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  14-03-2011 11:16  krähwinkler
Bio - was dann?
Die chemiegestützte Landwirtschaft scheint sich gegen die biologische nicht mehr behaupten zu können. Rolle rückwärts quasi! Aber was kommt nach der Biolandwirtschaft? Die Zeit bleibt nicht stehen. Großindustrielle Agronomie? Bessere Formen des Familienbetriebs? Hochpreisige, energiearme Handwirtschaft? Roboterisierte, verchipte Tierhaltung mit noch weniger Arbeitsbedarf, mehr Freizeit und noch weniger Mensch-Tier-Beziehung? Opto-mechanischer Pflanzenschutz? Wird die totale Freiheit zurückkehren, weil alle Welt händeringend um Lebensmittel bettelt? Wie malt ihr euch die Zukunft aus?

  14-03-2011 11:36  Tyrolens
Bio - was dann?
Wo siehst du einen Durchbruch der "Bio"-Landwirtschaft?

  14-03-2011 13:05  Haggi
Bio - was dann?
Interessante Theorie, wo sind denn die Anzeichen, daß die konventionelle Landwirtschaft nicht mehr gegen Bio bestehen kann?

Schau mal in die Massenproduktion - wo ist da bitte Bio?

Obwohl das alles wünschenswert wäre, wird es sicherlich noch lange dauern, falls in der Zwischenzeit nichts neues auf uns zu kommt.....

  14-03-2011 21:37  rotfeder
Bio - was dann?
Hallo!
Man kann sich vorstellen, das es zu einem Krieg um Öl kommen wird. Denn für alle Menschen wird die Energie nicht reichen, aber auch Entwicklungsländer wollen an der Motorisierung teilhaben. Da müssen wir wieder unsere Ochsen abrichten, um unsere Felder bearbeiten zu können, da werden dann wieder viele Bauern froh sein, wenn sie nur 10 ha bewirtschaften müssen und nicht 100ha.


  15-03-2011 10:44  krähwinkler
Bio - was dann?
Eigentlich ist es unvorstellbar, eine Landwirtschaft zu führen, die wesentlich weniger Energie verbrauchen soll, als bisher. Woher die ganzen neuen Arbeitskräfte nehmen. Andererseits, wenn die Preise anziehen, kann sich der Energieeinsatz erst recht gut rechnen und die Rationalisierung und Intensivierung bekommt dadurch einen Schub, was eindeutig gegen bio spräche.

  15-03-2011 12:08  Tyrolens
Bio - was dann?
Arbeitskräfte sind doch genug da. Chinesen und Inder wären froh, wenn sie bei uns arbeiten könnten. Vor 200 Jahren gab es genauso Betriebe mit 700 ha (Komtureien, Rittergüter). Die waren nur gänzlich anders organisiert.

  15-03-2011 13:15  mfj
Bio - was dann?


Ideologien haben immer Gegenideologien hervorgerufen.
Hier werden wir noch einige Jahre damit rumspielen.

Die Wirtschaftslage wird ein subventioniertes System – aber nicht mehr lange tragen können. An dem Tag – wo das fällt – ist Bio nur noch die „Piusbruderschaft“ inmitten einer ungläubigen atheistischen Gesellschaftsstruktur – und bedient nur noch ein „verschwindend kleines Verbraucher-Potential“.

Nach Bio...und dem ganzen unverdaulichen gesunden Gemüse – kommt hoffentlich die Vernunft !




  15-03-2011 13:43  krähwinkler
Bio - was dann?
Egal ob mit oder ohne Ideologie wird die Förderung weniger werden. Politiker und Standesvertreter werden dadurch an Einfluß verlieren. Was und wer wird an ihre Stelle treten?

  15-03-2011 13:55  krähwinkler
Bio - was dann?
Das Rittergut von morgen. Ich stelle mir das so vor: Eine Handvoll Bauern bewirtschaften und verwalten ihre Flächen, Gebäude und Maschinen gemeinsam. Dank EDV können die Betriebe auch weiter auseinander liegen. Es geht ja nur um eine abgestimmte Planung und koordinierten Ankauf/Verkauf größerer Chargen. Auch wenn die Arbeitskräfte weder Chinesen noch Arier sein werden.

  15-03-2011 14:06  traktorensteff
Bio - was dann?
@ mfj
Wo ist denn DEINE Vernunft, wenn du von "unverdaulichen gesunden Gemüse" schreibst?

  15-03-2011 14:38  pa1984
Bio - was dann?
zur Zukunft der Landwirtschaft:

Die Zweiteilung der Landwirtschaft wird zunehmen. Die Masse der Rohstoffe werden von hochspezialisierten Betrieben zu Weltmarktpreisen produziert werden. Die Rohstoffverknappung wird die Weltmarktpreise auf einem Niveau halten, dass die Produktion wirtschaftlich interessant ist. (Ich meine hier aber Betriebsgrössen von 500 ha und mehr). In West und Mitteleuropa und in Nordamerika, ev. auch in den asiatischen entwickelten Ländern wird es daneben auch eine "Premiumproduktion" geben. Die Bio-Landwirtschaft wird in diesem Bereich wohl ihr Monopol verlieren. Es wird auch andere Versuche geben, die Vielfalt der Verbraucherwünsche abzudecken.
Die Bio-Landwirtschaft wird ihre Vorreiterrolle in der alternativen Qualitätsprodution aber beibehalten. Speziell in Österreich, wo die Betriebsstrukturen für die konv. Rohstoffproduktion kaum vorhanden sind, wird sich die Qualitätsproduktion viel stärker durchsetzen als im globalen Schnitt. Die Messlatte, an der die LW der Zukunft gemessen werden wird, ist allerdings eine andere. In Zeiten der Rohstoffverknappung wird auch der Output oder besser gesagt, das Verhältnis Input zu Output je Flächeneinheit eine stärkere Rolle spielen. Nachhaltigkeit wird weiterhin ein wichtiges Thema sein. Die CO2 Bilanz der Produktion wird ebenfalls wichtig sein. Im Alternativbereich wird das Thema Vielfalt, Biodiversität, zunehmen.
Mittelfristig wird das Problem der zu Ende gehenden Kalilager zu lösen sein. Die Nährstoffrückführung aus Biotonne bzw. Klärschlamm wird eine technische Herausforderung für die Zukunft. Landw. Rohstoffe werden sich preislich noch stärker am allg. Rohstoffmarkt orientieren. In Zeiten des Rohstoffmangels werden die Preise für Ackerland ebenfalls ansteigen. Das Preisniveau wird sich am Produktionspotential des Bodens (Bodengüte und Klima) orientieren. (Man bedenke, dass gute Böden in Bulgarien und Rumänien noch 2000 Euro je Ha zu haben sind - mittelfristig ist das sicher eine sehr gute Wertanlage).



  15-03-2011 15:03  ah1
Bio - was dann?
@mfj:
"bio"-produkte wird man immer produzieren können, man braucht ja nur die derzeitigen "biorichtlinien" ändern, schon klappts wieder ;))

zur nachhaltigkeit:
N-düngung hat nebenbei bemerkt eine äußerst positive energiebilanz. wär also ökologisch sinnvoll. eventuell könnte die durch effizienter N-düngung mehr produzierte biomasse dazu genutzt werden um ein paar akw abzuschalten. nur befinden sich manche leute dabei in einem glaubenskonflikt.

  15-03-2011 15:13  krähwinkler
Bio - was dann?
Spannend, was ich da lese. Wenn die Kalilager zu Ende gehen, von den Phosphorlagerstätten wird das auch erwartet, dann sind die ertragsbegrenzenden Nährstoffe nicht mehr die synthetischen Stickstoffdünger. Das würde ja die Ertragszuwächse zunichte machen. Nährstoffrecycling aus Kloaken würden das Zukunftsbusiness schlechthin werden. Und wenn die Weltmarktpreise so wie jetzt fallweise weit über den Produktionskosten liegen, beginnt das Gerangel um die Grundstücke erst recht. Das heißt für Pächter wird es eng werden.

  15-03-2011 16:21  krähwinkler
Bio - was dann?
@ ah1
Wie voreingenommen man liest! Stall Energiebilanz hab ich glatt co2 -Bilanz gelesen. Bitte um Infoquellen, ob die Treibhausgasbilanz von Handelsdünger auch so gut ist wie die der Energie. Bin durchaus bereit einen Holzweg zu verlassen, falls triftig.

  15-03-2011 16:25  theres
Bio - was dann?
Ich hab mir vor einer Weile den Weltagrarbericht genauer durchgelesen.
Da stand wieder ganz was anderes, als was hier als Zukunftsvision dargestellt wird.
Es kann ja sein, dass sich die vielen Wissenschaftler, die sich mehrere Jahre damit beschäftigten, nur beschriebene Blätter fabrizierten.
Aber wenn ihre Aussagen nur ein wenig die zukünftige Richtung andeuten, dann wird der Traum von immer Grösser und noch mehr Ertrag wohl ein Traum bleiben.
Meine Vorstellungen von einer zukünftigen Landwirtschaft ist wohl eine vollkommen andere.
Manchmal bekomme ich Bauchweh- wenn ich sehe, wie die effizienten Schreiber sich über die Zukunft der Ernährung outen.
Ein Glück hat der, der wenigstens ein paar Quadratmeter hat- um sich grösstenteils selbst zu versorgen.
Was hier so ganz übersehen wird- auch die Energiepreise steigen- da bleibt in der Regel für den Landwirt wie eh und je- eines genügend übrig- Arbeit und Kosten.
Und wenn wir mit unserer Bodenbewirtschaftung so weitermachen, dann kann es auch einmal ganz schnell Schluss mit lustig sein.
Mir fehlen in dieser Diskussion die Beiträge der anderen Häfte der Menschheit.
So liebe Männer - jetzt könnt ihr wieder weiter träumen.




  15-03-2011 16:42  ah1
Bio - was dann?
@alois:

auf die schnelle hab ich keine wissenschaftliche berechnung zur treibhausbilanz.
nur mein chemisches wissen:

überblicksmaßig:
ammoniak herstellung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Haber-Bosch-Verfahren
daraus harnstoff:
http://de.wikipedia.org/wiki/Harnstoff

die dazu nötige energie (natürlich inkl. transport, ausbringung,...) aus dem biomasse-mehrertrag - voila

so einfach wärs! ;)

  15-03-2011 17:27  mfj
Bio - was dann?

@Burgstaller...

dann musst du deine Frage anders stellen.

Bio was dann...verstehe ich so: Bio ist ja ein Umweltprogramm von vielen möglichen, und kann sich nicht mal in Österreich alleine durchsetzen.
Jetzt liegt es an den Bio-Leuten...ihr Programm zu optimieren.
Die dauernde Medienkampagne ist ja auch ein Versuch, Verbraucher, Politik aber vor allem Bauern umzustimmen.

Wir werden sehen, wie die Europaweiten Umweltprogramme in Zukunft aussehen...das wird entscheidend sein – ob die Biolandwirtschaft sich überhaupt noch selber definieren kann.

Wenn Du wissen willst, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussieht – mußt du die Frage anders stellen !




  15-03-2011 18:24  krähwinkler
Bio - was dann?
@mfj
Natürlich interessieren mich die Erwartungen mehr als die leidige Biodebatte. Hätte ich eine Zukunftsfrage gestellt, - beispielsweise: wie beutreilt ihr die Zukunft der Landwirtschaft? - hätte ein allgemeines Gähnen eingesetzt. Deshalb der Bioaufhänger! Die Zukunft wird ja eh nie so, wie man sich das vorstellt! Aber die unsere Erwartungen bestimmen über unsere Geldtasche.

@theres
Selbstversorgen? Nicht mein Ding. Boden? - Topthema finde ich. Energie? - wird nicht knapp werden aber teuer. Warum ich so kurz angebunden bin? Eben erst aufgewacht!

@ah1
Also doch zwei Paar Schuhe: Energie und Treibhausgas! Aber trotzdem erfrischend.

@Vermisstenanzeige: Wo sind die Pessimisten geblieben?

  15-03-2011 18:49  ah1
Bio - was dann?
@alois:
nein, eigentlich nicht 2 paar schuhe - bestandteile kommen ja alle aus luft und wasser.
für ammoniak brauchst Wasserstoff - aus Wasser, und Stickstoff - aus der Luft.
dann nimmst 2 ammoniakmoleküle, schmeisst ein co2 (ebenfalls aus der luft) dazu - und fertig ist der harstoff.

für die produktion von harnstoff brauchst nimmst die energie aus einem bruchteil der biomasse, die durch die düngung mehr heranwächst - co2 neutral (eigentlich sogar weit positiv)

beispiel:
http://80.254.131.114/solutions/effizient_duengen/download/Newsletter_2_2011.pdf
wennst jetzt von den 1:7 noch ein bisschen reserve für lobby abziehst, bleibst trotzdem positiv.

  15-03-2011 19:11  biolix
Bio - was dann?
@ ahaa so viel Fachkenntnis haut mich um, du hast echt das "Perpetuum mobile" in der LW entdeckt... ;-)

Unglaublich, wenns nur so wäre, die Fakten sprechen eine andere Sprache, allein die Verluste beim Haber Boschverfahren, 2 Liter fossiles Öl für ein kg N allein bei der Produktion, Humusabbau, und sonst alles was wir aus der intensiven LW kennen, inkl. Isotopenuntersuchung wo dann ca. 10% des "super Haber-Bosch-Düngers" in der Kulturpflanze gefunden wird, der Rest geht beim streuen schon in die Luft und dannins Wasser...mich wundert echt nichts mehr bei dir...effizients pur.... ;-)

lg biolix

p.s. sonst bin ich bei theres, die "industrialisierte" LW wird sich schneller aufhören als wir es glauben, besonders wenn die Stadtflucht kommt...;-)(

  15-03-2011 19:27  Tyrolens
Bio - was dann?
Bekanntlich soll man nicht mit Dummen streiten, denn die ziehen einen runter auf ihr Niveau um einen dann mit ihrer Erfahrung zu schlagen. Darum antworte ich jetzt nicht, Biolix.

  15-03-2011 19:47  ah1
Bio - was dann?
biologienix, chemienix, fachkenntnix, immer wieder schafft er es mit seinem nicht nachvollziehbaren unwissen etwas humor in unseren alltag zu bringen! danke dafür :DD

  15-03-2011 20:00  agrobertl
Bio - was dann?
@aha
naja eine gute argumentation, aber ich bin sehr skeptisch wenn die berechnung vom düngemittelhersteller kommt. (glaube keiner statistik die du nicht selbst gefälscht hast).
warum nicht einfach bakterien den luftstickstoff binden lassen - leguminosen etc.

  15-03-2011 20:01  biolix
Bio - was dann?
Hallo !

ihr 2 Leuchten leuchtets ja echt bis zum Nordpol.. nennt man das deswegen dann Polarlicht ? ;-))


Und besonders der Satz gefällt mir wieder mal sehr:

"Außerdem helfen N-Dünger den Pflanzen, mehr CO2
zu binden, das sie für die Photosynthese benötigen;
denn mit N gedüngte Pflanzen produzieren mehr
Biomasse als ungedüngte und speichern somit mehr
CO2."


Ja klar, wie lange speichern sie mehr CO2 ?

Weiters komisch, man könnte ja ausgejhen das wenigstens mehr Wurzelmasse "produziert" wird mit N-Düngern, aber nein , genau das GEgenteil ist der Fall, die Wurzeln verkümmern in Hydrokulturen, wozu braucht sie die Pflanze auch, wenn sie eh sooo "toll" versorgt wird...

Von der "Versalzung" der Böden gar nicht zu sprechen...

Also ihr 2, habt ihr echt Euer wissen, echt nur aus PSM und Düngemittel Newsletter und Katalogen ?

lg biolix

p.s. ohne Argumente bleiben oft Andere die Dummen... ;-)

Apropos, lernte letztens wieder einen neuen Biobauern kennen, hat vor 2 Jahren umgestellt, er erzählte mir das er 15 Jahre nun schon viehlos war, und imemr mehr und mehr düngte mit N-Düngern, aber irgendwie gingen die Erträge immer mehr zurück, was hat er da falsch gemacht ? Und als ihm siene Tochter Bodenproben auf der BOKU machte und ihm die Auswertung auf Humus udn Krümelstruktur zeigte inkl. die eines vergleichbaren "gesunden Bodens" hat er dann auf Bio umgestellt, weil er sehr geschockt war...



  15-03-2011 20:14  Biohias
Bio - was dann?
was is das eigentlich für ne frage...
wenn alles Bio is dann is alles optimal und wir haben eine wunderbare welt ;-))

  15-03-2011 20:36  agrobertl
Bio - was dann?
@biohias
und wer ist bereit was für bio zu bezahlen?
und wie kann man die welt mit bio alleine ernähren?

schön wärs wenn alles bio wäre - alle wären zufrieden - es gäbe nix mehr an der landwirtschaft auszusetzten, alle werden mit bioburger vom mc donalds übergewichtig...

alles zu schön um wahr zu sein....

  15-03-2011 21:47  Joe_D
Bio - was dann?
weltweit sind die durchschnittlichen Getreideerträge pro ha ca. 3000kg u. bei Mais 3200kg....

leider kann die Welt nicht ernährt werden.... geht leider mathematisch einfach nicht...

diesen Agument verbreiten vorallem von Maschinenverkäufer verwendet um die Hoffnung auf höhere Rohstoffpreise in aussicht zu stellen.............

die Frage ist viel mehr: wie viel Menschen verträgt die Welt, dass sie für Säugetiere genug Sauerstoff, lebeswerte Themeraturunterschiede, UV-Einstrahlung, reines Grundwasser, u.s.w.

war heute wieder mal ein Film auf Arte: UNSER TÄGLICH GIFT

  15-03-2011 21:56  Gadet
Bio - was dann?
Mit dem Biolix über etwas zu diskutieren gebe ich ab sofort offiziell auf. Gegen soviel selbst zusammengereimtes Halbwissen kommt einfach keiner an.


  15-03-2011 22:51  biolix
Bio - was dann?
Hallo !

also Gadet, du kansnt alles wiederlegen... wo ist das "Halbwissen", kannst du wenigsten den einen Satz für den aha klarstellen aus dem "Künstdüngerwerbenewsletter" mit der höheren CO2 Aufnahme, danke !

Und natürlich meine sonstigen Darstellungen des "Halbwissens" auch, oder beginnst wieder beim "Kunstdüngerwerbenewsletter" und der aha Aussage von 1 : 7, wäre das nicht ehrlicher und anständiger dort mal kritisch drüber zu lesen und sogar Lügen aufzudecken ?

lg biolix

p.s. ja joe, es wird immer "geflunkert" mit den ach so hohen Spitzenerträgen in der konv. LW, dann schaut man genauer, sinds im SChnitt um ca. 30% mehr und das bei dem fossilen Energieeinsatz mehr pro ha, sonst könnte ja ein Lampert beim Hofer ja das nciht aufs Packerl drucken, aber klar, das "Perpeetum Mobile" der chemischen Industrie, zählt einfach mehr.. ;-)(((

  15-03-2011 23:05  mosti
Bio - was dann?
wenn größe wirklich so wirkungsvoll währe, gäbe es kleinen milchbauern mit 10-20 kühen längst nicht mehr. schaut mal in arbeitskreis milch, beinahe doppelte milchleistung und was bleibt? 100€ mehr je kuh !!! wenn 1 kuh nichts bringt, hilfts nichts wennsd 1000 kühe machst! es gibt immer noch zu viele dumme bauern die für weniger geld mehr arbeit machen!!!

  16-03-2011 00:24  Joe_D
Bio - was dann?
das mit der Welternährung ist vergleichbar mit:

Geld ist schlecht ............... so lange es du nicht mit Rom teilst
und am besten man zahlt Gutscheine für´s leben im Himmel.......

der stammt allerdings aus dem 16. Jahrundert

aber zum Glück ist selbst die Kirche, zumindest darüber schon lange hinweg



  16-03-2011 07:48  krähwinkler
Bio - was dann?
@biolix
Stadtflucht als Zukunftstrend? Das wäre eine Trendumkehr und eine schöne Vorstellung: Lebendige Dörfer und überfüllte Landschulen.
@mosti
Die 8.000 Liter Kuh gilt noch als Maß der Dinge. Die Ergebnisse der Leistungskontrolle weisen aber seit 3 Jahren bei den Inhaltsstoffen kaum mehr Steigerungen aus.
@ah1
Energie vom Acker: war auch schon einmal unumstrittener. In Deutschland steckt da der Karren ordentlich im Dreck. Und Energie vom Dach legt die Feuerwehren flach! (Stromschlag beim Brandlöschen)

  16-03-2011 08:20  ah1
Bio - was dann?
ja alois, es ist alles nur unumstritten, solange man selbst davon nicht negativ betroffen ist - florianiprinzip

windräder haben infraschall und schauen hässlich aus, wasserkraftwerke töten fische und zerstören die natur, akws verstrahlen die ganze welt. öl, gas u. kohle führen zum treibhauseffekt.
pv-paneele blenden und reflektieren zu viel, biogas stinkt, durch geothermie wird die erdkruste instabil.
alles wird abgeleht, da es doch andere alternativen dazu gibt!!

  16-03-2011 11:38  MF7600
Bio - was dann?
@biolix
und wie gehts deinem geschocken viehlosen neobiobauern heute?
ja wenn er konventionell schon nichts mehr zambring is besser er wird biobauer, dann hat er wenigstens die höhere förderung!! ;-))
dann kann er erfolgreich leguminosen anbauen und niederhäckseln.

  16-03-2011 12:11  MF7600
Bio - was dann?
@biolix
konvis ernten nicht nur um 30% mehr, sie brauchen auch keine 30% unproduktive fläche zur N-erzeugung aus leguminosen!!

  16-03-2011 12:56  Joe_D
Bio - was dann?
ja für den N / Eiweißfrüchte gema liba Urwaldroden und Einheimische vertreim........

  16-03-2011 14:28  MF7600
Bio - was dann?
stimmt ich find es auch bedenklich bei unseren besten ackerböden 30% zb. kleegrasflächen einzuhäckseln und auf 30% ertrag trotzdem zu verzichten und anderswo müssen sie urwälder abholzen zur nahrungsmittelproduktion.

  16-03-2011 14:32  krähwinkler
Bio - was dann?
Ja diese ewigen Neinsager: Nein zu Zwentendorf, Nein zu Hainburg, Nein zur Gentechnik, Nein zum Kastenstand, Nein zur Käfighaltung, Nein zum Vollspaltenboden. Lauter Fortschrittsverweigerer? Wissenschafts- und Lobbyistenskepsis sind angebrachter denn je. Aber da sind wir uns ja eh wieder einig

  16-03-2011 19:17  MF7600
Bio - was dann?
nein zu windrädern,nein zu biogas,nein zu...., nein zu hausverstand,....

  16-03-2011 20:07  Fetzerl
Bio - was dann?
@MF7600: wie wärs, wenn man die 30 % Leguminosen vernünftig nützen würde? Nicht nur als Futter für den Boden (= Häckseln), sondern tatsächlich als Tierfutter (Rinder, etc.) oder zumindest als Futter für die Biogasanlage? Dann sieht die Rechnung schon wieder ganz anders aus...
Ich hab auch mein Kleegras stehen, aber das verwerte ich über meine Rinder und hab dazu noch den Mist...
Es hat schon seinen Grund gehabt, warum früher fast alle Betriebe irgendwelche Wiederkäuer gehabt haben: die haben das Gras/Klee/Luzerne verwerten können. Der reine Ackerbaubetrieb ist ja eigentlich eine Erfindung unserer Zeit, noch vor 50 Jahren hatten selbst große Gutsbetriebe große Stallungen...

LG, Franz

  16-03-2011 21:29  lw1
Bio - was dann?
@MF7600: Ich versteh jetzt nicht so ganz was du gegen die 30% Begrünung hast?
Man kann nicht immer 100% aus dem Boden rausholen...
Da ist es doch eine gute Idee dem Boden auch mal etwas (auf natürliche Weise) zurückzugeben.
Eben z.B. N durch Leguminosen...

  16-03-2011 21:54  agrobertl
Bio - was dann?
ich bin gestern über die bakterien gestolpert, die luftstickstoff binden.
da braucht man keine 30% leguminosen mehr.
http://www.agrotrader.at/Dokumente_A_P/Produktbeschreibung%20Azotovit%20und%20Phosphatovit.pdf
lg
bertl

  16-03-2011 23:43  Biohias
Bio - was dann?
man braucht keine 30% kleegras!! andere leguminosen (soja, erbsen, ackerbohnen, lupinen)
sind einwandfrei als tierfutter...
ich hab ca. 15% in der FF
ich wollt auch schon mit 3 bio-kollegen eine bga baun zum kleegras verwerten,
hab auch nur paar fresser zur mast und die kriegen nur weide und heu...
auch ein mastbetrieb mit weide, kein passender standort...
aber einer wollt nimmer und keiner vom rest wollt die bga bei sich am hof haben..
aber wenn die heu-preise so bleiben werd ich wohl as kleegras auch noch heign;-))


  17-03-2011 07:37  MF7600
Bio - was dann?
@biohias
durch deine schweinehaltung bringst ja ordentlich N in den boden. schweinehaltung und gülleeinsatz ist ja noch immer die beste kreislaufwirtschaft.
15% unproduktive flächen sind ja noch immer eine katastrophe!


  17-03-2011 07:49  MF7600
Bio - was dann?
mit 30 % weniger ertrag und 25% unproduktiver häckselfläche bist auf der hälfte des ertrages eines konvibetriebes mit N- handelsdüngereinsatz!!!
dann bist auf den 1:7 die von biolix nicht "geglaubt" werden!!! also seeeeehr effizient!!

  17-03-2011 09:29  ah1
Bio - was dann?
die 1:7 sind noch ohne unproduktive fläche gerechnet, also nur durch die düngung alleine. sonst wärs ja noch um vieles höher!!

eine gewisse fruchtfolge ist pflanzenbaulich durchaus sinnvoll.

laut meinem angegebenen link brauchts 3kg weizen um die energie für 1kg stickstoffdüngung (in form von harnstoff) wieder gewonnen zu haben.

wenn ich jetzt berechne:

10t trockenmais/ha (bereits abzug für trocknung berücksichtigt) bei 170 kg N verbrauch.
3t soja bei 150-200 kg N-fixierung.

jetzt rechnet sich jeder selber aus in welche richtung die fruchtfolge gehen sollte, wenn man auf die energiebilanz schauen will!!!!



  17-03-2011 09:54  biolix
Bio - was dann?
Hallo !

also aha, du kannst nichtmal den einen Satz aus deinem "Agrochemienewsletter" richtig stellen udn kommst wieder mit dem daher, ohne jemals übe die Vorgänge die sich in unseren Böden übherhaupt "abspielen" bei Zugabe von leicht löslcihen Handelsdünger, und wie lange das schon getan wird, und wie lange das noch gehen wird, aufgrund des Bodenzustandes...

mehr am wochenende, muss weg...

lg biolix

  17-03-2011 10:38  ah1
Bio - was dann?
lix:
welchen satz soll ich richtigstellen?? wenn ich irgendetwas überlesen hab, sags mir, dann versuch ich's zu erklären!!
welche "vorgänge" spielen sich im boden bei handelsdünger ab?? du redest irgendetwas von bodenzustand - keine ahnung was du meinst!!

ich kann dir nur sagen: bei mir gibts mulch- bzw. auch direktsaat, zwischenfrüchte,... - ich schau ja auf den boden!!
"handelsdünger" wird, wenn mir verfügbar, durch im biolandbau zugelassene (!!!) dünger ersetzt.
soviel zur kreislaufwirtschaft: dieses jahr bekommen wir als rübenproduzenten (!!!) keine restmelasse mehr, da schon alles reserviert ist. ein großer teil davon auch von biolandwirten!!
ist ja pervers: ich kann meine entnommenen nährstoffe durch meine eigene restmelasse nicht rückführen, weil diese bei biolandwirten im sinne von "kreislaufwirtschaft" ausgebracht wird. ich selbst muss dann natürlich handelsdünger kaufen und bin dann der böse??!! ich bitte um sachliche erklärung!

  17-03-2011 12:46  MF7600
Bio - was dann?
hahaha ja lustig keine restmelasse mehr verfügbar auch vinasse wird aus, haben alles die biobauern vorreserviert ohne noch einen preis zu wissen!!!!
ich hätte vor den rüben melasse ausbringen wollen und keinen mineralischen dünger streuen- aber leider, jetzt muss ich kali und harnstoff streuen- lustig diese kreislaufwirtschaft!!!


  17-03-2011 21:16  biolix
Bio - was dann?
Nabend konvie Freunde ! ;-)

also jetzt wirds aber zeit das ihr echt den Wert von Vinasse und Restmelasse erkennt und endlich das bezahlt was der Agrana zusteht und die Biobauern auch zahlen können, sonst wirds echt eng für Euch was ich da so lese...

Na im Ernst, Vinasse und Melasse macht nicht mal 1% der Düngung im biol. Ackerbau aus, und von dir lieber aha wir immer eines raus gepickt und das als soo schrecklich hin gestellt, wenns nach mir ginge und du weißt das, bekommen Biobetriebe nur ihre eigene Biomelasse und Biovinasse zurück aus ihrer Biorübenproduktion...

Aha das du nicht lesen kannst, von oben nach unten und zig Fragen udn Fakten von mir übersiehst bin ich ja eh schon gewöhnt, aber zur Wiederholung keine Lust, es steht alles oben..

Und komisch, wer zwingt Euch "leicht löslichen Handelsdünger " zu kaufen, so wie 99% der BiobäuerInnen gott sei dank nicht gezwungen werden, Vinasse udn Restmelasse zu kaufen ?

lg biolix

  17-03-2011 21:30  MF7600
Bio - was dann?
zahlen könnt ichs schon nur ich war zu langsam da es die bios scheinbar nötiger haben ;-))
zu mineraldünger zwingen mich nur meine wirtschaftlichen interessen- genauso wie die bios mit der melasse! ich würde in dem punkt die biorichtlinien nochmals überarbeiten ;-)
da schau ich aber wenn die melasse nur 1% des handelsdüngereinsatzes im biolandbau ausmacht!!!


  17-03-2011 21:34  biolix
Bio - was dann?
Freund mf, es gitb grundsätzlich keinen "Handledünger" im Biolandbau, den der ist "leicht löslich" und der ist verboten...
Aber von allen eingesetzten Biowirtschaftsdünger inkl. Zukaufsdünger macht es nchtmal einen Prozent aus...

daher, es gibt auch im Biolandbau noch einiges zu tun, sage ich immer wieder, aber im Großen und Ganzen ist er der richtige Weg..;-)

lg biolix

  17-03-2011 21:39  MF7600
Bio - was dann?
hab mir mal die mühe gemacht mit dem spaten das bodenleben meines ackers -vorfrucht körnermais- nach jahrelanger mulchsaat, mit dem bodenleben eines angrenzenden feldes eines biobauern zu vergleichen.
biolix was soll ich sagen,....

  17-03-2011 21:44  MF7600
Bio - was dann?
neeeiiiin kein handelsdünger, die melasse haben sie gestohlen hahahahaha


  17-03-2011 21:45  ah1
Bio - was dann?
lix:
soll ich jetzt jeden einzelnen satz von dir kommentieren, damit ich in deinem wirrwarr an falschbehauptungen nichts unbeantwortet lasse??
wennst fragen hast frage, wennst fundamentalismus verbreiten willst gründe eine sekte!!

  17-03-2011 21:47  Biohias
Bio - was dann?
also bei uns kenn ich kein einzigen biobauer der melasse oder vinasse hernimmt..
wenn dann die gärtner, da kenn ich paar, die sind auch recht begeistert davon.
mfg

  17-03-2011 21:48  MF7600
Bio - was dann?
für biolix nochmals gaaaanz langsam:

Der Handelsdünger wird vom Landwirt zugekauft im Gegensatz zu den im landwirtschaftlichen Betrieb anfallenden Wirtschaftsdüngern. Häufig fälschlicherweise als Synonym für mineralische Düngemittel benutzt.

du biozukaufsdüngergelehrter ;-)))

  17-03-2011 21:50  MF7600
Bio - was dann?
ich kenn einige die bekommens sattelzugweise- aber ich will jetzt nicht auch noch werbung dafür machen!!

  17-03-2011 21:50  biolix
Bio - was dann?
danke hias, und verstehst du den ah ?
Und was meint er mit der "Sekte", einerseits hat er "Probleme" mit dem Biolandbau wenn er nicht immer zu 100% in der Kreislaufwirtschaft wirtschaftet, andererseits das, was soll man da verstehen... ;-)(

lg biolix

  17-03-2011 21:52  biolix
Bio - was dann?
mf, du kennst Leut..;-)

Die kenn ich nicht.. und wie gesagt,. ich kenne aber die "Düngestatistiken" des Biolandbaus in Ö...

lg biolix

  17-03-2011 21:56  MF7600
Bio - was dann?
glaube keiner statistik die du nicht selbst gefällscht hast, brrrrrr ;-)
da findest vieleicht nichts unter "zukaufsdünger"!!!
da must unter handelsdünger schaun!!

  17-03-2011 21:59  biolix
Bio - was dann?
tut leid mf, im Biolandbau heisst der "Zukaufsdünger aus pflanzlicher Herkunft", also Vinasse etc...

  17-03-2011 22:01  MF7600
Bio - was dann?
kann aber auch sein dass die bioleute die ich kenn den zukaufsdünger gar nicht selber ausbringen sondern weiterhandeln*gggg*