Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken

Antworten: 34
traktorensteff 09-03-2011 11:00 - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
http://ooe.orf.at/stories/502798
7.3.2011

In elf Bezirken Oberösterreichs ist im Vorjahr massives Bienensterben durch ein Insektizid verursacht worden, das beim Maisanbau eingesetzt wird. Mindestens 343 Bienenvölker waren betroffen.

Mit dem Insektizid werden die Maiskörner zum Schutz vor Insektenbefall behandelt. Der Wirkstoff, ein Nervengift, bleibt während des Wachstums in der Pflanze und wird von den Insekten aufgenommen.

Das Insektengift ist in Italien, Deutschland und der Schweiz bereits verboten, in Österreich wird es als "annehmbares Risiko" eingestuft. In Italien soll das Gift 2002 50.000 Bienenvölker getötet haben.

Anders als in Medienberichten dargestellt, sei der Wirkstoff im Honig aber nicht nachgewiesen worden, stellt Maximilian Liedlbauer vom Landesverband für Bienenzucht klar. Die betroffenen Bienen verenden nämlich schon vor der Honigproduktion.

--------
Was kann man tun?



mulcher antwortet um 09-03-2011 11:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
Aufhören mit dem Blödsinn. Ohne Bienen keine landwirtschaftlichen Erzeugnisse auf den Feldern. Wer das nicht begreift ist als Bauer ungeeignet.




mfj antwortet um 09-03-2011 11:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken


Na sowas, ich dachte immer...jetzt hat man dem Teufel endlich die Füsse gebunden ?


Was schrieb Ökoland vor zwei Jahren:


Quelle Ökoland:

Für Gentechnik-Gegner - wo das Bienensterben bisher nicht aufgetreten ist - steht bereits fest: Der Gen-Mais ist schuld, werde er doch überall in großen Mengen angebaut.

"Wir fordern daher in Europa einen sofortigen Anbaustopp für gentechnisch veränderten Mais", sagt Steffi Ober vom Naturschutzbund.
Sogenannter Bt-Mais enthält Gene des Bakteriums Bacillus thuringiensis (Bt). Damit können die Pflanzen ein Gift bilden, das Fraßinsekten abwehrt, indem es ihren Darm durchlöchert.

"Das im Bt-Mais enthaltene Insektengift schadet den Bienen", sagt Manfred Hederer vom Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbund.


...und jetzt das ?

Und sofort hat man wieder einen Schuldigen ;-)))
Vielleicht sind´s ja auch die Handystrahlen...lieber Traktorensteff und Mulcher, oder gar der zunehmende Ökolandbau ??





Imker_Wien antwortet um 09-03-2011 11:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
hallo,

Viele Bauern denken glaube ich mittlerweile das nur durch Düngung und Pflanzenschutz der Ertrag zu steigern ist. Ich sehe das jedoch anders.

Der Ertrag lässt sich jedoch viel umweltschonender steigern. Und zwar mit effektiver Bestäubung.

Die Universität für Bodenkultur hat diesbezüglich ein Projekt gestartet.
(Projektleiter: Dr. Dipl.Ing. (FH) Stefan Mandl)
Die Kultur war Raps. Ertragssteigerung um 1t pro ha (Wert glaube ich so 300€) und das ohne Mehrkosten. Keine Ausbringung keine Bearbeitung. Die paar m² fläche die der Imker für die Aufstellung benötigt kann glaube ich jeder Landwirt entbehren.


Viele Anfänger wollen für die Bestäubung kein Geld (Bestäubungsgeld) haben. Sondern sie sind froh das sie einen Standplatz haben. Die einzige Maßnahme die wir Imker von den Bauern jedoch erwarten ist ein bienenfreundlicher PS. Wenn man sich zusammenredet hat jeder seinen Nutzen.

Durch reden kommen'd Leut' zam.

In diesem Sinne, guten Erfolg.


Josefjosef antwortet um 09-03-2011 12:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
Anscheinend ist es nun wirklich so, dass die Beizung des Saatmaises Schuld ist.
Seltsam ist, dass im letzten Jahr alle Sämaschinen umgebaut werden mußten, damit die Beize weiter verwendet werden durfte. Landwirte, die Mais auf Mais anbauten, mußten sogar unterschreiben, dass sie die Beize "verpflichtend" beim Anbau einsetzen.
Nun scheint es so, dass die Bauern wieder die Trotteln sein dürfen.
Hätte man das Insektizid bereits früher verboten, hätte man sich die Umbauten der
Maschinen ersparen können.
Auch wenn nicht 100% zweifelsfrei feststeht, dass das Insektizid Hauptverursacher des Bienensterbens ist, so muß es trotzdem ehestmöglich verboten werden.
Bienen sind wichtiger, als Maisfruchtfolgen. Und wer glaubt, er muß jahrelang Mais auf Mais anbauen, der soll den Maiszünsler mit Hilfe von einer Steinschleuder bekämpfen.
Die Biene ist eines der wichtigsten Geschöpfe der Natur, welche hilft, Nahrungsmittel zu produzieren.




traktorensteff antwortet um 09-03-2011 13:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
@ Lieber tria, niemand (besonders ich nicht) will auf die Maisbauern "eindreschen". Diesen aktuellen Beitrag habe ich auf ORF.at gesehen und mir gedacht, darüber sollte man auf landwirt.com reden. Klar, dass dieser Beitrag zu kurz greift und nur einige Dinge grob anspricht. Wie Josef erwähnt hat, wurden bereits Sämaschinen umgerüstet und versucht, die Auswirkungen zu verringern. Das heißt, es sollte wenigstens versucht werden, den "Schaden" minimal zu halten.


kolli antwortet um 09-03-2011 18:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
Clothinidin ist ein Bienengift, und zwar schon in sehr geringen Dosen. Das ist unbestritten. Aus diesem Grund ist es auch fast überall in Europa verboten worden. Unklar ist, wie das Gift den Weg zu den Bienen findet. Nachgewiesen wurde dieses Gift in den verendeten Bienenvölkern schon lange. Die Abdrift von Beizmittel war lange im Verdacht - deshalb der Umbau der Maschinen. Es gab aber schon immer Wissenschaftler, die gemeint haben, dass das Gift auch über das Gutationswasser (Tropfwasser auf den Maispflanzen) in den Bienenorganismus gelangt. Wenn das der Fall ist, war der Umbau tatsächlich umsonst.
Na ja, vielleicht nicht ganz, denn Clothinidin ist ja auch für den Menschen ein ziemlich starkes Nervengift. Da ist es vielleicht nicht ganz schlecht, wenn der Bauer bei Kontrollgängen hinter dem Maissetzgerät den Staub nicht ungefiltert inhaliert.
Als Maisbauer mache ich mir schon so meine Gedanken. Es ist kein gutes Gefühl, zu wissen, dass ich pflanzen anbaue, die monatelang Gift in sich tragen. Das ist ja das heimtückische an diesem Gift: die Pflanze nimmt es auf und es befindet sich in der ganzen Pflanze - bis hin zu den Staubgefäßen. Ansonsten würde es ja auch nicht gegen den Maiswurzelbohrer wirken.
Beim Bt-Mais ist es ja auch so - das Gift ist die ganze Zeit in der Pflanze. So was brauch ich nicht. Ich will ungiftigen Mais bauen.


179781 antwortet um 09-03-2011 21:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
kolli hat in seinem Beitrag recht sachlich erklärt, was da abläuft.
Die öffentliche Disskussion zu diesem Thema wird leider von jeder Seite meistens nur mit ideologisch eingefärbten Argumenten - wie die Schreiber vorher zeigen - geführt. Sowohl Gegner als auch Befürworter haben vorgefertigte Meinungen und wollen nichts anderes hören und sehen. So kommt halt nichts gescheites heraus.

Tatsache ist auch, dass der Maiswurzelbohrer, gegen den sich die Beize richtet, eigentlich ein recht harmloser Schädling ist. Er kann sich in einer Fruchtfolge nicht richtig vermehren, weil er nur von Mais lebt. Deshalb wird seine Vermehrung massiv reduziert, wenn nach Mais eine andere Frucht steht. Also ist das Problem nicht der Käfer, sondern der Bauer, der nur Mais anbauen will und damit einen Schädling vermehrt, der auch auf andere übergreift.

Gottfried


179781 antwortet um 09-03-2011 22:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
Bei uns gibt es bis jetzt noch keine solchen Biester, deshalb auch keine praktischen Erfahrungen. In der Literatur kann man aber lesen, dass die Käfer nur in begrenztem Umfang mobil sind. Starke Vermehrung findet nur statt, wenn nach Mais wieder Mais steht, wenn im übernächsten Jahr wieder Mais kommt, dann ist die Vermehjrung schon stark reduziert, und nach zwei Jahren ohne Mais gibt es auf der Fläche nur mehr einzlene Überlebende. Wo eine Vermehrung natürlich jahrgangsübergreifend stattfindet, sind die Feldränder. Dort kann die Population von einem Feld zum anderen im nächsten Jahr wandern und sich weitervermehren. Wie breit die Ränder sein müssen, damit kein Übergang stattfindet, darüber gibt es verschiedene Meinungen. Hier dürfte aber ein Grund liegen, warum in maisstarken Regionen das Problem zunimmt.
Im übrigen sitze ich nicht im Elfenbeinturm, sondern höchstens auf dem Traktor. Und Gedanken zu zukunftsfähiger Landwirtschaft kommen mir eher, wenn ich mit dem Spaten auf den Feldern unterwegs bin, als etwa beim stöbern im Internet.

Gottfried


biolix antwortet um 09-03-2011 23:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
tria , tria, was ist max. 50% Mais ????

Das ist keine Fruchtfolge.. wem wundert da noch irgend was... da sagt einer wem, "du hast kein Fachwissen..", regen sich unheimlich auf... nur "Spezialisten"...

Es muss, und wird so Enden wie es Enden muss... weil sich manche so dumm stellen, oder sind sie es wirklich ?

und danke Gottfried und Steff, und dem Anderen der es gut erklärt hat, aber was wollt ihr da noch "anrichten" bei so viel "Stumpfsinn"...

tg biolix


biolix antwortet um 10-03-2011 09:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
Guten morgen !

tria, du kansnt mal mit deinem Fachwissen aufwarten, also was ist für dich eine Fruchtfolge die Boden und Pflanzen über Jahrhunderte gesund erhält, du kannst hier alles wissenschaftlich reinstellen, und ich werde dir dann erläutern warum du als Steirer mit nachweislich 70% Mais in der Steiermark ( d.h. 3 gliedrige Fruchtfolge wo 2 mal Mais vorkommt ) und du mit 50% auch keine "Chnance" hast, denn eine ordentliche Zukunftsfähige Fruchtfolge sieht anders aus...

Dein "Feinde" sind nicht nur in der Sprache begründet, sondern lies von oben nach unten nur hier nach, die Bienen würdens dir danken.. ;-)

lg biolix


Josefjosef antwortet um 10-03-2011 09:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
Lieber Herr Tria,

wenn die einzige Lektüre, die für dich glaubwürdig ist, die der Bayer AG ist,
dann hält sich dein Wissen aber auch sehr in Grenzen.
Und wer Fruchtfolgen von 50% , oder mehr an Maisanteil hat, der hat die Schädlinge zu sich gerufen.
darum:
Nicht jammern, wie böse der Schädling ist, sondern eine vernünftige Bewirtschaftung der Flächen durchführen.


Tyrolens antwortet um 10-03-2011 10:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
Wieder lustig hier...

Es gibt Betriebe, die bauen seit 20 Jahren zu 100% Mais an. Und das nicht erfolglos, ganz im Gegenteil. Es handelt sich natürlich um Körnermais und für den Boden ist das nichts nachteiliges. Es bleiben doch eine Menge Ernterückstände für den Humusaufbau zurück.
Dass das ganze in Bezug auf Pflanzenkrankheiten problematisch ist, steht auf einem anderen Blatt. Dennoch darf man Monokulturen nicht generell verteufeln. Es gibt bekanntlich den 100-jährigen Roggenanbau, also 100 Jahre hindurch nur Roggen. Das funktioniert auch nicht so schlecht, wie man vielleicht glauben mag.
50% Mais in der Fruchtfolge halte ich bei hohem Druck durch Maiswurzelbohrer für zu hoch. Will man dieses Problem ohne PSM in den Griff bekommen, muss man schon auf 30% gehen und da stellt sich dann ganz einfach die Frage, wie sich das auf den Deckungsbeitrag auswirken würde.

Was die Bienen betrifft, so kann man den Imkern genauso schlechte Bestandsführung vorwerfen. Varroose kommt nicht von ungefähr.


Noch mal kurz zur PSM Problematik: Es war ein Produktionsfehler (Beizfehler), der damals zum Bienensterben geführt hat. Bei ordentlicher Anwendung wäre es zu keinem Bienensterben gekommen.


kolli antwortet um 10-03-2011 11:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
Hallo Tria:

Ich glaube nicht, dass der Mais schlecht für die Fruchtfolge ist. Sonst hätte der Anbau Mais auf Mais auch nicht so lange gut funktioniert. Mais bildet eine Menge an Biomasse, und wenn der Boden imstande ist, diese umzusetzen, dann ist die Fruchtfolge stabil. Die Humusbilanzen der steirischen Maisböden sind so schlecht nicht.
Jetzt geht es halt nicht mehr, aufgrund vom Maiswurzelbohrer. Ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, den Mais zu einer Giftpflanze zu machen (egal ob über Poncho oder gentechnisch über Bt), nur damit man die 100 % Maisfruchtfolge weiterfahren kann.
Im übrigen hab ich ja geschrieben, dass die Wissenschaft nicht genau weiss, wie das Gift zu den Bienen kommt. Dass es aber zu den Bienen kommt - das ist unbestritten. Wenn es nur die Abdrift aus den Maissetzgeräten war, dann müsste es ab jetzt kein Clothinidin in den Bienen mehr geben. Ich bin skeptisch. Ob Gutationswasser oder sonstige Wege - in der Natur läuft vieles, was wir noch nicht wissen.
Bayer macht mit Poncho 800 Millionen Euro Umsatz. Wenn ich glaubwürdige Quellen im Internet suche, dann würde ich nicht unbedingt eine Seite von Bayer heranziehen.


mfj antwortet um 10-03-2011 11:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken


Also, wir müssen hier schon die Kirche im Dorf lassen.

Das Bienensterben – wo ja großflächig in der USA erstmals bemerkt und dokumentiert wurde...brachte folgende „wissenschaftliche Ergebnisse“ zutage...

1. Hauptpunkt waren die Insektizide aus der eigenen Varroa –Bekämpfung (...ein hausgemachtes Sterben also...)
2. Virusbefall der Bienenvölker, mit einem importierten Israeli-Virus...eingetragen durch Bienenimporte aus Australien
3. Unzureichende und fehlerhafte Haltung und Fütterung


Die Analysedaten stammen aus tausenden von Pollen- und Wabenproben.

Leider finde ich den „Link“ zu der verdeutschten Studie nicht mehr.


Das hier natürlich die „gläubige und rückschrittliche Ökogemeinde“ andere Punkte im Vordergrund sieht...versteht sich von selber.
Es weisen trotzdem Untersuchungen darauf hin, dass das „ökolögisch zugelassene“ Insektizid Azadirachtin NeemAzal-T/S auch mit einwirkt.

Natürlich sind alle Insektizide bedingt für Fluginsekten irgendwie schädlich, lieber Biolix...Insektizide und nicht PSM allgemein. Aber dir sind Allgemeingründe sowieso lieber...wie Fakten.


Hier noch einmal der „Deutsche Auszug“ für zugelassene Mittelchen im Ökolandbau...damit das Kreuzverhör nicht so einseitig wird.


http://www.bvl.bund.de/cln_027/nn_492012/DE/04__Pflanzenschutzmittel/00__doks__
downloads/psm__oekoliste-DE,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/psm_
oekoliste-DE.pdf


Stell doch bitte mal die österreichische Liste rein...für mich ist die leider gebührenpflichtig ;-))

...und oute Dich damit als, verantwortungsvoller „Honeybee Fan“


P.S. Was für Gründe sind es, wenn in den nordischen Ländern das Bienensterben Vormarsch bekommt - wo es garkeinen Maisanbau gibt - ....sind dann die "Blondinnen - Witze schuld ?








Leo7 antwortet um 10-03-2011 11:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
@mfj

wer und was "inszeniert" dich eigentlich in deinem leben?
so überfüllt mit mentalmüll...in dir geht´s ja verherend zu!?
aber eins muss man(n) dir lassen, den saulus wirst noch eine
zeit lang spielen dürfen, bevor dich die blindheit überfallen wird, um dann zu sehen,
"was ist".
Danke aber, wie unbewusst du für die beschleuigung der emotionalen ökologisierung direkt
beiträgst.
lg
leo


MF7600 antwortet um 10-03-2011 12:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
das seh ich anders, der mfj ist einer der wenigen die es sehen wie es wirklich ist!
er ist einer der nicht irgend eimem wauwau nachläuft und mit halbwahrheiten um sich wirft, sondern einer der sich objektiv informiert, weiß wovon er spricht und hausverstand besitzt!


kolli antwortet um 10-03-2011 12:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
also mfj:

Das eine große Bienensterben gibt es nicht. Es gibt verschiedene Bienensterben in verschiedenen Regionen. Du schreibst vom Sterben in Nordamerika. Es ist aber nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich, dass das Sterben in verschiedenen Regionen viele Ursachen hat.
Ich glaub nicht, dass in Amerika Insektizide zur Berkämpfung der Varroa verwendet werden - Varroa sind nämlich Milben. Milben sind keine Insekten sondern Spinnentierchen. Drum werden sie durch Akarizide bekämpft.
Poncho ist wahrscheinlich nur eine Ursache unter vielen. Diese ist aber zumindest bekannt - und gehört abgestellt.



Leo7 antwortet um 10-03-2011 13:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
jede(m)r seinen/ihren hausverstand.....manchmal ist die tür nach draussen eben (noch) zu....zitiertes ist niemals erlebtes, wirklich "gesehenes"....
MF, erzähl mir mal, was du unter wauwau verstehst?
oder hast du auch diese flaus-bienen in den ohren - frei nach waalkes-beans.
sicher ist , mfj´s eingebautem sarkasmus versus bio wird den manchmal zu überspiritualisierten bioverechtern nicht schmecken, aber er dient damit mit im grunde der sache.
oder glaubt wirklich wer, das die "matrix" blöd is.....?
leo



Hirschfarm antwortet um 10-03-2011 14:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
Heuer wird der Diabrotica Druck sowieso geringer sein , da die Bedingungen letztes Jahr , (kalt und naß) alles andere als optimal für den Schädling waren. Sämaschinen sind auch alle umgerüstet worden, das heißt unter normalen Umständen sollte die Problematik mit den Bienen Schnee von gestern sein.
mfg


agrobertl antwortet um 11-03-2011 21:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
hi,

hatte viel zu tun und keine zeit fürs forum. ich habe vor 20 jahren augehört zu imkern, da ich durch den besuch der mittelschule nie daheim war und dei varroa bei der biene viel betreuung erfordert. als praktizierender landwirt habe ich mir wieder die bienen als hobby zugelegt.
ich sehe diese problematik von beiden seiten und kann folgendes feststellen:
1) die varroa ist sehr anpassungsfähig, daher wirken chem. mittel bald nicht mehr
2) chem. mittel sind im wachs immer nachweisbar
3) deshalb wollen viele imker nur mehr ihr eigenes wachs retour haben bwz. machen mittelwände selbst
4)varroabekämpfung mit ameisen- oxal- oder milchsäure erfordert erfahrung, teilweise sehr viel arbeit und die wirkung ist auch wetterabhängig. wie überall macht die dosis das gift - etwas zu wenig wirkt nicht, etwas zu viel und die biene erwischt es auch.
5) falls die behandlungen nicht ok waren, dann erwischt es die bienen schon spätestens zu weihnachen
6)bauern und imker sollen zusammenarbeiten
7)die insektizide nicht bei bienenflug in der blüte spritzen - da schädigst die bienen immer, daher kurz imker einen tag vorher anrufen, damit er die fluglöcher schließen kann - somit ist gewährleistet, damit die bienen nicht direkt das mittel abkriegen - dies wird erfolgreich seit 20jahren in der stmk zwischen imkern und obstbauern praktiziert
8)bienen sind indikatoren wie es mit der umwelt steht - bienen halten viel aus, jedoch wenn man psm, varroa, standardkrankheiten.... hat, dann erwischt es jeden einmal.
9) die europäische biene kann sich leider nicht gegen varroa wehren, wie zb die asiatische
10)beim mais braucht man keine bienen, daher vertreibt man die biene auch bei mais monokultur - siehe süd stmk
11)bienen trinken kein klares quellwasse, sondern immer nur tautropfen, gutationstropfen, abestandenes wasser aus pfützen etc.
12) wenn ein psm über mehrere wochen über die pflanze wirkt, dann sollte man sich auch als landwirt mal gedanken machen, ob dies auf dauer gut geht bzw. ob dies wirklich so ungiftig ist wie von der chem. industrie behauptet.
13)maiswurzelbohrer kann man mit der fruchtfolge in schach halten, aber wenn es eine invasion gibt (weil die nachbarn monokultur mais haben) ist man auch meist machtlos.
14)für mich stellt sich die frage wohin wir dtz. steuern und wer die verantwortung für grund, boden, lebensraum, ernährungssicherheit... trägt. - die politik sicherlich nicht denn wenn was schief läuft ist ja der anwender/bauer schuld.... aber so kann es nicht sein
15) aber wie ich schon mal im forum erwähnt habe: wir bauern sind die getriebenen, von Konsumenten, von der industrie - nebenbei noch viel arbeit und jeder/viele sind uns die fördergelder neidisch ist!!!!
16) irgendwie müssen wir wieder zurück zum ganzheitlichen denken und zu mehr kreislaufwirtschaft
17)so und zum schluss: jeder nichtlandwirt der den landwirten forderungen aufdrücken möchte, muss zuerst so leben, damit er auch österreichische/nachhaltige/regionale landwirtsschaft fördert - weil wasser predigen und wein saufen kann jeder

lg
ein etwas frustrierter bertl
ps: der specht hatte heuer im jänner meinen bienenkasten bearbeitet - aber wie durch ein wunder haben diese bis jetzt den winter überstanden - aber die natur regelt es schon



kolli antwortet um 12-03-2011 10:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
kann dem bertl20 eigentlich nur zustimmen.
Ich bin mir aber nicht sicher, ob die Maisbauern alle wissen, was genau sie machen, wenn sie Poncho gebeizten Mais anbauen. Die meisten haben schon ein bissl a Gefühl für die Natur und sind stolze Bauern. Keiner produziert gerne Giftpflanzen, schon gar nicht, wenn er damit Bienen gefährdet.


Gator001 antwortet um 12-03-2011 13:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
@bertl 20

Hört, hört! Zustimmung meinerseits!

Ich habe ein relativ gutes verhältnis zu einem Imker in der näheren Umgebung und kann dir nur zustimmen gemeinsam (Landwirt und Imker) erreicht man mehr!

Was mann gegen den Maiswurzelbohrer unternehmen kann steht noch in den Sternen, in Amerika hat er sich sogar eine "Fruchtfolgewirtschaft" (Amerkikanische Verhältnisse wohlgemerkt Weizen/Mais/Soja) angepasst und man findet ihn jetzt auch im Soja wieder, also er ist zweifelsohne ein "kleines" Problemungetier, das man in den nächsten Jahren, bei uns, erst so richtig kennenlernern wird.
Klar hat man nicht überrall die möglichkeit das man Fruchtfolge betreibt, aber jeder der 6 Jahre lang das gleiche Anbaut soll sich mal überlegen was er da eigentlich macht und unter umständen mal ein Jahr lang der Umwelt (und dem Boden) zuliebe Phazelie oder andere Gründecke anbauen und den Boden ein wenig regeneration gönnen! Da profitieren auch die Bienen davon und "Ja" als Landwirt brauchen wir sie ebenso wie Wasser und Licht! (miraus nicht für den Mais da er selbstbefruchter ist, aber für unzählige andere Kulturen!)

Das heuer ein neues Gesetz in den einzelnen Bundesländer angedacht ist wurde bis jetzt auch noch nicht wirklich rübergebracht!

Je Bundesland kann es da mehere Unterschiede geben (mal wieder) in der Stmk siehts so aus, dass heuer eigentlich keiner Poncho/Cruiser brauchen würde (ausnahme massiver Drahtwurmbefall!) also wenns in den anderen Bundesländern ähnlich ausschaut stellt sich die Frage eh nicht da normalerweise (hoffentlich nicht jeder 3 Jahre hindurch Mais auf Mais anbauen muss!



MUKUbauer antwortet um 12-03-2011 14:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
Hi

Schon wieder der Schwachsinn -
Das ist die größte Hetzkampagne gegen die Maisbauern seit langem - vorallem wenn Leute nach einem Jahr wo nix ist - den einen oder anderen Schwachsinn in den Imkerzeitungen schreiben steht für mich meine Meinung fest!

Und liebe Kollegen aus der Bauernschaft - Bienenschutz ist wichtig - aber wenn die Imker das erreichen was sie wollen werdet ihr alle ganz schön dumm aus der Wäsche gucken, da wird noch vieles vieles Nachkommen nach gleichem Prinzip
Ich habe mit etlichen Imkern guten Kontakt und wir sitzen mitten in einem Maisbaugebiet und keiner hat einen Schaden?

nur immer dann wenn die Presse kommt?

mfg


Bewerten Sie jetzt: Oberösterreich - Bienensterben in elf Bezirken
Bewertung:
Noch keine Bewertungen vorhanden!
message;282653




Landwirt.com Händler Landwirt.com User