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krähwinkler 24-03-2011 15:47 - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
TIERE ESSEN und ANSTÄNDIG ESSEN führen die Bestsellerlisten an. Unzählige Diskussionen werden quer durchs Land geführt. Die AMA schaltet Anzeigen für den Fleischverzehr und weckt erst recht die vegetarischen Geister. Ich habe nicht den Eindruck, dass es den Agrariern schon gelungen ist, aus dem Gegenwind einen Rückenwind zu machen. Die Vermenschlichung der Tiere einerseits und die Versachlichung der Tiere andererseits stehen einander gegenüber. Beide Sichtweisen sind totalitär. Die Landwirtschaft muss selber auf die Barrikaden steigen und der Verindustrialisierung der Tierhaltung Einhalt gebieten, bevor die Vegetarier und Veganer uns das Kind mit dem Bad ausschütten.



traktorensteff antwortet um 24-03-2011 16:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Ich gebe dir bei in paar deiner Gedankengänge recht, besonders was die "Verindustrialisierung" der Tierhaltung angeht, nur der Titel des Beitrages kling schon sehr nach "Anti-Vegetarier"-Beitrag. Jeder kann selbst entscheiden, was er isst. Klar, dass manche Landwirte oder Interessensvertretungen um ihren Absatz fürchten, wenn die Verbraucher zu gewissen Produkten Abstand nehmen. Nur, so extrem viele Vegetarier gibt es ja sowieso gar nicht...


kraftwerk81 antwortet um 24-03-2011 16:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
ich denk um den Absatz muss man sich ob mit oder ohne Vegetarier keine Sorgen machen. Die Bevölkerung wächst rasant und der Fleischkonsum ebenfalls.

PS: ich bin übrigends auch seit mitte Jänner wieder mehr oder weniger Vegetarier und hab noch keine negativen Auswirkungen festgestellt - im Gegenteil!


Felix05 antwortet um 24-03-2011 17:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
...halte das auch über den Sommer durch, dann haben deine Kühe mehr Futter, wenn du´s ihnen nicht wegfrisst.


rbrb131235 antwortet um 24-03-2011 18:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@Felix05
Es wäre ohnehin der rationalste Weg, das Grünzeug und die Körner gleich selber zu fressen.
Wozu so viele Umwegge über Viechermast ? ggggg

Grüsse rbrb13


BSE1 antwortet um 24-03-2011 19:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
und schon sind wieder einige "Veganer" mehr - die Bauern tun doch alles, um die Leute vom Fleischkonsum "abzuschrecken":



Schweinebauern mobilisieren gegen Gesundheitsminister Stöger

Österreichs Schweinebauern mobilisieren gegen die Verschärfung der Haltungsbestimmungen für Zuchtsauen. Gestern fanden sich in Wieselburg 1.200 Mitglieder des Verbandes Österreichischer Schweinebauern in Wieselburg ein und gaben ihrem Unmut freien Lauf. Ein Vertreter von Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich sagte, der Minister werde die für das gesetzlich geforderte Einvernehmen notwendige Unterschrift unter die von Gesundheitsminister Stöger geplante Verordnung nicht leisten.






Restaurator antwortet um 24-03-2011 19:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
hab heut im radio von einer studie gehört bei der festgestellt wurde, dass die neugeborenen von ordentlich fleisch essenden müttern im vergleich zum vegetariernachwuchs so gut wie nicht schreien.
im übrigen hätten wir ein pflanzenfressergebiss wenn wir solche wären. aber wir sind bloss so angepasst, dass wir uns von allem ernähren können und speziell dort, wo es winter gibt haben wir uns an den fleischkonsum optimiert.
vegetarier leiden z.b. öfters an wurmbefall als fleischesser weil die magensäure zuwenig konzentriert ist um wurmeier abzutöten.
auch die 8 aminosäuren die unser körper nicht selbst bilden kann sind im eiweiss des fleisches enthalten. ernährt man sich nur vegetarisch wird das ganz schön stressig die richtige zusammensetzung zu haben um mit allem ausreichend versorgt zu werden.
reiner vegetarismus ist und bleibt für mich das notprogramm um überleben zu können, deshalb findet man das ja auch in erster linie in den armen ländern. bei uns im überfluss gibt's halt magersüchtige und vegetarier. wenn's dem esel z'guat geht, geht er auf's eis tanzen sagt man.
kinder fleischlos aufwachsen zu lassen halte ich zumindest für bedenklich, eben weil unsere körper sich über jahrtausende an fleischbestandteile angepasst hat, 1 - 2 kleine stücke pro woche wären schon angebracht.
auch bei einem hund sollte der fleischanteil nicht über 30% der nahrung liegen - was würden die veganen tierschützer sagen, wenn man den nur mehr fleischlos füttert? meine nachbarn als strenge veganer haben dieses projekt nach 2 jahren wieder eingestellt weil der hund davon krank geworden ist.
solang man nicht zuviel fleisch in sich reinstopft wüsste ich nicht, warum man vegetarier sein sollte. irwie is das so eine sache wie's männer gibt die in der midlife - crisis auf einmal knoblauch essen und ein rennrad kaufen.
abgesehen von allem was jetzt vegetarier gegen meine obigen zeilen argumentieren werden ist nicht viel mehr dahinter als bei den schwulen. wenn man in die medien schaut glaubt man, 80% der österreicher sind schwul. es ist halt so, dass die an schalthebeln der medien sitzenden der breiten masse ihre kleinen und grossen perversitäten sowie die mittel mit denen sie sich um jeden preis vom normalo abzugrenzen versuchen, als elitär und gut verkaufen wollen.


50plus antwortet um 24-03-2011 20:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Sogar in unserer Apothekerzeitung war ( im Februar oder März) ein ziemlich langer Beitrag von AGES, dass man den Menschen dringendst empfiehlt, sich auch von tierischen Nahrungsmitteln zu ernähren, da langjähriger Vegetarismus u. Veganismus zu zahlreichen Mangelerscheinungen führt (Vit. B.., Vit. D, Eisen, Kalzium....). Außerdem wurde dort geschrieben, dass sich nur 0,2 % der Bevölkerung vegan ernährt.
Also, mir ist es eigentlich wurscht, wovon sich die Menschen ernähren....wenn sie glauben, dass sie es richtig machen (a bissl a Wut hob i schon, weil sie ihren Körper selber zerstören, obwohl wir es in unserem Wohlstandsland nicht nötig hätten)....ich selber kenne schon Mehrere, die es ganz verbissen vegetarisch versucht haben (es blieb nur beim Versuch!)...mein eigener Nachwuchs ist Gott sei Dank normal (selbst kochend und gemischt essend) und ich bin vollkommen überzeugt, dass das richtig ist!

Und ich muß euch sagen, dass es schon auch ein bisserl Genugtuung ist, wenn man sich über 50 Jahre so aus dem Bauch raus - ohne Studium - so halbwegs richtig ernährt hat und viele Ernährungsgurus überdauert hat, zu Nahrungsergänzungsmittelparties geladen war, und so weiter und so fort. Und dann kommen viele Wissenschaftler nach unendlichem forschen zu dem Schluß, dass es das Beste und Gesündeste wäre, wenn man sich doch nicht zu einseitig ernährt, sondern von allem etwas ißt und dass die Nahrungsergänzungsmittel nicht das sind, was sie versprechen und dass Fertigprodukte viele ungesunde Zusatzstoffe enthalten.........

Der Vogerlsalat zum Schweinsbraten war heute übrigens frisch geerntet vom eigenen Garten....der Bärlauch für den Topfenaufstrich frisch von der Au......Köstlich!!!


traktorensteff antwortet um 24-03-2011 20:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@ Restaurator
Ich habe zumindest über deine Zeilen lachen müssen. Der erste Satz ist ja auch schon köstlich, weil ja das "normale" Baby gar nicht schreit... ;-)
Und einen Hund (kommt natürlich auf die Rasse bzw. Größe an) fleischlos zu ernähren, na sicher nicht...


pa1984 antwortet um 24-03-2011 21:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Der Vegetarismus ist ein europäisch nordamerikanisches Nischenphänomen und wird vom steigenden Fleischhunger der Chinesen und Inder "weggefressen". Global gesehen wird der Fleischkonsum also zunehmen.

Die Frage der "Ethik" in der Tierhaltung wird allerdings bei uns noch stark an Bedeutung zunehmen. Ich sehe dabei aber weniger Gefahren als Marktchancen. Für "ethisch einwandfreie Produkte" ist der Konsument bereit, anständig zu bezahlen (Bio, Fair-Trade, alternative Legehennenhaltung usw). Besonders der kleistrukturierten österr. LW kann dieser Trend zugute kommen.


teilchen antwortet um 24-03-2011 23:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus

Anscheinend isst man mit dem Fleisch auch ganz schön viel Selbstverherrlichung mit.



kraftwerk81 antwortet um 25-03-2011 05:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@ restaurator,

"hab heut im radio von einer studie gehört bei der festgestellt wurde, dass die neugeborenen von ordentlich fleisch essenden müttern im vergleich zum vegetariernachwuchs so gut wie nicht schreien."

...den Blödsinn hat mir gestern auch schon meine Mutter erzählt - nun meine Tochter war (und ist) das bravste Kind das man sich nur vorstellen konnte und das obwohl Ihre Mama während der Schwangerschaft fast gar kein Fleisch gegessen hat.

...aber keine Angst - die Kleine wächst ganz "normal" auf - obwohl Sie witzigerweise den Gurkensalat mit Tomaten dem Grillwürstl mit Pommes vorzieht und wenn's mal Fisch gibt erst so richtig reinschaufelt.


krähwinkler antwortet um 25-03-2011 08:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Die Nutztierhaltung und Jagd abzulehnen ist meines Erachtens insoferne unethisch, als die Ernährung der Menschheit damit gefährdet wäre. 2/3 der Landfläche sind Grasland. Umgekehrt macht die Subventionspolitik die Verfütterung und damit Verschwendung von Getreide attraktiv. Gehört auch geändert.

Jeder soll sich ernähren, wie er will. Sobald es um die Formulierung von Gesetzen geht, wird aus der Überzeugung eine Regel. In der intensiven Fleischproduktion - zu der die Ferkelproduktion dazugehört - sind noch sehr viele Sympathien zu gewinnen. Die Proteste zur Rettung des Kastenstandes sollten ruhig in einem Ausstiegsszenario enden. Der wirtschaftliche Vorteil wäre enorm, weil super vermarktbar. Lieber heute als morgen.

Österreichs. Landwirtschaft hat bisher von der Tierrechtsbewegung daheim wie auch im Export enorm profitiert. Nicht von ungefähr halten die Österreicher die agrarischen Subventionen für grosso modo gerechtfertigt. Wäre schade, wenn dieses Wohlwollen durch die Kastenstandverteidiger flöten ginge. Die Gefahr eines Kollateralschadens ist gegeben. Und deshalb hoffe ich, dass sich die Schweinezüchter ihrer Verantwortung für die gesamte österreichische Landwirtschaft bewusst werden.




Moarpeda antwortet um 25-03-2011 08:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
ich war ja selber mit unterbrechungen ca. 5 jahre vegetarier und glaube nicht, dass mir das gutgetan hat

kenne auch genügend vegetarier und was bei denen (besonders bei veganern) auffällt ist der hungrige, ein bisserl verspannte gesichtsausdruck,
meist rote nase weil der konsum von obst überhand nimmt.

schlank sind sie, was ja kein nachteil ist, die frage ist ob man das nicht als mager bezeichnen könnte.
was auch symptomatisch ist, nach kurzer zeit kommt das gespräch auf ihre spezielle ernährung, als wie wenn sie sich selber und andere überzeugen müßten

nach der blutgruppen diät von dr. adamo ist die blutgruppe A für den vegetarismus besser geeignet und die blutgruppe 0 überhaupt nicht.




helmar antwortet um 25-03-2011 08:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Hallo Alois.........was glaubst was mein alter Herr für ein Gezeter losgelassen hat, als wir 1991 auf einen einfachen Laufstall umgebaut haben..........und später, wenn wir nicht daheim gewesen sind, hat er "Führungen" gemacht. Aber alles was sich um echten oder vermeintlichen Tierschutz dreht, wird institutialisiert und emotionalisiert. Ich denke dass die zeitweilige Fixierung der Sau etwas tierfreundlicher ist als früher jene Variante in welcher die Tiere fast zeitlebens mittels eines Gurtes angebunden gewesen sind. ich habe früher hin und wieder auf einem Betrieb ausgeholfen welche auch ein paar Zuchtsauen hatten. Dort war keine Sauenfixierung, aber das Gekreisch, wenn wieder mal wo ein Ferkel unter der Sau steckte, hat manchmal aprupt geendet............und dann schmiss man beim Füttern halt ein Ferkel raus........sowas wäre auch mal für Stöger und Co zu empfehlen, sich das anzusehen...
Mfg, Helga


helmar antwortet um 25-03-2011 08:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Hallo Moarpeda......woran man das erkennen kann? Man schau sich die Dr. Petrovic an!
Mfg, Helga


Shalalachi antwortet um 25-03-2011 08:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Wenn wir endlich aufhören dem Konsumenten das blaue vom Himmel vorzulügen wie z.B. Das die Milch nur von den Almen kommt, oder das alle Tiere immer glücklich auf der Weide stehen.
Was sollen sie denken wenn dann die Dokumentationen und Skandale gefilmt werden.
Es gibt Leute die einen als Herzlos bezeichnen wenn man eine Kuh zum Metzger bringt anstatt sie zu halten bis sie eines natürlichen Todes von uns geht.
Viele Wissen nicht mehr wie ihr Essen eigentlich entsteht.
Und die sind dann sehr empfänglich für Vegetarier die andere bekehren wollen.


krähwinkler antwortet um 25-03-2011 08:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Liebe Helga
das Schöne an der Landwirtschaft ist ja , dass sich über sie trefflich streiten läßt, genauso wie über die Schule, die Lehrerinnen, über die Existenz Gottes und die Politik.

Es schadet hin und wieder nicht, auch die Wissenschaft ins Boot zu holen. Sind auch nicht lauter Trotteln dort. Was die Sauen betrifft: Besser als ganz schlecht muss noch nicht Gut sein. Da gibts schon Erkenntnisse, die die Sauenhalter gut umsetzen könnten. Die Nutztierethologen können auch was! Schließlich haben sie die Laufstallwelle mit ausgelöst, auf der du so genüsslich schwimmen durftest.



krähwinkler antwortet um 25-03-2011 09:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Du sprichst mir aus der Seele. Ich bin der Überzeugung, dass Viecherl, die bis zum bitteren Ende dahinvegetieren, wirklich Qualen erleiden. Der Löwe, der das schwächelnde Tier aus der Herde aberntet, heißt halt bei uns Fleischhauer. Stechen sollte er halt gut können, und wenig Stress bei der Arbeit und möglichst ............Die Schlachtpraxis ist ein anderes Thema.


mfj antwortet um 25-03-2011 09:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus


Ich sehe die „freiwillige pflanzliche Ernährung“ nicht als Problem, wenn sie denn ideologiefrei und überparteilich gewählt ist.

Die „wahren Vegetarier“ sind eben keine Essensliebhaber – sie stehen auf Askese, Selbstgeißelung und körperlichen Entzug. Dieses "neue" Schamanentum hat längst seine gläubigen Anhänger gefunden.

Vegetarismus ist dann eine Gefahr, wenn sich wie jetzt - eine Teilgruppe davon mit eigenen Lügen ausrichtet (Trennung der Evolution Mensch/Tier), andere bevormundet und ändern will – und letztlich ideologische Ziele verfolgt.
Dass sich hier auch noch bestimmte landw. Gruppen zum „Schulterschluss“ überreden lassen...ist natürlich dumm – aber manche wittern halt in jeder Kloake noch Chancen.

Wo ich Euch recht gebe, ist die Tatsache - dass in Zukunft die Tierethik in den ernährungsverwöhnten Wohlstandsländern wohl noch größeren Einfluss haben wird.

Ich finde diese Neuausrichtung aber auch sinnvoll.
Der Mensch darf sich ruhig die Frage stellen – welche Berechtigung er hat, Tiere in Gefangenschaft zu halten ?

Dazu kommen natürlich alle Tierhaltungsgruppen in Frage:
Sind Tierhaltungsgründe wie: Sport, Unterhaltung, Spiel, Ablenkung, Zeitvertreib und Wohnungsbelebung wirklich gerechtfertigt ?

Auch die Nutztierhaltung wird sich die Frage stellen müssen, dürfen wir endlos Überschüsse produzieren, und werthaltige Komponenten wie Innereien usw. einfach vernichten.
Die Essgewohnheiten von uns Fleischessern ist kastriert und unseriös !

In der Nutztierhaltung sehe ich trotzdem den einzigen ethisch und moralisch vertretbaren Standpunkt – Tiere zu domestizieren und künstlich - aber tiergerecht zu halten, wenn sie der Nahrungsversorgung dienen.
Der Mensch hat das Recht zu leben, und sich die Versorgung die sichern...


..dazu braucht es aber keine Wellsittiche, Hamster und Meerschweinchen in Einzimmern-Käfigen, keine Mitzi´s und Mausi´s auf Sofalehnen und keine Pluto´s und Bello´s mit roten und blauen Halstüchern.....





Moarpeda antwortet um 25-03-2011 12:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@helga

wenn die petrovic vegetarierin ist erklärt das einiges ;-))

sie sollte wienerschnitzel und tafelspitz tafeln um ausgeglichener zu werden.

mfg. peda


haasi antwortet um 25-03-2011 12:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
mfj schreibt :
"dürfen wir endlos Überschüsse produzieren, und werthaltige Komponenten wie Innereien usw. einfach vernichten."

ja, dürfen wir !!

Solange es der Gesetzgeber verbietet, Schlachtabfälle (von gesunden, für den Menschen vorgesehenen Tieren,) dem Fütterungskreislauf zuzuführen, gibt es genug Resourcenverschwendung über die man sich Gedanken machen kann.
Geflügelschlachtabfälle für Schweine, Schweineschlachtabfälle für Geflügel, so wäre es sinnvoll.



AnimalFarmHipples antwortet um 25-03-2011 16:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Weniger aus missionarischem Eifer, sondern weil mich das Thema sehr beschäftigt, wiederhole ich hier mein Statement aus dem früheren "Tiere essen"-Thread :

Es ist meiner Meinung nach einerseits eine Frage der Empathie, also: Wie gehe ich mit einem anderen Lebewesen um, das mir nicht unähnlich ist und das anzunehmend denselben Lebenswillen hat wie ich ? Kant auch für Tiere sozusagen.

Andererseits auch eine philosophische Frage, also: Wenn der Mensch schon als Krone der Schöpfung über der Natur stehen möchte, wieso gibt er dann nicht archaische Verhaltensweisen wie das Töten von Tieren zu bloßen Genußzwecken (weil ja nicht mehr überlebensnotwendig) auf und redet sich gerade hier auf die "Natur" aus, die uns eben als Mischköstler designt habe ? Schließlich leben wir ja auch nicht mehr in Höhlen und fliegen sogar zum Mond.

Praktisch gesehen ist Veganismus ausgesprochen hart, auch wenn es inzwischen bereits Sojamilch, Lab-Ersatz aus Brennesseln und täuschend echt schmeckenden Fleischersatz gibt, sogar schon beim Hofer. Mir trotzdem zu hart.
Und Vegetarismus ist eigentlich inkonsequent, denn wer Milch und Käse konsumiert, nimmt auch die Kälbermast in Kauf; die Ausrede, daß Fisch ja sowas von unterentwickelt ist, ist zwar argumentativ richtig, vergeht einem aber spätestens, wenn man ihm beim Ersticken zuschaut; tierische Produkte wie Leder, Gelatine udgl. sind kaum wegzudenken.
Hunde fressen zwar auch Tofu, aber Katzen würden lieber verhungern; Mäuse in der Futterkammer sind ärgerlich und zugleich aber auch süß.
Und last but not least sind wir gerade am Land von Menschen umgeben, die den ebenso archaischen wie aber auch komfortablen Kreislauf am Leben halten und davon leben.

Trotzdem: Die Nachfrage bestimmt den Markt und der Trend geht eindeutig in Richtung fleischlos. Vor 20 Jahren waren Vegetarier und Homosexuelle Außenseiter; heute haben wir die eingetragene Partnerschaft und jedes Restaurant bietet mindestens auch etwas Vegetarisches an.
Die Erzeugerseite wird sich à la longue wohl an die Nachfrage anpassen müssen.
(Katzen werden wohl irgendwann aussterben und die Mäuse übernehmen dann die Macht ...).

Ganz persönlich glaube ich, daß die Welt eine bessere wird, je weniger das Töten von Tieren als selbstverständlich gilt (s. Kant für Tiere).

(Sc.: Ich frag mich manchmal, was jemanden, der ein Tier töten kann, wirklich davon abhält, nicht zumindest in einer Ausnahmesituation auch mal einen Menschen zu töten, also: Was genau macht hier eigentlich den Unterschied aus ? Wenn es eine subjektive Rechtfertigung für das eine geben kann, warum dann nicht auch für das andere ?)

In einer Folge von Sarah Wieners Kochserie mit Kindern mußten diese beim Schlachten von Kaninchen dabei sein; die meisten haben den Hasenbraten dann nicht runtergebracht und werden wohl auch nie wieder Hasen essen.
Ich fände es gut, wenn Schulklassen Ausflüge in Schlachthöfe unternehmen würden; die Wahrheit muß zumutbar sein.

Menschsein ist halt nun einmal nicht einfach,muß es aber auch nicht sein.

P.S.:

1. Unter den Nachbarn, die ich am liebsten mag, sind ein Schweinezüchter und zwei Stiermäster; und so gut wie alle sind Jäger.
Mein Vegetarismus wird akzeptiert (ich eß' halt nur Semmeln, wenns bei der Feuerwehr Würstel oder Gulaschsuppe gibt). Ich staune nur immer, was für gewaltige Viehbestände auf den Nachbarhöfen praktisch versteckt sind, denn richtiges Tageslicht sehen die eigentlich alle erst ganz am Ende; artgerecht ist jedenfalls anders ...

2. Vor kurzem hab ich beim Hofer Lasagne mit Schweinefleisch erwischt. Hab lang überlegt, was damit tun. Für die Hunde zu stark gewürzt. Den Schweinchen geben hätte doch etwas Kannibalisches. Wegwerfen - dann wär der Tod doch irgendwie umsonst gewesen. Hab mich gestern abend dazu entschlossen, sie selber zu probieren (denn eigentlich mag ich ja auch den Geruch, wenn ich beim Würstelstand vorbeigeh' ...); schon nach zwei Bissen wurde mir aber alleine vom Gedanken daran, was ich da esse, richtig schlecht. Die Runde ging also klein portioniert an die Hunde ...

3. Interessant ist, daß so ziemlich immer, wenn es gesprächsweise um meinen Vegetarismus geht, von meinem Gegenüber vollkommen ungefragt so etwas wie die Beteuerung kommt, ohnehin nur sehr wenig Fleisch zu essen; hingegen hab ich die Frage "Aber Wurst (oder Suppe) ißt schon, oder ?" schon lang nicht mehr gehört.


Tyrolens antwortet um 25-03-2011 18:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Weichei. *ggg*


Hoffentlich ließt keiner der Grüninnen, dass du Homosexualität und Vegetarismus in einem Satz erwähnt hast.

Abgesehen davon: Viel Lärm um nichts. Der Trend geht noch immer zum Steak.
Ob gut oder nicht, ist mir egal, so lange es das Gesundheitssystem nicht belastet, was es nur bei übermäßigem Konsum tut.
Für mich ist Fleischverzehr ein Teil meiner Kultur und daher nicht in Frage zu stellen. Oder wie soll ich in Zukunft Speck herstellen? Und den Osterschinken werde ich auch weiterhin machen.


Restaurator antwortet um 25-03-2011 19:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@AnimalFarmHipples:
fast eine glosse für die tageszeitung, super!
was mir dazu durch den kopf geht:
normalerweise teile ich mich einfach mit wie ich etwas sehe und es ist mir ziemlich egal ob das wer annimmt, aber wenn ich das bedürfnis habe anderen menschen etwas mitzugeben, dann, dass der mensch NICHT die krone der schöpfung ist. wir sind lediglich in der werkzeugentwicklung gut und die erfindung und verwendung von werkzeug ist nicht nur bis zu den vögeln, sondern sogar bis zu bestimmten ameisen nachgewiesen. es handelt sich dabei also um älteste anlagen. als langsame läufer mit miesem geruchssinn und schlechtem sehsinn sowie gehör haben wir nur als jäger überleben können. schon von daher haben wir das fleischessen tief in den genen verwurzelt.
was soll am überleben durch die entwicklung der werkzeugverwendung höherwertig sein als am überleben durch anpassung an einen sumpf z.b.? noch dazu wo wir bei so vielen "grandiosen" techniken nix anderes tun als die natur zu imitieren. auch ein geschriebenes taferl "privatbesitz - betreten verboten" ist nur vordergründig was besseres. wenn mein hund markiert teilt er dasselbe mit, nur, dass die artgenossen sogar noch wissen wer hier geschrieben hat.
in der "krone der schöpfung" liegt auch die ursache für nicht artgerechte haltung, für die vergiftung des bodens, für die vergewaltigung der natur.
völker die sich nicht als "krone" sehen /sahen haben stets im einklang mit der natur gelebt.
was ich noch anmerken möchte ist, dass volkskundler wissen, dass bei uns vor der entdeckung amerikas, hirse das hauptnahrungsmittel der durchschnittsbevölkerung am land war. abgesehen von etwas obst und ein wenig milch gab es morgens hirse, zu mittag hirse und am abend hirse. fleisch war höchstens 2x die woche in kleiner menge am speiseplan. noch meine grossmutter (*1912) deren vater im 1.wk gefallen war hat mir erzählt wie sie als kinder am morgen noch im nachtgewand vor die tür gelaufen sind um zu schauen ob wieder ein apfel abgefallen ist und dass es immer wieder einmal schimmliges oder gar nix gegeben hat. ich denke wir sind als menschen nach jahrtausenden überlebenskampf einfach nicht in der lage innerhalb 2er generationen uns an den überfluss anzupassen. wenn meine oma ihre kinder dann im relativen überfluss voll freude so oft wie möglich fleisch gefüttert hat und diese dann in wohlwollendem kinder-gut-versorgungs-trieb uns wieder so großgezogen haben, dann ist es halt für viele schwer den anerzogenen fleischkonsum auf ein sinnvolles mass zu beschränken.
aber innerlich wissen sie es, daher "ich ess eh wenig fleisch!".
dass dir von der hofer - lasagne schlecht geworden ist wundert mich jetzt aber nicht :)
mach sie dir selber, dann schmeckt sie auch dir! ;)
übrigens: bist du jetzt ein suppen-hipples oder nicht?



pa1984 antwortet um 25-03-2011 19:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Zum Töten von Tieren:

Tiere (mit Ausnahme von einigen Primaten vielleicht) haben kein Ich-Bewusstsein. Das sagt zumindest die moderne Hirnforschung. Tiere wissen also nicht, dass sie existieren, also haben sie auch keine Ahnung von der Endlichkeit ihrer Existenz. Todesangst haben Tiere nicht, fürchten können sie sich schon. Tiere haben Gefühle, davon abgeleitet haben Tiere auch Bedürfnisse.

Welche Schlüsse lassen sich für die Nutztierhaltung daraus ziehen?
Wenn Tiere stressfrei getötet werden, dann ist das ethisch wenig problematisch. Solange Tiere nicht um ihre Existenz wissen, existieren sie auch nicht (sie existieren natürlich schon in unserem Bewusstsein - aber nicht im tierischen Bewusstsein).

Tiere sind fühlende Wesen: Das Quälen von Tieren ist unethisch. Ob alle Formen der intensiven Nutztierhaltung diesem Anspruch genügen - darüber lässt sich diskutieren.


Restaurator antwortet um 25-03-2011 19:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@pa1984:
tiere haben nach der modernen hirnforschung kein ich-bewusstsein?
du solltest dir ein paar neuere werke zulegen oder jedenfalls nicht bei christlich-jüdisch-islamistisch orientierten forschern informieren.
oder dich mit tieren eingehender beschäftigen. wer nach engem sozialkontakt mit säugern behauptet sie hätten kein ich-bewusstsein muss ziemlich ignorant sein.
die behauptung tiere hätten keine todesangst will ich jetzt gar nicht mehr kommentieren, diese behauptung richtet sich selbst.


AnimalFarmHipples antwortet um 25-03-2011 20:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Das mit dem fehlenden Ich-Bewußtsein halte ich für eine Ausrede, Beweis: Mein Hund (der Dreibeinige im Fotoalbum; selten so ein ausgeprägtes Ego erlebt ;-).

Bzgl. Endlichkeit der Existenz : Wie erklären sich dann zB Elefantenfriedhöfe oder daß Tiere sich zum Sterben gern verkriechen ?

Aber ganz im Ernst :
Nachdem das große Rätsel des Menschseins darin besteht, warum wir da sind und was nachher sein wird, wir uns also in Wahrheit noch nichteinmal selber begriffen haben, sollten wir auch nicht den Versuch unternehmen, Tiere dahingehend irgendwie zu kategorisieren.
Wie weiter oben schon jemand gesagt hat, ist Intelligenz etwas sehr Relatives, je nach Biotop; was wir als unser Bewußtsein bezeichnen, kann auch nur eine prinzipiell gleichwertige (wenn nicht in meinem Fall sogar eher nachteilige) Ausprägung von Intelligenz sein.

Und jedenfalls sollten wir etwas mehr Demut vor dem Leben an sich haben und dementsprechend auch vor anderem Leben, uzw. jedenfalls so lange als wir nicht sicher wissen, was danach kommt. Davor ist jedes Töten die Auslöschung von etwas höchstwahrscheinlich Unwiderbringlichem, das ist für mich ganz persönlich der Punkt.


helmar antwortet um 25-03-2011 20:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Hallo Pa.......mit welchen Tieren hast du denn zu tun? Ich, kann man ruhig seit über 40 jahren sagen( ging als Hauptschülerin auch schon öfter melken) hatte es immer mit Rindern, meistens Kühen zu tun..........und wenn man diese beobachtet, kann man schon einges über das Empfinden der Tiere erkennen. Sie empfinden Sympathie oder nicht, sie haben Angst, und sie zeigen auch wenn sie sich wohlfühlen. Und ich wage zubehaupten dass nicht jede Kuh mit jeder kann. Wenn man einen Tiertransport sieht in welchem Stiere ruhig liegen, kann man mit Sicherheit annehmen, dass diese aus einer Box stammen. Aber wenn es dort rundgeht, weil am unterlassen hat die Trennwände zu schliessen, stammen die Tiere azs verschiedenen Herkünften. Und wenn sie Lärm, ungewohnte Umgebung, Blut riechen, dann wissen oder ahnen sie auch worum es geht............Einzelschlachtungen in Fleischereien werden ja immer seltener, leider. Was ich aber meinen Kühen ersparen kann ist die Schächttrommel. Dorthin wird einfach nicht verkauft......
Mfg, Helga


helmar antwortet um 25-03-2011 20:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Hallo AFH.....das mit dem Töten ist so eine Sache..........wenn ein Tier leidet, dann erlöse ich es...........wenn Menschen leiden, dann müssen sie es bis zum multiplen Organversagen.
Mfg, Helga


pa1984 antwortet um 25-03-2011 20:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Tiere fürchten sich, sie haben sicher auch Angst. Todesangst jedoch kann nur jemand empfinden, der weiss, dass er existiert.

Wenn es euch tröstet: Das Ich-Besusstsein des Menschen ist auch nichts anderes als eine Illussion.
Schon Ernst Mach hat erkannt: Unsere Gedanken gehen ganz allein in der Welt spazieren. Die Idee des Ich ist unrettbar.
Auch die Hirnforschung hat erkannt, dass es kein Ich-Bewusstsein gibt, es gibt aber mehrere Ich-Vorstellungen. Das "Ich" ist nicht mehr als eine Idee, die von unserem Denkapperat produziert wird.


AnimalFarmHipples antwortet um 25-03-2011 20:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@ helmar :
Seit ich einmal Morphium bekommen habe und ein anderes Mal vom Dach geköpfelt bin und nach mehrtägigem Koma feststellen mußte, wie undramatisch und schmerzlos es gehen kann, hab ich eigentlich keine Angst mehr vor dem Sterben.
Aber man soll nicht von sich selber auf andere schließen.
Tendenziell hänge ich vermutlich trotzdem am Leben, da müßte mich der Sensenmann schon in einer seltenen ruhigen Minute erwischen, wo alles erledigt ist.

Manchmal muß auch eines meiner Tiere euthanasiert werden, aber immer wieder habe ich auch Tiere bekommen, die zum Euthanasieren beim Tierarzt abgegeben wurden und aber bei mir noch eine schöne Zeit hatten.

(Übrigens gibt es jetzt auch Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen.)


helmar antwortet um 25-03-2011 20:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Vorsorgevollmachten und Patientenvrfügungen sind der Schritt in die richtige Richtung. Aber halt auch befristet.
Mfg, Helga
PS mein Testament ist gemacht, und wer die Viecher kriegt, sollte ich bei meinem Abgang noch welche haben, steht auch fest......;-)


mfj antwortet um 25-03-2011 21:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus

Nun lieber AnimalFarmHippie ;-))

...dieses Thema zeigt nicht gerade deine Stärke.
Ich finde deine Beiträge an sich interessant und fundiert...hier tritts du aber gewaltig ins Fettnäpfchen.

Du nimmst die Empathie als Maßstab für die Mensch-Tier Beziehung.
Nun, das ist schon etwas grotesk aber vor allem selbstüberschätzend...zu glauben – wir Menschen können uns in Tiere einfühlen !!!

Was die Domestizierung der Wildtiere bedeutet hat – habe ich hier schon einmal ausführlich geschrieben. Wir können es aber nur vom Standpunkt Mensch betrachten.

Ziemlich makaber finde ich deine „Belustigungs-Tierhaltung“.
Hier tummelt sich ein Pferd, ein Schwein, ein paar Ziegen, Hasen, Enten und natürlich Hund und Katze.
AnimalFreundundHelfer – diese Tierhaltung hat nichts, aber auch gar nichts mit „Artgerechter Tierhaltung“ zu tun.
Es mag tiergerecht sein... aber artgerecht sind deine Tierhaltungen auch nicht.
Wenn wir schon Tiere nicht artgerecht halten, dann sollte wenigstens der überlebensnotwendige Nutzen für den Menschen gegeben sein. Und das ist sein Essen.
Tiere aus NIX und Gaudi zu halten, halte ich wenig empathisch.

Ich denke nicht das es reicht, Tierhaltung mit regelloser Affekthandlungen zu kombinieren, und lieber Animal – mit Kant hat das überhaupt nichts zu tun.
Die „ reine Vernunft“ wie sie Kant beschreibt – hat was mit Logik zu tun...und da liegt deine Tierhaltung weit entfernt.
Kant hat nicht die Notwendigkeit mit der Möglichkeit verwechselt, hier unterstellst Du ihm einen Fehler – den er nie gelehrt hat.
Weißt du übrigens was die letzte Erkenntnis von Kant war ?

Die Zweckmäßigkeit...und jetzt rate mal, für was wir Tiere eigentlich halten... ?


P.S. ...wenn dich "artgerechte Tierhaltung" wirklich interessiert - führt kein Weg an der Autistin
Temple Grandin vorbei. Eine der ganz wenig "sachlichen...!!"

http://www.grandin.com/





Restaurator antwortet um 25-03-2011 21:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@mfj:
deine antwort geht zwar an afh, aber die aussage "selbstüberschätzend...zu glauben – wir Menschen können uns in Tiere einfühlen" ist schlichtweg falsch, bzw. kann nur dann als richtig vermutet werden, wenn man davon ausgeht, dass der mensch KEIN tier sei.
500 000 000 jahre entwicklung und uns gibt's in unserer form erst seit höchstens 35000 jahren....
glaubst du wirklich, dass 0,007% der evolutionsgeschichte die restlichen 99,993% auslöschen können?


AnimalFarmHipples antwortet um 25-03-2011 21:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@ mfj :

Ich hab kein Problem mit Deinem Standpunkt, wohl aber mit Deinem Tonfall.
Wenn sich durch meinen Standpunkt wer ins Fettnäpfchen getreten fühlt, bedaure ich das zwar, ist aber nicht mein Problem. Sowas halt ich aus.

In den Schlüssen, die Du aus meinen Beiträgen ziehst, finde ich meinen Standpunkt eigentlich nicht wieder.

Was daran "grotesk" sein soll, den Kantschen Imperativ als eine Ableitung des "Was du nicht willst, daß man dir tu'" auch auf Tiere zu erstrecken, verstehe ich nicht.
Detto auch nicht den Satz " Wenn wir schon Tiere nicht artgerecht halten, dann sollte wenigstens der überlebensnotwendige Nutzen für den Menschen gegeben sein."

Daß der einzige Zweck von Tieren im Gegessenwerden bestünde, vertritt auch mein Vater immer wieder in bezug auf meine Schweinchen.
Auf die Idee, meine Hunde zu schlachten, kommt er indes nicht; dazu mag er sie wohl selber zu sehr.

Und selbst wenn Du jetzt vielleicht ausflippst:
Ich sag' immer, meine Schweinchen sind eine Art Ablaßhandlung dafür, wie Schweine auf diesem Hof früher leben mußten (die Aufstallungen sind ja noch da, kann sich jeder ansehen); beweise mir doch erst mal das Gegenteil, bevor Du Dich abfällig über meinen ganz persönlichen Zugang zum Thema äußerst.

LG


mfj antwortet um 25-03-2011 22:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus


@Restaurator...sag es mir – ist der Mensch ein Tier ?

Wenn ja ?
...sollte der „wahre Vegetarier“ aber kompromisslos auch mit „menschlichen Flüssigkeiten umgehen...ansonsten ist es unglaubwürdig !


Lieber AFH,

ich bin da relativ großzügig – solange es andere auch sind !
Dein „missionarischer Mitteilungswille“ hält sich ja wenigstens in Grenzen, deine „privaten Ablasshandlungen“ ebenfalls – auch wenn sie ein komisches verschrobenes Gesamtbild ergeben.

Was heißt abfällig. Ich beschreibe deine Tagebuchfotos – die du zu diesem Zweck – weltweit in Netz gestellt hast.
Das ist dein gutes Recht – und ich habe das Recht, sie zu kommentieren. Ok ?

Tierhalter und zugleich Vegetarier zu sein, ist halt ein unzulängliches Lebensmotto...in etwa so – wie wenn ein überzeugter Single als Beruf Eheberater macht.
Aber unsere Welt ist ein großer Tiergarten ohne zoologischer Führung...und da leitet schon mal jeder was anderes ab.
Und sei´s nur Kant ;-))





Restaurator antwortet um 25-03-2011 22:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@mfj:
natürlich ist der mensch ein tier.
und genau deshalb darf er auch mit reinem gewissen auch fleisch essen.
es sollte halt zumindest aus artgerechter tierhaltung stammen. wobei: was ist artgerecht? da müsst ich bei meinen ziegen sofort den zaun umreissen und nur meinen gartenbereich einzäunen.
früher war's ja auch so, aber die heutigen gesetze dank der überbevölkerung....
andererseits: dass nicht artgerecht gehaltene menschen nicht artgerecht gehaltene tiere essen verwundert auch nicht, oder?


AnimalFarmHipples antwortet um 25-03-2011 23:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@ mfj :
Tierhalter und Vegetarier zu sein ist immerhin noch stimmiger als Kinder zu haben, die man nie wollte ...

Im übrigen sehe ich (nicht bei Dir, sondern in der Diskussion) einen Zirkelschluß :
Tiere sind zum Gegessenwerden da und deshalb essen wir sie, weil sie ja da sind.
Richtigerweise wären viele Tiere gar nicht da, wenn niemand sie essen würde.
Verhungern müßte aber trotzdem niemand, zumal ja ungleich mehr Getreidekalorien frei würden als mit der Veredelung draufgehen.
Möglicherweise würden auch die klimatischen Folgen der Tierzucht erspart bleiben (obwohl ich die Maßgeblichkeit des menschlichen Einflusses auf den Klimawandel eher anzweifle); mein Bio-Lehrer hat vor über 20 Jahren, als der saure Regen grad verronnen war und das Ozonloch entdeckt wurde, Methangas als eine Art generationenübergreifender Selbstverteidigung der Boviden bezeichnet ("... und Kinder, die Milch ist nur für's Kalb - und für'n Kaffee").

Es ist also schon ein kleinwenig auch eine Gewissensfrage, auf Fleisch zu verzichten oder nicht.

Kann Dich aber beruhigen :
Bei mir kommt niemand auf die No-Handshake-Liste, nur weil er Fleisch ißt oder meine diesbezüglichen Standpunkte für sich ablehnt.
Daß ich verschroben sein soll, wundert mich als knapp 40-Jährigen auch nimmer ;-)


pa1984 antwortet um 26-03-2011 13:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
An AFH:

Ich finde, deine Haltung ist vernünftig und nachvollziehbar.
Ich sehe in der Tierrechtsbewegung aber grundsätzlich ein Problem: Am Ende läuft die Tierrechtsberwgung darauf hinaus, Grund und Menschenrechte auch auf die Tiere auszuweiten. Das scheint zunächst mal ein Fortschritt zu sein. Man kann es aber auch andersrum sehen: Wo bleibt die unantastbare Würde des Menschen, wenn er dem Tier gleichgestellt ist? Der Sozialdarwinismus ist eine logische Folge. Auch hier in diesem Forum gibt es immer wieder Beiträge, die im Grunde sozialdarwinistisch sind.
Tierrechte sind ein zivilisatorischer Fortschritt, ohne Zweifel. Sie sollten aber nicht mit Menschenrechten verwechselt werden. Diese Trennlinie ist wichtig.


mfj antwortet um 26-03-2011 16:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus


@Restaurator – zum hundertfünfzigsten Male...begreift doch endlich die Unterschiede der Begriffe „Artgerecht und Tiergerecht“...
Wir bemühen uns um tiergerechte Lösungen, hier ist sicher noch einiges möglich...Tiere artgerecht zu halten – schließt jede Gefangenschaft aus...



@AFH ...der Vergleich Tierhalter/Vegetarier und nichtgewollte Kinder – ist absurd.
Wir leben heute in Gesellschaftsformen – wo es ein „Produkt Kind“ gibt.
Das ist der ganze Hacken...und auch die Fehlausrichtung.
Kinder sind keine „gesellschaftliche Produktion“...und darum nie übrig !!


Was ein „No-Go“ ist die Kombination Vegetarier und Tierhalter !
Tierhaltung einerseits mit domestizierten Tieren – zur Unterhaltung, Vergnügung, Sport und Ablenkung usw. auf der anderen Seite die Verwendung von Tieren...für was die Domestizierung eigentlich gut war – abzulehnen...ist widersprüchlich und sinnverdreht !!

Diese „Softi Version“ AFH hat was mit Verlogenheit zu tun.

Gerade der Freizeit-Tiermarkt hat einen langen Rattenschwanz von „Unnützen Sach- und Produktionszwängen von Freizeittier-Populationen geschaffen.
Hier findet auch ganze Marketing-Vertrieb auf dem Nachfragemarkt statt, mit Zuchten von Tieren - die es sonst garnicht gäbe...

Diese Version dient rein zur Belustigung von gesellschaftlichen Wohlstandserscheinungen, und ist ethisch nicht zu rechtfertigen.
Wer so was noch unterstützt und selbst betreibt, ist weit weg vom Anspruch: Sich für den Tierschutz einzusetzen...

Tut mir leid, AFH...aber das muss mal deutlich gesagt werden !





50plus antwortet um 26-03-2011 18:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@mfj u. pa1984

Volle Zustimmung!

Mit dem Wohlstand geht tatsächlich der Hausverstand und der Sinn des Lebens verloren - leider! Müßten die Menschen sich etwas mehr plagen, um sich ernähren, kleiden und wohnen zu können, müßten sie nicht ihre freie Zeit so unnötig totschlagen.

Ich weiß auch nicht, warum Nichtbauern ständig die Bauern in ihrer Arbeitsweise bevormunden wollen. Das geschieht doch auch bei anderen Berufsgruppen nicht in diesem Ausmaß.


Felix05 antwortet um 26-03-2011 19:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Hallo 50plus,

oh doch, was glaubst du denn wenn wir durch die Gegend fahren?
Da sitzen mitunter 20 Routenplaner und noch 10 lebende Navigationsgeräte hinter uns.
Und die restlichen 10 sind schon gefahren, da sind wir noch mit der Blechtrommel um den Christbaum gerannt.

Nimm´s sportlich, Lutz!


krähwinkler antwortet um 26-03-2011 19:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Weil es gerade paßt: In Holland kommt ein Gesetz, das den Transport von Rindern, die älter als 12 Monate sind, in Doppelstocklastern verbieten wird. Beobachter gehen davon aus, dass sich andere Staaten anschliessen werden. Es scheint vorbei zu sein mit Vertical Farming (VF) zumindest in diesem Stadium der Rinderhaltung, noch bevor der Stuss (VF) richtig begogonnen hat. Bravo! Meldung von agrarheute.com

Von wegen Bevormunden: Da frag 50plus mal die Wirtschaftskammer und ihre Unternehmer.
Gert Lindemann (Ldw. minister Niiedersachsen, CDU) und Christine Aigner (Bundesldw.ministerin) sprechen sogar von der Landwirtschaft im gesellschaftlichen Konsens, die es zu entwickeln gilt. Wo Gegenwind weht, ist der Rückenwind nicht weit!




50plus antwortet um 26-03-2011 20:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@felix

Du sprichst von Besserwisserei, die sicher auch seeehr anstrengend ist. Du kannst dem "Gscheitling" auch gleich richtig antworten.
Aber bei uns weiß man nicht recht, woher da der Wind weht.........???? Jedenfalls bläst er schon sehr oft sehr rauh!!
Vor dem Vegetarismus hab ich keine Angst.
Mir mißfällt es nur, dass wir Lebensmittel haufenweise importieren, die wir österreichischen Bauern sooo nicht produzieren dürfen. Ich empfinde das als ungerecht und glaube, dass wir Bauern das auch sagen sollten.

Und - Lutz, ich denke dabei nicht mehr an mich, ich denke bereits an die nächste Generation und an den Bauernstand im Allgemeinen.

Schönes Wochenende wünsch ich dir!


Summsumm antwortet um 26-03-2011 20:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus

In unserem Bekanntenkreis stelle ich fest, dass die Kinder zunehmend Fleisch verweigern, es einem auch vermiesen, z.B. mit "earthlings" , einem der vielen videos über Tierhaltung.

Selber beziehen wir Schweinefleisch auch nur mehr von einem befreundeten Bauern, der eine vorbildliche Schweinehaltung hat.




Restaurator antwortet um 26-03-2011 20:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@mfj:
meine rede! ich schreib ja, dass ich für artgerecht meinen ziegenzaun sofort umreissen müsst!


Restaurator antwortet um 26-03-2011 21:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
und nochwas @mfj: leider gibt es sehr viele kinder die übrig sind. ich lern pro jahr ca. 100 übriggebliebene kinder kennen die keiner mehr haben will, maximal wenn man den müttern (meist alleinerziehenden, selten mit freund, ganz selten mit kindsvater) die kinderbeihilfe streicht und dann auch die alimente wegfallen nachdem die kinder oft schon monate- bis jahrelang fremduntergebracht sind. dann wollen sie sie wieder haben. das sind dann die kinder, die man, wie dieser tage passiert, tot aus der mülltonne zieht - das mädel war g'scheit, hübsch, wild - und übrig.
es gibt genügend kinderabfall bei uns. ich komme da beruflich auch immer wieder mit leuten in kontakt die noch mehr übriggebliebene kinder als ich kennenlernen.
@AFH: nimm doch 1 - 2 solche kinder zu dir, du hast platz, kannst a gscheites konzept machen, eine schule hast sicher auch in der nähe. wennst diese kinder aushaltest hat sich deine AF schon finanziert und die kinder hätten was, was sie sonst nie kriegen täten: einen nicht-institutionellen platz zum wohnen in familiärem umfeld und die chance in ein normales leben einzusteigen. du machst das ja offensichtlich auch für die viecher (nicht abwertend gemeint).


krähwinkler antwortet um 26-03-2011 23:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Es ist ja erfreulich, wenn den Kindern nicht wurscht ist, wie das Essen erzeugt wird. Sie wollen ja nur, dass es den Tieren gut geht. Da wachsen die zukünftigen Käufer heran, und diese fleischkritische Generation wird immer breiter. Das ist jetzt nicht nur auf die Körperfülle gemünzt, sondern auf ihre Zahl. Das muss ernst genommen werden, indem man nicht müde wird, an der Verbesserung der Haltugs- und Schlachtbedingungen zu arbeiten. Werd´s sehn, die werden den Mehrpreis gerne zahlen.


Summsumm antwortet um 27-03-2011 00:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Meine Zustimmung, Alois!

Wenn du mal einen Abend mit 13- 15- 16jährigen über Soja aus Brasilien, Antibiotika im Fisch, und über die Auswirkung von Glutamaten aufs Gehirn diskutiert hast, wird dir schwummelig.
Die Werbung geht da ganz in die falsche Richtung.
Die sind natürlich nicht in einem BigMac - Haushalt daheim, aber, wie du sagst, die zahlende Kundschaft von morgen.

LG


DJ111 antwortet um 27-03-2011 08:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Das Wort zum Sonntag (-sschnitzel):

Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg!

Amen!

Ich seh das etwas pragmatischer: Alles was zu einseitig ist, ist nicht gesund zu viel Fleisch genauso, wie ich fleischlos auch nicht artgerecht für den Menschen finde.

Zuviel diskutieren ist wohl auch ungesund und kann Stress und hochrote Köpfe verursachen, die man ja hier leider nur erahnen kann.
Eben so ungesund wäre natürlich auch, gar nicht darüber zu reden ... obwohl totschweigen ja vielleicht eine tiergerechte Schlachtmethode für verbissene Lebenseinstellungen wäre.

Ich halte genau so wenig von Maßlosigkeit (was sich ja oft in der Maßlosigkeit des Körperumfangs widerspiegelt) wie auf die Vermenschlichung von domestizierten Beutetieren oder auch Spinatpflanzen.

Ich war die Tage am Acker unterwegs und wenn man da hin und wieder mal eine Maus ausgrubbert, hab ich noch nie beobachten können, wie eine Falke und eine Feldmaus eine lange Diskussion über den Sinn des Lebens abhalten ... ist immer noch ziemlich einseitig abgelaufen und der jeweils schnellere hat gesiegt.

Obwohl auch ich christlich erzogen wurde, glaube ich trotzdem, dass auch Menschen in Wirklichkeit viel mehr von uralten tierischen Instinkten geleitet werden, als wir es in unserer allwissend glaubenden Überheblichkeit gerne wahrhaben möchten.
Verändert hat sich in erster Linie die Ausdrucksweise: Was dem Pfau sein Rad ist, hat beim Menschen möglichst 4 große Räder und am besten mit der Auftschrift Fendt 936 oder Audi Q 7 ;-)

Gruß DJ






biolix antwortet um 27-03-2011 09:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
GM !

DJ das ist das schöne, der Mensch steht über den Tieren und ihren "Gesetzen des Dschungels", das nennt man dann ja auch angeblich "zivilisiert".....

Und so wie es Alois und Summ Summ schreiben, ist es schön das sich immer mehr selber GEdanken machen, und wer hätte das gedfacht, das so manche(r) Bauer/ Bäuerin nun selber drauf kommt, das es trotz oft harter arbeit mit viel weniger Fleisch oft sogar besser geht...
Persönlich ausprobiert, ech kein Vergleich... ;-)

lg biolix der sich seinen SOnntagsbiobraten trotzdem nicht nehmen lässt..;-)


krähwinkler antwortet um 27-03-2011 13:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Was ist am Sonntagsbraten wirklich nicht nachhaltig? Der Zahnstocher!


Moarpeda antwortet um 27-03-2011 13:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
ja, es ist der zahnstocher, sofern er aus plastik gefertigt wurde

aber selbst dann wird dieser den untergang der menschheit,
wegen energie und rohstoffvernappung,
nicht wesentlich beschleunigen,

genauso wie das vermeiden des standby betriebes bei elektrogeräten
den ernergieverbrauch nicht herunterfahren wird.

aber ein gutes gewissen dient halt als sanftes ruhekissen

was haltet ihr von der wortkreation "energiepharisäer"



kolli antwortet um 27-03-2011 19:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@ 50+

"Ich weiß auch nicht, warum Nichtbauern ständig die Bauern in ihrer Arbeitsweise bevormunden wollen. Das geschieht doch auch bei anderen Berufsgruppen nicht in diesem Ausmaß."

Wenn nur die Bauern über Tierrechte bestimmen dürfen, dann ist das so, als ob die Sklavenhalter mit der Ausarbeitung der Menschenrechte beauftragt werden.


50plus antwortet um 28-03-2011 10:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@kolli

So wie du denkt kein vernünftiger Bauer!

Was bewegt dich dazu, solche Zeilen zu schreiben - als Nebenerwerbslandwirt?


kolli antwortet um 28-03-2011 12:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Zugegeben - ich hab schon sehr spitz formuliert.

Wollte klarstellen, dass Bauern ein Eigeninteresse haben, damit befangen sind, und nicht allein über die Fragen der Tierethik entscheiden können. Mir fehlt für diese Entscheidungen übrigens ganz einfach die notwendige Kompetenz.


biolix antwortet um 28-03-2011 12:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
kolli nein, ich finde du hast vollkommen recht... alleine die Betriebsblindheit und die Gewinnmaximierung trägt oft nicht zu mehr Tiergerechtigkeit bei...


lg biolix


Tyrolens antwortet um 28-03-2011 12:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Bei dieser Aussage hast du wohl selbst in den Spiegel geblickt.

Die dummen Entscheidungen kommen fast immer von Menschen, die mit der Sache selbst nicht direkt zu tun haben. Egal ob das dann irgendwelche Grünen oder Schlachthausbetreiber sind.


biolix antwortet um 28-03-2011 12:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
komisch, falls du mich gemeint hast, ich meine hier genauso den Biolandbau, siehe nun die Diskussion Kälberauslauf, WEidehaltung etc., es muss auch hier Weiterentwicklung geben "dürfen", und das kommt weder von "Grünen" noch von "Schlachthausbetreibern"...


50plus antwortet um 28-03-2011 14:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@kolli

Ach, und wer hat Kompetenz?
Meinst du nicht, dass im Normalfall der Bauer am allerbesten Bescheid weiß? Dann würde ich noch einem Tierarzt Kompetenz zusprechen, danach sind wir aber schon ziemlich fertig.


haasi antwortet um 28-03-2011 15:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
""es muss auch hier Weiterentwicklung geben "dürfen",

Weiterentwicklungen dienen auch der Ankurbelung der Wirtschaft

mein befreundeter Schulkollege hat anfang der neunziger Jahre auf BIO Geflügel und Milcherzeugnisse gesetzt,
frag Ihn mal nach Beständigkeit !!
sämtliche Investitionen im Bereich Hygiene, Direktermarktung und Verarbeitung sind ein Faß ohne Boden, weil ständig Anpassungen
Dann hat er ca. 2002 den Dachstuhl erneuert an seinem Hof, und den Auslauf mitüberdacht;
nona, um die seit 2007 vorhandene Auslaufprämie oder wie die genau heißt in Anspruch nehmen zu können, muß ein teil des Auslaufes NICHT ÜBERDACHT !! sein;
und beim nächsten UBAG oder was weis ich welcher Vermarktungsverband wieder eigene Regeln aufstellt, schreibt vielleicht da ein bischen mehr Platz, und dort ein bischen mehr Auslauf, und vielleicht doch wieder eine Überdachung oder oder oder in seine Vorschriften.
Wehret den Anfängen, ist dazu ein passender Ausspruch !!
Förderzuschüsse sind gut, ein wettbewerbsfähiger Preis zum produzierten Produkt schützt vor Abhängigkeiten !
Öffentliche Gelder werden weniger, also runter mit den Standarts auf internationale Gleichschritte !!
Päpstlicher als der Papst zu sein und dann eh kein Geld mehr dafür zu haben um die Erzeugung im Land halten zu können, da werden die Leute der Reihe nach wieder aussteigen aus den so toll verhandelten Förderprogrammen für die Bauern.






Moarpeda antwortet um 28-03-2011 15:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@haasi

es ist wie du schreibst:

"Öffentliche Gelder werden weniger, also runter mit den Standarts auf internationale Gleichschritte !!"

....und wenn das nicht passiert, dann soll man am (derzeit leider nicht mehr vorhandenen) grenzbalken einen zoll für produkte einzuheben, die nicht unseren standarts entsprechend produziert werden

...egal ob es sich um kinderarbeit oder massentierhaltung handelt

wie kommen wir österreicher dazu, dass bei uns alles kaputtgemacht wird!!





haasi antwortet um 28-03-2011 16:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Moarpdea: dem ist nichts hinzuzufügen.


kolli antwortet um 28-03-2011 17:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
hallo 50+

Verhaltensforscher, Nutztierethologen, Gehirnforscher, Philosophen. Die haben alle was zum Thema zum sagen.


MF7600 antwortet um 28-03-2011 18:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@kolli
ja und die hauptschullehrerin, die putzfrau, die tante mitzi und der onkel franz haben aaauuuuch was zu sagen!!!!
und der onkel franz weiss das sicher, weil der würde auch die fussballmeisterschaft gewinnen!!



50plus antwortet um 28-03-2011 18:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@kolli

Mf hat dir schon geantwortet - genau so ist es!

Aber, da ich keine Erfahrung mit Rindern habe, würde ich mich auch nicht kompetent genug fühlen, die Tierschutzbestimmungen bei Rindern zu beeinflussen.
Obwohl - ich hab bis zu meinem 13. Lj. "Kaiberl gesampert" (ich hoffe du verstehst diesen Ausdruck), und gehe jährlich mehrmals durch Rinderställe. Trotzdem gestehe ich einem Rinderbauern viiiiiiiiel mehr Kompetenz zu! Jeder vernünftige Bauer schaut auf sein Vieh!


Restaurator antwortet um 28-03-2011 19:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@mf7600:
sicher!
der hauptschullehrer ist der, durch dessen hände (zumindest am land) ALLE gehen, der legt sozusagen den grundstein für das spätere (un)verständnis.
und die tante mitzi und der onkel franz wissen über die viecher wahrscheinlich besser bescheid als der gehirn- oder sonstige forscher. während der gehirnforscher oft aus einem gemeindebau und gymnasium kommt und sich alles nur theoretisch angelesen hat (mit allen publizierten fehlern), können sich onkel und tante meist erinnern wie es (mit) den tieren gegangen ist bevor man sie eingesperrt und angehängt hat.
in meiner kindheit hat es jedenfalls kaum ein tier gegeben, das nicht auch freilauf gehabt hätte. jede kuh durfte zumindest stundenweise auf die weide, jeder saukobel hatte einen begrenzten auslauf aussen dabei zum suhlen, jedes huhn seinen hühnerhof, nur die kaninchen waren dauergefangen in zu kleinen boxen. bei den heutigen stückzahlen ist das halt - zumindest bei den schweinen nicht mehr realisierbar.
genau deswegen gehören unsere standards dahingehend verbessert, auf nicht diesen entsprechende lebensmittel - siehe moarpeda - saftiger zoll drauf. wenn als folge die produkte teurer werden bleibt das einkommen für die bauern gleich, es gäbe mehr (kleinere) einheiten die davon leben können und der übermässige fleischkonsum tät sich auf ein normalmass einpendeln.
in den 70ern hat ein maurer gesagt: "und wenn des bier 20 schilling kostet wähl ich immer noch die sozi!". so ist's auch beim benzin und den zigaretten. und bei den landwirtschaftlichen produkten wär's nix anderes. das muss nur entsprechend gesteuert werden.


kolli antwortet um 28-03-2011 20:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Ihr seits ganz schön selbstbewusst, alle Achtung!



50plus antwortet um 28-03-2011 20:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@kolli

Ja, mit meinen mehr als 50 Jahren, weiß ich ziemlich genau, was ich will und was ich nicht will, was ich kann und was ich überhaupt nicht kann.
Und ich weiß, dass man unmöglich alles wissen und können kann und dass es auch keine Schande ist, wenn man einmal sagt: "Das weiß ich nicht, oder das kann ich nicht!"
Darum kann man auch nicht zu allem eine Meinung haben, denn eine Meinung muß man sich erst bilden, nachdem man möglichst viel Information zu dem betreffenden Thema eingeholt hat. Sonst könnte ja auch jeder Mensch jeden Beruf ausüben, ohne Ausbildung............


haasi antwortet um 28-03-2011 20:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
Lieber Restaurator, du schreibst, das alles nur entsprechend gesteuert werden muß.
Dem muß ich entgegenhalten, daß viel zuviel gesteuert wird !
Viele haben Arbeit damit, um uns Bauern zu steuern.
Verdienst oder hast du auch an den bisherigen Steuerungen deinen Lebensunterhalt verdient ?
Wenn in deiner Kindheit alles seinen Freilauf hatte, dann wirst du eher daran verdient haben als daß du noch immer im "Erwerbsleben" stehst.
Deine Ideen sind ja gut gemeint, aber unrealistisch.
Die Gesellschaft mit ihren Ess- Gewohnheiten verändert sich.
Wer kocht heute noch selbst ? Ja, vielleicht einmal die Woche, und da wird es mit viel Glück vom Biohof sein, das Fleisch.
Alles unter der Woche aber muß billig sein, die Kantine muß günstig anbieten für ein soziales Mittagessen, der Jausenbäckerwagen streut bestimmt eine günstige Salami auf seine Pizzaweckerl, die Lebensmittelkonzerne stecken das meiste Geld in die Werbung und den anderen Teil an die Aktionäre, wir wollen ja eine schöne Pensionsvorsorge, da bleibt nicht mehr viel übrig für die Milch von Actimel und Herbert trink das.
Und übrigens: es gibt bestehende, und ausreichende Tierschutzgesetze.
Alles, was neu erfunden werden will, ist Profilierungssucht auf einer ganz anderen Ebene.
Da will man das Kind mit dem Bade ausschütten, weil eben wenn nicht nachgefragt weil nicht mehr leistbar in unserer heutigen, modernen Zeit, erst gar nicht geboren, gefüttert, tlw. gemolken und geschlachtet werden muß.
Darauf läuft es hinaus.
Österreich hat ein sehr strenges Lebensmittel- und Tierschutzgesetz.
In den USA oder Kanada ist Rindfleisch meist von hormonbehandelten Tieren, Schweine- und Geflügelfleisch wird zu 75 % mit einer Lösung aufgespritzt, um saftiger zu sein.
Momentan ist der Import solchen Kunstfleisches noch verboten.
aber spätestens wenn die Produktion den Selbstversorgungsgrad unterschreitet, was beim Rindfleisch bald der Fall ist, wird sich eine mehrheit finden, welche entsprechende GATT Abkommen absegnet, zum Wohle der Europäischen Industrie, die Exportmärkte braucht, und ihre Produkte bezahlt haben will.



kolli antwortet um 28-03-2011 20:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
hallo 50+

Wennst du dich informieren willst, über das Thema Tierethik, dann wirst dich auch mit den Verhaltensforschern und Philosophen herumschlagen müssen und nicht nur mit dem Tierarzt.

Die Hauptschullehrerin, die Tante Mizzi und der Onkel Franz sind zwar nicht kompetent, aber deine Kunden.


Restaurator antwortet um 28-03-2011 21:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@haasi:
ist schon richtig, dass zuviel gesteuert wird, aber eben in die falsche richtung. mich persönlich treffen die steuerungen nur am rande und hauptsächlich am mittagstisch. das ganze tierschutzgesetz nutzt nix wenn andere in richtung offene märkte in aller welt steuern, wo man dann z.b. schweine lebendig verscharrt. wenn dann alles nur mehr von aussen ohne irwelche tierschutzgesetze kommt, dann nutzen uns unsere hohen standards auch nix, weil es dann bei uns ganz einfach nix mehr zum schützen gibt. deshalb muss man gerade in diesem sinn sehr wohl steuernd eingreifen.
das mit dem billig anbieten müssen funktioniert ja nur, wenn einer die produkte woanders billiger kauft. und das kann meiner meinung nach nur dort sein wo die standards schlechter sind. genau diese spirale gilt es zu durchbrechen.
wenn überall gesteuert wird bezüglich gefährlichkeit oder giftigkeit oder sicherheit von waren, warum nimmt man lebensmittel weitgehend aus?
natürlich ist meine vorstellung irgendwie eine träumerei, aber man muss 100% fordern, damit 5% kommen. wer 5% fordert bekommt nichts mehr.
in den usa kostet 1l benzin zur zeit 67cent. ich hab am sonntag um 1,52 tanken müssen. das wird ja vom staat auch gesteuert und damit die produktionskosten künstlich in die höhe getrieben.
diesel kostet in den usa der liter unter 50cent. wieviel kostet er dem landwirt bei uns?
ich bin überzeugt, dass, wenn man die preisdifferenz ö - usa für diesel und heizöl bei uns auf das gleiche niveau bringt wie in den usa, dass man dann bei gleichem preis wesentlich tierfreundlicher produzieren könnte - oder eben billiger.
dieses weltweite zusammenspiel der sogenannten "freien kräfte" ist in wahrheit ein ausgeklügeltes system der ausbeutung in alle richtungen. uns steigen sie auf die zehen, andere treten sie einfach um.


MF7600 antwortet um 28-03-2011 21:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gefahr Vegetarismus
@restaurator
ich wollte keinem tier einen stall wie vor einigen jahrzehnten noch zumuten!
da kann ich ja nur kopfschütteln!!!
die kühe konnten stundenweise auf die weide, aber das ganze übrige jahr waren sie an die mauer im dunklen feuchtkalten stall gehängt- im vergleich zu einem modernen laufstall- war ein schlechter scherz oder?
der saukobel wo die schweine im eigenen gwatsch gelegen sind und das kondenswasser bei jedem wetterwechsel von den wänden geronnen ist, mit kleinem fensterchen in der dicken mauer für bescheidenen lichteinfall?
und 2mal am tag ist den sauen im trog wasser gegeben worden.
nach ein paar stunden hat diese brühe aus wasser, stroh und dreck dann ausgesehen wie jauche!!
das mit einem modernen, hellen, trockenen, klimatisierten schweinestall zu vergleichen ist wohl auch ein hohn!!!


MF7600 antwortet um 28-03-2011 21:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@kolli
meine kunden sind in sachen nutztierhaltung genauso kompetent wie wenn ich mit blinddarmdurchbruch zu einem chirurgen komme und dem erklären will wie das oprerieren geht!


50plus antwortet um 28-03-2011 21:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@kolli

Gut, wenn ich dann einmal Information habe, kann ich mir eine Meinung bilden (wie das Wort schon sagt - ich meine!), Wissen und Können ist das aber noch lange nicht!

Wenn man überall und jederzeit seinen Senf dazugibt, leidet man möglicherweise an übertriebenem Selbstvertrauen - und das ist krankhaft! Oder man hat einen Minderwertigkeitskomplex - ist auch krankhaft!


MF7600 antwortet um 28-03-2011 21:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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die meisten meiner kunden können nicht mal ihr fleisch, wie zb. ein schweinsbratl selbst zubereiten aber sie sollen wissen wie man eine sau bei der abferkelung hält?!!


Restaurator antwortet um 28-03-2011 21:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@mf7600:
ja, da geb ich dir 100% recht, das hat's auch gegeben. laufställe sind - zumindest bei uns - leider die ausnahme, aber tatsächlich eine verbesserung. die sind mir beim schreiben gar nicht in den sinn gekommen :(
es gibt ja zweierlei bauern - den einen liegt was an ihren tieren, die anderen ... du weisst welche ich meine. und zweitere hatten die von dir beschriebenen schweineställe. meistens sah dann aber auch das wohnhaus und umgebung schon entsprechend aus.
bei den anderen hatte jede sau einen eigenen kobel mit ca. 6m² plus mindestens 8-10m² hintenraus. dort suhlen und sonnliegen können hat schon was für sich gehabt. ich für mich würd' jedenfalls eine verlotterte wohnung mit garten einem vollklimatisierten loft vorziehen.
ein laufstall ist meiner meinung nach von der qualität für die tiere nicht mit einem klimatisierten schweinestall zu vergleichen.
der sinowatz hat's schon richtig gesehen "es ist alles so kompliziert".



kolli antwortet um 28-03-2011 21:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Kompetent sinds nicht, deine Kunden, aber wahrscheinlich glauben sie so wie du, die Weisheit mit dem ganz grossen Löffel gefressen zu haben. Und Ansprüche und Bedürfnisse habens auch noch, die Gfrasster! Unglaublich!

PS: in anderen Bereichen der Wirtschaft gibt man Unsummen in Marktstudien aus, um die Bedürfnisse der potentiellen Kunden zu erforschen. Die müssen alle voll verrückt sein, die Produzenten in der freien Wirtschaft! Die wissen anscheinend nicht, was gut für ihre Kunden ist, drum müssens nachfragen. Des brauchen mir in der Landwirtschaft sicher net!


haasi antwortet um 28-03-2011 22:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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die Bedürfnisse der Kunden werden vom Markt gespiegelt.
Und wenn die Biolandwirtschaft mit den Vorschriften welche dir genehm sind, eine Menge öffentlichen Zuschuß braucht, um sich entwickeln zu können, dann macht es anscheinend nicht der Markt.
Bio im Supermarkt für die kleine Brieftasche ?
Ja, natürlich. Um die Produkte an den Mann zu bringen mit den sehr bescheidenen Produzentenaufschlägen und den großen Handelsspannen !!


50plus antwortet um 28-03-2011 22:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@kolli

Ja, die Leute wissen ja selber nicht, was sie wollen - vor lauter Information und keiner Kompetenz. Billig - das soll es aber auf alle Fälle sein!

Was man sich aber aneignen könnte - das wäre die Kompetenz des Kochens, dann wüßte man nämlich, dass man auch aus billigem Schulterfleisch was Herrliches zaubern kann, es muß nicht nur der Lungenbraten sein! Aber - liebe Konsumenten, an dieser Kompetenz ist der Handel nicht interessiert!


MF7600 antwortet um 28-03-2011 22:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@kolli
nein des brauchts in dem umfang in der landwirtschaft nicht!!!
weeeiiiil wir erzeugen LEBENSmittel und aufs essen vergisst du auch ohne werbung nicht ;-))))!!
da müssen sich andere in der "freien wirtschaft" schon mehr anstrengen um ihre videogames und designerschuhe an den mann zu bringen.



MF7600 antwortet um 28-03-2011 22:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ausserdem, welche ansprüche könnte der kunde noch fordern?
wir produzieren zu den weltweit höchsten standards und bekommen weltmarktpreise also da ist es eigentlich schwierig noch zu fordern. eigentlich geht nur mehr noch höhere standards durchzusetzen, damit die eigene produktion zu vernichten und dann produkte zu weltmarktpreisen und weltmarktstandards zu importieren! sehr kompetent und intelligent der konsument, nicht?!


kolli antwortet um 29-03-2011 08:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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OK, ihr habts alle Recht. Warum auch sollten wir uns mit Konsumentenwünschen herumschlagen? Dann müssten wir gach noch Nischenprodukte machen. Dabei sind am Weltmarkt eh so geile Renditen zu machen. Ausserdem haben wir in Österreich die idealen Betriebsstrukturen für die Weltmarktproduktion.


MF7600 antwortet um 29-03-2011 10:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@kolli
ja derzeit sind am weltmarkt durchaus geile renditen zu erzielen!
konsumenten können sich schon was wünschen nur müssen sie das auch bezahlen und da fängts an problematisch zu werden,... frommer wunsch und realität sind oftmals sehr verschieden!!
mit nischenprodukten wirst du nicht die grosse masse bedienen können!


pa1984 antwortet um 29-03-2011 12:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo kolli:

Die österr. Landwirte machen eh Nischenprodukte. Nur verstehen sie darunter ein kostenloses Zusatzangebot an den Konsumenten, siehe GVO-frei, Heumilch. Es müssen dann halt an irgendwelche Richtlinien gebundene Spezialförderungen erfunden werden, damit die Produktion auch rentabel ist.



krähwinkler antwortet um 03-04-2011 11:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Schüler beschweren sich über die von Erwachsenen geduldete Brutalität in Videospielen und Filmen, während sie nicht verstehen können, was an einer Schlachtung eines Kaninchens im Schulhof so skandalös sein soll.
Das nenne ich gelebten Ethikunterricht von Schülern für Eltern.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,754257,00.html


kolli antwortet um 03-04-2011 19:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Passend dazu der essbare Tiergarten vom Schokoladen-Zotter:

"Hier leben die Tiere, die unsere Mitarbeiter später in unserer Bio-Kantine zu essen bekommen. Für unsere Besucher gibt es ebenfalls eine Auswahl an Gerichten vom eben gesehenen Tier. Wir wollen damit das absurde Spiel umkehren, dass man einerseits nicht wissen will, wie das Tier aus dem Supermarktfleischpackerl gelebt hat und dass man andererseits Tiere, die man streichelt und denen es gut geht, nicht verspeisen möchte."




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