Ein schöneres Wort für Schulden

Antworten: 10
naturbauer 20-07-2011 12:30 - E-Mail an User
Ein schöneres Wort für Schulden
Ein schöneres Wort für Schulden ist heute das Wort die Finanzierung. Es wird einem doch immer wieder schmackhaft gemacht via Finanzierung eine neue Maschine zu kaufen. Ein Mähwerk das rund 7500 Euro kostet würde sogar um rund 170 Euro weniger kosten, wie bei einem Hausbankkredit, so ein Händler.

Man möchte es wohl nicht glauben, wie viele Maschinen durch diese sogenannte Finanzierung durch die jeweilge Herstellerfirma getätigt werden.






traktorensteff antwortet um 20-07-2011 13:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ein schöneres Wort für Schulden
Da kann man ja sogar froh sein, wenn die Firmenkredite "günstiger" als bei der Bank sind... ;-) Gewöhnliche Firmenkredite (abseits der Landwirtschaft) werden ja oft bemängelt (zahle erst im einem Jahr usw.), weil der Zinsenaufschlag manchmal zweistellig ist.

"Nette" Umschreibungen gibt es ja schon länger, der "Landwirt" ist doch auch eine neue Wortgebung des Begriffes "Bauer", weil man damit nicht mehr zufrieden war...

Das Wort "Finanzierung" ist mir bei einem Link zu einem Traktorhersteller (heutiger Beitrag, Marke sage ich nicht) ins Auge gesprungen. Lauter "heiße Luft", die Leute machen es, weil sie nicht bar zahlen können und die Bank oft nicht mitspielt. Hier die Beschreibung:

Warum Finanzdienstleistungen im Agrarbereich?
Produktivitätsbedarf:

• Weniger Betriebseinheiten bearbeiten immer größere Betriebsflächen
• Hohe Maschinenleistungen erfordern hohe Investitionen der Agrarbetriebe, Farm-Management-Gesellschaften, Lohnunternehmer

Kundenbedarf:

• Saisonalität bedeutet spezifischer Liquiditätsbedarf
• Zunehmendes betriebswirtschaftliches Denken
• Der moderne Landwirt hat immer mehr Produktivität zu gewährleisten
• Innovationsprozesse entwickeln sich immer schnell


golfrabbit antwortet um 20-07-2011 13:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ein schöneres Wort für Schulden
Da geb ich dir recht! Bei vielen wären die Garagen wieder leicht groß genug wenn nur die bezahlten Maschinen Platz verbrauchen würden. Natürlich ist das Problem nicht nur auf die LW beschränkt, auch Wirtschaft und Privathaushalte leben von der Hand in den Mund. Staus wären wohl Fremdwörter wenn alle noch nicht bezahlten Schlitten nicht auf die Straße dürften.
Es gibt sicher Situationen wo Leasing, Teilzahlung oder Kredit weiterhelfen, meistens ist aber ein anderer der schlußendlich Lachende.
Meine Meinung ,Josef



fgh antwortet um 20-07-2011 13:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ein schöneres Wort für Schulden
Genau... am gelogenen Papier, wäre das Mähwerk um 170 € billiger wenn man es finanzieren lässt... in Wirklichkeit mit sämtliche Spesen und Gebühren weit teurer...
Bares ist noch immer Wares und so wird es auch bleiben und das Leuten die eine Finanzierung brauchen diese als super und toll erklärt wird, wird auch immer so sein...



Hausruckviertler antwortet um 20-07-2011 18:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ein schöneres Wort für Schulden
Warum werden Kredite so angepriesen? Nicht weil der Bauer oder sonstige Kreditnehmer davon provitiert, sondern die Banken. Kredite sollen wirklich nur eine Überbrückung sein um Anschaffungen tätigen zu können, die eben jetzt erforderlich sind und keinen Aufschub vertragen. dabei muß man immer im Auge behalten, dass sich die Kreditnahme auch rechnet.
So funktioniert nun mal Wirtschaft. Wenn jemand Geld hat, so gibt es eine ganze Handvoll andere, die dieses Geld auch haben wollen. Und der Erfindungsreichtum derer ist ernorm, Strategien zu entwickeln, an dieses Geld zu kommen. Diese Strategien kann man in ein Wort zusammenfassen und heißt landläufig Werbung.


Logo antwortet um 20-07-2011 19:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ein schöneres Wort für Schulden
Wie sich die Finanzierungen bei Landwirten für etliche Maschinen rechnen ist mir ohnehin ein Rätsel. Ein Traktor um 100000 Euro und 200 Betriebsstunden im Jahr? Ein gewerblicher Unternehmer oder ein Transportunternehmer muss seine Maschinen oder LKW annähernd täglich im Einsatz haben damit sich das Gerät auch rechnet. In anderen Ländern z.b. Deutschland hat ein Betrieb mit ca. 300 ha 2 Traktoren, in Österreich mit ca. 30 ha 4 Traktoren. wie rechnet der Österreichische Bauer gegenüber dem deutschen?


Summsumm antwortet um 20-07-2011 19:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ein schöneres Wort für Schulden

Hier ein interessanter Artikel dazu

http://www.ehrenhauser.at/lang/de/blog/unser-geld-entsteht-durch-verschuldung/

lg


Woodster antwortet um 20-07-2011 23:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ein schöneres Wort für Schulden
@Summsumm,

soviel Schwachsinn, wie der Ehrenhauser in Sachen Geldpolitik verzapft ist schon wieder einmalig...

Geldpolitik ist ein eminent wichtiger Teil einer Volkswirkschaft. Sie ist das Blut des Systems.
Wenn man als EU-Mandatar nichteinmal versteht wie Geldpolitik über die Nationialbank gesteuert wird, sollte man auf solche Kommentare verzichten.
Denn was die Politik an Schulden verbricht, dafür kann man das Geldsystem wohl nicht verantwortlich machen. Jeder Unternehmer würde dafür wegen fahrlässiger Krida hinter Schloss und Riegel kommen.

Das Ehrenhauser-Kauderwelsch ist genauso wirr, wie der folgende Vergleich:
Wenn ich jemanden im Suff eine in die Fresserei haue, klage ich ihn weil ich mir einen blauen Fleck auf der geballten Faust von seinen ausgebrochenen Zähnen geholt habe...

Echt super! Keine Ahnung. Und sowas vertritt uns im EU-Parlament. Was soll da anders sein, als wie es ist...



Fendt312V antwortet um 21-07-2011 08:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ein schöneres Wort für Schulden
Wie sich die Finanzierungen bei Landwirten für etliche Maschinen rechnen ist mir ohnehin ein Rätsel. Ein Traktor um 100000 Euro und 200 Betriebsstunden im Jahr? Ein gewerblicher Unternehmer oder ein Transportunternehmer muss seine Maschinen oder LKW annähernd täglich im Einsatz haben damit sich das Gerät auch rechnet.
Hallo Logo@
Ganz einfach das ganze: Der Deutsche Bauer kommt zum österreichischen in Urlaub und bringt das Geld für die Traktoren mit.
Noch etwas zu den Staatsschulden: Ist doch ein Pyramidenspiel hoch drei. Zum decken der Zinsen werden wieder neue Schulden gemacht. Das geht sich nie mehr aus.


JDriver antwortet um 21-07-2011 08:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ein schöneres Wort für Schulden
Ja das mit der Finanzierung ist schon so eine Sache.
Ich kenne ein Beispiel da hat ein Landwirt sein Geld so gut "veranlagt" (keine spekulative Sache) dass er die Zinsen von seinem Kredit locker zurückgezahlt hat und ihm noch ein wenig übergeblieben ist. War halt ein günstiger AIK Kredit und das ganze ist wirklich schon ein Weilchen her, aber es hat super funktioniert mit seiner Finanzierung.
Und da wir schon bei Leasing sind. Meiner Meinung nach ist die nächste Blase die platzen wird die Leasingblase, da sich ja die meisten Leute die Autos (Traktore etc.) nicht wirklich leisten können die sie fahren. Was das für Auswirkungen haben kann, sahen wir ja schon in der Vergangenheit.

lg
JDriver


biolix antwortet um 21-07-2011 15:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ein schöneres Wort für Schulden
Woodster, woodster... das hät ich nie gelesen, nur du hast mich nachdenklich gemacht, ich musste den Ehrenhauser lesen... und recht hat er bzw. das sag ich schon seit jahren hier...

Keine neuen Schulden mehr und das System bricht sofort zusammen, oder kannst du mir erklären wo die Agrarförderungen her kommen ? VOn der EU, von Österreich den Bundesländern, entstehen dadurch weniger oder rmehr neue SChulden ? Bankenauffangnetze etc. was wills ohne neue Schulden ?

Ehrenhauser hat recht, das Pyramidenspiel kann nur so weiter gehen, wenn wie du schreibst die EZB die Geldpolitik macht, ja wie macht sie es denn ? Wo komemn denn die letzten 500 Mrden Euro her die ins europ. Geldsystem gesteckt wurden ?

Also woodster, ich bin bei dir, "keine neunen Schulden mehr..." , ich mach keine, alle anderen auch bitte bitte... was passiert aber dann ??

lg biolix


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