Es wird extrem schwierig den sozialen Frieden zu bewahren

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Moarpeda 03-05-2011 13:33 - E-Mail an User
Es wird extrem schwierig den sozialen Frieden zu bewahren
besonders interessant ist der ehrlich satz des neuen ÖVP integrationsstaatssekretärs bezüglich paralellgesellschaft:

"Es wird extrem schwierig den sozialen Frieden zu bewahren"

....und: "Die Politikergenerationen vor mir haben sich nicht darum gekümmert."

nun, es waren die braven schwarzen (fast) immer regierungspartei und NICHTS unternommen
......und die bösen blauen haben immer dagegen gewettert

jetzt sind sie braven schwarzen noch immer in der regierung und unternehmen NICHTS
......und die blauen sind noch immer die bösen, weil sie dagegen wettern


diese art von mathematik ist mir einfach zu hoch



Der neue ÖVP-Staatssekretär Sebastian Kurz polarisiert und eckt an. Im Interview mit NEWS spricht der 24-Jährige über die Probleme, Ziele und Visionen im Bereich Integration, seine Werte und seine Jugend in Meidling.

NEWS: Warum schlägt Ihnen so heftige Ablehnung entgegen?
SEBASTIAN KURZ: Das Ressort ist neu und mutig. Es ist neu, dass ein Junger nicht nur Ideen einwerfen darf, sondern aktiv mitarbeitet. Etwas Neues polarisiert immer.

NEWS: Was sind Ihre größten Bedenken?
KURZ: Ob sachliche Diskussion zugelassen wird.

NEWS: Um Integration bemüht man sich seit Jahrzehnten. Was wird nun besser?
KURZ: Ich bin hier in Meidling aufgewachsen. Ich habe junge Menschen gesehen, die in Parallelgesellschaften abgedriftet sind und verloren gingen. Aber ich habe auch Junge mit Migrationshintergrund erlebt, die ihren Weg gemacht haben. Ich will einen positiven Zugang wählen, Erfolgsbeispiele zeigen.

NEWS: Aber das macht man schon die längste Zeit.
KURZ: Jetzt werden Asyl, Kriminalität und Zuwanderung nicht mehr vermischt. Symbole für diese Trennung sind das Staatssekretariat und ich als Person. Ich positioniere mich zwischen den Polen Hetze und Träumerei. Strache sag ich: Wer Österreich liebt, der spaltet es nicht.

NEWS: Die Geburtenbilanz der hier geborenen Österreicher ist negativ, die der Zuwanderer positiv. Wie verändert diese demografische Entwicklung unser Leben?
KURZ: Es wird extrem schwierig, sozialen Frieden zu bewahren, wenn wir jetzt dieses Thema nicht angehen. Die Politikergenerationen vor mir haben sich nicht darum gekümmert. Wenn wir diese demografische Frage nicht angehen, hat meine Generation ein Riesenproblem.

NEWS: Was ist das Problem?
KURZ: Dass es jetzt schon Abdriften in Parallelgesellschaften gibt.

NEWS: Wie wird es besser?
KURZ: Meine Vision: Menschen mit Migrationshintergrund sollen nicht ihre Wurzeln verleugnen, sich aber als Österreicher fühlen. In 30 Jahren wird unsere Gesellschaft bunt durchmischt sein, aber alle sprechen deutsch und respektieren unser Werte- und Rechtssystem.

NEWS: Welche Werte?
KURZ: Für mich zählen Leistung, Zusammenhalt, Eigenverantwortung, Freiheit …

NEWS: … keine speziell österreichischen Werte.
KURZ: Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern ist ein Wert, der bei uns gilt und der respektiert werden muss. Ich will, dass mehr Migranten stolz sind auf Österreich. Den großen Wurf will ich nicht versprechen. Wir müssen gemeinsam viele kleine Schritte setzen.

NEWS: Eine Studie zeigt, dass Migranten schlechter abschneiden bei Bildung, Arbeitslosigkeit, Beschäftigung, Frauenerwerbsquote. Wie muss man darauf reagieren?
KURZ: Ich kenne die Studie gut. Der Schlüssel ist Deutsch. In Sonderschulen sitzen überdurchschnittlich viele mit schlechten Deutschkenntnissen.

NEWS: Kann die Politik helfen, die Geburtenrate zu erhöhen?
KURZ: Kinder sind eine persönliche Entscheidung. Aufgabe vom Staat ist nur, die besten Rahmenbedingungen zu schaffen. Ins Privatleben soll und kann er nicht eingreifen.

Interview: Tatjana Duffek



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