Halodri 03-09-2011 13:15 - E-Mail an User
Yvonne gefangen
Jetzt hat man sie erwischt die " Problemkuh". 3 Strickhalfter umgebunden, eine Blende um die Augen, ein Horn abgebrochen, von einem Crocodile Dundee mit zwei Betäubungspfeilen niedergestreckt und alle Tierschützer sind glücklich.10 000 € Kopfgeld hat der Finder dieser Kuh kassiert, ist unsere Welt nicht ein bisschen verrückt?
Würde ein Bauer seine Kühe so einfangen, wird dieser angezeigt und öffentlich an den Pranger gestellt.


Muuh antwortet um 03-09-2011 13:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
Zustimmung
 


deere75 antwortet um 03-09-2011 13:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
Aber dafür steht sie jetzt auf Gut Aiderbichl. Das ist fast so gut wie im "Kuhhimmel", nur dass sie da noch lebt.




tch antwortet um 03-09-2011 14:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
Halodri- wie schaut Deine Lösung aus?
Wie fängst Du so eine Kuh ein?

Du hast keine Lösung?

tch


50plus antwortet um 03-09-2011 14:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
@tch

Du mußt zugeben, dass die Szene nicht gut aussieht und man einen Bauern, der sein Tier so einfängt, anzeigen tät.


tch antwortet um 03-09-2011 14:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
Das es nicht gut ausschaut ist klar, darum gehts nicht.
Es geht bei meiner Frage darum wie ein Landwirt (Profi) so eine Aufgabe löst- mit gscheid plappern gehts nicht.
Bis zur bewusstlosgkeit streicheln geht auch nicht.... Rinderprofis wissen doch wie es geht:-) solange sie in der zweite Reihe stehen und nicht beweisen müssen-

Ich kenne solche Massnahmen, wir haben beim Viehwagen ein Seil durchgefädelt und die Kuh mit dem Traktor raufgezogen.
Oder den beim Halfter angezogen, den Schwanz verdreht und hin wieder mit dem Prügel oder der Misrgabel nachgeholfen- nicht sanft sondern so richtg...
Denke das sich die Methoden geändert haben, möchte daher gerne wissen wie man das jetzt macht...
genauso?

tch


gg1 antwortet um 03-09-2011 15:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
Wenn die Kuh schon schon mal betäubt ist, dann die mobilen Boxenabtrennungen rundherum aufgestellt, spitzzulaufend zum Anhänger und ein Kalb oben angehängt.
Die geht dann bald von selber rauf.
Und natürlich weg mit den Fotografen, Kameraleuten und sonstiges Ges...., die machen die Kuh nur nervös!!!

LG Georg


iderfdes antwortet um 03-09-2011 18:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
Was für eine Überraschung, dass die Kuh alleine aus dem Wald kommt, wenn man damit aufhört, sie mit dutzenden Menschen und sogar mit einem Hubschrauber zu verängstigen und zu verjagen. Schade um das Geld, damit könnt man viele Menschen vorm Verhungern retten. Zur Frage, wie man so ein Tier am besten auflegt: Mit Zeit. Verhindern, dass die Kuh seitlich zu weit ausweichen kann, das Seil beim Viehanhänger durchziehen, straff gespannt anbinden und die Kuh in Ruhe lassen. Wahrscheinlich wird sie zappeln und zerren. Nach ein paar Minuten wird es ihr zu blöd und zu unangenehm und sie geht ein bisschen nach vor,bis das Seil wieder locker ist. Seil wieder auf Spannung bringen, ein paar Mal wiederholen. So würd ich es machen, wenn ich Zeit habe und viele Menschen zusehen.


Hirschfarm antwortet um 03-09-2011 19:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
@tch: Du hast ein Bild von der Landwirtschaft das von übervorgestern stammt. Zumindest die Laderampe hätten diese Vollprofis mit Sägespänen rutschfest machen können. Ich hätt die Kuh in betäubtem Zustand mit Gurten mit dem Frontlader auf den Anhänger gehoben und erst dann das Gegenmittel verabreicht.
nmfg


179781 antwortet um 03-09-2011 20:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
iderfdes hat es richtig geschrieben.
Wenn man ein Rind das von der Herde das von seiner Herde getrennt wurde "einfangen" oder "zurücktreiben" will, dann sieht das Tier in jedem der es verfolgt den "bösen Wolf", vor dem es sich durch Flucht in Sicherheit bringen muss. Und wenn das nicht mehr geht, dann muss es sich mit den Hörnern und Füßen verteidigen. Jeder Aufruhr und alles hinterherlaufen ist in so einem Fall falsch. Wenn der besagten Kuh niemand zwecks einfangen hinterhergelaufen wäre, dann wäre sie nach spätestens zwei oder drei Tagen bei anderen Rindern auf der Weide oder vielleicht sogar in einem Stall aufgetaucht. Und der ganze Stress war umsonst.
Leider ist es so, dass die wenigsten Leute und sogar manche Rinderbauern nicht wissen, wie man mit Rindern umgehen soll. Deshalb hat man bei so einem entlaufenen Rind gar keine Chance es auf normalen weg zurückzubekommen, weil eben viele vor lauter Hilfsbereitschaft das falsche machen.

In USA und Kananda kann man zu diesem Thema Kurse unter dem Titel "low stress management" machen. Dort sollte man auch die Aiderbichler einmal hinschicken, vielleicht würde ihnen das zu einer realistischeren Sicht der Dinge verhelfen.

Gottfried


Psycho antwortet um 03-09-2011 22:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
hab ich grad im internet gefungen:

Aufhauser wehrt sich gegen Kritik an Abtransport
Verärgert ist Aufhauser nur über den Yvonne-Finder Konrad Galneder (er kassiert von Gut Aiderbichl 10.000 Euro Finderlohn). Galneder kritisierte den „unprofessionellen“ Abtransport von Yvonne: Die erste Betäubungsspritze wirkte nicht, Yvonne brauchte eine zweite Spritze. „Alles Quatsch“, kontert Aufhauser. „Wir haben eine Koryphäe auf dem Gebiet der Tierbetäubung engagiert. Und jetzt will ein Bauer erzählen, wie es richtig geht. Yvonne ist eben eine außergewöhnlich starke Kuh. Deswegen brauchte sie eine zweite Spritze“, kommentiert der Tierschützer. „Das war keine Qual – was aber auf den Schlachthöfen mit den Kühen passiert, ist wirklich schlimm."

http://www.oe24.at/welt/Problem-Kuh-Yvonne-endlich-daheim/39290497

--------------------------------------------------

man müsste ja lachen, wenns nicht so traurig wäre

wie ich das gesehen habe hab ich auch nur blöd geschaut - einen gewöhnlichen landwirt, der so mit seinen tieren umgeht würden diese "tierschützer" ja lünchen !!!

wenn der kollege, der die yvonne gefunden hat von unprofessionalität redet hat er vollkommen recht

mein ansatz zum fangen von yvonne wäre noch viel einfacher gewesen: nämlich auch ohne diese sinnlose betäubung
der bauer hat die kuh ja in seine weide getrieben !!!:
http://www.bild.de/news/inland/yvonne/wie-bauer-kuh-yvonne-gefangen-hat-19714218.bild.html

darauf aufbauend: warum nicht einfach die kuh bis zum herbst oder zumindest 2-3 wochen auf der weide lassen mit den kälbern zusammen - dann jeden tag salzen gehn und die kälber ein bisschen streicheln (die kommen normal eh zu ihrem bauern angerannt) - der yvonne keine acht geben - irgendwann verliert sie ihre scheu (wenns merkt, dass ihr nichts geschieht, und dass ihre artgenossinen auf die leute zugehen) und im herbst wird sie mit ihrer "neuen herde" in einen stall getrieben --> rind = herdentier --> geht mit

und wenn schön umbedingt betäubung, dann hätt ich die kuh mit dem frontlader zuerst in den hänger gehoben, und dann erst aufgeweckt


was mich irgendwie traurig macht - der aufhauser hat 400 rinder - anscheinend weiß aber weder er, noch irgendeiner seiner mitarbeiter mit solchen tieren umzugehen - und trotzdem glauben sicher eine große menge an menschen (sicher überwiegend städter), aufhauser sei der bessere tierhalter als ein gewöhnlicher landwirt ...


Restaurator antwortet um 03-09-2011 22:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
@iderfdes:
so isses
@psycho:
hast auch vollkommen recht
die frage ob in der kranken- und altenpflege auch solche "experten" wie bei den tierschützern unterwegs sind mag ich mir nach dem video gar net mehr selber beantworten.
manchmal wünsch i mir a krise, dass ALLE wieder ganz am ursprung des überlebens sind. wo sie so a "problem" mit HIRN und net mit bracchialer maschinengewalt lösen müssen. wer dann immer noch z'deppert is wird im sinne der positiven selektion von dem rindvieh eh ausselektiert.
JEDER wiederkäuer wird über kurz oder lang handzahm wenn die umgebung und der umgang stimmt.


tch antwortet um 04-09-2011 00:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
"JEDER wiederkäuer wird über kurz oder lang handzahm wenn die umgebung und der umgang stimmt."

Kaffernbüffel auch?

tch


schellniesel antwortet um 04-09-2011 00:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
Bin ja auch kein Rinderexperte aber der hausvertsand den gibts echt nur mehr beim Billa wies aussieht!

3Monate und beim Verladen hamma keine Zeit mehr??

Wie schon gesagt die Kuh war bereits betäubt und hätte in dem zustand nur verladen werden müssen!

Man hätte ihr eventuell auch noch einen Tag ruhe gönnen können bevor sie die reise ins "Paradies" angeht aber gut aiderbichl will den Sonntag eben schon von Yvonne profitieren....

Kopfschüttel!

Mfg schellniesel


Steira antwortet um 04-09-2011 05:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
Hallo,
@halodri
Genau so wäre es!

MFG A STEIRA


Rob1 antwortet um 04-09-2011 08:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
Was würden die Tierschützer unternehmen, wenn sie heimlich solch eine Szene bei den Bauern oder beim Schlachtviehverladen gefilmt hätten ?
In einem Tierschutzforum sich ausweinen,so wie wir alle es machen in unserem Forum ?
Wir müßen als Bauer viel mehr aktiver werden .Wir müßen uns zusammenschließen, unter dem Moto alles für einen-einer für alle.
Gut Eiderbichl müßte jetzt in mails von uns allen versinken,wies andere Organisationen machen. Ohne beschimpfungen aber unseren Standpunkt darbringen, über die unsinnige Kuhfangerei, nur um ans Geld zu kommen und die Werbetrommel zu rühren.
Ich hab bereits eine mail an Gut Eiderbichl geschrieben.


Restaurator antwortet um 04-09-2011 08:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
@tch:
nachdem auch kaffernbüffel sehr soziale tiere sind mit sicherheit, bloss wird's monate dauern bis man den anschluss an diese wildtiere gefunden hat.


Fetzerl antwortet um 04-09-2011 08:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
Etwas sarkastisch gesehen hatte die Aktion der Aiderbichler schon etwas Gutes: wenn ich als Landwirt mit meinen Tieren so umgehe, kann ich jetzt drauf verweisen, dass die "Experten" von Gut Aiderbichl ja auch so arbeiten und die müssen es ja wissen, die kennen sich ja sooo gut aus und arbeiten vorbildhaft...

Im übrigen zeigt Aufhauser jetzt natürlich, wie dünnhäutig er auf Kritik reagiert - er wiegelt alles ab und stellt seine Vorgangsweise als gut hin. Mit dem Hinweis auf die Schlachthöfe lenkt er auch noch gezielt von seiner unprofessionellen Vorgangsweise ab... Leider wissen die meisten Leute (und auch Journalisten) nicht, wie man solche Tiere auch tiergerechter behandeln kann. Sie glauben halt diesem Selbstdarsteller und lassen das einfach durchgehen, anstatt zu hinterfragen, ob das wirklich so gut ist...

@rob1: e-mail schreiben ist gut, doch an wen? Auf der Homepage gibts nur ein nichtssagendes Kontaktformular und die einzige e-mail-Adresse ist von der Betreiber-GmbH, die sich wahrscheinlich abputzen wird, weil nicht zuständig...
Die Aiderbichler sorgen schon dafür, dass in ihrer heilen Welt keine negativen Stimmen ankommen...

LG, Franz


melchiorr antwortet um 04-09-2011 08:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
Hallo!
Den Aufhauser müsste man mit der Kuh zusammensperren,m dann würde sich herausstellen wer der gescheitere ist. Vieleicht schlägt sie sich bei ihm das zweite Horn auch noch ab, wäre gut so.
Da werden jetzt die Spendengelder wieder fließen.
Diesen Tierschützern gehört der Spendenhahn abgedreht. Wenn ein Bauer sowas macht steht er wegen Tierquälerei vor Gericht.
Noch einen schönen Sonntag
herbyy


teilchen antwortet um 04-09-2011 10:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen

So ein "Urlaub vom Alltag" lässt ungeahnte Kräfte freiwerden.
Jeder sollte das einmal in seinem Leben erlebt haben, von seinem gewohnten Trott ausbrechen und einmal etwas anderes erleben zu können.
Ob es ein mehrmonatiges Praktikum ist, oder ein Auslandspraktikum, eine berufliche Auszeit oder ein längerer Urlaub - wird für Landwirte schwieriger realisierbar sein - jegliche Art von Ortswechsel oder Änderung von Gewohntem.
Wer es nicht erlebt hat und zufrieden ist - auch gut, auch das gibt es.

Aber es ist eine unglaubliche Bereicherung für das eigene Gefühl von Freiheit und Selbstbestimmung.
Manche gehen dann viel ruhiger, zufriedener und ausgeglichener wieder in ihre gewohnte Umgebung zurück, und manche wollen nie wieder zurück.
Würde mich wundern, wenn Tiere so etwas nicht auch in sich tragen würden.
Yvonne hat den Duft der Freiheit gerochen, sie ist keine "normale" Stall- und Weidekuh mehr, sie will jetzt mehr... ;-)



teilchen antwortet um 04-09-2011 10:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen

Ich würde mich die Filmrechte für eine Doku sichern.
"Freiheit - Yvonne die in den Wäldern lebt"
:-)



50plus antwortet um 04-09-2011 10:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
@teilchen

Ich weiß nicht, ob du da nicht ein bisserl viel in die Kuh hineininterpretierst. Aber bitte...träum weiter!

Ich bin, nach ein paar Tagen Freiheit immer rasch wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt worden. So richtig Selbstbestimmung gab es für mich nie im Leben, eher immer Rücksichtnahme auf andere. Aber ich glaube auch Freiheit hat seinen Preis.


helmar antwortet um 04-09-2011 10:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
Dass dieser Leserbrief in der heutigen Kronenzeitung abgedruckt wurde hat mich etwas überrascht....


Muh!
Als Landwirt bin ich für artgerechte Tierhaltung und gegen Tierquälerei. Über das Theater, das Michael Aufhauser rund um die Kuh "Yvonne" aufführt, kann ich aber nur den Kopf schütteln.
In Österreich wurden 2009 lt. Statistik Austria 5,597.000 Schweine, 700.200 Rinder und Kälber, 290.000 Schafe und Lämmer, 41.300 Ziegen und Kitze sowie 978 Pferde, Fohlen und andere Einhufer geschlachtet. Wollte Herr Aufhauser diese 6,629.478 "in Not geratenen" Tiere retten, müsste er Gut Aiderbichl noch etwas vergrößern.
Wer die brutale Verladung von"Yvonne" gesehen hat, wundert sich übrigens nicht, dass sie jetzt auch noch ein abgebrochenes Horn hat. Schuster, bleib bei deinen Leisten!
Dipl.-HLFL-Ing. Wolfgang Müller, per E-mail

Dazu noch ein rührendes Gedicht:

Kuh "Yvonne"

Statt im Wald kann sie nun wieder glücklich weiden,
muss nicht mehr unter Verfolgung leiden.
Sie wurde ein Medienstar, die kluge Kuh!
Ich wünsch ihr dennoch die notwendige Ruh.
Karl Brunner, per E-Mail.

Auch ich habe einen Leserbrief geschrieben, höflich wie immer.....;-) Und mich wundert schon dass man überhaupt einen kritischen Leserbrief abgedruckt hat, wenn man in der selben Ausgabe den M.A. dafür belobhudelt, dass er die Laboraffen so lieb behandelt. Ich kann mir durchaus vorstellen dass jetzt auf Aiderbichl die Köpfe rauchen wie man es wohl schaffen könnte dem ach so gierigen, weil nutztierhaltender Bauern, den Finderlohn zu stutzen.............besonders jetzt wo er es gewagt hat, diese Fangaktion zu kritisieren.
Mfg, Helga




helmar antwortet um 04-09-2011 10:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
Hallo Teilchen.......wenn diese Kuh so denkt wie du es vermutest, dann wird sie sehr bald wieder versuchen "frei zu sein". Und wenn die dann eine betreuende Person übern Haufen rennt, wird das vertuscht werden. Ich hab mir das weichgezeichnete Video auf Kroneonline angesehen. Abgesehen davon dass ein verletztes Horn der Kuh auch weht tut, ist mir aufgefallen dass der Ochse ein geradezu gewaltiges "Geweih" sein eigen nennt. Scheinbar nimmt man es mit der Sicherheit der dort arbeitenden Menschen gar nicht so ernst.
Mfg, Helga


50plus antwortet um 04-09-2011 10:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
@helmar

Wie wahr, wie wahr!


Rob1 antwortet um 04-09-2011 11:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
e-mail Gut Aiderbichl : info@gut-aiderbichl.com


naturbauer antwortet um 04-09-2011 11:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
teilchen, hast dich selber beschrieben gell.
tch, du willst wissen wie das Profis machen? Was machen? Wenn eine Kuh vorm Transporter steht und die Rampe nicht hinauf will? Oder wie man so eine oder überhaupt eine Kuh fängt?
Vor schon einigen Jahren hatte ich etwas Jungvieh auf eine Alm gegeben. Sie war ziemlich weit weg. Am Schluss der Saison mussten sie in einer Schlucht von Huflatich und Kohldisteln leben. Sie waren verwildert. Als ich sie aufm Transporter treiben wollte gingen sie nicht gleich. Der Fahrer schlug die Türen zu, sagte, mit DDR Vieh ist mehr verdient und weg war er. Also mußte ich meine Viecher wieder 1Km zurück bringen, bis ich einen Almgarten gefunden hatte, wo ich sie für Stunden einsperren konnte, bis ich neuen Transporteur aufgetrieben hatte.
Beschreiben kann man das nicht. Zunächst muss den Tieren Ruhe vermittelt werden. Das ist ein erlernen wie mit Radfahrten, Schwimmen Lesen etc... wer sich so trottelhaft wie die Fänger von Yvonne benimmt, braucht sich nicht wundern, wenn alles schief läuft.
Klar ist: Wenn solche eine Kuh verstümmeln ist das wurscht, ist alles wurscht, Hauptsache es wird unter dem Titel Tierschutz gemacht.


bergbauer84 antwortet um 04-09-2011 11:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
Tiere die nicht ganz Handzahm sind zu verladen ist nicht immer ganz einfach.
Da würden sich seitliche Gitter bei der Verladerampe gut machen die sind doch sogar vorgeschrieben für Viehtransporte oder bin ich da falsch informiert? Auch einige Absperrgitter die einen Trichter bilden zum Wagen hin wären sicherlich was, und wenn schon weitere Tiere die Weide teilen mit der Yvonne warum werden nicht mehrere Tiere verladen, so gehts auch einfacher....

Aber eben die lieben Tierschützer wissen sicherlich wie es geht! Ich würde mich schämen wenn ich sowas in den Medien zeigen müsste!


teilchen antwortet um 04-09-2011 11:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen

@helmar
Ich denke gar nicht, dass die Kuh "denkt". Aber fühlen tut sie, und Instinkte hat sie, Yvonne sogar ziemlich starke.

@naturbauer
Ja stimmt, aber mit dem Unterschied, dass ich keine Kuh bin ;-)


@alle
Nehmts doch die Story mit der Yvonne nicht gar so ernst. Die ist doch völlig außerhalb des Handlungsbogens, der sich sonst um Landwirtschaft und Tierschutz spinnt.
Wie ich schon geschrieben habe: Stoff für einen Fernsehfilm oder eine Doku gibt das her, aber kein massentaugliches Rezept für Tierhaltung, ebensowenig wie Gut Aiderbichl.
Die Freiheit in den Wäldern ist kein Modell für die Masse, sondern nur für eine Individualistin wie Yvonne :-)



Muuh antwortet um 04-09-2011 19:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen



Kuhjagd als PR-Aktion?
Yvonne – die arme Werbe-Kuh
VON DIETER DORMANN - (RP-Online)

An allen vier Beinen fixiert haben Tierschützer vom Gut Aiderbichl die seit Ende Mai flüchtige Kuh auf einen Vieh-Anhänger gezerrt. Experten kritisieren nicht nur dieses Vorgehen, sondern äußern auch einen Verdacht: Die Jagd nach der Kuh war eine große PR-Aktion.

Nach fast 100 Tagen auf der Flucht ist die Kuh Yvonne in ihrem neuen Zuhause, dem Gnadenhof Gut Aiderbichl im bayerischen Deggendorf, angekommen. Dramatisch ist das weltweit Schlagzeilen machende Sommertheater um die Kuh, die wochenlang ein Reh sein wollte, zu Ende gegangen.

Es ist Freitag, kurz nach sechs Uhr, als Tierarzt Henning Wiesner das Blasrohr mit dem Betäubungspfeil ansetzt und auf Yvonne zielt. Ein Landwirt hatte sie am Dienstag an einer Weide nahe Eigelsberg entdeckt und hinter den Zaun getrieben. Da die Nachricht schon am Donnerstag bekanntgeworden war, dokumentieren zahlreiche Fotografen und Kameraleute Wiesners ersten Schuss.

Er trifft, aber Yvonne bekommt keine weichen Knie. Auch der zweite Schuss trifft – noch ein paar Schritte läuft das 650 Kilo schwere Tier Richtung Wald. Dann fällt Yvonne.

Yvonne tritt um sich

Doch der Plan, die Betäubte in den Viehtransporter zu hieven, scheitert. Die Wiese ist für den Traktor zu matschig. Das freiheitsliebende Rindvieh muss selbst auf den Anhänger laufen. Yvonne wird also mit einem Gegenmittel aus der Betäubung geholt, die Tierschützer vom Gut Aiderbichl fixieren sie. Seile werden um alle vier Hufe gebunden, ein Halfter und eine Augenbinde angelegt.

Yvonne erwacht wieder, muht laut, tritt um sich, springt mit allen Vieren in die Höhe. Erst mit Hilfe des Traktors gelingt es, sie in den Transporter zu ziehen. "Wir sind absolut froh über dieses ganz gute Ende", sagt später die Sprecherin des Gutes Aiderbichl. Dass Yvonne fixiert werden musste, nennt sie ein normales Vorgehen.

"Die das gemacht haben, haben keine Ahnung, wie man eine Kuh verlädt. Was dort getan wurde, ist grenzwertig", meint hingegen Bernhard Rüb von der Landwirtschaftskammer Rheinland, der nach eigener Aussage selbst schon "bestimmt 100 Kühe, Rinder oder Kälber auf einen Transporter getrieben hat".

Auch Jörg Hartung, Professor am Institut für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover, beurteilt die Aktion der Aiderbichler kritisch. Der Rummel habe Yvonne "völlig kopfscheu" gemacht. "Das hätte man viel besser machen können." Weniger Menschen, vor allem keine Fotografen und Kamerateams, hätten für Yvonne weniger Stress bedeutet.

Experten kritisieren Vorgehen

Nicht nur die dramatische Einfang-Aktion erregt Kritik. Für Jörg Hartung ist es unvorstellbar, dass es nicht früher möglich gewesen sein soll, Yvonne zu fangen. Der Institutsleiter vermutet: "Da hat der Werbeeffekt eine große Rolle gespielt." Ähnlich schätzt Bernhard Rüb das Sommertheater um Yvonne ein. "Die vom Gut Aiderbichl haben viel PR für sich gemacht, anstatt das Problem zu lösen", meint er.




Moarpeda antwortet um 04-09-2011 23:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
in wirklichkeit war das wieder einmal eine sau die man durch das dorf getrieben hat....

....als kuh verkleidet ;-))


mfj antwortet um 05-09-2011 09:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen


Wir gehen hier am eigentlichen Problem aber vorüber.

Die Vermenschlichung der Tiere !!
Dieser Denkfehler in unserer Kulturgesellschaft wird wohl als Phänomen in die Entwicklungs-Epoche von uns Westeuropäern eingehen.

Schlimm wird das ganze aber erst, wenn selbst Landwirte und deren Landwirtstöchter/söhne diese Differenz nicht mehr erkennen. Die Reaktionen hier sind der beste Beweis.

Die Kuh Yvonne regeneriert sich nicht zum Wildrind zurück, weil sie ein paar Monate in „wilder Freiheit“ lebt. Die Kuh ist zum domestizierten Haustier/Nutztier gezüchtet und das bleibt sie auch – sie kann weder für selbst sorgen noch damit umgehen. Ja, vielleicht ein paar Monate im Sommer...

Das, was mit der „Kuh Yvonne“ hier vollzogen wird, hat nichts mit Doku oder PR-Gag zu tun.
Hier wird die Ressource „Spielzeugtierhalter“ wirksam – in der Umgangssprache auch „Gnadenhof-Halter“ genannt.

Es ist einfach nur widerlich, wenn Tiere dazu verwendet werden – Spendengelder – zu erwirken und den „ahnungslosen Stadtmenschen“ und gestrauchelten Landwirten/innen zu suggerieren, was gutes für die Welt gemacht zu haben.

Hier greift nicht mehr der Tierschutz – hier müsste man den Menschenschutz einführen.
Da übernimmt ein Prof. Wiesner die „wissenschaftliche Leitung“ einer Kuhjagd. Ein Professor der sich damit rühmt in 15 Ländern der Welt, einleben lang alle möglichen Wildtiere eingefangen und betäubt zu haben – dieser Arsch – zum Wohle der gesellschaftlichen Entwicklung von künstlichen Tierparks und Zoos.

Dieser „masochistische Tierfänger“ erkennt weder die Lage, noch die Situation einer misslungen Fangaktion, geschweige den - bricht er sie ab.

Mittlerweile sind die ersten Fotos und Kommentare über diesen Quälfang reduziert.
Man hat vorhandene Bilderserien gekürzt auf „Verbraucherfreundliches Material“.
Hier zeigt sich nicht nur wie hochpanisch die Kuh Yvonne reagiert – sondern auch der ganze Medien-Tabernakel – der längst zum weltfremden Tierschutz konvertiert ist.

Und es zeigt sich wieder: Eine Ideologie braucht der Mensch – ganz wurscht, was letztlich auf dem Altar landet...







Wurm antwortet um 05-09-2011 09:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
Also wenn ich die liebe Yvonne so betrachte fehlt mir schon auf das die für 100 Tage Wildnis sehr fett! ist oder???

Also wen ich die Kuh so sehe frage ich mich schon warum ich meine Mutterkuhlies eigentlich Mineralstoffe und Kraftfutter gebe und die auch nicht viel anders als die "liebe" Yvonne aussehen!

Also irgendwie ist da schon der Verdacht auf eine reine PR Aktion sehr groß!


naturbauer antwortet um 05-09-2011 10:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
mfj, ich erkenn dich nicht wieder.
Muß dir aber zustimmen.


Fallkerbe antwortet um 05-09-2011 11:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen

Der Aiderbichler produziert halt keione Nahrungsmittel, er bietet ein Ausflugsziel an. Eine mischung aus Streichelzoo und Heimatfilmkulisse, gepaart mit der Sugestion, etwas gutes getan zu haben. Vieleicht beruhigen auch manche Kunden bei ihm ihr schlechtes gewissen.

Allem anschein nach verdient er damit deutlich mehr, als der durchschnittliche Rohnahrungsmittelproduzierende Bauer.
In erster linie sicher deshalb, weil der aiderbichler sein Marketing perfekt beherrscht.

Mich wundert einzig, das hier die nahrungsmittelproduzenten so negativ reagieren, statt sich zu überlegen, was man von diesem äusserst erfolgreichen betriebskonzept lernen kann.

mfg


Fallkerbe antwortet um 05-09-2011 11:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen

Und noch kurz zur Tierquälerei.
Wenn ich dieser tage bei den Alpabtrieben sehe, wie sich die Tiere mit viel zu großen, schweren Bumbern von den alpen runterquälen.
im steilen Strecken schlagen die Bumbern an die Vorderbeine, auf asphalt laufen sie sich die Klauen wund. anschließend auf dem Dorfplatz, gestresst von der Zuschauermenge in Viehtransporter verladen, dann ist das auch kaum besser als die bilder, wie yvonne verladen wurde


naturbauer antwortet um 05-09-2011 11:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Yvonne gefangen
Ja Fallkerbe stimmt schon was du da schreibst.
Ich denke, je kleiner das Hirn eines Almbauern, desto größer die Bumberer an ihren Kühen und Kalbinen.



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