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Ellex 24-08-2011 13:52 - E-Mail an User
Geldanlage
Ich finde Geldanlage für mehr als 5 Jahre schädlich für die Volkswirtschaft, den dieses Geld steht dem kurzfristigen Konsum und somit dem täglichen Wirtschaft nicht zu Verfügung. Die meisten Betrieb sind nun mal vom täglichen Geschäft abhängig. Nun werden viele aufschreien, warum soll ich kein Vermögen ansparen. Das Volk kann nur etwas verdienen wen ein anderer es ausgibt und wenn man es aus gibt kann man nichts ansparen. So verstehe ich die Wirtschaft von der die Mehrheit sein Lebensunterhalt verdient, egal welcher Bevölkerungsgruppe er angehört.


may antwortet um 24-08-2011 14:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Geldanlage
ok, dann dürfen auch Kredite auf max. 5 Jahre vergeben werden.
Ist Dein Verdienst so hoch, dass 50 % der Kosten eines Hauses / Stalles in 5 Jahren neben den laufenden Kosten übrig bleiben?

mfg Hans


Christoph38 antwortet um 25-08-2011 08:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Geldanlage
Die Grundannahme dass das angelegte Geld der Volkswirtschaft nicht mehr zur Verfügung steht ist absolut falsch.
Meist neigen Kinder dazu zu meinen, dass ihr Geld am Sparbuch bei der Bank im Tresor oder sonstwo liegt. Dies ist aber eine naive Annahme.

Vielmehr ist es so, dass angelegtes Geld entweder:
a) von der Bank als Kredit verliehen wird oder
b) direkt in Unternehmen investiert wird
c) von Bund, Land, Gemeinde geliehen wird um damit Kosten zu bezahlen
d) Grossunternehmen als Eigenkapital dient, wie zB Aktien

Kurzum nur weil eine Person Geld anlegt, bedeutet dies nicht dass das Geld dem Konsum entzogen wird. Das Geld gibt nur ein anderer aus.



Woodster antwortet um 25-08-2011 09:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Geldanlage
Damit eine Volkswirtschaft funktionieren kann, ist ein sehr liquides Tauschmittel notwendig.
Eben Geld.
Dieses Tauschmittel ist wie ein Blutkreislauf. Zuviel oder zuwenig davon tut der Volkswirtschaft nicht gut. Daher hatte die Österreichische Nationalbank die Aufgabe (jetzt EZB) die Geldmenge entsprechend zu regulieren.
Das schaut jetzt kompliziert aus, ist es aber in Wirklichkeit nicht. Die Geldmenge besteht einerseits aus den Bargeldbeständen und andererseits aus Buchgeld.
Bargeld ist das gedruckte Geld der ÖNB. Buchgeld entstehlt abhängig vom Bargeld. Und zwar:

Wenn du 1000 Euro verdienst und diese 1000 Euro auf ein Sparbuch legst, darf die Bank wieder 900 Euro verleihen.
Wenn derjenige, der sich die 900 euro geliehen hat, diese wieder ausgibt
und der, der sichs verdient hat, wieder auf die Bank legt,
darf die Bank dann wieder 90% davon, also folglich 810 Euro verleihen... Durch dieses System entsteht Buchgeld.
Damit es nicht unbegrenzt einsteht, schreibt die EZB vor, welcher Prozentsatz von eingelegtem Geld wiederverliehen werden darf. Und der bewegt sich je nach Zinslage, meist zwischen 10 bis 15 Prozent.

Bei diesem Vorgang entsteht Buchgeld zu Bargeld mit dem Faktor 6 bis 7.
Will heissen, jedem 1000ender der in die Welt gesetzt wird, folgen 6 bis 7 Tausender als Buchgeld...

Zusätzlich steht der EBZ die Regulierung des Leit-Zinses zur Verfügung.
Mit diesen Instrumentarien soll die Geldwertstabilität, die Inflation und das Wirtschaftswachstum so reguliert werden, damit keine Überhitzung, also auch kein abruptes Absacken der Wirtschaftsleistung eintrifft.
Diese Ziele werden aber durch die Zinslast der Überschuldung immer schwerer erreichbar, bzw. fürchten die Leute daher immer mehr einen "Geldfall"...
Ich denke, dass die Staatengemeinschaft versuchen wird, die Schulden "wegzuinflationieren"...

Inflation kommt dann, wenn die Nationalbank einfach mehr Geld druckt, als volkswirtschaftlicher Gegenwert in Form von Gold, Devisenreserven, etc. da ist. Siehe USA..., etc.

Tatsächlich kann man Geld durch Horten unter der Tuchent, Kopfpolster, etc, dem Geldkreislauf entziehen. Hat aber einen Nachteil. Es bringt keinen Ertrag und wird durch Inflation immer weniger wert. Dadurch ist die Geldwertinflation ist jener Vorgang, der das Geldsystem in Gang hät.

Daher ist es in Zeiten wie diesen sinnvoll, nicht nur Geld zu horten, sondern so zu investieren, dass es einen laufenden Ertrag bringt. Als Beispiel, die alte jüdische Investionsregel: 1/3 Geld, 1/3 Immobilien, 1/3 Gold.... (Geld für laufend notwendige Investionen, Immobilien für laufende Erträge, Gold als Sicherheit für unsichere Zeiten)

Dazu ein kleiner Witz: Geld allein macht nicht glücklich, es gehören auch Aktien, Häuser, Grundstücke und Gold dazu....

Übrigens: die ÖNB hat über 1000 Leute, allesamt mit Über-Drüber-Verträgen und Pensionsregelungen.
Die ÖNB hat aber nix mehr zu sagen, weil eben jetzt die EZB anschafft und den Euro-Geldmarkt reguliert.... kostet uns also ein irrsinns Geld, und bringt nix, weil ihr die ureigenste Aufgabe abhanden gekommen ist...



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