kurt150 19-02-2011 17:14 - E-Mail an User
An alle Eigenbestandsbesamer!
Habe heute das erste mal selber besamt, und tue mir ziemlich schwer die Öffnung der Zervix zu finden. Habe zwar nach meinem Gefühl durchgefunden aber trotzdem wollte ich fragen ob ich vielleicht am Anfang das Spekulum benutzen könnte um die Öffnung besser bzw. schneller zu finden?

mfg Kurt



hanserhof antwortet um 19-02-2011 19:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
An alle Eigenbestandsbesamer!
Hallo Kurt!

Da gings mir ziemlich gleich! Das wird schon, aber ein Spekulum ist auf jedenfall super!
Da kannst du schauen ob die Cervix geöffnet ist, bzw. ob die Kuh schon soweit ist! Wenn die Cervix nicht geöffnet ist, bist zu früh oder zu spät...e klar...!

Mir ist vorgekommen das ich am Anfang eher immer zu früh dran war, und dann hab ich mir natürlich auch schwer getan...(muttermund noch nicht richtig geöffnet)

Besam mit Spekulum wird glaub nicht funktionieren, da ist die Paiette zu kurz, glaub ich mal...!

mfg


mostkeks antwortet um 19-02-2011 20:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
An alle Eigenbestandsbesamer!
Spekulum ist ne interessante Sache, aber auf die Hygiene achten, sonst kannst dir das Besamen nach dem schauen sparen.

Hat bei mir am Anfang auch immer etwas länger gedauert. (Kommt auch jetzt noch vor) Hab mir dann leichter getan, wenn ich die Cervix mit Daumen und Zeigefinger festgehalten habe, und mit dem kleinen Finger die Spitze der Besamungspistole geführt habe, damit ich irgendwie die Öffnung gefunden habe. (Meistens ziemlich in der Mitte aber ein Wulst rundum, und man bleibt leicht am Rand irgendwo hängen) Und dann beim nachgreifen rutscht man halt immer wieder mal raus oder es kommt die Darmperistaltik dazwischen und man beginnt wieder von vorne.
Ob man "drinn" ist weiß man sicher. Wenn man sich unsicher ist, war es nicht so! du musst die Spitze der Besamungspistole vor der Cerwix am Anfang der Gebärmutterhörner spüren. (die spürst du da ganz deutlich und vorher in der Cerwix kaum).
Wenn ich mir unsicher bin ziehe ich die Besamungspistole, mit der Spitze nach oben drückend, etwas zurück, und man spürt dann deutlich das "holpern" über die "Verzahnung". Wenn du das spürst, währst du drinnen gewesen.....und versuchst noch mal da durch zu kommen.
Das teste ich auch jetzt noch, nach dem Abdrücken als Bestätigung.

Auf jedenfall ist es meiner Meinung nach besser die Pistole ruhig zu halten und die Cerwix "draufzufädeln"

Ich wünsche dir und deinen Kühen noch viel Geduld und hoffe meine Beschreibungen sind irgendwie verständlich (zumindest nicht restlos verwirrend).

Besame selber erst seit ca. 2 Jahren und bin sehr zufrieden.
Lg



Fendt312V antwortet um 19-02-2011 20:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
An alle Eigenbestandsbesamer!
Hallo ich mache das jetzt auch schon 12 Jahre und hatte zuerst auch deine Probleme. Ein Spekulum habe ich keines angeschafft, hab da keine Erfahrung. Ich hatte damals einen Tierarzt der in Rente und zufällig in unserem Chor Chorleiter war können ausfragen auf Tips und Tricks. Es kann nicht bei jeder Kuh unter die Zervix gegriffen werden ohne dass dies mit etwas Gewalt geschehen würde. der hatte mir z. Bsp. den Tipp gegeben dann die Zervix an die Seite des Beckens zu drücken und dann eher von oben haltend die Öffnung zu suchen. Bis mans einigermaßen kann muss man sicher 200 Besamungen machen und selbst dann kanns manchmal fuxen. Lass dich bitte nicht erschüttern und bleib dabei du wirst diese Fähigleit immer mehr schätzen und nicht mehr hergeben.


Rocker45 antwortet um 19-02-2011 20:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
An alle Eigenbestandsbesamer!
Als ich den kurs gemacht habe hat man uns gesagt es braucht 500(!) Besamungen bis mans halbwegs kann...

Also Fendt 312... ich hoffe dass deine These stimmt=)


Fendt312V antwortet um 19-02-2011 22:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
An alle Eigenbestandsbesamer!
Ich meine dass bei mir nach ca. 400 die Routine da war und es noch so nebenbei einfach schnell mache. Dass jede Kuh einfach anders ist, bedingt dass man verschiedene Techniken zur Routine macht und daher keine generelle Betriebsanleitung bei jeder gilt.


179781 antwortet um 19-02-2011 23:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
An alle Eigenbestandsbesamer!
Bei mir war es so, dass ich beim Kurs geglaubt habe, dass ich das eh nie lerne wie das geht.Dann hat am Tag nach dem 'Besamungskurs eine Kuh gestiert, die ich eigentlich weggeben wollte und die habe ich "versuchshalber" besamt, da hat es gleich gut geklappt und die ist auch tragend geworden. Ich würde einmal sagen, die ersten 50 Besamungen waren machmal nicht so einfach, aber jetzt geht es ganz gut. Das Spekulum kann eine Hilfe sein wenn du nicht sicher bist, ob der Zeitpunkt passt. Ein Tipp, den mir ein Bekannter, der schon lange selber besamt gegeben hat: bevor du den Samen vorbereitest, erst einmal hineingreifen, dann weißt du schon einmal was dich erwartet. Der Muttermund kann bei Kalbinnen so dünn sein, dass du fast nichts in der Hand hast und bei alten Kühen so groß und derb, das du gar nicht herumgreifen kannst. Ausserdem hast du dabei noch eine Kontrollmöglichkeit ob der Schleim auch wirklich sauber ist und die Kuh steht bei der Besamung nachher ruhiger. Und nicht nervös werden, wenn es nicht gleich klappt, wenn das Besamungsgerät einmal in der Kuh ist, hast du jede Menge Zeit.

Gottfried




springsa antwortet um 20-02-2011 08:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
An alle Eigenbestandsbesamer!
Nicht jede Kuh ist gleich , Zervix ein bischen zum Kopf der Kuh vorschieben kann auch sein das da eine Falte ist und dann findet man nicht rein , Besamungsgerät einführen und halten und dann auffädeln bis man durch ist kann man leicht ergreifen .Uns hat man gesagt nicht zu weit reinstecken sonst besamt du vielleicht in den einen Eileiter und das Ei ist der anderen Seite dann ist es umsonst . Mit ewas Übung ist es schon Hinzukriegen ich wünsch Dir guten Erfolg bei deinen Beasamungen .
Noch eine Frage wer von euch macht auch Trächtigkeitskontrolle selbst gibts da wo einen Kurs dazu ? Oder ist es besser wenn es der Tierarzt weiter macht ?
mfg Springsa


Fendt312V antwortet um 20-02-2011 11:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
An alle Eigenbestandsbesamer!
Hallo Gottfried und Springsa ihr habt es sehr gut beschrieben.
Nur mich erstaunt dass du die Trächtigkeit untersuchen lässt. Habe so was noch nie gemacht und auch nicht machen lassen (mehr als 30 Jahre). Halten Fleckvieh und sehe das rindrig sein ganz gut. Taue den Samen auch immer vor dem hineingreifen auf da ich nur einmal hinein will. Besamungsindex ist bei 1,5 schon viele Jahre.


springsa antwortet um 20-02-2011 12:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
An alle Eigenbestandsbesamer!
danke Fendt 312 V für die netten Worte Frage hast du keine Stillbrünstigen ? kennst du es daran das sie nicht mehr stierig wird und dicker wird ? wär mir persönich zu unsicher da füttere ich sie und glaub das sie trägt und dann ist kein Kalb drinn .
wer läßt die Kühe auch nicht auf Trächtigkeit untersuchen und hat damit Erfahrung und keine Probleme das sie wirklich tragen . Eure Erfahrungen Bitte Danke !
Wie macht ihr das ?
Ps. hab auch FV
Mfg Springsa ?


179781 antwortet um 20-02-2011 13:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
An alle Eigenbestandsbesamer!
Man sieht es den meisten Kühen schon an, dass sie trächtig sind, ich kann es aber nicht erklären woran. Ist auch bei Frauen so. Ich habe schon einemal eine Bekannte junge Frau gefragt, wann den das Kind zu Welt kommen wird. Die ist aus allen Wolken gefallen, weil sie noch zu niemanden etwas von ihrer Schwangerschaft gesagt hat.

Unsere Kühe lasse ich trotzdem regelmäßig von Tierarzt auf Trächtigkeit untersuchen, weil wenn man nur eine mitschleppt, die leer ist, ist der Schaden viel mehr, als der TA kostet.

Gottfried


hanserhof antwortet um 20-02-2011 14:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
An alle Eigenbestandsbesamer!
Also zu uns haben sie gesagt man kann am Gebährmutterhorn spüren wenn die Kuh trächtig ist. Nach ca. 5-6 Wochen kannst "DASS" ergreifen... aber sehr vorsichtig sein und nicht drücken!!!!!

Wir lassen nach 30 Tagen im Ultraschall machen, wenn wir uns nicht sicher sind...!


springsa antwortet um 20-02-2011 16:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
An alle Eigenbestandsbesamer!
Kenn das bei den Frauen auch halten dann den Bauch recht raus , aber bei den Kühen ist es nicht so leicht zusehen .179781 auf was schaust du da genau ?
mfg Springsa


Fendt312V antwortet um 20-02-2011 21:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
An alle Eigenbestandsbesamer!
Wir sind silofrei und haben im Laufstall keinen Transponder. Das wenige Getreideschrot wird händisch jeweils nach dem melken verabreicht. Stalldurchschnitt derzeit bei 8500 kg. Stillbrunst kenne ich eigentlich nicht, eher spinnen die fast zwei Tage. Bin eigentlich viel im Stall und eine brünstige Kuh wird sofort heraus gebunden. Einen Tierarzt lasse ich nur in äußerster Not in den Stall, hatte z.Bsp. 2003 null Tierarztkosten. Lasse auch höchstens alle zwei Jahre mal eine Gebärmutter behandeln. Die Rinder kalben meist mit 25-26 Monaten. Kann mal passieren dass ein Jährling im Frühjahr auf der Weide erst die Brunst zeigt und dann ist er deswegen noch nicht zu alt. Alles ganz locker nehmen ohne Anspannung. Die Lockerheit überträgt sich auf das Tier! und wie ist es mit Anspannung? Den Stall entstören von Wasseradern usw. ganz wichtig. Das Tier braucht eine Wellnessovase genauso wie wir und dankt das mit Gesundheit und Leistung. Das ist mein Lebensmotto und befasse mich auf mehreren Ebenen damit.


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