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mika01 31-07-2011 13:55 - E-Mail an User
Ampfer
Hallo! Bin Biobauer und habe auf einem Kleeacker, den ich im Vorjahr angebaut hatte, eine Menge Ampfer. Kann mir jemand einen Tipp aus der Praxis geben, wie ich den Ampfer bekämpfen kann?
Vielen Dank



179781 antwortet um 31-07-2011 14:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampfer
Das habe ich zu einer solchen Anfrage vor einiger zei geschrieben:
Der Ampfer hat eine (oder mehrere) Ursache, warum er dort wächst. Einge davon sind:
lückiger Bestand,,
pflanzenverfügbarer Stickstoff in tieferen Bodenschichten durch N-Überdüngung oder vergrabene organische Substanz,
mangel an freiem Kalk im Boden
Bodenverdichtungen, die den Gasaustausch behindern
hohe Eisengehalte im Boden

Das sind einige der Ursachen und in der Regel ist nicht eine davon für das Problem verantwortlich, sondern eine Kombination daraus.

Wenn du dem Ampfer Herr werden willst, dann suche die Ursachen und beseitige sie.Mit "Bekämpfungsmassnahmen" von Ausstechen bis Vergiften beseitigst du nur die Symptome, aber
der Ampfer wird nicht aufhören auf der Fläche zu wachsen.

"keinen Dünger außer mit Kleebegrünung und auch keine fünfmalige silagebereitung da nur Getreideanbau."

Da sprichst du einen Punkt an, den auch viele Biobetriebe nicht verstehen.
Kleeanbau kann der Auslöser einer massiven Ampferplage auf Feldern sein. Rotklee und noch mehr Weißklee scheidet mit seinen Wurzeln Oxalsäure aus. Dieser Säurereiz ist der Anstoß für im Boden liegende Ampfersamen zum Keimen. Wenn sie dann noch genügend UV Strahlung abbekommen (lückiger Bestand) dann gehts erst richtig los. Daher, wenn Kleeanbau, dann nur als Kleegrasmischung = bessere Bodenbedeckung und in der Regel Kalkung um diese Säure zu neutralisieren.

Gottfried


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