vereinfacht eindimensional wie Du.

Mein Vater war Fernfahrer und die letzten zehn Jahre vor seiner Pensionierung war er mit einem Tankzug unterwegs.
Er hat von Sonntagabend bis Samstagnachmittag Bitumen transportiert, uzw. von der Raffinerie in Neustadt (Bayern) zu einer Asphaltmischanlage bei Krems, und retour von der Raffinerie in Schwechat nach Attnang-Puchheim bzw. Viechtwang (beides in OÖ).
Ökologisch natürlich ein Horror und unter Milchmädchen-Gesichtspunkten auch nicht unbedingt sinnvoll.
Aber es muß wohl irgendwelche wirtschaftlichen Gründe dafür gegeben haben und es haben davon direkt oder indirekt eine Menge Leute gelebt und insofern hatte selbst das vermeintlich Sinnlose auch wieder Sinn.

Nach Deiner Logik müßte die halbe Menschheit Däumchen drehen, weil es für das, was sie tun könnten, keine Ökopunkte gibt.
(Und sie dürften ihre Zeit auch nicht in Internetforen verplempern, denn der Webspace verbraucht wertvolle Energie ...)

Und auch wenn ich selber kaum Postwurfsendungen lese - ich hab keinen "Bitte kein Werbematerial"-Aufkleber, sondern einen großen Postkasten; ganz einfach weil viele Leute von diesen Postwurfsendungen leben.

P.S.:
Auf Deine Frage bezüglich meiner Landwirtschaft brauchst nicht mit einer Antwort von mir rechnen; ich bin nicht der einzige, der exotische Schweine hält, aber ich bin nicht drauf aus, davon zu leben (aber als Orwell-Leser weißt Du wohl auch, daß eine Animal Farm Schweine braucht - wenn auch in meinem Fall nur als umwegrentable Werbeträger; und manche setzen ja sogar ganz bewußt auf solche Modeschweinchen, Mangalitza ist ja zB im Moment als Fleischlieferant ziemlich in).
Im übrigen entwickelt sich meine Landwirtschaft besser als erwartet; die Ente brütet schon wieder, aktuell rittern zwei Reitställe darum, wer mein Heu bekommt, und einer davon möchte auch meine Gras-Silage, ich hab nur leider heuer viel zu wenig gemacht, nachdem mir letzten Winter soviel übriggeblieben ist. Und nächstens werde ich meine Futterrüben ernten.


Moarpeda antwortet um 22-09-2011 22:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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däumchendrehen ist ökologisch sinnvoll !!

kennst du die weltmaschine von gsellmann?
die rattert, dreht sich, lämpchen leuchten, man ist immer mit reparieren beschäftigt, sie verbraucht energie....

der alte (er)bauer hat eine metapher für die heutige zeit geschaffen

 


Moarpeda antwortet um 23-09-2011 13:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@AFH

".....aber als Orwell-Leser weißt Du wohl auch, daß eine Animal Farm Schweine braucht"


bist du mister Jones? ;-))

ich lese aber auch reinhard.p.gruber,
.....zb. den "hödlmoser" und "nie wieder arbeit"




AnimalFarmHipples antwortet um 23-09-2011 22:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nein, ich hab bei uns eher die Rolle des Helden der Arbeit, "Boxer", über ... ;-)
 


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